Mittwoch, 19. November 2014

WILD

Hallo Zusammen! Traumbewusstseins letztes Video und meine momentanen Versuche, bewusst in einen anderen Zustand einzutreten, haben mich auf die Idee gebracht, die WILD Technik mal genau zu beschreiben und zwar so, wie ich sie verstehe. Ich habe schon viele unterschiedliche Anleitungen gelesen, jedoch gab es noch keine, die auf meine Probleme und Bedürfnisse adäquat eingehen konnte. WILD ist immer noch etwas, dass mir schwer fällt und woran ich arbeite. Die meisten Klarträume habe ich mit DILD erreichen können.

Im Büchersektor gibt es mehr Anleitungen Richtung OOBE, als in Richtung Klartraum und wer sich für WILD Interessiert, sollte sich deshalb da trotzdem mal umsehen. Ein sehr wertvolles Buch schrieb Johannes von Buttlar mit Supersurfing. Das war das erste Buch, welches mir den Vorgang als Anfänger, etwas nahe bringen konnte.

Ein weiteres sehr interessantes Buch ist bisher nur als PDF erhältlich und heißt Astralreisen Algorithmus von Andreas Schwarz. In diesem Buch findet ihr zahlreiche Übungen und einen Schritt für Schritt Plan für den Austritt. Das ermöglicht  eine gute Fehleranalyse zu betreiben. Auch findet ihr auf der Seite sowohl kostenlose als auch erwebliche Videokurse. 

Aus dem was ich bisher erlebt habe, versuche ich nun meine eigene Anleitung zu entwickeln und um den Aspekt zu bereichern, der mir bei den bisherigen Anleitungen fehlt. Diese Anleitung ist stark an meine Bedürfnisse angelehnt, da ich mit den allgemeinen Anweisungen spätestens ab der Stelle der Visualisierungen nicht weiter komme. Deshalb habe ich mir überlegt, dass man grundsätzlich die Individualität des Träumers stärker berücksichtigen sollte. Ich werde mich ein Stück weit in den Klartraum Abkürzungsdschungel wagen, um die Übung möglichst mit wenigen Worten beschreiben zu können. 

Wer hier neu auf dem Gebiet ist, WILD bedeutet Wake induced Lucid Dream und bedeutet mit wachem Bewusstsein einzuschlafen. Die Technik wurde auch von Paul Tholey mit klarheitsbewahrende Technik übersetzt. Dabei ist es das Ziel, dass Wachbewusstsein mit in den Traum zu nehmen, während der Körper einschläft. Das klingt erst mal wie ein Paradoxon, ist aber möglich und wie eigendlich alles im Leben, erlernbar. Wer das kann, hat eine große Chance auf Klarheit im Traum und ist nicht von den DILD Techniken allein abhängig. Wer Wild bis zur perfektion beherrscht hat gute Chancen auf tägliche Klarträume. Dafür muss die Technik aber ins Blut übergehen.

Individueller WILD

Es gibt immer Details, die nirgendwo erklärt werden, weil sie vielleicht auch nicht von jedem im Detail wahrgenommen werden und weil uns für manche Erlebnisse kein sprachlicher Ausdruck bekannt ist. Um eine Anleitung zu schreiben, müsste man nicht nur seine eigenen Erfahrungen dokumentieren, sondern diese auch mit vielen anderen Klarträumern vergleichen. Darum möchte ich am Ende dieses Artikels eine kleine Umfrage anhängen. Dann könnte man vielleicht einen WILD Typ heraus finden und gerade Anfängern damit die Chance geben, die Technik näher auf  individuelle Bedürfnisse zuzuschneiden und somit schneller zu lernen. Und jetzt zum Ablauf meiner Variante.
Wie lange brauchst du zum Einschlafen?

Ich brauche eher lange zum einschlafen. Im Normalfall ca. eine halbe Stunde und länger. Es gibt aber auch Zeiten, da brauche ich Stunden. Nur wenn ich stark übermüdet bin, schlafe ich schneller ein. Oft hindern mich aufkommende Gedanken am einschlafen oder ich muss ständig meine Schlafposition ändern. Um schneller einzuschlafen, höre ich entweder Audiobook oder ich meditiere. Beides bringt den inneren Dialog zum schweigen. 

Wie schnell schläfst du ein?

<5 Min sehr Schnell
<15Min Schnell
<30Min Mittel
>60Min langsam

Zeitfaktor und Kombinationstechniken

Du solltest deinen optimalen Zeitpunkt für die Übung finden. ich versuche dir zu helfen, den optimalen Zeitpunkt herauszufinden. 

Allgemeine Anleitungen empfehlen WILD mit der WBTB Technik zu kombinieren, um einen guten Zeitpunkt zu finden. Es herrscht das allgemeine Weltbild, dass WILD am Abend nur sehr schwer zu schaffen ist sogar, dass es unmöglich ist. Ich möchte kurz erklären warum das so ist, würde das aber nicht pauschalisieren wollen und später nochmal auf diesen Aspekt eingehen.

Schlafzyklen

Ein Schlafzyklus, dauert ca. 90 Minuten und ist grob in Leichtschlaf, Tiefschlaf und REM Schlaf zu unterteilen. Uns interessiert momentan der REM Schlaf, da besonders bei Anfängern, dort die beste Traumerinnerung zu erreichen ist. Traumerinnerung ist notwendig, um einen Klartraum im nach hinein zu erinnern. Im Falle einer schlechten Traumerinnerung ist es möglich einen Klartraum zu vergessen, obwohl er statt gefunden hat. Wie ihr die Traumerinnerung trainiert, könnt ihr hier nachlesen.

Normalerweise beginnt ein Schlafzyklus immer mit Leichtschlaf, hier grau dargestellt, dann folgt der Tiefschlaf (dunkelgrün) und erst am Ende eines Zyklus gibt es eine REM Phase (hellgrün). 





Im Laufe der Nacht verschieben sich innerhalb eines Schlafzyklus die Anteile der Schlafphasen, der Tiefschlaf  nimmt ab und der REM Schlaf  nimmt zu. In den ersten 4,5 Std. des Schlafes sind hohe Anteile von Tiefschlaf und wenige Anteile von REM Schlaf enthalten. 

In der fortschreitenden Nacht zeigt sich nur noch wenig Tiefschlaf. So ist es also leichter im späteren Verlauf der Nacht einen Klartraum zu erreichen, weil Träume im REM Schlaf leicher einnert werden. Die REM Phasen werden zunehmend länger. An Anfang der Nacht dauern sie oft nur wenige Minuten, am Ende eines langen Schlafes können sie über eine Stunde dauern. Zeo Mobile stellt leider keine Daten unter 5 Minuten dar.

Ich möchte damit aber auf keinen Fall sagen, dass Klarheit im Tiefschlaf nicht möglich ist, nur halte ich es für sehr viel schwieriger. Um sich mehr mit dem Tiefschlaf zu beschäftigen, sollte man die Traumerinnerung bis ins äußerste trainieren. Um zu WILDen ist es am leichtesten zu erst mit den REM-Phasen zu arbeiten.
  
Der Schlafzyklus beginnt aber mit einem Leichtschlaf, gefolgt von einer Tiefschlafphase, es sei denn man hat REM Schlafentzug oder unterbricht den Schlaf. Dann ist es möglich zu Beginn des nächsten Schlafzyklus künstlich, mit einer REM Phase zu beginnen. Das nennt sich Sleep Onset REM-Periode oder auch REM-Rebound. 

Ihr könnt dieses auf Hypnogram 1 und Hypnogram 4 sehen. Die stelle wo Wachbewusstein direkt in REM Schlaf übergeht. Um dieses zu erreichen, gibt es die WBTB Technik. Auf den Abbildungen ist aber auch zu sehen, dass WBTB nicht immer zu REM Rebound führt. In beiden Fällen hatte ich jedoch einen Klartraum einmal nach 6,5 Std. und einmal nach 11 Std. Schlaf.  

Wake Back To Bed (WBTB)

WBTB bedeutet Wake and go Back TO Bed und heißt sich zu wecken, um eine Zeit wach zu bleiben, um sich dann wieder hinzulegen.

Oft wird WBTB so erklärt: Geht schlafen und weckt euch nach 4-6 Stunden. Bleibt ca. 30 Minuten wach und beschäftigt euch in der Zeit mit dem Klarträumen, indem ihr Träume aufschreibt oder etwas über Träume lest. Geht dann wieder ins Bett. Wenn man WBTB innerhalb seiner individuellen Bedürfnisse anwendet, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit auf einen Klartraum.

Ich habe festgestellt, dass das nicht so pauschalisiert werden kann, denn die eigene Fähigkeit einzuschlafen, beeinflusst den Prozess immens. Meine WBTBs hatten häufig den Effekt, dass ich viel zu wach war, um wieder einzuschlafen. Außerdem war ich auf der anderen Seite nach 4-6 Stunden noch viel zu müde um die Motivation aufbringen zu können, um überhaupt aufzustehen. So ist aus vielen Vorsätzen häufig nichts geworden. 

Um einen individuellen Zeitplan für das WILDen aufzustellen, solltest du dir als erstes bewusst sein, wie lange du schläfst und wie lange du zum Einschlafen brauchst. Je nachdem welcher Typ du bist, könntest du den Faktor Zeit, durch zusätzliche Techniken beeinflussen.

Individuelle Schlafgewohnheiten

Ich bin ein regelgerechter Langschläfer, es sei denn ich muss mich an äußerer Bedingungen halten. In der Woche schlafe ich, bedingt durch die Arbeit oft nur 6-7 Stunden. Das reicht zwar aus, um zu funktionieren, jedoch würde ich gerne länger schlafen. Wenn ich unter 6 Stunden schlafe, geht es mir schlecht. Unter 4 Stunden, zeigen sich merkliche Symptome des Schlafentzugs.

StephenLaberge sagt, wenn du normalerweise 6 Std. schläfst und deine Schlafzeit auf 8 Std. ausweitetest, verdoppeln sich die Chancen auf einen Klartraum. Ich sehe das auch so, da ich die meisten meiner Klarträumen am Wochenende habe, wo ich ausschlafen kann.
Gerne schlafe ich zwischen 8 und 12 Stunden. Wenn ich mehr als 12 Stunden schlafe und glaubt mir, dass schaffe ich, dann geht es mir auch nicht mehr gut. Dann werde ich den ganzen Tag nicht richtig wach. Nach 10 – 12 Stunden kann ich auch oft nicht mehr einschlafen. Also sollte meine persönliche WBTB Zeit möglichst nach 6-9 Stunden statt finden. Das klingt schon mal ganz anders, als in der Standard Anleitung.

Wenn man die Schlafzyklen beachtet, sollte man sich immer nach 1,5 Std., 3,0 Std., 4,5 Std., 6,0 Std., 7,5 Std., 9,0 Std., 10,5 Std., 12,0 Std., usw. wecken, um möglichst kurz nach der letzten REM Phase zu erwachen. Das hilft eine gute Chance auf Traumerinnerung zu haben und sorgt dafür, dass man sich wohler fühlt, als wenn man mitten in der Tiefschlafphase geweckt wird. Eine optimale Berechnung der Weckzeit kann man nur mit einem Schlafphasenwecker erreichen. Ansonsten muss man schätzen und die Zeit des Einschlafens von der Schlafzeit abziehen.

Also stehen für mich mögliche Weckzeiten nach 6,0 Std., 7,5 Std. und 9,0 Std. zur Wahl. Hier solltest du ausprobieren, was am besten für dich funktioniert. Ich habe festgestellt, dass ich nach 6 Std. Schlaf oft noch viel zu müde bin um mich den Klartraumtechniken zu widmen. Es ist dennoch möglich, sich einen Wecker zu stellen, der von selbst wieder ausgeht um dann bei Bedarf zu entscheiden, ob man wach genug ist, um zu WILDen. Wenn nicht, schlafe ich wieder ein und werde nach 7,5 Std erneut wach. Dann WILDe ich und wenn ich trüb einschlafe, habe ich nach weiteren 1,5 Stunden eine erneute Chance. So ergeben sich mehrere Chancen auf einen Klartraum. Naja so lange man ausschlafen darf. :D In der Woche geht mein Plan nur auf, wenn ich sehr zeitig ins Bett gehe. Daher schiebe ich die WBTB Übungen eigendlich immer aufs Wochenende. Ansonsten WILDe ich abends.

