Mittwoch, 31. Januar 2018

Memento und das Selbstbild

An Hand eines Beispiels der Interpretation eines Films, möchte ich heute dazu anregen, die objektive Fähigkeit zur Beurteilung und Deutung einer Situation in Frage zu stellen und zweitens einen interessanten Film anzuschauen. Dazu verwende ich heute den Film Memento, der meiner Meinung nach inhaltlich von der Aufrechterhaltung und der Zerstückelung des Selbstbildes handelt. Daher möchte ich euch diesen Film empfehlen.

Eine kurze Inhaltsbeschreibung. Um an dieser Stelle nicht zu spoilern (den Inhalt zu verraten) mache ich es kurz. Im späteren Verlauf gehe ich natürlich auf den Inhalt des Films ein.

Ein Mann erwacht in seinem Körper und hat sein Kurzzeitgedächtnis verloren. Kleiner Verständnis Tipp, der Film läuft rückwärts. Er versucht herauszufinden was passiert ist.

Memento ist für unter 3 Euro bei Amazon, online als Stream beziehbar. Wer den Film gerne sehen möchte, bevor er meine Interpretation liest, sollte hier innehalten und erst später weiter lesen. Eine weitere Möglichkeit wäre den Film durch meinen Augen zuschauen und so vielleicht eine andere Perspektive zu erleben, als die eigene. Sehr gerne würde ich auch von eurer persönlichen Perspektive hören, weil ich jede Perspektive als Erweiterung der eigenen Wahrnehmung interpretiere. 

Bevor ich zu meiner Interpretation des Films und der erwähnten Metaebene (Aufrechterhaltung des Selbstbildes) komme, muss ich meine ganz persönliche Perspektive und meinen persönlichen Kontext des Films kurz vorstellen, denn für mich ist diese Sichtweise wichtig, für die Betrachtung des Films und für die Betrachtung der Fähigkeit des Lesers, auf Grund meiner Interpretation, perspektivisch zu Denken.

Ich kannte diesen Film bereits, weil ich ihn vor 10-15 Jahren schon einmal gesehen hatte. Ich hatte ihn positiv in Erinnerung und ihn mit Freunden in einer lockeren Runde geschaut, jedoch in einem anderen Kontext verstanden als heute. Als ich kürzlich nach Filmen suchte, die ich gemeinsam mit einem Freund schauen könnte, ist mir seltsamerweise auch Memento wieder eingefallen, obwohl dieser von den anderen Filmen, die ich auf Grund des Bewusstsein und Traum Themas ausgesucht hatte, wie ich meinte, abwicht. Trotzdem tauchte er auf. Er stand zuerst auf einer Liste, mit den ausgesuchten Filmen, doch ich nahm ihn dann wieder runter. Denn ich hatte ihn als intelligenten Aktion Thriller, mit vielen Überraschungselementen und Humor in Erinnerung (Siehe Verfolgungs- oder Duschszene), wollte aber einen Bewusstseinsfilm gucken. Deshalb war es interessant für mich, wie unterschiedlich ich selbst, ein und den selben Film zu unterschiedlichen Lebenszeiten interpretiert habe. Ich sage zu meinem Freund, ist ein Aktion Film, geht diesmal nicht um Bewusstein. Haha.

Ich hatte mich bei Memento eher an eine Film- Kategorie a la Quentin Tarentino (Pulp Fiktion), auf Grund der Nonkonformität und überraschenden Wendungen und Zeitsprüngen erinnert, denn das war die Ebene, die ich damals verstanden hatte, als ich den Film zum ersten Mal sah. Damals mochte ich den Film auf Grund der Überraschungsmomente, aber mehr konnte ich mit ihm nicht anfangen. Deshalb schloss ich den Bewusstseinsaspekt, der mich heute interessiert, aus. Seltsamerweise kam der Film dann trotzdem zu mir.

Ich fragte mich vor einigen Tagen wiedermal nach meiner Erinnerungsfähigkeit im Bezug auf Reinkarnationsthemen bzw. die Überwindung der Identifikation und den höheren Sinn meiner Ego Existenz. Warum musste mein Leben so verlaufen? Nur damit ich mich Selbst erkenne, oder gab es noch einen weiteren wichtigen Grund für meine Geschichte? Warum wurde denn das Thema meines Lebens ausgesucht? 

Gleichzeitig fielen gerade wieder Themen meiner Ego Identifikation von mir ab, zb die Idee meiner Ausrichtung auf die Vergangenheit, Kindheit, Anhaftungen an das psychologische Weltbild, weil cih dem Schmerz endlich ins Auge gesehen habe. Anhaftungen die den Sinn haben, das Selbstbild immer wieder neu zu bestätigen, zu re-inzieniren und das loslassen des Selbstbildes und somit das kontinuierliche erfahren der Ich-losigkeit,  verhindern, weil erst der Schmerz geschaut werden muss.

