Montag, 28. März 2016

Enneagramm I Einführung

Eine Möglichkeit die eigenen Verhaltensmuster bewusst zu durchschauen, ist mit dem Enneagramm möglich. (Ennea=griechisch Neun) Enneagramm kann mit Neunerfigur oder Neuenermodell übersetzt werden. Das Enneagramm ist ein Model von 9 Persönlichkeitsmustern und wird durch das folgende Symbl dargestellt. Was das Symbol zu bedeuten hat, erkläre ich später.



Die ersten Ursprünge stammen vermutlich aus mündlichen Überlieferungen vor 3000 Jahren. Der spirituelle Lehrer Gurdjieff brachte das Enneagramm in den 1920er Jahren in den Westen. Damals handeltet es sich noch nicht um ein psychologisches Model, sondern um eine Hilfe zur spirituellen Entwicklung, die auf die Sufis zurückgeht. Der Sufismus ist eine mystische Strömung des Islams.

Das Enneagramm fand den Einzug in die Psychologie in den 1950er Jahren mit dem bolivianischen Philosophen Oscar Ichazu, der das Enneagramm als Grundlage seines Systems menschlicher Entwicklung verwendete.

Anfang der 1970er Jahre, lernte der chilenische Psychiater Claudio Narancho, das Enneagramm bei Oskar Ichazu kennen. Narancho der als Bewusstseinsforscher und Psychiater im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung und Persönlichkeitstypologie forschte, war der Erste, der das Enneagramm mit einem neuzeitlich psychologischen Konzept verband und die Typenbeschreibung genau und vollständig ausarbeitete. Er war der erste Wissenschaftler der umfassende Tests, sogenannte Panel Interviews mit einzelnen Vertretern der Typen durchführte. Er verknüpfte das Enneagramm mit dem DSM einem Klassifizierungssystem der amerikanische Psychiater Vereinigung.

Das Enneagramm wurde von weiteren Autoren wie Helen Palmer, Richard Riso, Richard Rohr und Anderas Ebert kontinuierlich weiter entwickelt und verbreitet. Die Hauptthemengebiete befinden sich im Bereich der Spiritualität und der Psychologie und findet Verwendung in der Persönlichkeitsentwicklung, der Seelsorge, im Coaching, und der Mediation in Teams.

Es handelt sich um eine Art Landkarte, die 9 unterschiedliche Persönlichkeitsstrukturen beschreibt. Mit Hilfe des Enneagramms kann ich lernen, mich und andere Menschen besser einzuschätzen und die Beweggründe zu erkennen, warum ich und andere auf eine bestimmte Art und Weise handeln.

Das Enneagramm ist ein Model. Der polnische Linguist Alfred Korzybski sagte einmal zum Umgang mit Modellen, „The map ist not the territory“ also die Landkarte ist nicht die Landschaft. Aber wenn die Landkarte der Struktur der Landschaft ähnelt, dann ist sie brauchbar. 
 
Also Landkarten sind sinnvoll, sie ersetzten aber nicht die Realität. Landkarten sind immer nur Modelle der Realität. Man sollte deshalb auch immer im Kopf behalten, dass es sich um ein Model handelt. Bei der Typisierung mit Hilfe des Enneagramms soll es nicht darum gehen, Menschen in Schubladen zu stecken. Es handelt sich um ein Werkzeug zur Erkenntnis und Erkenntnis benötigt immer eine gewisse Offenheit für das was auftaucht. Eine Schublade wäre etwas geschlossenes.

Modelle machen uns ganz gezielt auf bestimmte Phänomene aufmerksam, die wir ohne die Brille des Models vielleicht nicht erkannt hätten. Modelle können uns helfen auf trickreiche Art und Weise, mit unserem Unbewussten zu arbeiten. Das Enneagramm ist ein Werkzeug, wie die Meditation oder der Traum, und eine Möglichkeit, um zu mehr Selbsterkenntnis zu finden.

Es gibt im Enneagramm die Typen 1-9. Mein erster Kontakt mit dem Enneagramm hat vor ungefähr ein eineinhalb Jahren statt gefunden. Ich bin eine 5.

Das Hörbuch, welches ich mir damals zugelegt hatte, zog mich wochenlang in einen Bann, nachdem ich dort um ersten Mal erlebt hatte, dass mich jemand zutreffend beschreibt und mir dabei auch noch eine stimmige Erklärung liefert, warum ich so bin. Viele Verhaltensweisen waren mir damals noch nicht bewusst. Diese Erkenntnis hat mich sehr erstaunt, tief berührt, und einen inneren Frieden hergestellt. Ich dachte, wie konnte mich ein andere Mensch nur so zutreffend beschreiben. Das hätte ich selbst nicht mal gekonnt.

Im ersten Schritt, hat die Erkenntnis mir geholfen, mich erst mal so wie ich bin anzunehmen, ohne mich als Außenseiter zu fühlen. Das mein Muster eine übliche Strategie, eine von 9 ist, hat mich beruhigt, da ich immer dachte, ich bin ein bisschen anders als andere Menschen und das immer als Defizit empfand.

Ich als Enneagrammtyp 5, habe das Grundbedürfnis alles verstehen zu wollen. So könnt ihr euch vielleicht auch erklären, warum ich in meinem Blog versuche das unbeschreibliche bzw. bisher unbeschriebene und unerforschte Phänomene zu beschreiben. Gerade weil die Traumforschung noch in ihren Kinderschuhen steckt, finde ich das Thema interessant. Das ist einmal ein innerer Drang, der wohl auch mit der Evolution zu tun hat, aber auf der anderen Seite, bedeutet das Verstehen für mich auch Sicherheit. Gerade im Bereich der Spiritualität, in der es darum geht, in den inneren Abgrund des nicht Wissens zu springen, bereitet mir mein Muster daher immer wieder Schwierigkeiten, vielleicht mehr als bei anderen Typen. Es geht ja gerade darum, aus dem Kopf raus zu gehen aber dieses Bedürfnis ist bei mir sehr dominant. 
 
Auch hält mein Bedürfnis nach Traumkontrolle mit den Spiegel vor. Und an der Stelle wo das Unbewusste nicht mitspielt, kann es vielleicht darum gehen, sich eben auf eine unkontrollierte Variante der Traumarbeit einzulassen.

Im zweiten Schritt, habe ich dann die anderen Enneagrammtypen studiert und Freund, Freunde, Familie, Eltern, Kollegen und auch Mitträumer darin entdeckt. Das empfand ich gerade bei den Personen, mit denen ich Konflikte hatte, als sehr bereichernde Einsicht. Diese Erkenntnis hat mir viel Verständnis für andere Menschen gebracht und hat meine Wut auf Konfliktpartner in Verständnis und Mitgefühl gewandelt.

Seitdem verstehe ich, dass Menschen bedingt durch ihr Erleben, gar nicht anders reagieren konnten und nur unter gewissen Umständen ein flexibles Verhalten zeigen können. Dieses Verständnis ermöglicht mir, mich besser auf meine Mitmenschen einstellen zu können und ihre Muster und Denkweisen zu berücksichtigen. Ich verstehe nun auch, warum es gewissen Menschen schwer fällt, alte Denkkonzepte hinter sich zu lassen, während andere Menschen mehr Offenheit für Neues zeigen können. Aber dazu später mehr.

Im dritten Schritt, erst nachdem ich mich angenommen hatte wie ich bin, gehe ich nun dazu über, meine Muster etwas zu lockern. Besonders Hilfreich sind dazu auch die negativen Aspekte des Musters. Es geht dann darum meine Verhaltensmuster kritisch zu betrachten und mich in jeder Situation zu fragen, ob ich zwanghaft innerhalb meines alten Musters reagieren muss oder ob ich mal ein anderes Verhalten wagen könnte. Die Beschäftigung mit dem Enneagramm ist also ein Prozess. Man kann sich sehr oberflächlich mit diesem Model beschäftigen und erfahren dass es unterschiedliche Wahrnehmungen gibt und manchen Menschen genügt dieses. Man kann sich aber auch sehr tiefgründig mit dem Enneagramm beschäftigen und tiefgreifende Verhaltensänderungen bei sich selbst bewirken. Und los gehts.