Für das WBTB ist es wichtig zu wissen, wie schnell du in der Lage bist, wieder einzuschlafen. Demnach solltest du für eine Zeit wach bleiben oder aber sogar im Bett bleiben, wenn du dazu neigst, zu wach zu werden, dass du nicht mehr einschlafen kannst. Wake Stay In Bed heißt diese Technik. Ich stehe auf, gehe zur Toilette und trinke einen Schluck Wasser. 

Die Einschlafzeit nach einem WBTB kann ganz anders verlaufen, als am Abend. Finde heraus wie deine Schlafgewohnheiten aussehen. Und probiere unterschiedliche Wachzeiten aus. Der Richtige Grad der Müdigkeit und Wachheit, entscheidet über Erfolg oder Niederlage. Auch stehe ich manchmal am Wochenende nach 6-8 Std. auf, frühstücke gemütlich und lege mich dann wieder hin. Nach dem Essen kann sich wieder eine stärkere Müdigkeit einstellen. Wer sagt, das man sich für WBTB mitten in der Nacht wecken muss?

IWILD und Rhythm Napping

Die Rhythm Napping Technik arbeitet im Grunde damit, den Schläfer in Abständen zu wecken ohne dass man aufstehen muss und den Wecker ausstellen muss. Eine perfekte Software habe ich noch nicht dafür gefunden. Die umfangreichsten Einstellmöglichkeiten bietet die APP RemindDroid, da umfangreiche Weckzeiten eingestellt werden können und sogar ein Vibrationsalarm möglich ist. Zeo ist als Schlafphasenwecker sehr zuverlässig, aber auch Apps wie Sleep as Android, welche die Schlafphase an Hand der Bewegung misst, erscheint sehr zuverlässig zu sein. Auch die Rhythm Napping App aus dem KT-Forum funktioniert gut, hat für meine Bedürfnisse, aber leider zu wenig Einstellmöglichkeiten. Ich brauche mehr unanhängige Timer und möglichst eine freie Tonwahl, damit ich eigene Sounds einbinden kann. Eine App die alles kann, muss wohl noch erfunden werden.

Rhythm Napping enthält aber auch noch andere Komponenten. So ist es eine Möglichkeit den Weckalarm im Traum wahrzunehmen und dadurch zu erkennen, dass man träumt. Das ist gar nicht so einfach wie es klingt. Ich habe hier versuche mit meinem Zeo dazu gemacht.

Eine andere Möglichkeit auf die ich hier hinaus möchte, ist aber die geplant einen IWILD auszulösen. Ein IWILD ist dadurch gekennzeichnet, dass man Erwacht, sich nicht bewegt und dadurch in der Schlafparalyse bleibt oder zumindest sehr schnell wieder eine vollständige Paralyse einnehmen kann. Dazu braucht man einen Weckton, der von selbst ausgeht. Natürlich kannst du die Technik bei jedem Erwachen anwenden. Das wichtigste ist, sich kein Stück zu bewegen, wenn du aufwachst.

Bleibe so liegen, wie du aufgewacht bist, bleibe in der Schlafatmung, bleibe entspannt, versuche aufkommende Gedanken an den Tag beiseite zu schieben und konzentriere dich wieder auf die Hypnagoge Phase, die beim Aufwachen übrigens hypnapomp genannt wird. Versuche aber bewusst und achtsam zu sein und dich wieder auf den Einschlafprozess zu zubewegen. Für Anfänger ist es sehr viel einfacher einen WILD durch diese Technik zu erleben, da man sehr schnell wieder in die Schlafparalyse fällt. Ich glaube man benötigt unbedingt einige Erfahrungen dieser Art, um einen WILD auch zu anderen Tageszeiten und zu schlechteren Bedingungen auszuführen.

WILD am Abend

Wenn dir der IWILD gelingt. Versuche es mit WBTB und kurzem Aufstehen. Dann kannst du vielleicht dazu übergehen, am Abend vor dem Einschlafen zu üben. Ich glaube nicht, dass es abends unmöglich ist und das möchte ich an folgendem Beispiel erklären.

Wenn man in Zuständen zwischen Entspannung und Schlaf ist, zeigt das EEG bereits an, dass der Körper schläft. Mit Zeo ist mir das schon gelungen. Auf dem Diagramm wurde der meditative Zustand, sowohl als Leichtschlaf, als auch als Tiefschlaf erkannt. Somit hat die 90 Minütige Schlafphase bereits begonnen, während mein Bewusstsein noch wach war. Ebenso konnte ich feststellen, dass die Schlafphasen verschoben wahren, als ich nach der Meditation einen Nap von 1,5 Std. hingelegt habe und mich dann geweckt habe. Ich war mitten in der Tiefschlafphase. Das merke ich daran, das ich total zermatscht aufwachte. Eigendlich hätte ich am Ende der Remphase oder in der beginnenden Leihschlafphase sein müssen.

Wenn ich WILDE liege ich mittlerweile eine Stunde und mehr recht entspannt. Ich merke wie ich die Zeit immer mehr ausdehnen kann, ohne dass es für mich anstrengend wird. So dass ich bald auch am Abend in die Zeit der REM Phase eintreten werde. Natürlich ist es schwieriger, das gebe ich zu, aber nicht unmöglich. Außerdem sollte man bedenken, dass es auch Menschen gibt die jenseits vom REM Schlaf Klarträume haben. Es ist aber ungünstig mit abendlichen WILDs zu beginnen. Wenn du jetzt deinen optimalen Zeitpunkt gefunden hast, kann es endlich losgehen.


Vorbereitungen

Suche dir einen bequemen Schlafplatz. Trage bequeme Kleidung. Sorge dafür dass du nicht gestört wirst und nicht frierst. Gehe vorher zur Toilette, auch wenn du nicht musst. Trinke einen Schluck Wasser und stelle am besten ein Glas Wasser neben den Schlafplatz, damit du notfalls schnell einen Schluck nehmen kannst, ohne dich viel zu bewegen.

Das finden der Schlafposition

Du solltest dir eine bestimmte Schlafposition aussuchen und diese dann möglichst immer verwenden, um WILD zu üben. Ich bin Seitenschläfer, mal links, mal rechts. Auf dem Rücken liege ich, wenn ich meditiere oder WILDe. Auf dem Rücken schlafe ich nicht so schnell ein. Diese Schlafpostion ist deshalb bei mir mit Arbeit verknüpft, während das Umdrehen auf die Seite, das Signal zum einschlafen ist. Außerdem habe ich die Rückenlage gewählt, weil im Yoga sehr darauf geachtet wird, dass der Rücken gerade gehalten wird, um Energie fließen zu lassen. Die Stellung heißt im Yoga Shavasana und kann hier angeschaut werden. Ich drehe aber die Handinnenflächen nach unten, weil ich sonst nicht bequem liegen kann. Natürlich kannst du das WILDen erst mal in verschiedenen Schlafpositionen ausprobieren, irgendwann solltest du dich aber auf eine Postion festlegen, um eine Konditionierung herbei zu führen. 

Ich decke mich zu, so dass die Decke nicht den Hals berührt, da mich das in späteren Stadien stört. Auch muss ich immer schauen, das die Decke nicht zu stark auf meine Füße drückt. Ich WILDe immer ohne Kopfkissen, weil ich sonst später im Nacken verkrampfe. Ihr seht schon, alleine die Vorbereitung klingt kompliziert, aber so mache ich es und mir ist es wichtig jedes Detail genau zu beschreiben.

Körperliche Entspannung

Als erstes darfst du deinen Körper vollständig entspannen. Das klingt einfach, jedoch ist nicht das gemeint, was im allgemeinen oft als Entspannung bezeichnet wird. Es geht wirklich darum, sich so tief zu entspannen, dass alle Muskeln vollkommen erschlaffen. 

Das schaffst du über verschiedene Visualisierungstechniken und Entspannungsübungen. Die allermeisten Techniken habe ich eine Zeit lang ausprobiert und mir dann einfach meine Eigene daraus gemacht. Probiere doch mal aus, was für dich gut funktioniert und teste folgende Techniken: Yoga Nidra, Progressive Muskelentspannung, Autosuggestion oder Hypnose.

Meine Technik: Ins Bett schmelzen

Wenn du noch nicht bequem liegst, rücke so lange umher, bis du dich wohlfühlst. Beim Entspannen entsteht häufig ein Kribbeln in den Gliedmaßen. Die Entspannung kann so intensiv sein, dass du den Körper kaum noch wahrnehmen kannst. Für Anfänger ist es am leichtesten, mit den Händen und Armen zu beginnen, jedoch am effektivsten, wenn du mit den Füßen und Beinen arbeitest.

Variante 1: 
Hände, Arme, Füße, Beine, Bauch, Brust, Hals, Kopf

Variante 2: 
Füße, Beine, Bauch, Brust, Arme, Hände, Hals, Kopf

Nehme bewusst deine Hände wahr und lasse sie dabei vollständig entspannen. Es kann helfen, wenn du dir mit Hilfe deiner inneren Stimme sagst: Meine Hände entspannen vollständig. Stelle dir vor wie die Gliedmaßen mit jedem Atemzug immer tiefer ins Bett sinken und du immer mehr los lässt. Das entspannte Körperteil wird warm und ganz weich.

Erst wenn du das geschafft hast, konzentrierst du dich auf das nächste Körperteil und so bewegst du dich der Reihenfolge nach durch deinen Körper. Wenn du mit den Füßen beginnst, entspannst du mit den Oberschenkeln große Muskelpartien und es ist somit leichter den Rest des Körpers zu entspannen. Probiere beides aus. Ich versuche immer mehr loszulassen und immer mehr ins Bett zu sinken oder zu schmelzen. Dabei können Gefühle der Leichtigkeit oder der Schwere auftreten.

Schlafparalyse

Wenn eine vollständige Entspannung vorliegt, bist du wahrscheinlich schon sehr nahe an der Schlafparalyse. Die Schlafparalyse ist eine Schutzfunktion des Körpers, die verhindert, dass Traumbewegungen in reale Bewegungen umgesetzt werden, um uns vor Verletzungen zu schützen. Normalerweise nimmt man die Schlafparalyse oder auch Schlaflähmung genannt, nicht bewusst wahr. Nur das genaue Hinschauen auf die Prozesse, was die WILD Technik in meinen Augen ist, ermöglicht die Wahrnehmung dieses Zustands. Mein erster Kontakt mit der Schlafparalyse hat mich ziemlich erschreckt, obwohl ich sie bewusst eingeleitet habe. Es hat gedauert, bis ich mich an das Gefühl gewöhnen und mich dabei entspannen konnte. Die Schlafparalyse ist aber völlig ungefährlich, sondern einfach nur fremd.

Bei mir sind durch die Entspannung in der Reihenfolge, erst Arme, Beine, Oberkörper und dann zuletzt der Kopf eingeschlafen. Das die Arme nicht mehr zu fühlen waren, gelang mir immer sehr leicht. Es fiel mir schwer so still zu liegen und mich nicht zu kratzen. Es kitzelte am Anfang ständig irgendwo, bis ich mich entschied, irgendwann nicht mehr darauf rein zu fallen. Klar kann man sich kratzen, aber wenn man sich nach kurzer Zeit immer wieder erneut kratzen muss, kommt man nie bis zur Schlafparalyse. Eine Zeitlang fiel es mir schwer das auszuhalten, aber heute ist das kein Thema mehr.

Dann war ich eine ganze Weile immer wieder mit den Füßen beschäftigt, da ich meinte, mir würde irgendetwas weh tun. Ich verspürte richtige Schmerzen. Ich verspürte das dringende Bedürfnis, die Füße zu bewegen. Das tat ich am Anfang natürlich einige Male, nur um dann festzustellen, dass mit den Füßen alles ok war und Sekunden nach dem Bewegen, dort gar nichts weh tat. Seitdem achte ich darauf, das die Decke meine Füße möglichst nicht berührt um keine Druckgefühle zu verursachen. Irgendwann konnte ich diese Phase dann überwinden. 

Dann lege sich die Schlafparalyse über den Oberkörper und den Brustraum und ich hatte einige Male kein Gefühl mehr für meine Atmung. Das erschreckte mich und ich meinte ich bekäme keine Luft. Wieder musste ich lernen, damit umzugehen. Natürlich konnte ich atmen. Ich habe das Gefühl ignoriert und meine Aufmerksamkeit auf ein anderes Körperteil gerichtet.