Auf der Diskussions Plattform Discord wurde der Film gestern „zufällig“ als Objekt für eine philosophische Analyse vorgeschlagen, nur wenige Tage, nachdem ich ihn selbst von der Liste nahm, weshalb ich den Film geschaut und diesen Text begonnen habe, zu schreiben. Also konkret ausgedrückt erlebte ich eine starke Synchronizität. Eine Synchronizität ist das Zusammenfallen der Gedanken und der äusseren Umstände.

Nun versuche ich den Film mit Hilfe der Symbolik zu interpretieren, wie ich sie persönlich verstehe. Natürlich kann ich den Film nur durch mein Weltbild, durch meine Symbolik und letztlich durch mein Selbstbild heraus analysieren. 

Gerade das ist ja im Vergleich mit den oben genannten persönlichen Umständen, so interessant, weil man so auf der nächsten Ebenen dieses Textes verstehen kann, wie wichtig das persönliche Weltbild und Selbstbild für die Interpretation einer Situation und der Wahrnehmung ist, und dass es deswegen keine Objektivität in dieser Welt geben kann. 

 

Es gibt nur ein unendliche Perspektive, die von unterschiedlichen Sichtweisen aus betrachtet werden kann. Deshalb möchte ich darauf hinweisen, dass meine Interpretation nur eine Perspektive ist, die entsteht, wenn ich durch meine Brille der Erfahrung und Wahrnehmung auf den Film schaue.

Diese Perspektive ändern sich im Zuge der Lebenserfahrungen und der Veränderung von Ansichten und natürlich von Mensch zu Mensch. 

Das Selbstbild ist selbst innerhalb eines Menschen ja nicht starr. Das Ego ändert sich, obwohl es sich in dem Grundzügen selbst aufrecht erhält, solange dieses einen Sinn erfüllt der erfüllt werden muss. So erklärt sich auch, dass ich heute in dem Film weit mehr sehe als früher.

Nun zur der Symbolik. Ich persönlich (also in meiner Welt) verstehe ich die Symbolik des Films innerhalb psychologischer und spiritueller Themen, weil das eben mein momentanes Selbstbild widerspiegelt und ich die Welt durch diese Brille interpretiere. Gleichzeitig stelle ich dieses Selbstbild in Frage, weil ich den Mechanismus dahinter erkenne. Und gleichzeitig tue ich es, weil ich Ich bin. 

Das ist ein Aspekt den viele Leute oft nicht verstehen, wie man verschiedene Perspektiven auf eine Situatioin haben kann. Das liegt daran dass man unterschiedliche Perspektiven einnehmen kann. Und ja das geht sogar gleichzeitig, selbst wenn man sich selbst wiederspricht.

Es wäre für mich eine spannende Frage, ob ihr es schafft den Film oder eine Situation unabhängig von eurem persönlichen Selbstbild zu sehen? Wenn ja freue ich mich, wenn ihr mir schreibt. Denn das ist ebenfalls eine Frage, die ich mir in den letzten Tagen gestellt habe, und die nun durch den Film wieder auftaucht und beantwortet werden möchte.

Zu meiner Interpretation der Symbolik. Das Hotel ist für mich ein Symbol für ein vorübergehendes zu Hause in einem menschlichen Körper, welches an die Identifikation mit einem Mensch sein erinnert, eine vorübergehende Identifikation mit einer „Traumfigur“. 

Wie im Film mehrfach zu beobachten, wird die Identifikation mit der Figur Lenny von Lenny selbst, nie in Frage gestellt. Die Umwelt wird in Frage gestellt, aber nicht das Selbstbild. Das ist ein typisches Verhalten welches man im Umgang mit Menschen beobachten kann. Wie viele Menschen stellen die Umwelt und Frage und wie viele sich selbst? Den starken Sog der identifikation des Bewusstsein mit dem Traumkörper,  kann man durch die Erfahrung anderer Bewusstseinszustände erleben, wie zb im Traum oder im Klartraum. Dort kann man beobachten, dass die Ich- Identifikation mit wie im Beispiel der Figur Lenny, fast sofort geschieht und sehr fest ist.

