Mittwoch, 22. Mai 2019
Mittwoch, 13. März 2019
Über das Sterben
Vor
unfair 10 Jahren habe ich mir einen Dorje aus Bergkristall gekauft,
obwohl ich damals noch nicht wusste wozu das Ding gut ist. Damals begann
ich Edelsteine zu sammeln und so fand dieses Ding unbewusst zu mir.
Erst später begann ich magische Rituale mit dem bis dahin angesammelten Gegenständen zu wirken. Und erst heute verstehe ich meine Anziehungskraft bezüglich des Dorje und meine karmische Verbindung zum Buddhismus, die sich damals schon im Außen zeigte.
Der Dorje ist das Symbol des Vajra Buddha. Der Vajra Buddha ist der Buddha der Schärfe, der Kristallisation und der Unzerstörbarkeit. Vajra wird oberflächlich als „Diamant“ übersetzt. In der buddhistischen Tradition wird der Diamant als himmlischer Edelstein verstanden, der durch jedes andere feste Objekt schneidet. Deshalb ist er völlige Unzerstörbarkeit.
Die Vajra Buddha werden durch ein diamantförmiges Zepter dargestellt, welches im tibetischen Dorje genannt wird. Die scharfen Zacken des Diamanten symbolisieren das durchschneiden neurotischer Tendenzen und unbewusster Verwicklungen, mittels eines scharfen Verstandes.
Der Dorje repräsentiert die Qualität vieler möglicher Perspektiven (Multiperspektivität). Damit ist eine sehr große Flexibilität des Geistes gemeint, die diese Buddhas haben.
Der Vajra Buddha hielt seinen kostbarsten Schatz, seinen Zepter, den Dorje aus Kristall in der Hand, der das Symbol seines erwachten Geistes darstellt. Er bedankte sich für dieses Gabe, die es ihm ermöglichte zu tiefer Einsicht zu gelangen und alle Anhaftungen zu durchschauen.
Doch weil er der Vajra Buddha ist, kann er sich nicht an seiner Errrungenschaft der Einsicht festhalten. Seine unzerstörbare Logik zwingt ihn, einen letzten Akt des Loslassens auszuführen.
Ich wäre kein Vajra Buddha, wenn ich nicht diesen letzten Schritt vollziehen würde. Tränen der Liebe und der Verlustangst rannen über seine Wangen. Es kamen Ängste auf, die sagten: Wer bin ich noch, wenn ich mein größtes Talent wegwerfe?
Er nahm dennoch den kristallenen Zepter und warf ihn in Gedanken hinter sich. Der kristallene Dorje zersprang in seiner Vorstellung in tausend Stücke auf dem Boden. Der Buddha lachte und war nun frei.
Wenn man etwas loslässt, was einem viel bedeutet, empfindet man Verlust. Im Moment des Loslassens stirbt ein Stück Ego. Das tut manchmal weh.
Jedoch verliert man letztlich nichts, außer der fixierten Anhaftung. Man verliert im Grunde immer nur seinen Starrsinn, der zu Unfrieden führt, weil man wieder für einen festen Standpunkt kämpft.
Deshalb ermöglicht jeder Loslösungsprozess, in einen größeren und offeneren Raum der Freiheit und des Friedens zu gelangen.
Loslassen ist nie ein endgültiges sich abkehren. Das wäre eine erneute Einschränkung. Loslassen bedeutet viel mehr eine Haltung von Offenheit zu entwickeln, in der es keine Fixierung mehr gibt. So erfährt man immer mehr den offenen Raum.
Man muss letztlich behaupt nichts aufgeben. Statt entweder oder, entsteht immer mehr eine Haltung von sowohl auch als. Das ist Freiheit. Aber das Ego denkt jedesmal es müsste sterben, deshalb krallt es sich fest.
Auch der Boddhisattva, der Buddha des Mitgefühls, hat am Ende seines Weges, so einen finalen Schritt zu tun. Denn sein Weg ist ebenso einseitig.
Weil er der Buddha des Mitgefühl ist, kann er sich nicht an seiner Einsicht festhalten. Sein unzerstörbares Mitgefühl zwingt ihn, einen letzten Akt des Loslassens auszuführen. Er wirft die Anhaftung an seinen Weg weg und öffnet sich für eine Liebe ohne Einschränkung.
Erleuchtung, ist nicht das einseitige Verfolgen eines spirituellen Weges. Erleuchtung ist ein Zustand jenseits aller Anhaftungen und Bestrebungen etwas zu erreichen. Es ist die Freiheit von jeglichem Standpunkt.
Deshalb muss man am Ende aller Wege, den eigenen Weg verlassen. Das heißt jedoch nicht Abkehr. Es bedeutet nicht alles inden Staub zu treten. Es bedeutet sich einfach nur für alles andere wieder zu öffnen.
Weder ein Vajra Buddha, noch ein Boddhisattva muss seinen Weg aufgeben. Was aufgegeben wird, ist die letzte Trennung, die der Erfahrung der Freiheit im Weg steht.
An dieser Stelle weitet sich nochmals der klare Geist und das liebende Mitgefühl.
Alles was wir aufgeben müssen, sind unsere starren Ideologien. Es bleibt jedoch immer die Freiheit, den eigenen individuellen Weg zu gehen. Dann geht man ihn jedoch aus Liebe und nicht aus Gegnerschaft.
Erst später begann ich magische Rituale mit dem bis dahin angesammelten Gegenständen zu wirken. Und erst heute verstehe ich meine Anziehungskraft bezüglich des Dorje und meine karmische Verbindung zum Buddhismus, die sich damals schon im Außen zeigte.
Der Dorje ist das Symbol des Vajra Buddha. Der Vajra Buddha ist der Buddha der Schärfe, der Kristallisation und der Unzerstörbarkeit. Vajra wird oberflächlich als „Diamant“ übersetzt. In der buddhistischen Tradition wird der Diamant als himmlischer Edelstein verstanden, der durch jedes andere feste Objekt schneidet. Deshalb ist er völlige Unzerstörbarkeit.