Als nächstes legt sich die Paralyse bei mir über das Gesicht. Auch über Augen, Mund und Nase. Dieser Schritt fällt mir immer noch am schwersten. Vor allem hatte ich Probleme eine Lösung für die Mundstellung und den Schluckreflex zu finden. Die Konzentration darauf, hat das Leiden nur verschlimmert. Ich hatte das Gefühl, als würde mein Speichel unkontrolliert aus dem Mund auslaufen. Das war natürlich auch wieder nur eingebildet, als ich es geprüft hatte. Oder ich hatte das Gefühl, als müsste ich Schlucken, aber dann unterbreche ich die Paralyse. 
Kleinste Bewegungen reichen aus um die Paralyse zu stören. Auch unkontrollierte Augenbewegungen, die bei mir eng mit der Gedankentätigkeit zusammen hängen, sollte man möglichst zur Ruhe bringen. 

Manchmal hatte ich auch das Gefühl, als ob die Zähne völlig verkanntet in einander standen. Heute beiße ich die Zähne vorher einmal fest zusammen, in Anlehnung an die progressiven Muskelentspannung und versuche mich dann vom Körper und vor allem vom Mundraum weg zu konzentrieren. 

Eine Zeit hatte ich und habe manchmal immer noch kurz vor der vollständigen Schlafparalyse ein Kratzen im Hals, welches so stark wurde, dass meine Augen tränten. Im allerschlimmsten Fall muss ich dann etwas trinken und die Schlafposition ändern. 


Ich vermute eine Blockade die körperlich am Hals wahrnehmbar war. Im Tibetischen Traumyoga wird sich beim Übergang in den Schlaf auf genau diese Stelle konzentriert. Man visualisiert einen hellblauen leuchtenden Punkt.



Um die Blockade zu lösen, habe ich mich in der Meditation auf die Stelle konzentriert und die unangenehmen kratzenden Gefühle ausgehalten. Das hat mir bereits ein wenig Besserung verschafft. Das ist genau die Stelle, an der auch das Kehlkopfchakra aus den Indischen Lehren und der chinesischen Medizin beschrieben steht. Häufig wird dieser Bereich im Zusammenhang mit Träumen beschrieben und so frage ich mich, ob das nun ein ganz persönliches Problem von mir ist, oder mit dem Prozess selbst zu tun haben könnte. Aber in letzter Zeit, ist es etwas besser geworden.

Dann ist mein gesamter Körper paralysiert. Nur mühevoll kann ich mich wieder bewegen. Wenn nötig, schaffe ich das aber problemlos, indem ich den Atem vertiefe und beginne einen Finger hin und her zu wackeln. Allerdings kann man dann von vorne anfangen. Mittlerweile genieße ich die Schlafparalyse und kann mich auch mental gut darin entspannen. Es ist für mich wichtig, dass ich von Anfang an eine gute und auch symmetrische Liegeposition einnehme, weil das sonst spätestens während dem einsetzten der Schlaflähmung für mich unangenehm werden kann, besonders da man sich nicht mehr bewegen kann und die Position nicht mehr verändern kann, ohne von vorne zu beginnen.

Geistige Entspannung

Ebenso wichtig ist natürlich die geistige Entspannung. Schon während der Körperentspannung fällt der Geist optimalerweise durch die bewusste Wahrnehmung der Körperregionen in den Zustand, dass störenden Alltagsgedanken unterbrochen werden. 

Wer sich mit Meditation auskennt, wird hier bestimmt schon eine eigene Techniken entwickelt haben, um den Geist still zu halten. Es geht darum, einen schmalen Grad zwischen Wachsein und einschlafen zu erreichen. Oft setzt auch erst eine vollständige Schlafparalyse ein, wenn auch der Geist still ist. 

Ich war anfangs oft viel zu wach, weil ich so aufgeregt war, wegen all den neuen Eindrücken. Alles was einen ängstigt oder erschreckt, führt schnell wieder zu innerer und äußerer Anspannung. Versuche einfach zu beobachten was passiert, ohne einzugreifen. Versuche nichts zu erwarten. Es kann dir nichts passieren. Dein Körper macht diesen Prozess bei jedem Einschlafen durch, nur bekommst du das sonst nicht mit.

Um die Aufmerksamkeit von den Gedanken abzuziehen, kannst du das Bewusstsein auf den Hinterkopf lenken. Dadurch wird dem Vorderhirn die Energie entzogen und die Gedanken legen sich. Doch Vorsicht, du schläfst dadurch auch schneller ein.

Du kannst dich mit deiner Aufmerksamkeit auf den Atem konzentrieren. Damit ist das beobachten des Atmens gemeint, ohne ihn bewusst zu beeinflussen.

Oder du kannst eine Affirmation sprechen, die dich von störenden Gedanken ablenkt. Wie zum Beispiel: „Ich habe jetzt einen Klartraum:“

Es ist auch möglich, seine Gedanken virtuell in einem Behälter aufzubewahren, in der sie für die Dauer der Übung gut aufgehoben sind, dich aber momentan nicht mehr stören. Später kannst du die Gedanken wieder frei lassen.

Oder du stellst dir einen Regler vor, mit dem du die Lautstärke des inneren Dialogs leiser und leiser stellst. Der Regler funktioniert besser, wenn man ihn zuvor kalibriert. Das schaffst du, indem du ihn laut drehst und die Gedanken laut stellst. Dann drehst du den Regler leise und die Gedanken werden leise. Mach das einige Male und dreh nun die Gedanken auf leise und schließlich ganz aus.

Tipp:
Um den Zustand der geistigen Entspannung zu lernen, haben mir die Gateway CDs sehr geholfen. Leider kann ich deshalb keine detaillierte andere manuelle Anleitung für diesen Schritt geben von der ich wirklich überzeugt bin. Natürlich habe ich vieles ausprobiert, jedoch haben die Frequenzen der Audios bei mir die beste Wirkung erzielt. Nach regelmäßiger Anwendung, war ich dann in der Lage, den Zustand bewusst einzunehmen, auch ohne CD. Im folgenden Artikel beschreibe ich Gateway und einige günstigerer Alternativen.

Atem

Um dem Unterbewusstsein zu suggerieren, dass der Körper schläft, macht es auch Sinn die Atmenfrequenz  anzupassen. Dazu musst du herausfinden wie dein Atem während des Schlafs frequentiert ist. Oft kann ich morgens beim Aufwachen den Schlafatem noch eine Weile beobachten, um ihn besser kennen zu lernen. Ich atme dann sehr tief und langsam und die Betonung ist auf eine kraftvolles Ausatmen gelegt. Diesen Atmen versuche ich beim WILD zu imitieren, ohne dabei zwanghaft zu sein. Um einen flachen Atem zu vertiefen, atme ein, halte dem Atem an und zähle langsam bis 5, atme dann wieder aus. Während der Übung kann es sein, dass deine Aufregung sich auf die Atmung auswirkt, wenn das passiert, versuche wieder den Schlafatem zu erreichen und dich zu beruhigen.

Der hyngagoge Zustand

Dann solltest du in der Lage sein, den hypnagogen Zustand zu erreichen. Im hypnagogen Zustand befindet man sich in einem Art Übergang zwischen Wachem und Traum. Einige Menschen, besonders die, die schnell einschlafen, finden sehr leicht in den bewussten hypnagogen Zustand. Ich brauche dafür sehr lange. Oft passierte einfach nichts. Ich sah nur Schwärze und ich lag ewig herum, bis sich irgendwann die Paralyse wieder auflöste, ich nicht mehr liegen konnte oder trüb einschlief. Ich lese häufig, dass WILD Anfänger genau an diesem Punkt hängen bleiben und auch mir ging es lange so. Um sich in den gewünschten Modus zu bringen, kannst du verschiedenen Techniken versuchen. 

Visualisierung

Um die Hypnagogien in Gang zu bringen wird häufig empfohlen bewusst zu visualisieren. Besonders bewegungsreiche Szenen, wie rennen, schaukeln, fahren etc. sollen ein müheloses Gleiten in den Traum ermöglichen. Damit habe ich leider meine Schwierigkeiten. Da ich nur schwer Zugang zu meinen visuellen Fähigkeiten finde. Vielleicht weil ich das was ich sehe, zu sehr anzweifel. Ausserdem kann ich oft trotz größter Anstrengung gewisse Szenen einfach nicht vor meinem geistigen Auge entstehen lassen. Es ist dann, als ob es immer wieder Schwärze und Leere gibt, die manche Bilder blockieren. Ich weis aber das es Menschen gibt die regelrecht mit ihren Hypnagogien jonglieren können, Szenen gezielt erschaffen können und sogar trüb und klar sein können, während dieser Phase.

SSILD

Die Klartraum Technik SSILD - Sences Initiatet Lucid Dream, ermöglichte mir einen bewussteren Zugang zu meiner hypnagogen Phase. SSILD erwiest sich für mich als gute Kombination für WILD. Bei SSILD beobachtet man die Sinneskanäle getrennt von einander. Du beobachtest, was du siehst, was du hörst und was du fühlst. Immer wieder für einige Sekunden, bis du irgendwann etwas wahrnimmst. Die eigendliche SSILD Technik, in der es um Aufmerksamkeitstraining geht funktioniert bei mir nicht so gut. Wenn SSILD funktioniert löst die Technik immer auch einen Art WILD aus. Vielleicht ist es auch davon abhängig wie intensiv man DILD trainiert?

Wenn Gedanken aufkommen und das tun sie häufig, dann verliere dich nicht darin. Sobald eine Hypnagogie eine Assoziation aufwirft, nehme den Gedanken war und kehre zurück zur Übung. Beobachte und greife nicht ein. Die eigenständige SSILD Technik findet du hier.

Repräsentationssysteme bewusst machen

Ein bewusster Umgang mit den eigenen Repräsentationssystemen ist in meiner Welt sehr wichtig, um einen erfolgreichen WILD zu erleben. Die Aktivität der Sinneskanäle, mit der wir im Wachbewusstsein unsere Umwelt wahrnehmen, kann Hinweise darauf geben, in wie weit sich entsprechende Hypnagogien einstellen. Dazu ist es hilfreich, herauszufinden, wie du deine Umwelt bevorzugt wahrnimmst.

Der visuelle Typ nimmt seine Umwelt vor allem durch Bilder wahr. Er benutzt auch einen entsprechenden Wortschatz. „Ich sehe das so“ „Schau dir das mal an“ „Du muss das aus einer anderen Perspektive sehen“ usw. Der visuelle Typ redet viel und schnell und ist in der Lage im Gespräch sofort eine Antwort parat zu haben. Visuelle atmen im oben Brustbereich. Er macht Sport um gut auszusehen. Sie deuten gerne mit dem Finger, um etwas anzuzeigen. Für visuelle Menschen ist es eine Leichtigkeit, imaginäre Bilder zu visualisieren. Es zeigen sich hauptsächlich visuelle Hypnagogien.

Der akustische Typ besitzt die Fähigkeit seine Stimme angenehm zu intonieren. Die Atmung befindet sich im unteren Bereich des Brustkorbes. Er kann sich gut ausdrücken. Er diskutiert mit sich selbst im Kopf und besitzt daher einen besonders hartnäckigen inneren Dialog. Er legt sich Pläne zurecht. Seine typische Wortwahl könnte: „Das hört sich gut an“ oder „Das klingt gut“ lauten. Er hört gerne Musik und ist möglicherweise audiphil. Musik wird wie wie ein ganzes Universum an Ausdrucksfähigkeit wahrgenommen. Er hört gerne Hörbücher und nutzt auditive Anleitungen lieber als ein Buch zu lesen. Auditive Informationen prägen sich einfach besser ein.  Es zeigen sich akustische Hypnagogien.

Der kinästhetische Typ braucht lange um auf eine Frage zu antworten. Er spricht langsam. Er ist einfühlsam und kann viel Empathie für andere Menschen aufbringen. Im Gespräch hält er sich häufig zurück, weil die Visuellen schneller sind. Er braucht Zeit um in sich hin einzufühlen, um eine Antwort zu konstruieren, die den Gefühlen gerecht wird. Er wirkt still und introvertiert, obwohl im inneren viele Gefühle und Gedanken vorhanden sind. Er ist auch im Partnerschaftlichen Bereich einfühlsam. Er ist ein Genießer und nimmt viel Rücksicht auf andere Menschen. Die Atmung geht bis tief in den Bauch. Er macht Sport um sich gut zu fühlen und hat eine besonderes Gefühl für Symmetrie. Was er tut, muss sich gut anfühlen. Er kann gut zuhören. Er äußert sich mit folgenden Worten: „Ich fühle mich nicht wohl“ „ Ich empfinde das so..“ Meditative Erfahrungen werden an Hand der körperlichen Empfindungen empfunden. Hypnagogien sind kinästhetisch wahrnehmbar.