Geübte Klarträumer können ihre Identifikation im Traum von der Traumfigur abkoppeln, in andere Körper schlüpfen, als freier Beobachter über der Szene schweben, oder die Szene und jegliche Identifikation mich selbst ganz auflösen. Das ist in der Wachwelt meiner Meinung nach ebenso möglich, wenn auch ich nicht unbedingt in physischer Identifikation (wobei ich das nicht ausschließe; aber wohl nur sehr wenige „Menschen“ in der Lage dazu scheinen). Denn die Stadien der Auflösung der Identifikation mit seinem Selbstbild, sind die Stadien der Bewusstseins Entwicklung die in vielen spirituellen Schulen beschrieben werden und aktuell zb in Form wissenschaftlicher Auseinandersetzung in Psychologie, sowohl Grenzwissenschaften mit den Phänomen Traum (und weitere körperlose Bewusstseinzustände), immer mehr Einzug in die Mitte der Gesellschaft, unabhängig von Spiritualität, Religion und Glaube, finden.

Der Film läuft rückwärts, welches für mich darauf hinweist, dass die Entwicklung des Menschen eher einem Auswickeln aus einem unbewussten Zustand der Trübheit geschieht und kein dazugewinnen von Erfahrungen ist. Es ist eine Rückerinnerung durch bestimmte Auslöser. Wie das Wort Religion als Rückverbindung mit dem göttlichen Selbst verstanden werden kann, so können auch psychologische Aufarbeitung oder schamanische Zerstückelung, mögliche Wege aufzeigen, wie so eine Rückverbindung mit dem Ursprünglichen Selbst geschehen kann. Der Rückwärtslauf des Films ist ein Versuch, diese Aufarbeitung symbolisch darzustellen. Er ist die Suche nach dem Ursprung der eigenen Existenz, der im Anfang zu finden sein scheint. Dieser Gedanke löst sich erst auf, wenn Anfang und Ende wider als göttliche Einheit wahrgenommen werden, inder Zeit nicht existiert.

Lenny tätowiert seine Erinnerungen auf die Haut, um bei jedem Gedächtnisverlust, Hinweise zu finden. Diese bedeutet, dass wir Menschen unsere schmerzhaften Erinnerungen und Traumata in unserem Körper abspeichern, wie es die Bioenergetik, die östlichen Weisheitslehren und die Tiefenpsychologie vielfach beschreibt. So können wir diese Schmerzen die in unserem Leben statt fanden, für eine Zeit vergessen (abspalten, verdrängen) und können ihn uns später über die Auseinandersetzung mit dem Körper zb. in Form von Krankheit oder Körpertherapien wieder zugänglich machen. Der Körper ist ein Erinnerungsspeicher auf den man mit etwas Übung zugreifen kann. So kann unser Schmerzkörper, wie Eckart Tolle den Komplex des Traumas nennt, uns wie im Film, zu Erkenntnissen und Erinnerungen zb an die frühste Kindheit oder an vergangene Leben, oder wie im Film, an traumatische Erfahrungen wie zb. zu Lennys Unfall führen. 

Der Körper ist weiterhin ein Symbol für die physische Existenz und den Materialismus. Unsere Welt ensteht auf Grund unserer Gedanken, die sich in materieller Form in der Welt manifestieren. Materie sind fest gewordnen Gedanken. So wie in der Körpertherapie ist es deshalb ebenfalls möglich, die Verbindung zu göttlichen Selbst über andere Erscheinungen der Materie zurück zu gewinnen. So kann eine Auseinandersetzung mit Traumata im Form von Umweltzerstörung oder dem Blick zur politischen Weltbühne, also im Aussen, genauso zu einer Aufarbeiteung und Rückbesinnung des göttlichen Selbst führen. Die Wege sind vielfältig. Lenny folgt vielen Hinweisen. Wer auf einer bewussten spitituellen Suche ist, folgt in der Regel ebenso vielen Hinweisen. Religiöse Schriften und spirituelle Praktiken,  können somit ebenfalls ein möglicher Weg zur Rückbesinnung sein.

Lenny fallen seine Tattoos immer wieder ganz plötzlich auf, so wie wir oft plötzlich durch Symptome unseres Körpers aufmerksam gemacht werden, dass wir uns dem Körper und seinen Empfindungen zuwenden sollten. Ebenso könnte im Außen eine prlötzliche Situation auftauchen, der wir uns zuwenden müssen. Die materielle Dimension des Körpers wird als Sicherheit auf Grund der Sinneserfahrung im Hier und Jetzt verstanden.

Lenny sagt an einer Stelle im Film: „Wie soll ich meine Wunden heilen, wenn ich die Zeit nicht empfinde?„ Dies deutet auf den Sinn der Selbsterfahrung im Zustand des Ich-Bewusstseins hin. Wie soll ich mich erfahren, wenn nicht durch die Form begrenzt durch Raum und Zeit. Wie soll Gott sich selbst erfahren, wenn nicht durch die subjektive Perspektive eines begrenzten Lebewesen?