Die Vajra Buddha werden durch ein diamantförmiges Zepter dargestellt, welches im tibetischen Dorje genannt wird. Die scharfen Zacken des Diamanten symbolisieren das durchschneiden neurotischer Tendenzen und unbewusster Verwicklungen, mittels eines scharfen Verstandes.
Der Dorje repräsentiert die Qualität vieler möglicher Perspektiven (Multiperspektivität). Damit ist eine sehr große Flexibilität des Geistes gemeint, die diese Buddhas haben.
Der Vajra Buddha hielt seinen kostbarsten Schatz, seinen Zepter, den Dorje aus Kristall in der Hand, der das Symbol seines erwachten Geistes darstellt. Er bedankte sich für dieses Gabe, die es ihm ermöglichte zu tiefer Einsicht zu gelangen und alle Anhaftungen zu durchschauen.
Doch weil er der Vajra Buddha ist, kann er sich nicht an seiner Errrungenschaft der Einsicht festhalten. Seine unzerstörbare Logik zwingt ihn, einen letzten Akt des Loslassens auszuführen.
Ich wäre kein Vajra Buddha, wenn ich nicht diesen letzten Schritt vollziehen würde. Tränen der Liebe und der Verlustangst rannen über seine Wangen. Es kamen Ängste auf, die sagten: Wer bin ich noch, wenn ich mein größtes Talent wegwerfe?
Er nahm dennoch den kristallenen Zepter und warf ihn in Gedanken hinter sich. Der kristallene Dorje zersprang in seiner Vorstellung in tausend Stücke auf dem Boden. Der Buddha lachte und war nun frei.
Wenn man etwas loslässt, was einem viel bedeutet, empfindet man Verlust. Im Moment des Loslassens stirbt ein Stück Ego. Das tut manchmal weh.
Jedoch verliert man letztlich nichts, außer der fixierten Anhaftung. Man verliert im Grunde immer nur seinen Starrsinn, der zu Unfrieden führt, weil man wieder für einen festen Standpunkt kämpft.
Deshalb ermöglicht jeder Loslösungsprozess, in einen größeren und offeneren Raum der Freiheit und des Friedens zu gelangen.
Loslassen ist nie ein endgültiges sich abkehren. Das wäre eine erneute Einschränkung. Loslassen bedeutet viel mehr eine Haltung von Offenheit zu entwickeln, in der es keine Fixierung mehr gibt. So erfährt man immer mehr den offenen Raum.
Man muss letztlich behaupt nichts aufgeben. Statt entweder oder, entsteht immer mehr eine Haltung von sowohl auch als. Das ist Freiheit. Aber das Ego denkt jedesmal es müsste sterben, deshalb krallt es sich fest.
Auch der Boddhisattva, der Buddha des Mitgefühls, hat am Ende seines Weges, so einen finalen Schritt zu tun. Denn sein Weg ist ebenso einseitig.
Weil er der Buddha des Mitgefühl ist, kann er sich nicht an seiner Einsicht festhalten. Sein unzerstörbares Mitgefühl zwingt ihn, einen letzten Akt des Loslassens auszuführen. Er wirft die Anhaftung an seinen Weg weg und öffnet sich für eine Liebe ohne Einschränkung.
Erleuchtung, ist nicht das einseitige Verfolgen eines spirituellen Weges. Erleuchtung ist ein Zustand jenseits aller Anhaftungen und Bestrebungen etwas zu erreichen. Es ist die Freiheit von jeglichem Standpunkt.
Deshalb muss man am Ende aller Wege, den eigenen Weg verlassen. Das heißt jedoch nicht Abkehr. Es bedeutet nicht alles inden Staub zu treten. Es bedeutet sich einfach nur für alles andere wieder zu öffnen.
Weder ein Vajra Buddha, noch ein Boddhisattva muss seinen Weg aufgeben. Was aufgegeben wird, ist die letzte Trennung, die der Erfahrung der Freiheit im Weg steht.
An dieser Stelle weitet sich nochmals der klare Geist und das liebende Mitgefühl.
Alles was wir aufgeben müssen, sind unsere starren Ideologien. Es bleibt jedoch immer die Freiheit, den eigenen individuellen Weg zu gehen. Dann geht man ihn jedoch aus Liebe und nicht aus Gegnerschaft.
Sonntag, 10. März 2019
Was ist Erleuchtung und was nicht?
Mein Gesprächspartner sagte: „Das ich ist die Quelle des Leidens“
Ich
sagte: „Bisher erlebe ich es so, dass ich Zustände mit Ich
Identifikation und Zustände ohne Ich Identifikation (Nirwana) erlebe.
Zustände wechseln sich ab. Sie kommen und gehen.
Es gibt aber ein beständiges Gewahrsein, was auf diese Zustände mit und ohne ich schaut. Egal wie sie erscheinen.
Erleuchtung
ist für mich das, welches unabhängig vom Inhalt der Erfahrung besteht
und auf alle Zustände schaut. Viele Menschen verwechseln Erleuchtung mit
einem besonderen Zustand, den sie erfahren, oder dem sie nachstreben, einem Gipfelerlebnis.
Ich
glaube das ist nicht so. Ich glaube es geht viel mehr um das
Gewahrsein, was in möglichst vielen Zuständen wach und klar und friedlich ist.
Die
Quelle des Leidens ist nach meiner Erfahrung die Bewertung von Leid in
zb. in Krankheit ist schlecht. Man leidet nämlich hauptsächlich am
eigenen Widerstand, und am mangelten Selbstmitgefühl.
Ändert
man dies, indem man sein Mitgefühl für sich selbst trainiert und seine
Bewertung in zb. in Krankheit ist auch gut weil sie mir Rückzug gibt,
oder mich ermahnt achtsamer zu leben, kann Leiden überwunden werden. Bei
weitem nicht in einem Moment. Aber es ist möglich, wenn man diese
Haltung länger parktiziert.