Die Grundenergien

Das Enneagramm ist um drei zentrale Grundbedürfnisse konstruiert. Das Bedürfnis nach Liebe, nach Sicherheit und nach Autonomie. Diesen drei Grundbedürfnisse werden drei Grundenergien zugeordnet.

Herzenergie – Liebe.
Typ 2, 3 und 4

Bauchenergie – Autonomie
8, 9 und 1

Kopfenergie – Sicherheit
Typ 5, 6 und 7

Es herrscht eine Spannung zwischen diesen drei Grundbedürfnissen. Bauchgefühl, Herzgefühl und Kopf widersprechen sich häufig. Das Enneagramm beschreibt welche Energie bei einem Menschen am dominantesten ist. Ihr könnt jetzt zum Beispiel einmal für euch überlegen, ob ihr eher ein Herzmensch, ein Kopfmensch oder ein Bauchmensch seit. Dieses kann euch bereits einen Hinweis auf euren Enneagramm Typen liefern. 

Im Enneagramm gibt die Typen 1-9. Diese sind absichtlich nur mit einer Ziffer bezeichnet, damit dadurch keine Bewertung in gut und schlecht geschieht. Wahrscheinlich werdet ihr bestimmte Typen sympathischer finden als andere. Aber wenn ihr euch ausgiebig mit den 9 Typen beschäftigt, werdet ihr erkennen, dass jeder Typ positive und negative Eigenschaften besitzt und kein Typ besser oder schlechter ist, als der andere. Ob ihr einen Typen sympathischer findet, als einen anderen hat alleine mit eurer subjektiven Wahrnehmung und mit euren Erfahrungen zu tun. 

Ich beschreibe gleich die 9 Typen ganz kurz und vielleicht kommen euch bestimmte Verhaltensweisen von euch selbst oder anderen Personen bekannt vor. Manche von euch möchten sich dann evtl. schon darauf einlassen und erkennen schnell: Ja das bin ich. Andere möchten und können sich vielleicht noch gar nicht festlegen. Hier also zu den 9 Typnen. 

Ich muss alles richtig machen,
damit ich geliebt werde.

Die Eins ist ein Perfektionist. Sie ist Pflichtbewusst und Ordentlich. Sie möchte alles Richtig machen. Sie strebt zur Wahrheit und zur Gerechtigkeit. Sie ist überlegt und vernünftig und deshalb auch nicht so spontan, wie andere Menschen. Sie mag Regeln und feste Strukturen. Das Streben nach Perfektion führt dazu, das Einser sehr kritisch mit sich selbst und anderen Menschen umgehen. Einser loben daher selten. Kritik verstehen sie jedoch meist als Versuch die Welt besser zu machen. Einser ordnen sich Autoritäten unter. Die Eins ist ein sehr kontrollierter Mensch, der seine Emotionen selten offen zeigt. Einser entscheiden sachlich.

Wie gehen Einser mit neuen Denkmodellen um?

Einser haben Schwierigkeiten sich auf neues einzulassen und halten an alten Dogmen fest. Da sie sehr rechthaberisch sind, kann es sein, dass sie lautstark ihre Sichtweise verteidigen. Für eine Eins wird es deshalb schwierig sein, das alte Weltbild über den Haufen zu werfen. Einser haben oft keinen guten Zugang zu Emotionen. Um den Energiekörper wahrnehmen zu können, können Einser damit beginnen, ihre Emotionen wieder zu fühlen. Zum Fühlen der Emotionen habe ich ebenfalls einen Artikel geschrieben. Einser können sich im Klartraum auch spielerisch mit ihren Emotionen auseinander setzten. Vor allem Wut scheinen Einser häufig nur in einer unterdrückten Form zu kennen. Interessant ist auch der Zusammenhang von Emotionen und Chakren. Wo an meinem Körper fühle ich welche Emotion? Mein Zugang zu Shared Dreams hat mit der Wahrnehmung des feinstofflichen Körpers zu tun. Eine Eins die den feinstofflichen Körper aber nicht fühlen kann, weil sie erstens abstreitet dass es so was gibt und zweitens ihre Emotionen nicht fühlt, wird diesen Weg vermutlich nicht gehen können. Entweder muss sie an sich arbeiten oder einen anderen Weg gehen. Ich bin sicher dass es viele Wege gibt. 

Ich muss mich um die Bedürfnisse Andere kümmern, um geliebt zu werden.

Zweier sind sehr hilfsbereite Menschen. Sie sind ideal in helfenden Berufen untergebracht. Sie interessieren sich sehr für andere Menschen und erkennen deren Bedürfnisse. Zweien symbolisieren die Mutterfiguren unter den Enneagramm Typen. Die zwei sorgt gerne für eine gemütliche Atmosphäre und gibt gut gemeinte Ratschläge. Sie geben alles was sie haben und zeigen sich oft selbstlos. Oftmals leiden sie an einem Helfersyndrom und sind daher die idealen Kandidaten für einen Burnout. Sie geben häufig so viel bis nichts mehr da ist. Die Zwei benötigt Dankbarkeit, fordert eigene Bedürfnisse jedoch selten ein. Wenn Zweier ausgenutzt werden, können sie ungerecht und zornig werden. Zweier entscheiden mit Rücksichtname auf menschliche Bedürfnisse.

Zweier würde ich die nötige Offenheit zutrauen. Die zwei wird vermutlich in ihrem spirituellen Ego sehr damit beschäftigt sein, anderen Menschen zu helfen und Selbstlosigkeit mit spiritueller Entwicklung verwechseln. Es ist für die zwei Schwierig eigene Bedürfnisse zu erkennen. Ich kann mir vorstellen, dass auch die Eigenschau deshalb boykottiert wird. Wo andere Muster sich zu sehr in den Schmerzkörper verstricken, sollte sich die Zwei vielleicht mehr um die Not des inneren Kindes kümmern und lernen eigene Bedürfnisse auf dem Marktplatz des Lebens zu zeigen. Zweier können den Klartraum nutzen, um eigene Bedürfnisse auszudrücken. Zum Beispiel kann die zwei ihren Mitmischen im Traum mitteilen was sie sich wünscht und was sie braucht. Bei der zwei ist das Herzzentrum am stärksten entwickelt, deshalb haben Zweier wahrscheinlich einen guten Zugang zum Herzchakra, was eine Möglichkeit darstellt, sich darauf zu zentrieren.

Ich bin nur etwas Wert,
wenn ich etwas leiste.

Dreier sind Erfolgsmenschen. Sie haben meist einen großen Freundes- und Bekanntenkreis und sind Netzwerker. Dreier zeigen eine hohe Leistungsbereitschaft und besitzen viel Energie. Sie sind die idealen Mitarbeiter einer Firma. Die Drei entscheidet schnell und erfolgsorientiert. Das wichtigste für sie ist, gut anzukommen und dafür tut sie alles. Die Drei kann sich sehr gut an gegebene Situationen anpassen und weiß genau, wie sie sich verhalten muss, damit ihr Verhalten Anklang findet. Dreier wissen, dass es am besten für sie ist, im Konfliktfall sachlich zu bleiben.