Die Kategorisierung soll als Hinweis verstanden werden. Wiedermal verstehe ich die Kategorisierung wie immer nur als Model. Kein Mensch nutzt ausschließlich ein Repräsentationssystem, aber im allgemeinen spezialisiert sich ein Mensch auf ein oder mehrere Systeme. Die Spezialisierung ist in meiner Welt abhängig von Lernerfahrungen, die man im Laufe seines Lebens gemacht hat, deshalb bin ich auch der Meinung, dass es möglich ist, sich bewusst einem anderen Repräsentationssystem zu nähern um sich auf dem Gebiert weiter zu entwickeln. 

Wer das Buch das Parfüm gelesen hat, konnte bestimmt feststellen, dass der Mensch eine umfangreiche olfaktorische Wahrnehmung besitzten kann. Da diese Fähigkeit in unserer Gesellschaft nur selten gebraucht wird, wird es auf dem Gebiet wohl nur wenige Experten geben. Ein leidenschaftlicher Koch mag möglicherweise einen ausgeprägten Geschmackssinn besitzen und damit verbunden auch eine sehr viel detailliere Wahnehmung, als andere Menschen auf dem Gebiet. Ich beziehe mich der Einfachheit aber nur auf die am häufigst vorkommenden Sinneswahrnehmungen.

Ich bin eine Mischung aus auditiv und kinästhetisch. Das kommt darauf an, welche Fähigkeit gerade angesprochen wird. Ich weiß, was ich nicht bin und das ist visuell. Somit hatte ich immer Schwierigkeiten mit den ganzen Übungen zur Visualisierung. Viele WILD Techniken stützen sich stark auf die visuelle Wahrnehmung. Und das war oft der Punkt, an dem ich nicht weiter kam. Erst die Konzentration auf die anderen Sinne halfen mir, einen für mich natürlichen Weg zu finden. Es hat viele Versuche gekostet, um das heraus zu finden und ich hoffe, dass ihr dadurch schneller lernen könnt.

Bei mir ist zuerst immer der auditive Sinn aktiv. Ich höre Stimmen, Geräusche oder Musik. Es ist erst sehr subtil und wenn ich genau hinhöre, verschwinden die Stimmen wieder. Ich nehme an, weil ich dann wieder Richtung Wachbewusstsein drifte. Nur das achtsame loslassen, lässt mich wieder in die Hypnagogien abdriften. Ich höre meist nicht genau, was sie sagen. Oft sind es Stimmen von bekannten Personen, häufig auch von Personen, mit denen ich gerade erst gesprochen habe. Manchmal verstehe ich auch einen ganzen Satz. Thematisch sind es die gleichen Worte des Inneren Dialogs. Selten auch abwegige Gedanken, die mich wirklich wundern. Es ist eine gewisse Gleichgültigkeit notwendig, um die Stimmen erscheinen zu lassen und sie gleichzeitig zu beobachten. Es gilt beständig einen schmalen Grad zwischen Aufmerksamkeit und Loslassen zu behalten. Häufig höre ich ein Klicken oder einen Knall. Manchmal kann ich Musik hören. Wenn ich einen Zugang zu Hypnas habe, dann kann ich davon ableiten, wie nahe ich am Schlaf bin. Zuerst zeigen sich bei mir immer die auditiven Hypnas. Dann erst setzten sie Visuellen Hypnas ein und dann erst treten kinästhetische Hypnas auf.

Es beginnt bei mir visuell mit vagen, hellen oder farbigen Wolken, die sich vor dem Schwarz der geschlossenen Augen ausbreiten. Es können auch Striche oder geometrische Muster entstehen. Vielleicht kennt ihr das, wenn ihr im Sommer zu lange in die Sonne geguckt habt und dann die Augen schließt. Dann sehr ihr Punkte oder Striche. Es ist ähnlich, allerdings nehmen die Visuals in der hypnagogen Phase zu und verselbstständigen sich. Anfangs erscheinen diese Bilder eher zweidimensional. In dem Moment, indem ich die Szene aktiv beobachte und meine Pupille in Richtung des Bildes bewege, verschwindet das Bild. Das machte ich anfangs automatisch. Es brauchte ein wenig, bis ich mir das abgewöhnen konnte. Das Beobachten hat immer auch eine Wirkung auf den Zustand, es gilt deshalb den Versuch zu unternehmen, es einfach geschehen zu lassen, ohne das bewertende Gedanken aufkommen und ohne das körperliche Bewegungen entstehen. Das erfordert ein wenig Übung. Mit der Zeit entwickeln sich aus den schlichten Grafiken dreidimensionale, traumartige Erscheinungen, die sich mit anderen Sinneskanälen mischen. Dann entstehen bei mir häufig Synästhesien mit kinästhetischen Wahrnehmungen. Hier kann schon der Übergang zum Traum beginnen. Es kann sein, dass ich plötzlich in der Traumlandschaft stehe. Um das Klar zu erleben, muss du während des gesamten Prozesses sehr achtsam sein.

Manchmal erlebe ich auch kinästhetische Hypnas, die sich kurz vor dem Übergang in den Traum zeigen, aber erst nach den visuellen Hypnas entstehen. Vielleicht ist es davon abhängig, worauf ich mich konzentriere. Es ist, als ob ich durch das Bett sinken würde. Dabei entstehen Reibungen. Es fühlt sich an, als ob ich mich in einem Sturm befinde. Es ist ein wenig, als ob mir der Arm eingeschlafen wäre und er durch ein starkes Kribbeln und Summen wieder aufwacht. Diese Gefühle habe ich am ganzen Körper. Die Empfindungen können anfangs etwas unangenehm sein und sogar Angst erzeugen. Als ich mich daran gewöhnt hatte, konnte ich mich in die Empfindungen hineinfallen lassen und dabei entspannen. Ich verstärke das Vorankommen, indem ich mich ins Bett sinken lasse und durchs Bett hindurch schmelze. Die kinästhetischen Wahrnehmungen sind bei mir immer sehr eng mit akustischen Wahrnehmungen verbunden. Sie geschen in einer Art Synchronität. Also höre ich einen Sound der den Sturm begleitet. Ein Tosen und Brummen. Das dauert dann einige gefühlte Minuten. Dann falle ich durchs Bett oder durch die Unterlage und bin im Traum. Manchmal befinde ich mich dann unterm Bett und muss erst einen Weg daraus finden. Dabei ist Klarheit absolut notwendig.

Hindernisse

Es kann sein, dass du reibungslos in einem Klartraum ankommst. Das ist der optimale Fall. Es ist aber auch möglich, dass dir Hindernisse begegnen.

Oft ist es bei mir zu einem Falschen Erwachen gekommen. Ich träumte dass ich im Bett liege und WILDe und merkte gar nicht, dass ich schon im Traum war. Für diesen Fall sollte man einen Realitätscheck parat haben, bei dem man sich nicht bewegt und die Augen geschlossen hält. Diesen sollte man dann gelegentlich durchführen. Eine Möglichkeit um dieses zu prüfen ist, sich durch Bett fallen zu lassen.

Natürlich ist es auch möglich nach einem WILD einzutrüben. In meiner Welt sollte man für die WILD Technik immer auch DILD trainieren. Ohne ein Mindestmaß an kritischem Bewusstsein, ist es sehr schwierig den Traum zu erkennen. Auch beim WILD kann es kurze Phasen der Trübheit geben, die überwunden werden müssen. Ich glaube deshalb ist es auch für Anfänger sehr schwer mit WILD erfolge zu haben. Es ist meiner Meinung nach einfacher, erst mal mit Realitätschecks zu beginnen und einige Erfahrungen mit dem Erwachen im Traum zu haben.

Manche Träumer berichten, dass sie nach dem Erwachen im Traum an ihrem Traumkörper festhängen. An dieser Stelle können die OOBE Austrittstechniken hilfreich sein. Man kann zum Beispiel mit seinem Körper hin und her schaukeln, sich durchs Bett fallen lassen, zur Decke schweben usw. Der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt. Wenn du klar im Traum bist, sollte es dir möglich sein, dich auch zu bewegen. Denn alles was ist, wird durch deine Gedanken und Glaubenssätze erschaffen.

Ebenso treffen einige auf die sogenannte Wächter der Schwelle. Diese können sich als Wesen und Personen darstellen und könnten dich möglicherweise bedrohen oder belästigen. In meiner Welt sind diese Wesen Anteile des eigenen Selbst und personifizierte Darstellungen der eigenen Ängste. In einem solchen Fall, versuche dem Wesen mit Annahme und Liebe zu begegnen. Wenn du klar bist, bist du auch in der Lage dich nicht auf das Spiel einzulassen. Du kannst das Wesen ignorieren und einfach die Umgebung wechseln. Oder befrage es nach seinen Motiven.

Paralyse ja oder nein.

Im Grunde genommen enthalten alle Anleitungen Übungen für die körperliche Entspannung und die geistige Entspannung. Auseinander gehen die Beschreibungen, ob man in eine vollständige Schlafparalyse eintreten muss oder nicht. Obwohl das bewusste Erleben einer Schlafparalyse sowohl interessant, als auch erschreckend sein kann, ist diese meiner Meinung nach nicht unbedingt notwendig. Also ist es im Grunde auch nicht notwendig sich stundenlang nicht zu bewegen. Es ist auch möglich sich erst dann, auf die Schlafparalyse zu konzentrieren, wenn du merkst, dass du müde wirst.

Ich hatte WILDs mit und ohne bewusste Schlafparalyse. Für mich ist es aber die Technik, mit der ich am besten klarkomme, weil ich es geistig erst im Moment der Schlafparalyse schaffe, meinen physischen Körper auszublenden. 

Es ist für mich ausschlaggebend wie müde ich bin. Wenn ich sehr müde bin, zum Beispiel nach einem IWILD oder einem kurzen WBTB, dann ist es mir auch möglich, das Bewusstsein ohne diese ganze Prozedur mit der Paralyse mit in den Traum zu nehmen. Es ist dann einfach wie ein bewusstes Einschlafen. Da ich aber in der Regel lange brauche um einzuschlafen und den Geist still zu bekommen, ist diese Variante die Beste für mich.

Einschlafen

Dann scheiden sich die Geister, ob man nun einschlafen darf oder nicht. Anleitungen zum Klarträumen besagen, dass man einschläft. Anleitungen zum Astralreisen sagen, man darf nicht einschlafen. Es stellt sich die Frage, ob sich das wirklich so verhält, oder ob es nicht all zu leicht ist, das Einschlafen, nicht als solches zu erkennen und man dem Trick des Falschen Erwachens auf dem Leim geht. 

Wenn sich bei mir durch die WILD Technik ein falsches Erwachen ergeben hat, konnte ich im nach hinein meinen Fehler immer an Hand der Traumerinnerung rekonstruieren. In dieser Erfahrung habe ich mich auf einen Klartraum fokussiert. Außerdem bin ich an die verschiedenen Techniken mit einem anderen Glaubenssatz heran gegangen. Erfahrungen in denen ich mich auf einen Klartraum konzentriert habe, haben einen Klartraum ergeben. 

Erfahrungen in denen ich mich auf eine OOBE konzentriert habe, ergaben andere Ergebnisse. Die Übung weicht ein wenig von der obrigen ab. Bei einer OOBE ist es wichtig völlig loszulassen. Nicht loslassen im Sinne von einschlafen, sondern im Sinne von seinen Körper zurück zu lassen, ja vielleicht sogar von zu sterben. So stellt sich für mich die Frage, wie stark unserer Glaubenssätze in der Lage sind unsere erlebte Realität zu beeinflussen. 

Es gab WILDs bei denen ich das Gefühl hatte, dass ich für ganz kurze Zeit eingeschlafen wäre und unbewusst war, bis ich dann nach kurzer Zeit klar im Traum erwacht bin.