Das Leiden
liegt viel weniger an einer bestimmten Situation. Wir leiden viel mehr
am Umgang mit dieser Situation, als an der Situation selbst. Wenn wir
das eine Weile praktiziert haben, können wir erfahren, dass in mitten
einer schwierigen Situation, Gleichmut, Zufriedenheit, ja sogar Glück
auftauchen kann.
Also muss man trainieren, anders zu denken, anders zu fühlen. Man muss daraus aber eine beständige Geisteshaltung machen, bis sie vielen Situationen gewachsen ist. Und man muss das lange üben, vor allem bei den Dingen,
die für einen persönlich schwierig sind. Das kann für jeden etwas ganz
anders sein. Ob das nun Krankheit, Minderwertigkeitsgefühle, Einsamkeit,
Sehnsucht, ist. Jeder Mensch ist auf andere Weise verwickelt.
Man muss sein Denken und Fühlen grundsätzlich in eine Haltung der Mitte umprogrammieren. Dazu sieht man alles schwarz und
weiß. Dazu muss man all seine Vorstellungen, Ideologien, und seinen
Starrsinn aufgeben. Manchmal tut das weh. Aber es ist ein kurzer
Schmerz, wenn man dafür befreit wird. Man gewöhnt sich an das Loslassen,
wenn man immer mehr die Befreiung sieht, die man dahinter findet.
Irgendwann ist das neue Denkprogramm umgebaut, so dass man für alles Leid - A Mitgefühl empfinden kann und - B die Perfektion eines jeden Momentes sieht. Dadurch entwickelt sich ein Gewahrsein das zunehmend leer wird, weil es keine Widerstände mehr mit sich selbst und der Welt hat.
Irgendwann ist das neue Denkprogramm umgebaut, so dass man für alles Leid - A Mitgefühl empfinden kann und - B die Perfektion eines jeden Momentes sieht. Dadurch entwickelt sich ein Gewahrsein das zunehmend leer wird, weil es keine Widerstände mehr mit sich selbst und der Welt hat.
Es
stimmt schon, dass im Zustand des Klaren Lichtes kein Leid ist, weil da
Niemand ist der leidet, aber ich finde es irreführend, mich zu sehr auf
die Erfahrung von Nicht Ich zu fokussieren, weil das noch nicht die
letzte Einsicht ist.
Viele Menschen denken die seien erleuchtet, weil sie ihr Ich wegmeditieren können und keinen Handelnden in sich erfahren. Aber wenn man es so sieht, dann hat sich nichts geändert, denn man ist immernoch vor sich auf den Flucht. Nur dass man statt einer weltlichen Selbstverleugnung nun in einer getarnten spirituellen Selbstverleugnung steckt. Das kann ein Weg sein, ok, aber dann muss man ihn auch zu Ende gehen und Nirwana und Glückseeligkeit ebenfalls loslassen. Alles loslassen. Auch die Leerheit, die man glaub zu sein. Es hat wider eine Identifikation mit der Leerheit statt gefunden.
Viele Menschen denken die seien erleuchtet, weil sie ihr Ich wegmeditieren können und keinen Handelnden in sich erfahren. Aber wenn man es so sieht, dann hat sich nichts geändert, denn man ist immernoch vor sich auf den Flucht. Nur dass man statt einer weltlichen Selbstverleugnung nun in einer getarnten spirituellen Selbstverleugnung steckt. Das kann ein Weg sein, ok, aber dann muss man ihn auch zu Ende gehen und Nirwana und Glückseeligkeit ebenfalls loslassen. Alles loslassen. Auch die Leerheit, die man glaub zu sein. Es hat wider eine Identifikation mit der Leerheit statt gefunden.
Wer Erfahrungen von Nirwana, Klarem Licht, Glückseeligkeit bevorzugt und die gewöhnliche Erfahrungen des Ich ablehnt, ist nicht erleuchtet. Der hat im Grunde sein weltliches Streben nur in eine spirituelle Umgebung verfrachtet.
Deshalb wird vor den Siddhis (den übernatürlichen Kräften/Zuständen), wozu auch das Klarträumen gehört, gewarnt. Nicht weil mit den Zuständen und Fähigkeiten irgendwas falsch wäre, nicht weil die einen verrückt machen können (was passieren kann). Man darf sie schon üben, nutzen, trainieren. Aber man neigt dazu sich A an ihnen festzuhalten und B sie teils
mit der eigentlichen Erleuchtung zu verwechseln. Und da muss man sich
die Frage stellen, will man ein Magier sein der Tricks vorführt oder erleuchtet sein?
Wenn
man erleuchtet sein will, dann muss man die Anhaftung, also das Streben
nach diesen Zuständen, das festhalten, das beherrschen den Meditation, das sich damit schmücken,
loslassen. Oder man macht es wie ich, man scheitert auf ganzer Linie. Hahaha.
Ich hatte Glück und das erkenne ich erst jetzt, dass all diese Fähigkeiten/Zustände, die ich für eine Zeit erlebt habe, mir an einer Stelle immer wieder durch die Finger gerieselt sind. So hatte ich nicht die Möglichkeit mich festzuhalten. Oft war ich neidisch auf Menschen, die in diesen Zuständen verweilen durften. Aber heute sehe ich dass mein Unglück, das Glück war. Es ist mir nicht gelungen, wie ich es bei anderen sehe, mich an den Zuständen festzuhalten und deshalb musste ich immer wieder loslassen. Ich fiel zurück. Durch die Annahme, die der einzige Weg war, damit umzugehen, wurde mein Gewahrsein weiter.