Dreier verhalten sich sehr fleißig in der spirituellen Praxis. Es geht aber nicht darum, eine Leistung nach Außen zu zeigen. Das Nichtstun, die Langeweile und die Angst vor dem Versagen ist für eine Drei vermutlich schwierig aber heilsam. All das kann ausgefühlt werden. Die Drei sucht nach Anerkennung und wächst dadurch, dass sie sich Selbst annimmt und anerkennt. Bei der Traumarbeit sollte die drei den Leistungsgedanken verwerfen und sich mit der eigenen Intuition beschäftigen. Ob man nun einen Klartraum hat oder nicht, hat nichts mit der eigenen Leistung zu tun, sondern mit den höheren Selbst, welches dir einen Klartraum schenkt oder auch nicht. Im Herzzentrum welches bei der drei blockiert ist, ist die Intuition zu finden. Wenn die Drei sich durch Chakrameditation einen Zugang zum Herzen verschafft, kann sie ihre innere Stimme vermutlich besser hören und findet Zugang zur Intuition (Herzintelligenz). Dann kann sie die starke Außenorientierung vielleicht etwas zurückschrauben und sich besser auf sich zentrieren.


Ich fühle mich verlassen.
Ich werde gemocht, wenn ich besonders bin.

Vierer sind teilweise melancholisch und neigen zur Dramatik. Sie sind sehr kreative Menschen. Sie haben oft ausgefallenen Hobbys oder eine andersartige Extravaganz, mit der sie sich aus der Masse heben und vom Durchschnitt, abgrenzen möchten. Vierer sind Individualisten und Nonkonformisten. Die Vier ist häufig sehr mit ihrem eigenen Leid beschäftigt und fühlt sich unverstanden. Vierer sind sehr sensible und emotionale Menschen. Sie haben das Gefühl, dass Niemand so tief empfindet wie sie. Die Vier gehört zu den außenorientierten Typen. Im ständigen Blick auf die Anderen versuchen Vierer ihre Identität in der Abgrenzung zu anderen Menschen zu finden.

Die Vier verstrickt sich vermutlich schnell in ihren Schmerzkörper. Für die Vier ist es evtl. eine Lösung ihr Schicksal zu akzeptieren und den Verlust den sie erlebt hat, einmalig vollständig auszuführen, sich dann aber von ihrem permanent wiedergekäuten inneren Schmerz zu befreien. Die Vier ist sehr empfindsam und vermutlich hervorragen in der Lage ihre Chakren zu spüren und Mitgefühl für andere Menschen entwickeln zu können. Das Leid der Vier gehört zu ihrem Ego. Wer sein Ego loslassen möchte, muss auch die Identifikation mit dem Leid loslassen. Da die Vier nah an ihren Emotionen ist, hat sie vermutlich einen guten Zugang zu ihrem feinstofflichen Energie System. 
 
Ich bin nicht erwünscht.
Verstehen bedeutet Sicherheit.

Fünfer beobachten und analysieren gerne. Sie mögen Sachlichkeit und systematische Denkweisen. Sie besitzen ein großes Fachwissen, oftmals zu Nischengebieten. Fünfer benötigen lange Zeit um Entscheidungen zu treffen, weil sie erst alle Fakten sammeln müssen, um alle Aspekte miteinander zu vergleichen. Erst dann kann die Fünf eine gute Entscheidung treffen. Fünfer sammeln gerne etwas, vor allem sammeln sie Wissen. Sie brauchen ihren Rückzug, aus dem sie neue Energie schöpfen. Fünfer sind im Konfliktfall sachlich und können sich gut in verschiedene Perspektiven begeben, weil sie durch Beobachtung viel Verständnis für andere Menschen entwickelt haben. Fünfer haben häufig Schwierigkeiten ihre Emotionen offen zu zeigen. Sie sind unflexibel und unspontan.

Fünfer müssen vom Denken ins handeln kommen. Der Sprung ins Unbekannte kann für sie heilsam sein. Fünfer können sich einen Zugang zum Energiekörper verschaffen, indem sie das Fühlen neu entdecken. Fünfer entwickeln Freiheit auf dem Marktplatz des Lebens indem sie zb. blind der Intuition (Herzintelligenz) folgen und die angsterfüllten Stimmen des Kopfes als Gedanken erkennen.

Ich kann Niemandem vertrauen.
Ich bin nicht sicher.

Bei der Sechs gibt es zwei verschiedene Ausprägung. Die phobische Sechs ist ängstlich und unsicher. Sie sucht deshalb Sicherheit und Vertrauen in stabilen Personen oder orientiert sich stark an Regeln und Gesetzten, die ihr Sicherheit vermitteln. Es ist ihr sehr wichtig, dass Autoritäten Verlässlichkeit bieten. Die phobische Sechs mag keine Veränderungen oder Erneuerungen. Sechsern fällt es schwer, Entscheidungen zu treffen und sitzen diese gerne aus.

Die kontra phobische Sechs ist genauso wie die phobische Sechs, von der Angst getrieben. Doch diese Sechser Variante zeigt ihre Angst nicht offen. Die kontra phobische Sechs zeigt ein rebellisches Verhalten oder lebt sehr abenteuerlich. Sie tut dieses um gegen ihre eigene Angst zu kämpfen.

Die Sechs wird neuen Denkmodellen aus Prinzip skeptisch gegenüber stehen. Da sie sich nach Sicherheit sehnt, wird sie sie kaum auf neues einlassen. Da die Sechs sich an Personen orientiert die Sicherheit versprechen, kann ein spiritueller Lehrer evtl. Abhilfe schaffen. Da die Sechs Angst hat zu versagen, fällt es ihr natürlich schwerer etwas völlig Neues auszuprobieren, wenn sie nicht mal sicher sein kann, dass das Unternehmen von Erfolg gekrönt sein wird. Ein neues Weltbild bietet keine Sicherheit. Die Sechs leidet unter Versagensangst und wird vermutlich erst gar nicht beginnen für etwas nicht greifbares wie Meditation, Traumarbeit, etc. zu trainieren.
Wenn man das aber weiß, dann kann man gerade deshalb mal etwas neues wagen um die alte Verhaltensschublade zu verlassen.

Ich werde für Positivismus geliebt.

Siebener sind Genussmenschen und sind der Inbegriff der Lebensfreude. Sie verfügen über eine enorm positive Einstellung zum Leben und haben viel Energie für verschiedenste Aktivitäten.
Sie sind gerne in Gesellschaft von anderen Menschen und lieben daher Partys.
Sie sind meist sehr auf das Außen bzw. auf Äußerlichkeiten fixiert. Sie möchten sich nicht mit ihrem emotionalen Schmerz auseinandersetzten und halten dieses für Zeitverschwendung. Daher haben sie auch wenig Mitgefühl für die emotionalen Bedürfnisse anderer Menschen. Siebener geben gerne den Ratschlag einfach positiv zu denken. Sie besitzen die Fähigkeit zu planen und verhalten sich in Konflikten sachlich und selbstbewusst.

Siebener wachsen indem sie sich mit ihren Emotionen und ihrem Schmerz beschäftigen. Dadurch entwickeln sie Mitgefühl für sich und andere Menschen. Nach innen schauen kann man aber nur, wenn man die ständigen Aktivitäten reduziert. Vielleicht ist einen Konfrontation mit dem Gefühl der Langeweile heilsam. Siebener verfolgen im Klartraum vermutlich spaßorientiere Handlungen. Diese könnten ja statt dessen mal eine Unterhaltung mit dem Unbewussten anregen.

Ich kann von anderen nichts erwarten, denn ich wurde enttäuscht.
Deshalb mache ich alles selbst.

Achter sind die geborenen Anführer. Sie stehen für Gerechtigkeit ein und beschützen Schwächere. Sie sind robust, kämpferisch und zielstrebig. Sie besitzen ein ausgeprägtes schwarz-weis denken und treffen deshalb eindeutige Entscheidungen. Wenn die Acht nicht in der Führungsposition ist, gibt es immer wieder Machtkämpfe mit dem Chef einer Institution, um die Rangordnung. Achter zeigen keine Schwäche. Sie lieben es in der Opposition zu sein und kämpfen manchmal nur zum Vergnügen.