Während ich bei anderen Erfahrungen versucht hatte, eine OOBE zu induzieren und sicher war, dass ich nicht eingeschlafen bin. Ich konnte wach die Schwingungen spüren, die ich beim WILDen sonst erst spüre, wenn ich schon in Traumnähe bin. Dazu kommt das mir bei OOBEs noch ganz andere Gefühle unterkommen und sich die Schingungen stark von denen des Traums unterscheiden. 
Natürlich mag das auch eine Täuschung gewesen sein, aber es gab Momente, da konnte ich die Schwingungen wahrnehmen, während ich im Raum herumlief und das war kein falsches Erwachen. Das wirft die Frage auf, ob das Einschlafen und damit die Hypnagogien auch während des Wachseins stattfinden kann. Eine ausführliche Beschreibung meiner OOBE Erfahrungen, die sich von den WILDs unterscheiden, findet ihr hier.

Ich hoffe, dass ich euch WILD heute etwas näher bringen konnte und ihr weniger Zeit für das Erlernen durch Versuch und Irrtum aufbringen müsst. Ich habe jetzt ungefär einen Versuch pro geschriebenen Satz auf die Technik verwendet und komme langsam in den Bereich, das sich Erfolge erziehlen lassen.

Zum Schluss möchte euch eine anonyme Umfrage anbieten, die sich mit den Themen dieses Artikels beschäftigen. Ich hoffe dadurch zu einem breiteren Verständnis für die Fragen und Belange der Technik zu kommen. Aus organisatorischen Gründen sind die Umfragen leider in mehere Teile unterteilt. 


https://de.surveymonkey.com/s/T8KF5DY

https://de.surveymonkey.com/s/TSWWSYR

https://de.surveymonkey.com/s/DCBXSZH




Vielen Dank fürs mitmachen. 
Gerne veröffentliche ich bald die Ergebnisse!

Freitag, 14. November 2014

Flaute

Neulich las ich wieder von den Erwartungshaltungen frisch begeisterter Klarträumer, bei denen sich bereits subtile Frustrationen zeigten, weil sich das Erlernen des Klarträumen nicht systematisch abrufbar in der gewünschten Zeit zeigte. 



Die wenigsten Menschen demonstrieren offen ihre Schwächen. Welcher Klarträumer erzählt gerne von seinen Flauten und Blockaden? Wenn man einem Kylonas zuhört, hört man dass er sich ca. ein Jahr lang mit dem Klarträumen beschäftigt hat und zunehmend besser wurde. Von wirklichen Klartraum-Flauten erzählt er kaum und im Endeffekt, kommt er laut Erzählungen regelmässig auf mehrere Klarträume pro Woche. Nicht das ich das nicht für Wahr halte, aber ich bin der Meinung, es ist nicht für alle Menschen gleichermaßen leicht zu erlernen.

Wenn man sich nun am Lernfortschritt Anderer orientiert, kann es passieren, dass man durch eigene Misserfolge demotiviert wird. Ich möchte euch heute mal ein anderes Beispiel aufzeigen und beweisen dass Beharrlichkeit, Ausdauer, Geduld und kontinuierliches Training irgendwann zum Erfolg führt. Viele sehr fortgeschrittenen Klarträumer erleben Zeiten, in denen nichts funktioniert. Leider reden viele nicht gerne über dieses Thema, wobei es doch zur Fehleranalyse wichtig ist und dazu beitragen würde, dass Andere von den Fehlern anderer Klarträumer lernen könnten. Ich habe bereits von einigen erfolgreichen Klarträumern gehört, dass sie ihre Fähigkeit nur so gut entwickeln konnten, weil sie immer wieder Durchhaltevermögen gezeigt haben. Bei Vielen zieht sich das Erlernen bis zur Perfektion über Jahre.

Ich zum Beispiel, beschäftige mich jetzt seit sechs Jahren mit dem Klarträumen. Ich habe für meinen ersten Klartraum 2 Monate gebraucht und hatte im ersten Jahr vielleicht 4 Klarträume. Ich musste erst mal eine konstruktive Traumerinnerung aufbauen, da ich mich nur an wenige Träume pro Monat erinnerte. In den weiteren zwei Jahren, hatte ich ca. 10 Klarträume. Ich beschäftigte mich hauptsächlich mit DILD in Ansätzen auch mit WILD, das aber kaum erfolgreich.

Dann hatte ich eine Zeit, in der ich das Interesse verlor. Da erlebte ich kaum noch KTs. Eine erste Lernerfahrung. Dann nahm das Interesse wieder zu und ich schaffte es auf 1-2 Klarträume pro Monat, relativ beständig über einige Monate. Ich konnte meine Traumerinnerung auf 3-6 Träume pro Nacht steigen. Da dachte ich schon, ich hätte den Dreh raus. Ich malte mir schon aus, was ich alles tolles mit meinen KTs anstellen wollte. Gerade die Beschäftigung mit dem Unbewussten interssiert mich sehr, nur fehlte mir die entsprecheden Traumkontrolle, um meine Vorhaben umzusetzten. 

Dann ging es mir seelisch eine ganze Zeit sehr schlecht, so dass ich keine Traumerinnerung mehr hatte. Gar keine, egal was ich anstellte. Also gab ich das Thema schweren Herzens auf. Auch gesundheitlich ging es mir unterirdisch, so dass an Dinge wie Klarträumen keine Energie verschwendet wurde. Nachdem wieder ein Jahr vergangen war, ging es mir langsam besser und eines Tages kehrte urplötzlich meine Traumerinnerung von selbst zurück. Das nahm ich als Startzeichen wahr, um wieder mit dem Klartraum- Training zu beginnen. Im Januar dieses Jahres, begann ich meinen Blog und trainierte wieder.

Da ich mich mittlerweile, zumindest theoretisch gut auskannte, gelang es mir sehr schnell, wieder meinen ersten Klartraum, nach langer Zeit der Trübheit zu erreichen. Es hat zwei Tage gedauert. 

Dann hatte ich einen Run von einem Klartraum pro Woche für eine Zeit von 5 Monaten. In der Zeit führt ich beständig TTB und wendetet RCs, SSILD und Kritisches Bewusstsein an. Das war endlich mal eine Schlagzahl, mit der es sich für mich gelohnt hat, sich bewusst Vorhaben für den nächsten Traum vorzunehmen. In dieser Zeit war es mir endlich möglich, meine Traumkontrolle ein wenig weiter zu entwickeln. Wieder dachte ich, jetzt habe ich es geschafft und malte mir schon aus, wie toll es wird, wenn ich mehrere Klarträume pro Woche hätte und was ich alles damit anstellen werde.

Dann seit Mai ging meine Anzahl an Klarträumen wieder rapide herunter. Ich vermutete, es hatte irgendetwas mit meinen sonstigen spirituellen und gesundheitlichen Beschäftigungen (Energiearbeit) zu tun, die ich begann. Ich begann sehr regelmässig zu meditieren, mit dem Ziel eine OOBE willentlich auszulösen. Ich war gerade in einer Hochphase der Kreativität und der Energie. Ein wenig schwingt noch die Krankheit der letzten Jahre mit, im Vergleich der Zeit davor, ging es mir zunehmend besser. Ich habe im Mai mit dem systematischen Üben von OOBE- Techniken begonnen. Das beansprucht ca. 1,5 Std. täglich. Seit Mai hatte ich nur 6 Klarträume. Ich folgerte daraus, dass das irgendwie zusammen hängt.

Durch das Diagram, welches ich erstellt habe, konnte ich nun aber auch eine deutliche Übereinstimmung mit der Trainingsintensität herstellen und ich muss sagen: Ich übe zu wenig, weil mich das OOBE Thema momentan sehr in Besitz nimmt. Wie das auch noch zusammenhängen könnte, habe ich hier beschrieben. Ich fragte mich auch, ob es unbewusste Blockaden in mir gibt, die einen Rückgang der Klarträume erklären. Ich denke, es gibt nie nur einen Auslöser, aber im Grunde ist deutlich zu erkennen, wie meine Flauten enstehen.

Ich vernachlässige momentan mein Training und daher habe ich wieder weniger Klarträume. Wenn man im Diagramm die Klartraumkurve mit der Kurve für die Trainingsintensität  und mit der Traumerinnerung vergleicht, ist eine deutliche Übereinstimmung zu sehen. Das war mir auf den ersten Blick gar nicht so bewusst, da ich mich theoretisch sehr viel mit Klarträumen beschäftige.


Das nehme ich jetzt so hin, weil ich im Moment keine Energie habe, um mehr Training zu integrieren, ohne das OOBE- Training abzubrechen, welches ich aber definitiv noch eine Weile fortsetzen möchte. Irgendwann werden wieder Kapazitäten frei sein, um mehr Zeit zu investieren. Es ist gut zu wissen, dass man selbst für sein Versagen verantwortlich ist und ich nicht länger nach unbewussten Blockaden suchen muss. So bin ich auch in der Lage, wieder etwas zu ändern, wenn ich es wünsche.

Trotzdem habe ich mir stets einen Grundstock an kritischem Bewusstsein aufrecht erhalten. Das ist einfach zu einem Stück Alltag für mich geworden. Jedoch reicht das leider nicht für regelmässige Klarträume, da das Bewusstsein im Traum sehr viel träger reagiert, als im Wachbewusstein. Ich führe täglich ca. 10 RCs aus. Ich prüfe in komischen und negativen Situationen die Realität. Ich führe mehr oder weniger häufig Traumtagebuch. Ok das schludere ich wirklich grade etwas. Der innere Schweinehund bellt am Morgen besonders laut. :D

Wenn ich eine Woche kein Traumtagebuch führe, lässt meine Traumerinnerung von mehreren Träumen bis auf einen Traum pro Nacht nach. Zwei Wochen ohne Traumtagebuch, führen nur noch zu Erinnerungsfetzen. Es dauert mindestens die gleiche Zeit, um die Traumerinnerung wieder zu reparieren. 

Ich wollte euch hiermit aufzeigen, dass es durchaus sinnvoll sein kann, die Zusammenhänge einmal genau und systematisch unter die Lupe zu nehmen, besonders wenn die Fortschritte ausbleiben.  

Insgesamt habe ich aber auch etwas sehr positives demontriert bekommen. Und zwar, dass sich gesamt gesehen, die Anzahl meiner Klarträume pro Jahr deutlich erhöht hat. Sollte ich noch einmal so eine schwere Zeit erleben, habe ich mir ganz stark vorgenommen, mich nicht mehr davon abhalten zu lassen, die Realität kritisch zu hinterfragen. Ich weiß nicht ob das realistisch ist, aber seitdem prüfe ich bei jedem Schicksalschlag besonders ausgiebig die Realität.

Ich hatte insgesamt ca. 40 Klarträume in den letzten 6 Jahren. Das ist im Schnitt ein Klartraum alle ca. alle 1,5 Monate. Es gab Zeiten, da habe ich sehr viel Zeit und Bewusstsein in das Thema investiert und es gab Zeiten, da habe ich mich gar nicht, oder nur sehr oberflächlich und theoretisch mit dem Klarträumen beschäftigt. Wir Menschen haben nicht immer das gleiche Energieniveau und vielleicht sollte man das einfach akzeptieren. 

Oft habe ich nicht bemerkt, wenn ich mein Training vernachlässigt habe. Ich meinte manchmal ich beschäftige mich mit dem Klarträumen, dabei habe ich nur darüber gelesen oder gesprochen. Den Verfall meines Trainings, habe ich oft nicht bemerkt, so wie es auch jetzt wieder der Fall war. In Wirklichkeit, habe ich aber die Tagespraxis vernachlässigt, indem ich die Realität nicht mehr überprüft habe oder die RCs nicht bewusst ausgeführt habe. Das hatte natürlich Auswirkungen. Ich hatte mal eine Zeit, indem der Nasen RC nur noch eine trübe Bewegung zur Nase war. Das muss man sich erstmal bewusst machen. Deshalb wird im allgemeinen auch von Handlungs RCs abgeraten und das Trainieren des kritischen Bewusstseins emphohlen. Das wiederum kostet mich sehr viel Überwindung, weil ich mir oft nicht die Zeit nehme, die Realität in aller Ruhe, in Frage zustellen. Ein RC geht einfach schneller. Das ist auch eine Ursache, warum ich vielleicht nicht mehr Fortschritte mache.

Außerdem glaube ich, dass einige Menschen vielleicht ein Talent für das Klarträumen haben, andere Menschen müssen hart arbeiten, um die gleichen Resultate zu erhalten. Meine Traumerinnerung wird sofort schlecher, wenn ich den Träumen nicht genug Aufmerksamkeit schenke. Es gibt Menschen, die haben von Natur aus, eine gute Traumerinnerung. Ich glaube, dass es besonders in der Zeit der Kindheit noch einen sehr guten Zugang zu den Träumen gibt und es dann darauf ankommt, wie die Umwelt reagiert. Wenn man grundsätzlich gute Voraussetzungen mitbringt, stehen die Chancen gut auf eine schnelles erlernen. Einige Anfänger haben im ersten Jahr vielleicht schon mehr Klarträume, als ich in der gesamten Zeit erlebt habe. Das muss man einfach akzeptieren und es bringt gar nichts sich darüber zu ärgern - Da hilft nur Training! 