Ich hatte Glück und das erkenne ich erst jetzt, dass all diese Fähigkeiten/Zustände, die ich für eine Zeit erlebt habe, mir an einer Stelle immer wieder durch die Finger gerieselt sind. So hatte ich nicht die Möglichkeit mich festzuhalten. Oft war ich neidisch auf Menschen, die in diesen Zuständen verweilen durften. Aber heute sehe ich dass mein Unglück, das Glück war. Es ist mir nicht gelungen, wie ich es bei anderen sehe, mich an den Zuständen festzuhalten und deshalb musste ich immer wieder loslassen. Ich fiel zurück. Durch die Annahme, die der einzige Weg war, damit umzugehen, wurde mein Gewahrsein weiter.
Egal wo du
stehst, egal wie leuchtend dich die Meditation vielleicht schon gemacht
hat, irgendwann kommt immer der Punkt, da musst du das alles loslassen
und dich in deinen Abgrund, in deine Dunkelheit, deine Minderwertigkeit,
deinen Schatten fallen lassen, weil du das auch bist. Es ist egal ob wir das am Anfang oder am Ende unserer sprituellen Reise machen. Irgendwann sieht du ein, es geht nicht ohne.
Aber man muss das Ich ganz annehmen. Das wird leider oft vergessen, weil sich die Gedankengänge spiritueller Sucher oft nur noch um das Nicht Ich drehen. Das ist ja das wovon wir weg wollen, warum wir überhaupt nach Erleuchtung streben, um dem Leid zu entfliehen.
Aber man kann nicht erwachen, wenn man vor sich Selbst wegläuft. Denn man kann
sich nicht finden, wenn man vor sich wegläuft. Das Selbst ist das erwachte ich. Erleuchtung ist nichts großartiges, sondern die Annahme aller Schwächen. Man muss sich zu sich
selbst umdrehen und sich annehmen, egal wie schwer das ist. Man muss einen Weg finden. Heisser Tipp um das zu schaffen: Innere Kind Arbeit.
Wenn man jemand ist, der viel
meditiert, dann ist man vielleicht jemand der viele Erfahrungen mit den
Zuständen des nicht Ich hat. Dann hat man zwar Erfahrungen im Nirwana,
aber man ist immer noch nicht im Frieden, solange man das Ich ablehnt.
Und
man ist in Gefahr, sich an diesen Phänomenen festzuhalten. Man ist in Gefahr Stolz auf
das Erlangen von Nirwana, Liebe oder Freude, zu sein. Dann ist man immer noch im Streben für
dies und wider das.So bleibt man im inneren Kampf stecken, obwohl man vielleicht kleine Wunder vollbringen kann. Deshalb ist Jesus gekreuzig worden, es war Gnade. In der Erfahrung der Ohnmacht, hat er aufgegeben.
Nirwana und die unbedingte Glückseeligkeit, Zustände die man dort vielleicht zum ersten mal erfahren hat, muss man wieder loslassen. Denn wenn man das Nicht ich dem Ich bevorzugt, wie soll man dann im Frieden sein? Wie könnte es Frieden geben, wenn man die Ichhaftigkeit oder die Unbewusstheit der Menschen ablehnt? Wie soll es Frieden geben, wenn man das negative Prinzip ablehnt?
Das
kann man nur in der Akzeptanz des Ichs, des Leidens und des eigenen
Schattens, indem man Mitgefühl mit dem Ich hat/lernt. Alles was ich in mir
selbst angenommen habe, muss ich auch in anderen Menschen akzeptieren.
Unfrieden ist immer ein Zeichen von fehlender Selbstakzeptanz.
Vielleicht muss man erst mal lernen mit seinem Ich mitfühlend umzugehen. Man muss das Leid akzeptieren, welches man erlebt. Man muss Mitgefühl mit dem eigenen Leiden lernen, gerade wenn einem das gefehlt hat. Dieses zu üben ist genauso wirklungsvoll und wichtig für die Erleuchtung, wie Meditation.
Vielleicht muss man erst mal lernen mit seinem Ich mitfühlend umzugehen. Man muss das Leid akzeptieren, welches man erlebt. Man muss Mitgefühl mit dem eigenen Leiden lernen, gerade wenn einem das gefehlt hat. Dieses zu üben ist genauso wirklungsvoll und wichtig für die Erleuchtung, wie Meditation.
So
viele Menschen denken, es geht nur darum Nirwana, Klares Licht,
Glückseeligkeit, Zustände ohne Ich, zu erreichen und sie behandeln die Erfahrung und die
Annahme des Ich damit manchmal abschätzig.
Ich
verfolge einen tantrischen Ansatz. Das entschiedende Merkmal des Tantra
ist, dass es darum geht alles anzunehmen und nichts auszuschließen,
deshalb ist es ein sehr heilsamer Ansatz. Man nimmt alles an, und erkennt es als Teil deines Selbst. Deshalb liegt mir das Ich und der Weg zum Erwachen näher, als der Weg über das Nicht Ich, denn ich wollte mich immer heilen.
Deshalb sehe ich das Ich nicht als Quelle des Leidens. Dass wir es anders beschreiben, liegt
nur an der unterschiedlichen Perspektive, die wir einnehmen. Je nach dem,
welchen spirituellen Weg man geht, schaut man anders auf das Selbe.
Die einen versuchen das Ich wegzumeditieren (was wie ich finde sehr viele tun) die anderen, das Ich zu heilen. Manche machen beides. Oft gehen die Ansätze wie Psychologie oder Spirtuelle Ansätze, jedoch nicht weit genug, damit sich der Kreis zwischen Ich und Nicht ich vollkommen schliesst. Der Psychologie fehlt die Ebene des nicht ich (Transpersonal) vielen spirtuellen Schulen fehlt die Ebene des Ichs. Manchmal auch, weil Menschen die vollständigen Konzepte verdrehen und gemäss ihrer persönlichen Haltung interpretieren.