Achter haben Schwierigkeiten ihre Schwächen und Schatten anzuschauen. Sie können wachsen, indem sie ihre harte Schale als Fassade und Abwehr erkennen. Sie sollten sich mit ihren inneren Kind beschäftigen und Mitgefühl für sich und andere entwickeln. Achter sollten sich mehr auf ihr inneres besinnen und den Mut entwickeln, sich anderen mitzuteilen und Ängste und Schwächen offen zu zeigen.

Ich darf meine Bedürfnisse und Gefühle nicht zeigen, weil das die Harmonie zerstört.

Neuner sind sehr genügsam und bescheiden. Sie sind freundlich und meist ruhige Menschen. Neuner haben die Fähigkeit, sich in alle Perspektiven zu begeben. Dadurch besitzen sie Verständnis für unterschiedlichste Situationen und Bedürfnisse, haben dann aber andererseits auch Schwierigkeiten Entscheidungen zu treffen, sich zu positionieren und Prioritäten zu setzen. Neuner haben die Fähigkeit zu entschleunigen. Die Neun strebt nach Harmonie und vermeidet Konflikte. Sie neigt zur Trägheit und fürchtet in einen Konflikt zu geraten, wenn sie aktiv wird und einen Standpunkt einnimmt.

Neuner haben viel Verständnis für andere Menschen, aber sie sollten auch in sich selbst rein hören, was sie selbst brauchen und dieses mitteilen. Neuner haben vermutlich Schwierigkeiten sich für ein Weltbild zu entscheiden. Evtl wechseln sie zeitweise zwischen esoterisch und exoterisch. Daher der Tipp: Frage dich: Was will ich erreichen und welches Weltbild ist da für mich entwicklungsfördernd? Wer Telepathie lernen möchte, dem steht ein rein wissenschaftliches Weltbild nunmal im Weg. Neuner könnten ihre mangelnde Durchsetzungsfähig im Klartraum üben und schauen, wie es sich anfühlt, dass sie selbst für sich eintreten. 


Sonntag, 31. Januar 2016

Magst du eigendlich Oliven?


Ich hatte kürzlich einen Gedankengang wie das mit der Zeitwahrnehmung so sein könnte, wenn ich einmal annehmen würde, dass Zeit Illusion ist. Auslöser waren Aussagen zb. von Eckart Tolle – Leben im Jetzt und ich fragte mich, was ist denn nun das Jetzt? Und wie kommt man da hin und kann man überhaupt ohne Beziehung auf die Vergangenheit leben? Heute erzähle ich eine abstrakte Geschichte über eine Olive und das Jetzt. Es ist nur meine persönliche Wahrheit und ihr solltet vor jedes IST ein IN MEINER WELT setzten.

Ein Konflikt machte mich aufmerksam, dass ich mich am Tag nach dem Konflikt immer noch auf den vorigen Tag bezog und annahm das Gegenüber müsse mir noch nachtragend sein. Es gibt aber auch die Möglichkeit jeden Tag neu zu starten und sich nicht auf die Vergangenheit zu beziehen, so wie in dem Film, Täglich grüßt das Murmeltier. Das wurde mir bewusst und dadurch fing ich an darüber nachzudenken.

Wobei das auch irgendwie unlogisch erscheint, denn alles was ich heute zu sein scheine, in der Vergangenheit einstanden ist. Zumindest mein Ego. Mein Ego ist die Summe aus allen Erfahrungen und Konditionierungen.
Zur Bewusstwerdung gehört es, sein Ego zu durchschauen und sich somit von seinen zwanghaften Verhaltensmustern lösen zu können. Dann gelangt man zur Freiheit und erkennt, dass man selbst der Einzige ist, der sich einsperrt und je eingesperrt hat. Man ist in seinen eigenen Mustern gefangen solange diese Unbewusst sind. Und selbst wenn dir diese Muster bewusst werden, ist es möglich dass du dich gegen die Erkenntnis wehrst, um deine Identität nicht zu verlieren.

Jedenfalls hatte ich eine Unterhaltung mit meinem Freund über das Thema, der keine Oliven mag. Also nahm ich die Ablehnung von Oliven, wie ich hoffe, als Beispiel für eine un-emotionale und nicht existentielle Konditionierung, mit der man arbeiten kann, ohne dass das Gegenüber gleich allzu starke Abwehrreaktionen zeigen muss. Ich fragte meinen Freund: „Warum magst du keine Oliven?“ Und er sagte: „Ich weiß es nicht, ich mochte sie noch nie.“ Das wiederum widersprach meinem Weltbild, denn ich glaube, dass jegliches Verhaltensmuster und Vorlieben durch Lernverhalten gebildet wurde. Das kann natürlich auch bedingt durch meinen Beruf, der sich mit Konditionierungen beschäftigt, ein Egoanteil in mir sein.

Manche möge diese Vorstellung nicht, weil sie dann das Gefühl haben, nicht frei gewählt zu haben. Doch gerade in der Akzeptanz darin liegt die Freiheit. Was man gelernt hat, kann man auch wieder verlernen. So fragte ich, wenn du dich nicht auf die Vergangenheit beziehen würdest, würdest du dann Oliven anders beurteilen? Er zuckte mit den Schultern. Naja ihm war nur wichtig, dass sich keine Olive in sein Essen verirrte, aber nicht warum er sie nicht mochte. Für mich ist das Warum die allerwichtigste Frage.

Also nehmen wir mal an, jemand sagt, er mag keine Oliven und behauptet, er mochte sie noch nie. Derjenige erwacht aus dem Dornröschenschlaf der Unbewusstsheit, trifft eine Olive und schaut sie an. In dem Moment fragt er sich, warum mag ich eigentlich keine Oliven? Gehen wir mal davon aus, dass sein Muster das Verstehen wollen, wie bei mir ist. Es macht klick in ihm und er erinnert sich, warum er keine Oliven mag.

Als erstes fällt ihm ein, dass sie irgendwie säuerlich schmeckt und dann fällt ihm ein, dass er nix saures mag, weil er als Kind mal etwas saures gegessen hatte und ausgerechnet an dem Tag, war seine Mutter sehr wütend gewesen und hat ihn angeschrienen. Sie hat ihm gesagt er soll sein Essen aufessen, was er dann zwar tat, es ihm aber beinahe im Halse stecken blieb, weil er emotional zu getroffen war, um zu essen. Das hat ein schlechtes Gefühl bei ihm ausgelöst. Er vergaß diesen Vorfall nun. Seitdem verbindet er saure Dinge mit schlechten Gefühlen und eben auch mit Oliven.

Vielleicht gab es noch eine zweite Konditionierung, die die erste verstärkt hat. Ihm fällt ein, dass er sich mal an einer Weintraube verschluckt hatte. Sein Vater hat schnell regiert und ihn über Kopf gehalten und die Weintraube kam wieder raus. Was blieb war ein Schrecken. Oliven und Weintrauben haben eine ähnliche Form. So findet er Zitronen nicht so schlimm wie Oliven weil man sich nicht daran verschlucken kann. In der Olive ist eine zweifache Konditionierung enthalten, die sich verstärkt. So geschieht es auch häufig das auf frühe Kindheitstraumata wie zb. eine Frühgeburt eine spätere negative Konditionierung, die erste Erfahrung verstärkt und bestätigt.