Ein weiteres persönliches Kriterium stellt für mich die Erwartungshaltung dar. Als meine KTs häufiger wurden, hatte ich immer noch Schwierigkeiten, Vorhaben im Traum zu erinnern. Deshalb entwickelte ich einen sicheren Plan, um dieses zu erreichen. Mit der Baumliste, schaffte ich, mich an mehrere Vorhaben zu erinnern. Vielleicht mag mein Unterbewusstein diese Art der Festlegung aber nicht sonderlich und weigert sich deshalb.

Stress und ist auch ein Hindernis für das Klarträumen. Das geht im Diagramm auch deutlich hervor, Aber: Eins weiß ich, man darf nicht aufgeben. Der Schlüssel zum Erfolg besteht darin aufzustehen, wenn man zu zu Boden gegangen ist. 
Nur wer lernt auch in schwierigen Lebensphasen und in ungünstigen Zeiten, sein kritisches Bewusstsein zu bewahren, wird seine Fähigkeit weiter entwickeln. Wenn man feststellt, dass man trüb gehandelt hat, muss man einfach weiter machen und beim nächsten mal bewusster handeln. 

Es ist schwierig nach einem Mißerfolg wieder neue Motivation zu finden. Dazu könnt ihr gerne mal meine Artikel zum Thema Motiavation durchlesen.

Ich wünsche euch ganz viel Ausdauer und Geduld und hoffe ihr gebt nicht gleich auf, wenn sich nicht gleich Erfolge zeigen oder auch mal schwierige Zeiten aufkommen.

Mittwoch, 5. November 2014

Klartraum vs. OOBE

Liebe Mitreisende, ich beschäftige mich nun seit einigen Wochen mit dem Buch Mastering Astral Projection – A 90 Day Guide to Out of Body Experience von Robert Bruce. Darauf gebracht hat mich Thomas, der einige Interessierte zu einem Online Kurs auf der Seite http://astralkurs.smartone.de/index.php?p=%2F motiviert hat. 


Das Buch beinhaltet einen 13 wöchigen Kurs, der aufeinander aufbauende Übungen erläutert. Um das Buch besser zu verstehen, haben wir es übersetzt und mein Part war zufälligerweise, das Kapitel zu übersetzen, indem es um den Unterschied zwischen Klartraum und OOBE geht. Deshalb möchte ich euch gerne Auszüge aus dem Text vorstellen. 

Außerdem möchte ich zu meinem heutigen Standpunkt meine Unterscheidung von Klartraum und OOBE beschreiben. Ich bin mir bewusst, dass jedes zukünftige Erlebnis in der Lage ist, dieses Weltbild wieder zu kippen. Bitte lest dazu auch meinen Artikel über die WILD Technik.

Als ich mich vor unfair zwei Jahren intensiv mit den Gateway Audios beschäftigt hatte, habe ich dadurch ungefähr 15 Erlebnisse auslösen können, die sich nach meiner Wahrnehmung von meinen anderen Klarträumen unterschieden haben. In einem Klartraum, weiß ich, dass ich träume und kann den Traum mehr oder weniger steuern. Doch diese Erlebnisse waren irgendwie anders.

Ursprünglich bin ich sehr skeptisch an das Thema herangegangen, und habe bis zu meinem ersten Erlebnis nicht an die Möglichkeit geglaubt. Meine Glaubenssätze sind wahrscheinlich durch die Bücher von Robert Monroe beeinflusst worden und da ich Glaubenssätzen eine außerordentliche Macht zuspreche, wäre es in meiner Welt möglich, dass genau das den Unterschied zwischen Klartraum und OOBE ausmacht.

Ich hatte zwar als Kind einige Erlebnisse, die die einer OOBE vorangehende Schwingungen glichen, das hatte ich aber erst mit meinen Erlebnissen in Zusammenhang bringen können, als ich diese erneut erlebt hatte. Zuvor hatte ich diese Erinnerungen verdrängt. Diese kamen dann erst mit den Gateway Übungen wieder ans Licht.

Nachdem ich 2012 wochenlang und  mehrmals täglich, mit den Audios der Gateway Reihe gearbeitet hatte, hatte ich, wenn ich im Bett gelegen habe und mich entspannt hatte, das Gefühl, als ob sich um meinem Körper herum eine Energie befindet. Erst so einen Art weichen Flausch, später wird das Gefühl unangenehm stark. Diese Gefühl war so stark, dass es zunächst beängstigend war. Bewegung hat das Gefühl wieder verringert, aber sogar wenn ich aufgestanden bin, habe ich es noch ca. einige Sekunden bis eine Minute wahrgenommen. Oft hatte ich an der Stelle abgebrochen, weil die Empfindung starke Angst bei mir ausgelöst hat.

Ich erinnerte mich, dass ich diese Empfindung bereits als Kind, vor der Pubertät regelmäßig hatte, als ich im Bett lag. Ich war nicht in der Lage jemandem zu erklären, was da mit mir geschah und auch heute ist es noch schwer dafür Worte zu finden. Als Kind hatte ich sehr große Angst davor und habe meine Eltern erzählt, dass ich einen Alptraum hatte, weil ich mich nicht anders ausdrücken konnte. Ich wusste aber, dass es kein Alptraum war, da ich das Gefühl im wachen wahrnahm. Sie saßen an meinem Bett und das Gefühl war noch da. Sie haben nicht verstanden was mich gequält hat. Ich war wach - deshalb bin ich überzeugt, dass es sich nicht um ein falsches Erwachen handelt. Auch bei meinen Erlebnissen der letzten Jahre, hatte ich Situationen in denen ich wach war, herumgelaufen bin, mit meinem Freund nachweislich gesprochen habe und trotzdem die Schwingungen wahrgenommen habe. Natürlich ist es nicht auszuschließen, dass es sich um einen Traum handeln könnte, aber das glaube ich nicht. Zumindest keinen Traum im Sinne des Wortes.

Wenn ich das Gefühl weiterhin zugelassen habe, empfand ich es, als ob ich die Energie einer großen magnetischen Spule fühlen könnte. Ich war zwischen zwei Polen. Die eine Seite war klein, spitz, und scharfkantig und die andere Seite riesengroß, überwältigend, erschlagend. Das ist eine kinästhetische Wahrnehmung. Visuell nehme ich gar nichts wahr. Diese Beschreibungen sind Metaphern für das, was ich nicht in Worte fassen kann. Zwischen diesen zwei Polen, oszilliert die Energie hin und her. Dabei wird das Empfinden und die Energie immer stärker. Heute kann ich dieses Gefühl zulassen. Ich glaube es war damals einfach fremd für mich und so wie ein Immunsystem Fremdkörper als feindlich betrachtet, hat etwas in mir die Energie als feindlich und beängstigend angesehen, weil es unbekannt war. Auf Grund dieser Empfindungen, habe ich das Programm mehrfach abgebrochen, da ich Zeit brauchte um das Erlebte zu verarbeiten. Im Moment fühle ich mich oberflächlich relativ angstfrei, kann aber nicht abschätzen, welche unbewusste Abwehr, mögliche  Erlebnisse blockieren.

Manchmal aber nicht immer, entsteht eine zweite andere Schwingung. Diese ist sanft und kinästhetisch, als auch akustisch wahrnehmbar. Es ist, als ob ich in einem Windkanal liege und ein fühl- und hörbarer Luftstrom an meinem Körper entlang schlängelt. Ein vibrieren, ähnlich einer Welle, bewegt sich vom Kopf bis zu den Füßen. Wenn ich es schaffe, das Phänomen fort zu führen, entstehen ein Sog in einen Richtung, meist nach unten und links. Ein Fallgefühl, dass ich kaum aufhalten lässt. Wenn ich loslasse, habe ich einen Blackout. Es ist, als ob mir jemand das Bewusstsein in sehr kurzer Zeit wegnehmen würde. Wenn ich erwache, bin ich im Zustand Schauplatz1 nach Monroe (also in der Umgebung meines Körpers), Schauplatz 2 habe ich noch nicht erlebt.

Es ist dunkel, als ob ich eine Sonnenbrille tragen würde. Trotzdem kann ich alles sehen. Ich schwebe oder gehe. Ich kann RCs machen, die bis her positiv wahren. Ich bin extrem klar. So klar wie in keinem Klartraum, den ich bisher hatte. Ich hatte ca. 40 Klarträume in den letzten sechs Jahren.

Die Umgebung ist fast wie die Realität, mit kleinen Abweichungen und sehr beständig. Die Umgebung ist nicht veränderbar, wie im Klartraum. Ich habe nie Menschen getroffen. Sobald ich mich zu weit vom Ort des physischen Körpers entferne, wird die Erfahrung zum Klartraum oder zum Trübtraum. Im Klartraum kann ich dann die Umgebung mit der Kraft meiner Gedanken wieder verändern. Manchmal werde ich auch mittels Blackout aus der Erfahrung raus gekickt.

Es ist für mich einfach anders als ein Klartraum. Ich habe auch schon WILDs erlebt. Oft war es so: Ich bin eingeschlafen, dann gab es ein Summen, Tösen, Rauschen, das Gefühl des Fallens und kurze Zeit später stand ich klar in der Traumlandschaft. Ich hatte Traumkontrolle innerhalb meines Fähigkeitsbereiches. Das ist für mich aber etwas völlig anderes. Viele Leute sagen mir, das die Schwingungen und Geräusche Teile der hypnagogen Phase sind. Aber ich kenne die Hypnagoge Phase und ich kenne auch WILD. Das ist in meiner Welt eine andere Erfahrung. OOBEs kann ich nur sehr selten einleiten. Im Moment arbeite ich schon wieder seit Mai regelmäßig mit Gateway und ich komme bestenfalls nur bis zu den Energieempfindungen oder Schwingungen und zu einer halben Schlafparalyse. Ich kombiniere momentan Gateway, hauptsächlich Freies Fließen in Fokus21 und die Übungen des Kurses von Robert Bruce.

Seitdem ich mich dieser Art der Bewusstseinsforschung hingegeben habe, bleiben meine Klarträume aus, obwohl meine Tagespraxis (TTB, Rcs, Kritisches Bewusstsein) recht stabil ist. Davor hatte ich über fast ein halbes Jahr, stabil einen Klartraum pro Woche. Es gab seitdem zwei Pausen von ca. einer Woche in denen ich nicht meditiert habe. In der Zeit hatte ich jeweils drei Klarträume pro Woche. Das hat mich überrascht und würde das Model von Robert Bruce bestätigen. Vielleicht geht es auch um Kontrolle und Loslassen, das sind dann nochmal ganz persönliche Blockaden, die mir im Weg stehen. Das Meditieren möchte ich aber nur ungerne aufgeben, da es meiner Gesundheit sehr gut tut und ich befürchte, dass das Aufgeben dieser Angewohnheit, mich bei meiner Bewusstseinforschung auch nicht weiterbringt. Geht es hier ums Durchhalten oder ums loslassen?

Noch eine Anmerkung zu den Begrifflichkeiten bevor ich euch die Übersetzung des 9. Kapitels von Robert Bruce Mastering Astral Projection präsentiere. Häufig bemerke ich, dass Menschen die Begriffe Astralreisen. Ausserkörperliche Erfahrung, Astralprojektion und OOBE (Out of Body Experience) unterscheiden. Gerade im englischsprachigen Raum werden die Begriffe aber wiederum gleichgesetzt.

Die Bezeichnung OOBE wird gelegentlich auch von Klarträumern für Erlebnisse benutzt, die ein falsches Erwachen beim Traumkörper in einer realitätsnahen Umgebung bezeichnet. Um diesen Begriffssalt hier zu beenden, würde ich gerne die Bezeichnung von Robert Monroe aufgreifen. Ich rede hier immer von Ausserkörperlichen Erfahrungen es sei denn ich sage Traum, Klartraum, Trübtraum, oder luzider Traum.


Deshalb möchte ich hier an dieser Stelle nochmal seine Bücher erwähnen, die man in meiner Welt einfach gelesen haben muss, wenn man sich mit OOBEs, Klarträumen oder Spiritualität in irgendeiner Weise beschäftigt. 