Osho hat versucht beide Seiten (westliche Psychotherapie und östliche spirtuelle Ansätze) an einen Tisch zu holen. Dem tantrischen Ansatz fehlt manchmal der klare schneidende Verstand, der das Anhaften an Erfahrungen der Freude durchschneidet. Dieses ist mir glücklicherweise gegeben. Etwas in mir fragt chronisch. Warum? Außerdem habe ich immer schon meine Herz ganz leise gehört. Herz und Verstand haben mir meinen Weg gezeigt.
Die einen versuchen das Ich wegzumeditieren (was wie ich finde sehr viele tun) die anderen, das Ich zu heilen. Manche machen beides. Oft gehen die Ansätze wie Psychologie oder Spirtuelle Ansätze, jedoch nicht weit genug, damit sich der Kreis zwischen Ich und Nicht ich vollkommen schliesst. Der Psychologie fehlt die Ebene des nicht ich (Transpersonal) vielen spirtuellen Schulen fehlt die Ebene des Ichs. Manchmal auch, weil Menschen die vollständigen Konzepte verdrehen und gemäss ihrer persönlichen Haltung interpretieren.
Osho hat versucht beide Seiten (westliche Psychotherapie und östliche spirtuelle Ansätze) an einen Tisch zu holen. Dem tantrischen Ansatz fehlt manchmal der klare schneidende Verstand, der das Anhaften an Erfahrungen der Freude durchschneidet. Dieses ist mir glücklicherweise gegeben. Etwas in mir fragt chronisch. Warum? Außerdem habe ich immer schon meine Herz ganz leise gehört. Herz und Verstand haben mir meinen Weg gezeigt.
Man hat unterschiedliche
Anhaltspunkte, denen man einen gewissen Wert beimisst. Manche Punkte
bewertet man stärker als andere, je nach individueller Lebenserfahrung. Ich bewerte die Annahme des Ichs
stärker, als die Erfahrung des Nicht Ich, die ich auch habe.
Gleichzeitig habe ich so etwas wie ein heiliges Schwert, mit dem ich alle Anhaftungen durchschneide, entweder mittels bewusstem Verstand (Glaubenssätze in Frage stellen, Kritisches Bewusstsein) oder unbewusst, indem mir Erfahrungen verweigert werden. Also man könnte sagen, es ist eine gewisse Gewalt notwendig, die die schönen Dinge denen man verhaftet ist, erbarmungslos zerstört. Wie lange habe ich gegen diese Kraft gekämpft, bis ich einsehen konnte, dass ich nur auf Grund des Scheiterns loslassen konnte.
Gleichzeitig habe ich so etwas wie ein heiliges Schwert, mit dem ich alle Anhaftungen durchschneide, entweder mittels bewusstem Verstand (Glaubenssätze in Frage stellen, Kritisches Bewusstsein) oder unbewusst, indem mir Erfahrungen verweigert werden. Also man könnte sagen, es ist eine gewisse Gewalt notwendig, die die schönen Dinge denen man verhaftet ist, erbarmungslos zerstört. Wie lange habe ich gegen diese Kraft gekämpft, bis ich einsehen konnte, dass ich nur auf Grund des Scheiterns loslassen konnte.
Das ist keine letztliche Bewertung, ob
das was ich erfahre letztlich zum Ziel führt. Es ist eine individuelle Entscheidung/Erfahrung. Aber vielleicht hilft sie, die eigenen Vorstellungen zu überwinden. So wie wir kollektiv an kulturelle Glaubensvorstellungen gebunden sind, so sehe ich auch so eine kollektive Verblendung bei vielen sprituellen Suchern. Das Ich versucht aus der sprirituellen Erfahrung etwas zu machen, oder sich dort hinein zu fliehen, um sich vor sich selbst zu verstecken. Das muss man sich eingestehen.
Letztlich muss man sich von dieser Bevorzugung einer Sichtweise lösen. Nur dann kann man Freiheit erfahren. Ich muss mich auch immer wieder von meiner bevorzugten Sichtweise lösen. Also es geht mir genauso. Auch ich verfange mich immer wieder in sprituelle Dogmen. Vielleicht stecke ich gerade wieder in etwas drin, wer weiß. Das gehört zum Weg.
Da Erleuchtung das Aufgeben eines festen Standpunktes ist, muss man täglich bereit sein, alles was man denkt oder sich erarbeitet hat, wieder hinzuschmeissen. Man muss ständig bereit sein, sich selbst zu widersprechen und sich in jedem Moment neu zu erfinden. Auch dann wenn das Bekannte, Freunde, Familie, Partner, Schüler vor den Kopf stößt. Ansonsten muss einem Klar sein, dass man eine Rolle spielt.
Da Erleuchtung das Aufgeben eines festen Standpunktes ist, muss man täglich bereit sein, alles was man denkt oder sich erarbeitet hat, wieder hinzuschmeissen. Man muss ständig bereit sein, sich selbst zu widersprechen und sich in jedem Moment neu zu erfinden. Auch dann wenn das Bekannte, Freunde, Familie, Partner, Schüler vor den Kopf stößt. Ansonsten muss einem Klar sein, dass man eine Rolle spielt.
Als
Quelle des Leidens möchte ich das einseitige Denken nennen.
Viele Spirtuelle markieren das Denken als Quelle des Leides. Ich bekomme das oft zu hören, gerade weil ich ein Denker Typ bin. Weil
ich aber den anderen Weg gehe, der mir oft wie eine Art Gegenbewegung zum Advaita vorkommt, konnte mein Herz damit nie eine Stimmigkeit empfinden.
Denn meine Erfahrung war immer anders. Ich kann mich so high denken, dass ich damit die Grenze meines Ichs durchbrochen habe. Das mit 99% aller sprituellen Gesprächpartner sagen, ich solle meine Denken loslassen, war eine schwere Prüfuing für mich. Es war eine Prüfung im Allein sein, im unverstanden sein, im aufs Herz hören.