Es könnten auch unzählige andere Ursachen gehabt haben. Das ist jetzt nur eine fiktive konstruierte Ursache. Eine von vielen Ursachen die möglich sind. Um die Ursache zu finden, sollte man nichts ausschließen. Man kann sein Unbewusstes fragen und es bitten einen Hinweis zu schicken. Dieser kann als Gedanke, im Traum, durch ein Gespräch, durch eine Meditation, ein Fernsehbericht, über Facebook oder sonst wie bei dir eintrudeln. Wie kann das sein? Naja alles ist miteinander verbunden. Wenn du dich darauf einlässt, kannst du es erfahren. Du musst offen sein für alle Kommunikationskanäle und es wirklich wissen wollen. Es dauert manchmal ein wenig. Manchmal muss man mehrmals fragen.

Wenn der Zugang zum Unbewussten geöffnet ist, kann die Erkenntnis sehr schnell kommen. Bei dem Erwachten nehmen wir mal an, ist der Zugang im Moment offen. Bei ihm läuft nun ein Film in einer hohen Geschwindigkeit ab. Er lacht über die Erkenntnis und erkennt zudem, dass die Abneigung gegen Oliven nur aus einer Reihe von Konditionierungen bestand und diese nach dieser Erkenntnis nun nichtig sind. Er lacht über die Erkenntnis und den Irrsinn, dass er immer geglaubt hat, er würde keine Oliven mögen, denn er erkennt, dass er Oliven noch nie zuvor un-konditioniert probiert hat.

Diese Erkenntnis ist möglich, wenn der Vorhang der Abwehr durchlässig ist. Nun bei einer Oliven Abneigung wird man wohl nur eine geringe Abwehr erzeugen. Abwehr wird erzeugt, wenn nicht genug Energie vorhanden ist, um mit einer Situation klar zukommen. Die Olive soll nur als Beispiel dienen.

Er erkennt, dass egal ob er gestern Oliven mochte, er jetzt erneut probieren muss, ob er Oliven mag. Dann findet im optimalen Fall eine Generalisierung statt und er erkennt, dass alles was er in der Vergangenheit erfahren hat, vergleichbar mit der Oliven Konditionierung ist. Das Aufwachen hat seine Energie erhöht und diese kann benutzt werden, um hinter den Vorhang zu schauen. Da er keine Abwehr mehr hat, kommen alle Erinnerungen zurück und es geht klick klick klick.

Er ist sprachlos über das, was sich alles auflöst. Und gerade diese Alltäglichkeit, finde ich wiederum interessant, weil viele Menschen ähnliche Muster besitzen. Wie könnte es anders sein, denn wir werden alle relativ ähnlich erzogen.

Besonders prägend war für mich eine Dokumentation über nicht sehende Menschen im TV. Ein junger Mann tippte mit seinem Stock auf dem Boden, um ein Geräusch zu erzeugen, welches er als ein Art Sonar verwendete. Zu Forschungszwecken über seine besondere Fähigkeit, wurden in einer Höhe von ca. 1,5 Metern geometrische Figuren an der Decke aufgehängt. Und nur an Hand des Klangs, der sein Stock auf dem Fußboden erzeugte, konnte der Mann erkennen, ob es sich um eine Kugel oder um einen Würfel handelte und wie groß das Objekt war. Nun das hat er sich selbst beigebracht und hat damit eine außergewöhnliche Fähigkeit erlernt, die unüblich in unserer Gesellschaft ist. Die meisten Menschen lernen nun mal immer wieder das selbe. In den Schulen lernen wir nach einem relativ einheitlichen Lehrplan. In der Familie gelten ähnliche Sozialformen. Und deshalb haben wir auch sehr ähnliche Verhaltensmuster in uns. Wenn ich nun zum Beispiel meine Angst vor Ablehnung oder mein Bedürfnis nach Anerkennung angeschaut habe, dann kann ich dieses Muster auch leicht in anderen Menschen erkennen. Und das Beispiel des Mannes macht mir auch nochmal deutlich, was wir alles lernen könnten, abseits der bestehenden Norm. So sind Außerköperliche Erfahrungen, Telepathie, etc. nicht mehr so unrealistisch. Es sind nur Fähigkeiten abseits der Norm und wir haben einfach nur eine wahnsinns Angst von der Norm abzuweichen.

Zurück zum Olivenbeispiel. Und als er dann frei ist, spielt Gestern keine Rolle mehr, denn er muss sich nicht mehr auf das Gestern beziehen, da er erkennt, dass er nur im jetzt eine objektive Entscheidung treffen kann, ob er Oliven mag oder nicht. Also bleibt ihm nur frei zu entscheiden, ob er Oliven mag oder nicht. Und diese Entscheidung kann unbeständig sein. Er kann sie jetzt mögen und ein andermal nicht. Und das widerspricht sich nicht mal. Das ist Freiheit. Er muss Oliven nicht mehr ablehnen wie früher. Es ist natürlich schwierig für die Menschen, die mit ihm leben und für ihn kochen. In ihrer Welt erwarten sie entweder, dass er Oliven mag oder nicht mag. Und dieses Hin und her verunsichert sie total. So wird er vermutlich zu dem Entschluss kommen, eine Rolle zu spielen, indem er einfach so tut, als ob er Oliven weiterhin nicht mag, um seine Umgebung nicht zu verunsichern. Allerdings nur solange er von seiner Umgebung abhängig ist, denn das ist ja auch nur wieder ein Muster.

Er versteht nun auch, warum andere Leute Oliven mögen oder auch nicht mögen. Er weiß vielleicht nicht den genauen Grund, aber wenn er sich mit jemandem unterhält ist der in der Lage denjenigen bis zu der Ursache seiner Konditionierung zu führen. Er hat es in sich selbst erkannt und erkennt, es deshalb auch in anderen Menschen. Er muss sich dann noch fragen ob er andere Menschen überhaupt zu ihren Konditionierungen führen soll. Denn das ist ja auch wieder nur ein Muster. Und er erkennt Annahme und Ablehnung nicht nur in einzelnen Menschen, sondern auch in vernetzten Systemen. Gesellschaftsphänomene werden durchschaut und er fällt nicht mehr auf Auslöser im Außen rein. Er kennt seine eigene Abwehrmechanismen und erkennt Abwehr nun auch in anderen.
Irgendwann kommt man vermutlich dahin, dass nichts mehr einen Sinn hat. Oder das man nur selbst den Dingen einen Sinn geben kann.

Weil er nun alles annehmen und anschauen kann, muss er nun nichts mehr ablehnen. Und weil er nichts mehr ablehnen muss, muss er auch nicht mehr in die Zukunft planen. Er muss keine Angst mehr vor Morgen haben. Er kann jeder Situation im jetzt begegnen und findet im jetzt eine Lösung.
Es gibt keine positiven und negativen Emotionen mehr. Jede Emotion ist gleichwertig. Nun muss er nichts mehr vermeiden um eine Emotion zu meiden. Dadurch verschwindet die Angst und alle Anspannung fällt von ihm ab. Ein Gefühl von Freiheit entsteht. Glaubenssätze werden erkannt und er kann sich in eigen konstruierten Glaubenssätzen verlieren und jederzeit einen anderen Glaubenssatz einnehmen. Personen werden wie Traumfiguren als Anteile des Selbst wahrgenommen. Die sinnliche Außenwelt ist ein Spiegel des selbst. Innen und Außen sind eins.

Trotzdem kann es passieren, dass dieser Zustand wieder verloren geht. Vielleicht, um eine Pause zu machen, um das heraufgeholte aus dem Unbewussten zu integrieren. Vielleicht, weil neue Energie nötig ist. Ich weiß es nicht. Ich weiß aber das mein höheres Selbst besser weiß was für mich richtig ist und vermutlich haben Phasen der Unbewusstheit einen Sinn. Das ist ähnlich wie wenn man unbedingt Klarträumen möchte, es aber nicht schafft. Unbewusstheit ist eine Schutzfunktion, die ihren Sinn hat, auch wenn das Wachbewusstsein dafür kein Verständnis hat.