Robert Monroe (1915-1995), war ein amerikanischer Toningenieur und erlebte spontane ausserkörperliche Erfahrungen. Monroe dachte, er sei jetzt total verrückt geworden. Da er ein logisch denkender Mensch war und nie zuvor von diesem Phänomen erfahren hatte, konsulierte er einen Freund der zufällig Psychiater war. Dieser führte umfassende psychisches und physische Untersuchungen an Monroe durch, kam aber zu der Überzeugung, dass ihm nichts fehlte und Monroe die Erlebnisse als positive Fügung betrachten sollte. Monroe fand sich mit der Diagnose ab und erforschte seither seine Erlebnisse. 

Er versuche Wege zu erfinen um bewusste Ausserkörperliche Erfahrungen auszulösen. Er schrieb drei Bücher. Auf deutsch: "Der Mann mit den zwei Leben." "Der zweite Körper" und "Über die Schwelle des Irdischen hinaus". Plötzlich bekam er überall aus der Welt Briefe, das Menschen ähnliche Erlebnisse hatten und froh waren, das sie sich mit andern Menschen austauschen konnten. Im Laufe der Jahre entwickelte R. Monroe Hemi Syncs (Binaurale Beats) und führte Experimente mit dem Ziel durch, Menschen zum Einschlafen zu bringen und dann die Schlafphasen für das Lernen, zur Heilung und zum bewussten Auslösen von OOBEs zu nutzen.
 
Er richtete ein wissenschaftliches Programm zur Erforschung außerkörperlicher Erfahrungen ein, welches sich heute zu einer der wichtigsten Institutionen auf dem Gebiet der Bewusstseinsforschung entwickelt hat: das Monroe Institut in Virginia, USA. Aus dieser Arbeit entwickelte Monroe Selbsterfahrungs-Seminare und Hemi-Sync Heimkurse, die auf Tonträgern erhältlich sind.
Robert Monroe beschreibt in seinem Buch – der Mann mit den zwei Leben – die Begrifflichkeiten Schauplatz 1 und Schauplatz2. 

Diese Begriffe finden auch in den Gateway Audios ihre Verwendung, die hier in aller Ausführlichkeit beschrieben sind. Gateway ist ein Trainingsprogramm um OOBEs auszulösen, welches ich seit einigen Jahren nutze. (Um den Artikel über Gateway im  Forum zu sehen, müsst ihr angemeldet sein.)

Monroe definiert Schauplatz 1 als realitätsähnliches Abbild der Wachrealität. Auf dieser Bewusstseinsstufe soll es möglich sein, die Wachrealität zu beobachten. Die Umgebung ist im allgemeinen nicht veränderbar. Es gibt Realitätsschwankungen und deshalb ist es leider noch nicht möglich, die Existenz dieses Bewusstseinszustandes nachzuweisen. In seinem ersten Buch, beschreibt Monroe allerdings einige Erlebnisse, die er mit der Wachrealität abgleichen konnte.

Schauplatz 2 nach Monroe existiert unabhängig von der Wachrealität und wird im allgemeinen mit dem Begriff Astralreise bezeichnet. Das ist der Zustand, indem Menschen Verstorbenen oder Wesen aus anderen Dimensionen begegnen oder spirituelle Erfahrungen haben. Trotz der realitätsferne dieser Phänomene, werden diese Erlebnisse als wahrhaftig betrachtet und lösen häufig ein Zusammenbruch des Weltbildes aus.
"Auf dem Schauplatz II setzt sich die Realität aus tiefsten Begierden und rasenden Ängsten zusammen. Denken ist Handeln und keiner verhüllenden Schichten der Konditionierung oder der Hemmung, schirmen das innere Ich von den anderen ab. Dabei ist Ehrlichkeit die beste Politik." R. Monroe

Und nochmal zur Unterscheidbarkeit des Klartraums. Ein Klartraum ist ein Traum, indem der Träumende erkennt, dass er träumt und ab diesem Zeitpunkt den Traum steuern kann. Ein Klartraum findet in meiner Welt im Kopf des Träumenden statt. Vielleicht wird die Art des Erlebnisses auch von anderen äußeren Einflüssen bestimmt, die wir noch nicht kennen. Letztens beschrieb mir jemand den Unterschied der Erfahrung als Unterschied der Frequenz, wobei ich nicht sicher bin, ob er damit die Gehirnwellen meinte.

Ich habe stellenweise Schwierigkeiten gehabt den Text 1:1 ins deutsche zu übersetzen. Es ist deshalb möglich, dass ich die Aussage des Autors stellenweise fehlinterpretiert habe. Ich habe einige wenige unnötige Absätze ausgelassen und in wenigen Fällen einen Vermerk in eigener Sache, z. B. deutsche Wortbezeichnungen, hinzugefügt an Stellen, wo der Text keine Entsprechung ergab, ich aber durch meine Beschäftigung mit Klarträumen eine Wortschöpfungen kannte. Ich hoffe ich habe den Ursprungstext nicht allzu sehr verfälscht. Wer auf Nummer Sicher gehen will, muss den englischen Originaltext lesen.

Mastering Astral Projection von Robert Bruce – Kapitel 9
Unterschied zwischen Traum und OOBE


Wie kann man den Unterschied zwischen Träumen und OOBEs erklären? Wie erklären sich Erfahrungen die als OOBE beginnen und Traumelemente enthalten? Wie erklären sich Realitäts- Schwankungen? Woher weiß man, dass OOBEs keine speziellen Arten von Luziden Träumen sind? Wo ziehen wir die Linie zwischen Träumen und OOBEs?

Für einige Wochen hast du dich nun mit Literatur über OOBEs beschäftigt, dich mit Meditation und Energiearbeit beschäftigt, deine Traumerinnerung trainiert und Affirmationen gesprochen. Vielleicht haben einige von euch Flugträume, Klarträume, geträumte OOBEs oder spontane außerkörperliche Erfahrungen erlebt. Aber wenn du diese Erfahrungen im nach hinein betrachtest, stellst du dir vielleicht die Frage: War das ein Traum oder eine OOBE? War ich wirklich außerhalb meines Körpers oder wurde dieser Erfahrung im inneren meines Kopfes generiert?

Wie können wir nun einen objektive Einschätzung der Realität gewinnen, da es sich um ein subjektives Erleben handelt? Dein Gehirn nimmt die Umwelt nicht direkt wahr. Alles was du wahrnimmst, durchläuft Filter und wird bedingt durch persönliche Erfahrungen interpretiert. Dein Gehirn kann nicht zwischen subjektiver und objektiver Erfahrungen unterscheiden. Es kann nicht zwischen Wachleben, Traum und OOBE unterscheiden. All diese Erfahrungen werden lediglich interpretiert. Nur genaue Beobachtung kann die subtilen Unterscheidungsmerkmale deutlich machen und versuchen zu erklären.

Über die Aufspaltung des Bewusstseins.

 
Um ein besseres Verständnis der Beziehung von Traum und OOBE zu erhalten, lasst uns den Prozess des Austritts genauer betrachten. Wenn der Energiekörper den physischen Körper verlässt, spricht man auch von einem erweitertem Bewusstsein. Im Normalfall ist das Bewusstsein an den physischen Körper gebunden. Eine weitere Ausnahme stellt die Nahtoderfahrung dar.

Im Falle eines Austritts des Bewusstseins aus dem Körper, befindet sich ein Teil des Bewusstseins beim physischen Körper und ein Teil beim Energiekörper, der in der Lage ist, sich vom physischen Körper weg zu bewegen. Es entsteht quasi eine Kopie des Bewusstseins in Echtzeit, ein Doppelbewusstsein, welches ich im Verlauf des Textes das zweite Bewusstsein nenne. 

Beide Kopien sind in der Lage, bewusst zu agieren. Es ist möglich die Kopie des Bewusstseins wahrzunehmen. Zum Beispiel ist es möglich im außerkörperlichen Bewusstseinszustand eine tickende Uhr wahrzunehmen, die im Grunde über das Wachbewusstsein wahrgenommen wird, welches beim physischen Leib verweilt. Beide Kopien können nun gleichzeitig und unabhängig von einander Erfahrungen wahrnehmen. Erinnerungen werden im allgemeinen nicht ausgetauscht, jedoch können sich Interaktionen zwischen beiden Kopien ergeben.

Wir erreichen nun den Zeitpunkt der bewussten außerkörperlichen Erfahrungen. Das Traumbewusstsein kann jederzeit aktiv werden und wirkt sich auf das zweite Bewusstsein aus, welches während einer OOBE aktiv ist. Das Traumbewusstsein beeinflusst das zweite Bewusstsein stärker, als das Wachbewusstsein. Um das zweite Bewusstsein zu aktivieren, ist eine Erhöhung der Energie nötig.


Wenn während des Erlebens die Energie stark absinkt, kann dieses zu einer Veränderung des Bewusstseins führen und Traum oder OOBE beenden. Dieser könnte Fallgefühle erklären. Ebenso könnte dieses erklären, warum sich Traum- und OOBE- Erinnerungen gelegentlich vermischen. Da die Traumerinnerung meist leichter zugänglich ist, werden OOBE Erinnerungen schneller vergessen. Im Prinzip können mehre Erlebnisse stattgefunden haben, da das Schattengedächtnis meist schwächer ist, als das Traumgedächtnis, entstehen unvollständige und vermischte Erinnerung. 

An diesem Prozess sind im Grunde drei verschiedenen Bewusstseinszustände beteiligt. Das Traumbewusstsein, das zweite Bewusstsein und das Wachbewusstsein. 

Die Interaktion dieser Bewusstseinszustände zu begreifen, ermöglicht den Unterschied zwischen Traum und OOBE zu besser zu verstehen.

Spontane nächtliche Austritte.

Lasst uns spontane nächtliche Austritte betrachten, die ohne ein aktives Wachbewusstsein geschehen können. Während ein Austritt aus dem Körper bei der Anwesenheit des Wachbewusstseins sehr starke Empfindungen wie Hitze, Herzrasen, Schwingungen, Druckgefühle, etc. auslösen können, finden diese Wahrnehmungen bei einem Austritt während des Schlafes kaum statt. Viele Menschen die versuchen, ihr Wachbewusstsein mit in den Schlaf zu nehmen, berichten von Fallgefühlen während des Einschlafens. Diese können so stark sein, dass Menschen zusammen zucken oder das Bett ruckartig umfassen, um sich zu fangen. In diesem Moment wird das zweite Bewusstsein erzeugt. Bei Menschen die sich im Halbschlaf befinden, kann es geschehen, dass sie diese Fallgefühle mehrfach hintereinander spüren.

Ebensolche Empfindungen treten in dem Moment auf, während der Energiekörper den physischen Körper verlässt. Es entsteht ein veränderter Bewusstseinszustand. Dieser Zeitpunkt, wird kurz bevor wir einschlafen häufig als wohlige Wärme und als Schwere empfunden. Kurze Zeit später erfolgt der Austritt aus dem schlafendem Körper. Dabei entstehen keine merklichen Empfindungen. Das Wachbewusstsein schläft, während das zweite Bewusstsein häufig, direkt über dem physischen Körper schwebt. Kurze Zeit später wird das Traumbewusstsein aktiv und verdrängt das zweite Bewusstsein. Dieser Vorgang macht es dem zweiten Bewusstsein schwer aktiv zu werden und es bleibt häufig inaktiv, bis das Wachbewusstsein wieder erwacht. Dieses widerfährt jedem Schlafenden Menschen.

Bestimmte Ereignisse sind in der Lage das Szenario zu ändern und führen zu Klarträumen, spontanen OOBEs und bewussten Schlaflähmungen (Schlafparalyse). Intensive Träume oder Ereignisse der physischen Welt, können die Schwelle zwischen den unterschiedlichen Bewusstseinsstufen vorübergehend verschieben. Unter Umständen wird das zweite Bewusstsein in der Echtzeitzone (Schauplatz1 nach R. Monroe) oder in der Astralwelt (Schauplatz2 n. R.M.) aktiv. Die Dauer einer solchen OOBE ist davon abhängig, wie lange die physische und feinstoffliche Energie aktiv ist. Dieses kann durch negative Trauminhalte oder Auslöser, wie Schmerzen oder äußere Störungsquellen, wie blinkenden Lichter oder Geräusche beeinflusst werden.