Dennoch haben mich gerade die Ansätze, die keine Resonanz in mir erzeugen, zum nachdenken gebracht. Ich bin immer offen geblieben, ob der andere nicht doch in seiner Welt recht hat.
Dennoch haben mich gerade die Ansätze, die keine Resonanz in mir erzeugen, zum nachdenken gebracht. Ich bin immer offen geblieben, ob der andere nicht doch in seiner Welt recht hat.
Ich sehe nicht das Denken als Quelle des Leides, sondern das einseitige Denken die Quelle des Leides ist. Und das ist ein garvierender Unterschied. Einseitigkeit erzeugt Leid. Eine einseitige Bewertung erzeugt ein Weltbild was die Welt in schwarz und weiß, in richtig und falsch aufteilt.
Im
Nicht sein löst sich die einseitige Dualität auf. In der bewussten Ich
Erfahrung hingegen, kann man lernen zweiseitig (paradox) zu denken und
zu fühlen, indem man lernt Gegensätze zu vereinen.
Die
Erlösung des Ichs, ist die Vereinigung der Gegensätze. Dazu liefert die
Psychologie C.G. Jungs hilfreiche Ansätze. Jedoch ist Jung dann wieder kein Experte für die Beschreibung der einzelnen Erleuchtungszustände. Er wurde gefragt ob er an Gott glaubt. Darauf antwortete er: Ich habe Gott erfahren. Jung das zugehen auf das Selbst mit dem Begriff Individuation benannt. Individuation bedeutet der Weg zur eigenen Ganzheit.
Nachdem man dann die Ganzheit erfahren hat, indem aman alle Gegensätze ineinenader vereint, muss man sich dann, doch wieder von der Psychologie abwenden, weil man den weiteren Weg in ihr nicht finden kann.
An der Stelle muss man sich andere Quellen suchen. Die Psychologie ist noch nicht weit genug gegangen, aber sie kann einen Teil des Weges sehr gut begleiten. Vor allem auch die Traumatherapie, die ich für die Annahme des Ichs für eine große Hilfe halte.
Nachdem man dann die Ganzheit erfahren hat, indem aman alle Gegensätze ineinenader vereint, muss man sich dann, doch wieder von der Psychologie abwenden, weil man den weiteren Weg in ihr nicht finden kann.
An der Stelle muss man sich andere Quellen suchen. Die Psychologie ist noch nicht weit genug gegangen, aber sie kann einen Teil des Weges sehr gut begleiten. Vor allem auch die Traumatherapie, die ich für die Annahme des Ichs für eine große Hilfe halte.
Durch die Vereinigung der Gegensätze löst sich der innere Kampf des Ichs auf. Wenn das Ich all seine Widerstände aufgibt, lösen sich seine Grenzen auf, weil die Trennung des Ichs vom Ganzen einzig aus diesem Widerstand besteht. Wer alle Widerstände auflöst, erfährt eine Auflösung des Ich, der erfährt Nirwana.
Witzigerweise
kommt man so zum gleichen Ergebnis, wie jemand der sehr viel meditiert
und den Zustand des Nicht Seins vertieft hat. Allerdings lernt jeder auf seinem Weg etwas Unterschiedliches.
Der eine ist dann
ein Experte des Ichs und seinen Zuständen, der andere ist ein Experte
des nicht Ichs und seinen Zuständen. Experte ist man nur auf dem Weg,
den man selbst gegangen ist. Und anstatt Wettkämpfe zu führen, welcher
Weg nun der richtige ist, kann man sich gegenseitig helfen. Man kann den anderen durch seine Perspektive bereichern. Man kann sich durch jemanden bereichern lassen.
Nur ist das manchmal schwer, wenn der eine das Ich loswerden, der andere es ganz annehmen will. Es ist manchmal, als lebt man am anderen Ende des Universums.
Nur ist das manchmal schwer, wenn der eine das Ich loswerden, der andere es ganz annehmen will. Es ist manchmal, als lebt man am anderen Ende des Universums.
Beide Wege können jedoch zur Erleuchtung führen.
Es ist als könnte man sowohl links als auch rechts um den Baum herum
gehen. Am Ende sieht man, es ist immer ein Kreislauf zwischen ich und
nicht ich, die letztlich eins sind.
Und dann
wenn man bereit ist, seinen Weg loszulassen, sieht man, man kann den
Kreis in beide Richtungen gehen. Dadurch entstehen unterschiedliche
Erfahrungen, Schwerpunkte und Talente.
Solange wir noch an unserem Weg kleben, neigen wir dazu Menschen, die einen anderen Weg gehen, abzulehnen, abzuwerten. Dann sagen wir dies ist Erwachen und dies nicht, ohne zu begreifen, dass es unterschiedliche Wege gibt. Das zeigt nur, dass wir selbst noch auf dem Weg sind und das Ganze noch nicht vollständig überblicken. Lassen wir die Anhaftung an unseren Weg los, haben auf einmal alle Recht. Gleichzeitig, denn es gibt ja keine Wahrheit mehr.
Und
vermutlich muss man den Weg in beide Richtungen gehen, wenn "man" die
volle Verwirklichung "erreichen" möchte. Dieses hilft zudem, dass man
seinen eigenen Weg und seine Schwerpunkte ganz verlässt, damit man sich
nicht daran festhält, an dem was man erfahren hat. Auf dem Weg musste man
sein weltliches Wissen ausgießen, am Ende des Weges muss man seine
Erfahrung/Nicht Erfahrungen ausgießen, bis man absolut leer und nicht wissend ist. Absolutes Nicht Wissen = die absolute Annahme = Frieden.
Da bin ich gerade dabei. Ich muss vielleicht nochmal andersrum um den Baum, um meine Schwerpunkte zu relativieren, und mir die anderen Perspektiven anzuschauen.