Es gibt nebensächliche Erkenntnisse wie die mit der Olive und es gibt Muster, die sehr dominant und lebensentscheidend sind. Ich stelle mir vor, dass es ein Art Netzwerk aus Verstrickungen gibt. An den Knotenpunkten befinden sich Steine, die man umdrehen kann. Dreht man wichtige Steine um, wie zum Beispiel das Annehmen der Emotionen, insbesondere der Angst, drehen sich alle Steine in dem Netzwerk herum, die mit dieser Art der Angst zu tun haben, die man angeschaut hat. Deshalb schaltet man manchmal mehrere neue Wege frei. Jeder Stein der umgedreht wird, erzeugt Freiheit. Je nachdem wie prägend und existentiell eine Konditionierung war, um so schwerer ist es diese zu überwinden. Es reicht dann oft nicht, diesen Stein einmal umzudrehen. Oft ist auch irgendeine Form von Arbeit mit diesen Anteilen notwendig. Selbst wenn einem etwas bewusst ist, wirken die Konditionierungen noch. So kann eine Gegenkonditionierung mithelfen die alten Muster wackeln zu lassen. Vielleicht ist es auch eine Frage, wie viel Energie man zur Verfügung hat, die man auf einen bestimmten Stein richten kann. Manche Steine dreht man um und es entsteht eine Generalisierung, was bei Angst besonders praktisch ist. Eine Generalisierung ist ein Gedanke der, wenn dann sagt. Wenn ich die Oliven nicht mochte wegen dem Unfall mit den Weintrauben, dann mag ich vielleicht den Winter nur nicht, weil ich da oft krank war.

Ich denke das Emotionen solche zentralen Schaltstellen sind, mit denen jeder Mensch viele neue Wege frei schalten kann. Insbesondere die Angst. Nun könntest du ja mal mit einer völlig unwichtigen Vorliebe oder Abneigung beginnen, das Tor zu deinem Unbewussten zu öffnen. Magst du eigentlich Oliven? Oder Eis? Oder Gewitter? Oder das Meer?

Samstag, 16. Januar 2016

2020 - Die neue Erde

Ich bin durch die Empfehlung eines Freundes auf ein grandioses Buch gestoßen worden. 

 


Das dieses Buch kostenlos erhältlich ist, spiegelt die Authentizität wieder die die Geschichte vermittelt. Es handelt sich um eine vermeintlich fiktive Geschichte von einem Zeitreisenden der 2015 am Strand einschläft und in einem „Traum“ von 2020 erwacht. Im Jahre 2020 hat sich die Welt gravierend verändert. Der Protagonist erfährt in der Story, wie sich die Welt zum Positiven verändert hat und begegnet seinem Selbst von 2020. 

Es ist eine Geschichte von Frieden, Freiheit und Liebe. Und es ist eine Geschichte über das Erwachen des Bewusstseins, dass hier sehr stimmig für mich erzählt wird und mich an das erinnert, was ich ich teilweise erlebt habe.

Ich glaube das Anhören des Audios hat etwas in mir wieder daran erinnert, was ich erfahren habe und mir wieder bewusst gemacht, aus welcher Perspektive ich die Realität auch noch betrachten kann. Es hat wieder diese Euphorie in mir ausgelöst und meinen Verstand darauf gerichtet, nicht zu vergessen, dass wir frei sind und immer schon frei waren, wir vergessen es nur immer wieder.

Gerne möchte ich dieses Buch jedem ans Herz legen, der sich für das Erwachen, Realität  oder für die Gestaltung einer besseren friedlicheren Welt interessiert. Es ist für die jenigen geschrieben, die gerne im Einklang mit der Natur und mit ihrem Selbst leben möchten.

Die Internetseite http://2020-die-neue-erde.de/de beinhaltet viele Interessante Links  und das was rund um das Buch real erfahrbar ist.

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Alles war weg

Traumerinnerung vom 06.12.2015. Ich bin in einem Wald in der Nähe meines Wohnortes. Ich bin trüb. Dann wird alles fast schwarz, grau und alles war weg. Alle Objekte sind weg. Nur noch ich oder meine normale menschliche Wahrnehmung war da. Das war in etwa die Wahrnehmung, die ich aus der Meditation kenne, wenn Gedanken und Empfindungen fehlen. Es gab nichts mehr wahrzunehmen. Dann wusste ich plötzlich, dass ich mich entscheiden kann, dass auch noch loszulassen, um dann das eine zu finden. Doch dann entschied ich mich dafür, zu erfahren wie die Handlung weiter geht. Also waren alle Objekte wieder da. 

Ich weis nicht, ob das ein Gedanke aus dem Traum oder dem wachen Traumerinnern war, aber ich war etwas erstaunt, dass ich mich lieber für die Handlung entscheide, obwohl auf der anderen Seite so eine Sehnsucht nach dem Aufwachen da ist. Vermutlich gibt es noch irgendeine Abwehr in mir, irgendein Festhalten, das verhindert, dass ich loslasse. Ich frage mich auch, ob mein Wachbewusstsein anders entschieden hätte, als mein Traumbewusstsein. Da ich trüb war, gab es keine Chance, dass nichts was ich wahrnahm, zu erkunden, denn ich war mir in dem Moment nicht bewusst. Wahrscheinlich war ich in diesem Traum der basalen Klarheit oder dem was die Yogis klares Licht nennen bisher am nächsten. In der Vergangenheit haben alle Versuche nur dazu geführt irgendwelchen Lichquellen hinterher zu rennen, Haha.

Gestern vor dem Einschlafen sprach ich noch über das Erwachen und hatte die Frage, warum der Mensch sich lieber mit Schmerz identifiziert, als zu erkennen was er ist. Es scheint irgendwie interessanter zu sein, selbst Schmerz, selbst Leid. Im Traum war es, als hätte etwas vergnügen am Erleben selbst. Und das hat mir der Traum gezeigt. Dabei ist es egal welcher Inhalt erlebt wird. Außerdem habe ich noch nie so visuell das Nichts demonstriert bekommen. Ich habe daraus ein visuelles Bild von dem erhalten, was ich in der Meditation als Gedankenleere und Entspannung wahrnehme. Er war ein Bild verbunden mit einem Gefühl. 

Ich frage mich, ob das Traumbewusstsein eher bereit ist, Dinge zu erfahren, die im Wachleben durch Abwehr vermieden werden. Dazu zählen Erkenntnisse im Traumzustand, die dann wach zwar grob erinnert werden können, aber die nicht 100% mit in das Wachbewusstsein mitgenommen werden. Dann greift wieder eine Abwehr. Ich erinnere mich dann manchmal nur, dass ich eine Erkenntnis hatte, aber nicht welche. Ich frage mich warum hat man dann diese Erkenntnis, wenn man sich nicht an sie erinnern kann? Jetzt hatte ich Wachbewusst eher das Gefühl als hätte ich die Chance verpasst. Doch auf der anderen Seite vertraue ich meinem Traumbewusstsein und weiß dass es weisere Entscheidungen zu treffen mag, als mein Wachbewusstsein.

Ich hatte am 16.10.2015 Oktober einen Traum, der ein gutes Beispiel für so einen verdrängten Erkenntnistraum darstellt:

Ich träume im Traum und schreibe meinen Traum im Traum auf. Beim Aufschreiben entdecke ich, dass ich ein Teil von allem bin und in jedem Teil ein Teil von mir enthalten ist. Bei diesem Gedanken, gibt es eine visuelle Explosion und ich kann die einzelnen Moleküle in allem sehen, die sich ausdehnen, als würde die Matrix auseinander gezogen. Ich habe ein euphorisches Gefühl. Mir wird bewusst, dass ich in allem und jedem bin. Das ich nicht erst irgendwo hin muss, sondern schon da bin. Ich nutze diese Fähigkeit und verschiebe mein Bewusstsein, um bei bestimmten Menschen und Orten zu sein. Als ich wach bin, kann ich mich zwar an den Traum erinnern, diese Erkenntnis aber in der Wachwelt nicht nachempfinden, obwohl ich glaube, dass sie wahr ist. Evtl. sollte mich der Traum auf eine bleibende Erkenntnis vorbereiten. Jedenfalls hatte ich solche Erkenntnisse im Traum zeitweise öfters. Oft konnte ich mich nach dem Aufwachen an gar nichts erinnern. Nur dass ich eine Erkenntnis hatte.