Wenn ein Mensch in Tiefschlaf fällt und das Traumbewusstsein aktiv wird, kann eine bewusste Schlafparalyse auftreten. Austritte aus dem Körper treten oft während Träumen und Klarträumen auf. Diese werden am ganzen Körper bewusst wahrgenommen und es treten Symptome, wie schneller Herzschlag, Fallgefühle, etc. auf. Dieses geschieht, wenn der Vorgang bewusst wahrgenommen wird. Häufig sind Wachbewusstsein und Traumbewusstsein gleichsam oder wechselhaft aktiv. Dieses lässt einen Wechsel von Klartraum und OOBE erklären.

Diese Szenario ist die Hauptursache dafür, dass spontane OOBEs und Klarträume erlebt werden, obwohl kein bewusster Austritt statt gefunden hat und sich Personen außerhalb des Körpers wiederfinden. Dieses geschieht, da Verschiebungen zwischen dem Traumbewusstsein und dem zweiten Bewusstsein entstehen. Es entsteht ein Art Tauziehen um die Energie der Klarheit. Das Ergebnis ist, dass Erinnerungen gemischt werden. Es scheint, wie eine OOBE und dann drängen sich wieder Trauminhalte auf. Im Nachhinein fragt man sich dann, war das ein Klartraum oder eine OOBE?

Klarheit als Ergebnis der Energie.

Ein Klartraum ist ein Traum, in dem der Träumer erkennt, dass er träumt und fähig ist, die Kontrolle über den Traum zu übernehmen. In seiner unbewusstesten Form, besitzt der Träumer Handlungskontrolle, ist aber nicht klar. In einer anderen Ebene besitzt er Klarheit, ist aber nicht in der Lage, den Traum zu kontrollieren. Auf einer höheren Ebene des Klartraums, besitzt der Träumer Klarheit und kann den Traum kontrollieren. Auf dieser Ebenen ist es für den Träumer möglich, zu fliegen und die Umgebung zu verändern und zu neu zu erschaffen. Er kann jede Person herzaubern, die er sich vorstellen kann und in dieser Traumhaften Umgebung agieren.

Eine Technik des Klarträumens nennt sich WILD (wake-induced-lucid-dreaming) und gehört zu den klarheitsbewahrenden Techniken, bei dem man das Wachbewusstsein mit in den Schlaf nimmt. Der Träumer schläft ein, ohne das Bewusstsein zu verlieren. Diese Technik erinnert an die Austrittstechnik. Die Wahrnehmungen eines WILDs kann so real wirken, dass es nicht möglich ist, zwischen Traum und Wirklichkeit zu unterscheiden. Ein Ereignis, welche häufig vorkommt, nennt sich Falsches Erwachen und bezeichnet das Erwachen innerhalb eines Traumes, welches meist nicht als Traum erkannt wird. Die einzige Möglichkeit zu erkennen, ob man wach ist oder träumt, ist dann mit einem Realitätstest (Reality Check kurz RC) zu testen, ob man sich im Traum oder in der Wachwelt befindet. 




Eine Anmerkung von mir: RCs in der OOBE waren bei mir bisher immer positiv. D.h. zumindest war ich nicht wach. Wie ein RC reagiert, kann immer auch von den Glaubessätzen abhängig sein. Leider kenne ich keinen RC, der Klarträume von OOBEs unterscheidet.

Ein WILD kann so real wirken, dass die Erfahrung nicht von der Wachrealität zu unterscheiden ist. Alle physischen Sinne sind vorhanden und erscheinen normal. Dinge wie Schwerkraft, Körpergefühl, Bewegungen, Hitze, Kälte, Freude, Schmerz, usw. können sich genauso anfühlen, wie im Wachleben. Alle Träume, Klarträume und Trübträume benutzen das Traumbewusstsein und die dazu gehörigen physischen Regionen im Gehirn auf wissenschaftlich nachweisbare Weise. Im Gegensatz zu OOBEs, die nicht mittels EEG nachgewiesen werden können, so wie das im Fall der Luziden Träume möglich ist. Also was ist der Unterschied zwischen einem Klartraum und einer außerkörperlichen Erfahrung?

In einem Luziden Traum verbraucht die Klarheit des Träumers die endlichen Energie-Ressourcen, während bei einer OOBE die Klarheit aus dem zweiten Bewusstsein entsteht. Die Erinnerung aus dem Traum ist meist präsenter. Dieses erklärt sich aus der engen Verbindung zwischen physischem Gehirn und Geist. Also was führt zu einem bewussten Austritt in eine OOBE?

Durch eine gezielte Provokation des Austritts wird alle verfügbare Energie, die für die Klarheit nötig ist, in das zweite Bewusstsein geschleust, während gleichzeitig das Traumbewusstsein unterdrückt wird. Dadurch bist du in der Lage, lang anhaltende sehr klare Klarheit zu erzeugen, die sich von der, der Luziden Träume, unterscheidet. Ob ein Erlebnis als Klartraum oder als OOBE wahrgenommen wird, hat weniger damit zu tun, welches Bewusstsein aktiv ist, sondern mehr mit der Erinnerungsfähigkeit nach dem Aufwachen zu tun.

Sind deine Erinnerungen ausschließlich Erinnerungen des zweiten Bewusstseins oder wurde sie vom Traum verzerrt? In welchem Umfang wurden diese Erinnerungen gefiltert und interpretiert? Welche Glaubenssätze besitzt du und welchen Zugang zu deinen Erinnerungen ermöglicht dir dein Unterbewusstsein? Diese ist ein Modell der Beziehung von Traum und OOBE, welches eine Möglichkeit zu einem Verständnis darstellt. Es stellt sich die Frage, wie frei der „Speicher“ von Traumelementen sein muss, bevor ein Erlebnis als OOBE betrachtet wird? Jeder muss sich das letztlich selbst beantworten und sollte dazu Logik und den gesunden Menschenverstand nutzen.

Um so mehr Erfahrungen du sammelst und je mehr Energie in deinem zweiten Bewusstsein gesammelt wird, desto stärker wird deine OOBE Erinnerung werden und desto leichter wird es sein, Träume von außerkörperlichen Erfahrungen zu unterscheiden. 


Je nach Mensch gibt es unterschiedliche Zeichen, die einen Traum und eine OOBE unterscheiden lassen. Z.B. Vibrationen während des Austritts oder Schwierigkeiten innerhalb der „Traumumgebung“, in der trotz Klarheit, eine Einschränkung der Traumkontrolle statt findet. Dieses kann dir helfen auf eine OOBE zu schließen. 

Die große Herausforderung kommt erst, wenn du eine Mischung aus Zeichen- wahrnimmst, wenn einige Merkmale zu einem Traum und einige Merkmale auf eine OOBE weisen. Angesichts der Dualität der Projektion, wo das Traumbewusstsein die OOBE Erinnerung beeinflusst, entsteht manchmal ein bunter Strauß von Erinnerungen. Natürlich ist die zuverlässigste Art, um eine OBE zu validieren, einen voll bewussten Austritt zu erleben.

Wie Realitäts-Schwankungen sich auf das Traumbewusstsein beziehen.

Wie sind Realitäts-Schwankungen einzustufen die auftreten, wenn die Echtzeitzone nicht exakt widergespiegelt wird? Das Traumbewusstsein beeinflusst die Qualität der OOBE, wenn es aktiv wird. Um so aktiver das Traumbewusstsein ist, um so stärkere Schwankungen entstehen. Die Realitäts- Schwankungen werden stärker, wenn der zweite Körper sich in der Nähe des physischen Körpers befindet. Versuche dich von deinem physischen Körper weg zu bewegen, um dieses zu vermeiden.

Es gibt ein paar Dinge, die helfen können, den Beginn der Realitäts-Schwankungen zu reduzieren Es ist ratsam, sich mehrfach auf ein Körperteil, wie auf die Hände zu konzentrieren, um das Bewusstsein zu stabilisieren. Dies scheint eine kleine Schockwelle in das Bewusstsein des physischen Körpers zu projizieren, welches sich auf die Konzentrationsfähigkeit des zweiten Bewusstseins auswirkt.

Es ist sehr einfach, während einer OBE in einen traumartigen Zustand zu rutschen, dann verlierst du den Überblick über das, was du tun wolltest. Konzentriere dich nicht zu lange auf ein Objekt und bleibe in Bewegung. Wenn du mehr Erfahrung hast, wirst du erkennen, wenn solche Realitätsschwankungen auftreten. Das ist ein Zeichen dafür, dass der physische Körper in eine tiefere Ebene des Schlafes fällt. An diesem Punkt ist es ratsam die OOBE bewusst zu beenden um einen Erinnerungsverlust zu vermeiden.

Anmerkung zum Text:

Dieses Modell von Robert Bruce, ermöglicht eine Interpretation wie Traum und OOBE im Zusammenhang stehen können. Man sollte jedoch in Betracht ziehen, dass es nur ein Modell ist und die Realität möglicherweise anders verläuft. Das gleiche gilt auch immer für meine Aussagen hier oder anderswo, betrachtet meine Aussagen als lautes Denken, welches den Anspruch hat meine Gedanken mit euch zu teilen. 

Zumindest ergibt sich so für mich ein Anhaltspunkt, warum sich momentan Klartraum und OOBE bei mir beißen, vielleicht bin ich in einer Art Übergangsphase. Mein Schattengedächnis ist noch zu schwach, um sich gegen das Traumgedächnis durchzusätzen und es fehlt an Energie die für die Klarheit benötigt wird.

Damals als ich einigermaßen regelmäßig meine OOBEs hatte, war ich im Klarträumen noch nicht soweit fortgeschritten, wie ich es heute bin. Vielleicht ist das wie ein Übergang von Kraftsport zu Ausdauersport, um es mal mit einer Metapher zu sagen. Da kann man voher Gewichte ohne Ende gestemmt haben, einen Marathon kann man trotzdem nicht laufen, weil man einen anderen Bereich trainiert hat.

Eins noch zu den Realitätsschwankungen. Im Klartraum verhält es sich oft so, dass es Schwankungen von Klarheit zu Trübheit gibt. Es gilt diese trüben Phasen zu überwinden. Mir helfen da RCs und mit etwas Glück und Übung gerät man wieder in eine klare Phase. Ich kann deshalb den o.g. Tipp, die Erfahrung immer bewusst zu beenden, nicht unbedingt teilen. Es geht wohl auch darum diese Phase zu überstehen und dieses sicher zu beherrschen und auch zu erkennen wann es passiert. Natürlich gibt es Erfahrungen die man nicht vergessen will und da macht das natürlich auch Sinn sofort aufzuwachen.

Kürzlich hatte ich eine sehr interessante Unterhaltung mit einem Klarträumer der die OOBE-typischen Phänomene ebenfalls kennt, die Erfahrung dennoch als Traum bezeichnet. Für mich ist ein deutlicher Unterscheidungspunkt, dass ich die Energiephänomene wie Schwingungen, etc. deutlich während der Wachseins wahrnehme und ich mir sicher bin, dass es sich nicht um ein falsches Erwachen handelt. Meditationspraktiken und Energiearbeit verstärken diese Phänomene bei mir und dabei bin ich ja wach. Und dazu meinte er, warum es sich denn trotzdem nicht um ein und das gleiche Phänomen handeln könnte. Warum kann Schlaf oder eine hypnagoge Phase nicht während des Wachseins statt finden? Das klingt erstmal paradox, sollte aber mal durchdacht werden.

Das hat mich seit langem einmal tatsächlich zum Zweifeln gebracht, ob es sich um unterschiedliche Phänomenen handelt oder das gleiche Phänomen ist. Zumindest gibt es so etwas wie verschiedene Stufen des Klartraums und dann bleibt ja auch noch die Frage offen, wo und an welcher Stelle die Erfahrung Substanz hat und in wie weit sich diese Substanz bis ins Wachleben ausbreitet. 

Die Definition Traum und auch Klartraum ist in meiner Welt bereits damit besetzt, dass es sich um eine Erfahrung handelt, die ausschließlich im eigenen Gehirn statt findet und damit nicht ausreicht, um jedes dieser Phänomenen zu beschreiben. Deshalb finde ich es persönlich passender, auf ein anderes Wort auszuweichen, als diese Erfahrung ebenfalls als Klartraum zu betrachten. Falls man das jedoch tut, benötigt man verschiedene Abstufungen und man muss sich fragen, warum die Traumwelt trotz glasklarer Klarheit nicht kontrollierbar ist. 

Community 

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Unterschied zwischen Klartraum und OOBE  

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