Achja und dann gibt es noch die Spontanverdampfer, die in einem Moment
voll erwachen. Aber weil die keinen Weg hatten, müssen sie den Weg
dann manchmal hinterher gehen, denn man kann den Weg nicht ohne ein Ich gehen. Auch die sind nicht besser dran.
Wir alle sitzen doch irgendwie im selben Boot.
LG
Steffi (Kontakt auf Facebook)
Dienstag, 29. Januar 2019
Werde du selbst!
Solange ich einem Menschen oder einem System im Außen eine Autorität
gebe, kann ich meine persönliche Individualität nicht frei leben. Ich
bin unfrei und fühle mich ständig zu irgendetwas gezwungen, fühle mich
begrenzt und bedroht. Unfreiheit führt zu Leid. Entweder leide ich dann
selbst oder ich füge anderen (unbewusst) Leid zu. Manchmal sind wir
Gefangener und Wärter zu gleich. Wir sind fast alle unfrei, weil wir uns
an Autoritäten gebunden haben. Autoritäten können Menschen oder auch
Konzepte darstellen, an die wir uns binden, ohne das wir diese
(vollständig) in Frage zu stellen. Dieses geschieht teils unbewusst, bis
wir es erkennen.
Diese innere Haltung spiegelt sich in allen
möglichen Lebenssituationen wieder. Dann spüre ich diesen inneren
Konflikt im Kontakt mit den Eltern, dem Job, der Frau, dem Mann, den
Kindern, dem Bildungssystem, dem Gesundheitssystem, dem Politischen
System, den Chatfreunden mit denen ich in Weltbilddisskussionen an
einander gerate, oder anderen Projektionsflächen, die ich für meine
innere Unfreiheit verantwortlich mache. Dann sehe ich die Ursache für
meine Konflikte im Außen. Die anderen begrenzen mich, denke und fühle
ich. Vielleicht versuche ich mich mit Gleichgesinnten zu verbinden, um
die deine eigenen Macht zu stärken.
Dann fühle ich mich ständig
von einer Autorität im Außen bedroht, weil sie mich hindert mein Leben
frei und selbstbestimmt nach deinen eigenen Bedürfnissen zu gestalten.
Je nach Persönlichkeitstyp stellen wir unsere Bedürfnisse, oder die
Umwelt in frage. Solange ich jedoch den Grund für meine Unfreiheit in
meinen Bedürfnissen oder im Außen sehe, werde ich immer nur gegen meinen
Schatten kämpfen. Die Gegner ändern sich, aber das Problem dreht sich
immer nur im Kreis, solange bist ich endlich verstehe. Denn solange
etwas nicht bewusst ist, wirkt der Traum lebendig. So übt mein eigener
unbewusster Traum immer wieder Macht über mich aus, um mich zu
vereinnahmen, einzutrüben, unbewusst zu machen, selbst wenn ich den
Traum schon als Traum erkannt habe. Ich werde wieder trüb, sobald ich
nur entsprechend getriggert werde.
Die Lösung sehe ich darin die
eigene Autorität zu werden, indem ich mein Vertrauen in mich und meine
Selbstliebe, so lange stärke, bis ich ohne Gegnerschaft für mich
eintreten kann, ohne gegen Andere zu sein. Es geht also darum, sich
immer mehr aus Liebe für sich selbst zu entscheiden. Der
Bewusstseins-Fokus (Montagepunkt) verschiebt sich so immer mehr auf für
mich, und wendet sich von der Gegnerschaft ab. Das gelingt wenn die
Selbstliebe schon einigermaßen stabil ist. Techniken um die Selbstliebe
zu stärken, wenn man im Leben bisher leer ausgegangen ist, ist zb die
Innere Kind Arbeit oder die Herzmediation.
Wenn du anfängst dir
selbst mehr zu vertrauen als anderen Menschen, wenn du anfängst auf
deine Bedürfnisse, dein Bauchgefühl, deine Intuition, dein Herz zu
hören, und lieber dir folgst als ALLEN! anderen (wirklich ALLEN! Ohne
Ausnahme!), dann wird sich dein Selbstvertrauen verstärken.
Nach und nach. Dein Bewusstsein wird sich verändern.
Und wenn du diesen Weg zu dir selbst gehst, dann wird sich die
Gegnerschaft im Außen vielleicht erst mal noch verstärken, denn du
richtest ja deinen Fokus auf das Thema aus. Das hat eine Auswirkung. Du
bekommst alle inneren Zweifel von deiner Umwelt, um die Ohren gehauen,
damit du dich mit dir auseinander setzten darfst. Für eine Weile wird
dich erst Recht alles triggern, damit du deinen Schatten erkennst.
Wenn du alle Angriffe, als Spiegelung deines eigenen Selbst sehen
kannst, verliert sich der Kampf jedoch zunehmend. Das Leiden am Kampf
lässt nach. Deine Traumerkenntnis steigt und jeder Konflikt wird zu
einem Bewusstseinsprozess. Jetzt siehst du jeden Angreifer als einen
Teil deines Selbst, der dir hilft, bewusst zu werden.
Systemgegnerschaft, wird als inneren Zwangsgedanken erkannt. Es
entwickelt sich eine neue Haltung der Dankbarkeit, für jeden Konflikt,
der sich ereignet und dich weiter in die Freiheit führt.
Und je
öfter du zu dir selbst stehst, um um so mehr du die wahren Ursachen für
dieses Phänomen erkennst, um so gelassener wirst du mit den Triggern.
Und irgendwann wirst du so, die nötige innere Stabilität haben, allen
Meinungen, allen Menschen, allen Konzepten, allen Systemen zum Trotze
bei dir zu sein. Komme was will. Normalerweise haben sie uns den Trotz
dreijährig ausgetrieben, damit wir ein Ego entwickeln und uns anpassen.
Wenn du aus dem Ego raus willst, dann kehre zurück zu deinem Trotz, denn
er ist nur der authentische Ausdruck eines nicht geachteten
Individuums. Aber dafür muss man erst mal alle Konzepte in Frage
stellen, um die Sicht auf die eigene Entwicklung neu zu bewerten.