Dienstag, 6. Oktober 2015

Shared Dreams II.5 Ängste

Im folgenden Artikel möchte ich genau die Ängste ansprechen, die dich vermutlich vom Erleben eines Shared Dreams trennen. Und die Fähigkeiten aufzeigen, die dich zu einem Shared Dream befähigen können. Zum Beispiel ist es möglich, dass du eine geringe Offenheit für neue Erfahrungen mitbringst.

Bei den Big Five, handelt es sich um ein Modell aus der Persönlichkeitspsychologie, welche die fünf Hauptausrichtungen der menschlichen Persönlichkeit beschreibt. Einer dieser fünf Persönlichkeitsmerkmale, ist die Offenheit für neue Erfahrungen. Die Offenheit für Erfahrungen basiert auf intellektueller Neugierde, Kreativität oder der Freude an geistiger Beschäftigung.

Wenn du aber nun schon in der Kindheit für Neugierde oder kindliche Kreativität bestraft wurdest (Konditionierung), oder ein Rollenvorbild ein ängstlicher, angepasster Mensch war (Lernen am Model), wirst du diese Eigenschaften vermutlich weniger stark ausgebildet haben. Du wirst immer vorsichtig sein, weil du dich insgeheim vor einer Strafe fürchtest oder einfach annimmst, dass Neugierde Gefahren in sich birgt. 

Du wirst am alten Bekannten festhalten, weil du ein starkes Bedürfnis nach Sicherheit hast. Aber die Ursache für dieses Verhalten kommt nicht aus dir, es ist keine Entscheidung die du freiwillig für dich getroffen hast. Willst du wirklich die Muster ausführen, die man dir beigebracht hat oder die du aus einer kindlichen Notsituation entwickelt hast? Wenn du erkennst, dass dieses nur ein angelerntes oder situativ notwendiges Verhalten ist, kannst du dich davon befreien.

Und du solltest nicht nur darüber nachdenken, wie offen du generell neuen Themen gegenüber bist, sondern auch wie offen du bist, wenn andere Menschen dir vorschlagen, dich mit einer Sache zu beschäftigen oder wie offen du für den Inhalt eines Buches bist. Es ist nämlich ein Unterschied, ob du selbst aus einer eigene Motivation etwas neues erforschst oder ob du ein externes Angebot wahrnimmst. Ich bin ja in dem Fall das externe Angebot. Ich sage damit nicht, dass du nicht mehr filtern sollst und alles annehmen sollst was dir im Leben begegnet, aber es gibt Muster in uns, die generell Neues annehmen oder ablehnen und du solltest dich fragen, welches Verhalten entwicklungsfördernd oder entwicklungseinschränkend ist. Denkt noch einmal an virale Meme aus Teil2.

Vielleicht fällt dir als Einwand auch noch ein, dass die Haltlosigkeit, die mit der möglichen Freiheit einher geht, unangenehme psychische Zustände auslösen kann, weil nichts mehr an seinem Platz ist. Weil wir das Gefühl haben, dass wir uns auflösen. Ja das stimmt, aber das ist nur eine Phase des Übergangs. Neue Weltbilder kann man, wenn man offen ist täglich einnehmen und auch täglich wieder verwerfen. Oft habe ich erlebt, dass man sich wirklich innerhalb einer Woche an einen Gedanken gewöhnen kann, der zuvor unmöglich erschien. Phasen der Integration können eine Weile brauchen. Wenn es dir zuviel wird, leg einfach eine Pause ein und mache dann weiter, wenn du so weit bist.

Die Begriffe Gleichbeispielsortierer und Gegenbeispielsortierer stammen aus dem NLP und sind ebenso erlernte Verhaltensmuster.

Ich bin ein Gleichbeispielsortierer d.h. ich höre oder lese von einer Idee und stimme dieser erst mal zu, wenn diese bestimmte Vorraussetzungen erfüllt. Erst dann wenn ich die Idee selbst ausprobiert habe, entscheide ich, ob es für mich wahr ist oder nicht. Es kann also sein, dass ich eine Theorie danach wieder verwerfe oder nur anteilig anerkenne, während ich in der Neugiersphase Feuer und Flamme bin. Das gibt mir die Möglichkeit, neue Dinge auszuprobieren. 

Trotzdem gibt es auch in mir Filter, die an bestimmten Stellen stopp sagen. Aber, bevor diese eingreifen informiere ich mich erst mal über ein Thema. Dabei habe ich schon häufig festgestellt, dass ich Vorurteile hatte, die nicht mit der Realität übereinstimmen.

Ein Beispiel aus der Esoterik, die ich vor ein paar Jahren noch total abgewehrt habe. Tarot war mir immer suspekt, allerdings wusste ich gar nicht genau was das war. Ich dachte, da wird einem mit einer Karte die Zukunft vorausgesagt. Darin bestand mein Vorurteil. Das habe ich natürlich abgelehnt, da das nicht mit meinem Weltbild übereinstimmte. Also entwicklete ich lange Zeit Abwehr mich überhaupt nur über das Thema einmal zu informieren. Nachdem bei mir eine Generalisierung statt fand, neue Themen nicht grundsätzlich abzulehnen, änderte sich das.

Doch als ich dann doch einmal etwas über das Thema las, stellte ich fest, es ist gar nicht so. Eine Tarotkarte kannst du, ähnlich wie einen Rohschachtest (eine Methode aus der Tiefenpsychologie) oder eine Traumerinnerung deuten. Und die Deutung sagt sehr viel über denjenigen selbst aus, der in die Karte etwas hinein interpretiert, weil er das Motiv durch seinen persönlichen Filter betrachtet. 

Genau wie eine Traumdeutung, steht die Deutung einer Tarotkarte im Kontext zum Leben. Jemand fremdes kann dich eigentlich nur in deiner Deutung unterstützen, und dir neue Perspektiven eröffnen, dir aber nicht die Zukunft voraussagen. Wenn man Tarot so versteht, ist das ein ganz anderes Ding. Das konnte ich aber erst herausfinden, als ich mich auseinandergesetzt habe. Hätte ich die Auseinandersetzung mit dem Thema abgelehnt, wäre ich nicht zu dieser Erkenntnis gekommen. 

Erst als ich das Klarträumen, OOBEs und SD selbst ausprobiert hatte, konnte ich wirklich sicher sein, ob diese Phänomene existieren oder nicht. Ich will jetzt nicht generell sagen, dass es immer besser ist, ein Gleichbeispielsortierer zu sein, aber es ist günstig für den „As if Frame“ und damit erweiterst du deine Wahrnehmungsfähigkeit.

Ich habe schon erlebt, dass sich meine Realität alleine durch einen künstlich erzeugten Glaubenssatz verändert, deshalb ist das für mich kein abstrakter Gedanke, sondern die Ursache des Gesetzes selbst. Ich bin der Meinung, das Glaube Berge versetzten kann.