Das eigene Herz zu befreien, bedeutet auch den inneren Widerspuch zu
befreien. Wer sein Herz befreit hat, kann nicht mehr zu allem ja sagen.
Dann siehst du, dass dein inneres Gefühl immer Recht hatte. Du erkennst,
dass deine Wahrheit immer schon subtil in dir vorhanden war, und dich
immer schon in die Freiheit und deinen Selbstausdruck führen wollte.
Aber du hattest ja an dir gezweifelt, wurdest teilweise mit Gewalt
gezwungen, sich selbst aufzugeben und hast entschieden dich lieber
anzupassen, um das nie wieder zu erfahren. Nur um dich ein ganzes Leben
lang anzupassen. Du hattest keine Wahl. Und vielleicht findest du das
auch richtig, normal, und notwendig. Vielleicht erträgst du es tapfer,
vielleicht erhöhst du dich über deine Anpassung, weil man ja eben muss.
Und dann drückst du dein müssen anderen auf, um sie ebenfalls zu
Gefangenen zu machen, damit du selbst nicht ans zweifeln kommst.
Jedoch wenn du mit dann mit anderen Menschen in eine
Meinungsverschiedenheit gerätst, reagierst du immer noch emotional, als
würde dich eine andere Sichtweise bedrohen. Denn das was da innerlich im
Widerstand ist, ist das innere Kind, dass nie selbstbestimmt leben
durfte und deshalb im chronischen Widerstand gegen andersdenkende ist.
Solange du anderen eine Autorität gibst, kannst du nicht du selbst
sein. Und obwohl du schon längst erwachsen bist, passiert es dir
täglich, dass du in so eine Situation gerätst, wo du emotional
getriggert wirst, weil jemand anders, eine andere Meinung hat als du.
Das passiert nur, weil du dir nicht erlaubst du selbst zu sein und
anderen somit eine Autorität gibst, die dir weh tut.
Um so mehr
ich zu mir selbst finde, erkenne ich dass die Menschheit einen
unbewussten Abgrenzungskampf im Außen führt, der durch Selbstakzeptanz
lösbar wäre. Nur sind wir es eben kulturell nicht gewohnt,
Selbstakzeptanz zu empfinden und Selbstbestimmt zu leben. Und solange
das so bleibt wird es Kriege geben.
Früher dachte ich immer es
sei unmöglich Individuum und Kollektiv zu vereinen. Heute sehe ich, um
so mehr ich zu mir selbst finde, um so eher kann die andere Meinungen
akzeptieren und stehen lassen. Individum und Kollektiv sind letztlich
eins. Denn es gibt nur das Eine.
Doch zurück zum lebbaren
Alltag: Ein weiterer Gedanke, der uns bei der Suche nach uns selbst
einschränkt, ist einseitiges Denken. Wir denken entweder: Ich hab Recht
oder der andere hat Recht. Lange war ich in diesem Konflikt
gefangen.Diese Annahme dass nur das eine oder das andere wahr sein kann,
behindert das Entwickeln der eigenen Persönlichkeit jedoch massiv.
Unterschiedliche Ansichten, führen häufig zu Konflikten. Dabei können
zwei Meinungen nebeneinander stehen, ohne Gegnerschaft. Es gibt Konzepte
die diese integrale Haltung postulieren und ich fragte mich immer warum
intelligente Menschen gegen eine integrale Haltung sind, da sie doch
alle Probleme lösen würde.
Nun habe ich erkannt: Eine intergrale
Haltung funktioniert nur, wenn zuvor, das persönlich Bedürfnis nach
Individuation (Entfaltung der Individualität, Selbstbestimmung) gestillt
ist.
Ist das Bedürfnis nicht gestillt, ist jede
Meinungsverschiedenheit eine Re-inzinierung, des eigenen Traumas (die
Verleugnung der Persönlichkeit). Und dagegen wehrt sich ein jeder Mensch
zu Recht.
Es gibt keine lebbare absolute Wahrheit. Im konkreten
Leben gibt es nur unterschiedliche Perspektiven und die Möglichkeit sich
gegenseitig zu achten. Erst wenn ich meine Individualität frei lebe,
kann ich aufhören mich in jeder Begegnung mit einem andersartigen und
anders denkenden Menschen, provoziert zu fühlen. Solange es so ist,
befinde ich mich im kindlichen Abgrenzungskampf und ringe um meine
eigenen Authorität.
Solange ich mir selbst noch unsicher bin, was
mein Selbstausdruck betrifft, solange ich etwas in mir unterdrücke,
wird jede Andersartigkeit als Bedrohung empfunden. Mangelnde Toleranz
ist also immer auch ein Ausdruck, mangelnder Selbstakzeptanz. Und so
geht es uns allen. Wir führen Kriege, aus diesen Gründen.
Ich
kann andere Menschen erst für ihre Einzigartigkeit schätzen, wenn ich
mich selbst für meine Einzigartigkeit schätze. Ich kann mich erst in
Rücksicht anderen Menschen gegenüber üben, wenn ich Rücksichtsvoll mit
mir selbst umgehe.
Zwei Individuen können einzigartig sein, indem
sie sich erst mal selbst akzeptieren, ihre persönliche Wahrheit leben
und sich dennoch gegenseitig für ihr anders sein achten und
wertschätzen.
Wir denken in logischen Schlussfolgerungen von
entweder - oder. Dabei ist „sowohl als auch“, die Logik der Zukunft.
Toleranz und Akzeptanz sind die Folge einer befreiten Individualität und
eines freien Geistes, die sich gegenseitig bedingen. Die Suche nach der
Wahrheit, ist die Suche nach einer Authorität, die dir erlaubt
selbstbestimmt zu leben. Wer außer dir selbst, könnte diese Authorität
sein, die dich befreit?
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