Warum sind dann nicht alle Menschen Gleichbeispielsortierer? Dieses Muster birgt die Gefahr, irgend einen Blödsinn auszuprobieren, sich lächerlich zu machen, enttäuscht zu werden oder zu versagen. Wer Angst hat zu versagen, wählt meist eine andere Strategie. Wenn das bei dir so ist, gilt es die Angst vorm Scheitern anzuschauen und zu verstehen, warum sie da ist. Wenn du ein Mensch bist, der mit seinen Fehlern hadert und auch gerne Fehler bei anderen Menschen erkennt, dann hast du wahrscheinlich dieses Programm in dir installiert. Vermutlich weil du einmal für ein Fehlverhalten einen prägende Strafe erhalten hast. 
Diese Strafe haben wir als Kind so intensiv empfunden, weil Strafen als Kind existentiell waren und uns dieses deshalb für unser Leben gemerkt. Ein Kind ist von seinen Eltern abhängig und wenn es von seinen Eltern abgewiesen wird, ist das für ein Kind existentiell, d.h. es bedroht das Leben, weil es sich noch nicht selbstständig versorgen kann. So bleiben wir oft ein ganzes Leben lang in diesem Verhaltensmuster und oft ist es uns nicht mal bewusst. Dabei sind die alten Kindheitsängste heute irrational. Erst zu erkennen, was das Muster ausgelöst hat, macht es uns möglich, dieses Loszulassen. Es ist also gar nicht schlimm einen Fehler zu machen. Wer das denkt, lebt in einem Muster, welches ihm anerzogen wurde. 

Es gibt den Gegenbeispielsortierer, der immer das Gegenteil davon machen muss, was andere sagen. Wenn also einer sagt, Shared Dreams sind möglich, dann muss er das Gegenteil beweisen. Ich glaube, dass ist ein unbewusster chronischer Abwehrprozess, der dann auftritt, wenn Abwehr nicht offen ausgelebt werden darf oder durfte. Also wenn man irgendwann mal gelernt hat, das man sich nicht wehren darf, weil das für das Kind existentielle Konsequenzen hatte, z. B. Strafe, Liebesentzug, etc. Dann wehrt man sich ein ganzes Leben lang unbewusst in Situationen, wo gar keine Abwehr nötig ist. Wenn du so ein chronischer Rebell bist, dann versuche herauszufinden, gegen was du dich eigentlich wehren möchtest.

NLP arbeitet ja nicht tiefenpsychologisch, also geht den Sachen nicht auf den Grund, sondern optimiert an der Oberfläche. Das kann Menschen helfen, die nicht die Kraft haben, bis in die Tiefe zu gehen und trotzdem eine Veränderung hervorrufen möchten.  

Den Gegenbeispielsortierer kann man mit einem geschickten Trick ins Boot holen. Und zwar mit einer Challenge. Wetten du schaffst es nicht, einen Shared Dream zu haben! Wenn dich das motiviert, fühlt sich der, bei dem das Gegenbeispiel angeführt werden muss, herausgefordert, das Gegenbeispiel zu erbringen. Es geht jetzt hier nicht darum andere Menschen zu manipulieren, sondern manipuliere dich selbst, um das zu erreichen, was du erreichen möchtest. NLP ist vor allem eine Model um sich Selbst zu helfen.

Sind wir nun dazu verdammt, diese albernen Kindheitsmuster weiterhin fort zuführen? Dazu sage ich, nur wenn du sie dir nicht bewusst machst. 
 
Du kannst über deine Muster hinausgehen, wenn du sie hinterfragst. Wenn es so einfach ist, fragt man sich warum nicht einfach alle dieses ein mal ausprobieren. Ich glaube weil es Angst macht zu entdecken, dass es noch mehr gibt als die physische Realität.  

Wir erschaffen uns durch unsere Glaubenssätze, Grenzen die eigentlich gar nicht existieren. Wir begrenzen unsere Wahrnehmung und das tun wir aus einem Sicherheitsbedürfnis. 

Das streben nach Wissen und Wissenschaft, ist ebenfalls aus einem Bedürfnis nach Sicherheit entstanden und wir klammern uns daran fest, um nicht zu schwimmen.

Es ist die Angst vor der enormen Freiheit die evtl. da sein könnte, würden wir unsere Wahrnehmung nicht mittels unserer Glaubenssätze so einschränken. Es ist die Angst ins bodenlose zu fallen. Und diese Angst fühlt sich existentiell an. 
Unser Verstand denkt: Wenn es gemeinsame Träume, gibt, gäbe es dann auch Telepathie im Wachleben und wenn es das gibt, was gibt es dann noch? Frage dich einmal, wenn es SD gäbe, welche Gefühle stellen sich da bei dir ein? Welche Alarmglocken gehen da in die an? Und frage dich, woher kommen diese Gefühle?

Es ist dann, als ob sich die Wände der Realität, die sie begrenzen, verschieben und es keine Orientierung und keinen Halt mehr für uns gibt. Somit ist das aufrecht erhalten des Weltbildes ein Bedürfnis des Egos nach Sicherheit. Das Ego ist die Summe deiner Konditionierungen. Aber in meiner Welt ist das Weltbild der physischen Realität auf das wir uns geeinigt haben, nur ein Teil der Realität. Die Landkarte ist nicht die Realität. Ich glaube sogar, dass die Karte stellenweise falsch oder sehr unvollständig ist. 

Wenn du zuvor nur an das geglaubt hast, was Wissenschaft belegt, gerätst du durch diesen Gedanken einer freien Realität total ins trudeln. Der Gedanke macht dir Angst. Da macht dein Unterbewusstsein lieber direkt einen Riegel vor. Es generiert eine Abwehrhaltung dem Glaubenssatz gegenüber und hält somit die andere Realitäten von dir fern.

Wir schränken uns in unserem Realitätsbild ein, weil wir Angst haben. Für die meisten Menschen, die die Existenz von Shared Dreams ablehnen, ist es die Angst vor der Freiheit, dem Unbekannten und dem vermeintlichen Kontrollverlust, der damit einhergeht. Ebenfalls kann die Angst vor Ablehnung, diese Abwehr anführen.

Abwehrverhalten ist nichts schlechtes. Es schützt uns davor uns zu überfordern. Wenn du also beim lesen dieses Artikels große Abwehr verspürst, dann soll es eben noch nicht sein. Wenn du aber bereit bist dein Abwehrverhalten kritisch anzuschauen, kannst du nach und nach ein neues Verhaltensmuster in dir installieren. Du musst nicht das vorinstallierte Betriebssystem dein ganzes Leben lang laufen lassen. Du kannst dein Betriebssystem updaten oder sogar von Windows auf Mac oder Linux umsteigen. Dort wirst du feststellen, dass Windows nicht alles war und vielleicht gibt es sogar eine Welt außerhalb deines PCs. Auch wenn deinen Eltern und Vorfahren und der Großteil der Gesellschaft auf Windows schwört, so kannst du aus dem System ausbrechen und neue Welten erkunden.

Jetzt kann es sein, dass du das hier liest und furchtbar wütend auf mich wirst, weil ich so einen Scheiß schreibe. Das ist dein EGO Verstand, der sich von mir bedroht fühlt.

Dein Ego ist das womit du dich identifizierst. Die Summe all deiner Erfahrungen, deiner Erziehung und Sozialisation. Und wenn Anteile davon verändert werden sollen, erzeugt das Ego einen Widerstand, denn das Ego mag keine Veränderungen.

Das Ego ist so stark, dass Menschen sogar lieber Krank sind als, das sie bereit sind etwas neues zu glauben, z.B. dass ihre Krankheit eine unterdrückte Emotion ist. 

Du wirst du dich vielleicht von mir provoziert fühlen, oder du machst dich über mich lächerlich, oder liest an der Stelle nicht weiter, oder, oder, oder. Das alles ist Abwehr!

Wenn du das Abwehrverhalten fallen lassen würdest, dann könntest du entdecken, welche Ängste dahinter verborgen sind. Erinnerer dich Wut und Abwehr, wollen Ängste verbergen. Das Ego hat immer ein Motiv. Erkenne das Motiv, was dahinter steckt.