Die Tattoos sind spiegelverkehrt, damit sie nur im Spiegel erkannt werden können. Die Psychologie bezeichnet das Phänomen des Spiegelns mit dem Wort Projektion, welches eine Abwehrstrategie des Unbewussten darstellt. In der Projektion sieht man eigene unbewusste Themen in einer Funktion des Spiegelns in der Umwelt. Dh. man sieht zb. die eigene unbewusste Destruktivität, wenn man auf die Welt und seine Menschen schaut, erkennt aber nicht, dass man Selbst Teil dieser Destruktion ist. Der Mensch kann sich oft nur im Spiegel erkennen. Wir spiegeln uns durch die Umwelt, die Gesellschaft, die anderen Menschen und Lebewesen. Wir erkennen die Aggression im Außen, den Lügner im Außen, zb den Politiker der uns hinters Licht führt, jedoch sehen wir unsere eigene Aggression, unserer eigene Lüge, unseren Selbstbetrug? Innen und Außen müssen wider in Verbindung gebracht werden. So erkennt Lenny im Spiegel seine Tattoos als Hinweis auf seine Frage, die er sich stellt.  Wer hat meine Frau umgebracht? Was ist damals passiert?

Er nimmt seine Frau immer wieder als Idealbild von Liebe wahr. Die Erinnerung an Lennys Frau spiegelt für mich, die Verbundenheit mit seiner eigenen göttlichen Quelle, seinem abgespaltenen Teil. Es ist ein paradiesischer Zustand für Lenny, sich an seine Frau zu erinnern. Die Liebe zur Frau steht für das Paradies und die göttliche Einheit mit allem. Denn Lenny hat diese Liebe immer dann von seinem göttlichen Selbst eingegeben bekommen, wenn er mit ihr zusammen war, sei es in Gedanken. Doch dann wird er aus dem Paradies vertrieben. Das Bett ist plötzlich leer und kalt und er sieht wie sie ermordet wird. Das ist die Vertreibung aus dem Paradies und das Urtrauma, die jedes Ich-Bewusstsein, meist biografisch verstanden, erfährt.Um das zu verstehen, muss man in mehreren Ebenen denken. biografisches Ich und göttliches Ich.

Die Trennung ist durch das höhere Selbst, also Gott selbst inszeniert worden. Das Urtrauma ist die Trennung der Verbundenheit mit sich Selbst, welches im Kontext des Lebens oft als Ablehnung in der Kindheit oder anderen Situationen, die ein nachhaltiges Trauma oder einen tiefen Bruch im Leben hinterlassen, gesehen werden kann. Im Film symbolisiert der Tod Lenny Frau diese Trennung.

Lenny stellt sich die permanente Frage von wem ist seine Frau ermordet worden? Am Ende des Films stellt sich heraus, dass Lenny selbst der Mörder war. Er (Gott) hat sich das Leid der Getrenntheit auferlegt, damit er (Lenny, das Ich- Bewusstein) den Mörder seiner Frau sucht.

Dies zeigt dass wir uns aus unserer göttlichen Identifikation heraus, selbst (Ich-Bewusstsein) in schmerzhafte Lebenssituationen bringen, damit wir die Suche nach dem Schuldigen oder den Ursachen beginnen. So beginnt nach dem Gott sich selbst vergessen hat, die Suche nach sich Selbst (Gott). Die Suche wird dann zu unserem Selbstbild, welches sich so lange aufrecht erhält, bis wir uns selbst, als Gott ins uns wieder gefunden haben. Gott musste sich selbst vergessen, damit er sich selbst als Ich-Bewusstsein wieder finden konnte.

An dieser Stelle im Film weigert sich Lenny allerdings, seine Täterschaft anzuerkennen, weshalb er sein Selbstbild weiterhin aufrecht erhält und die Gotteserfahrung leider verpasst. Warum er so handeln muss, geht nicht hervor. Jedoch denke ich, wenn Gott sich selbst verweigert sich zu erkennen, muss es einen Grund für diese, wenn auch aus dem Ego unbewusst wirkenden Entscheidung, geben.

Die Entscheidungist nur aus dem Ich Bewusstsein heraus gesehen unbewusst, denn Gott hat den Plan für Lenny ja schon längst fertig. Die Welt ist determiniert. Wir sind nur Beobachter und der der Handelnde, auch wenn wir es durch die starke Identifikation, die eingangs erwähnt habe, so wahrnehmen.

Lennys Rachegefühle sind so stark, dass er sein Selbstbild nicht loslassen kann. Rache ist eine Form vom Wut, die verhindert, dass wir uns unserem Schmerz zuwenden. Oft müssen sich Emotionen erst vollständig lösen, bis das Ich-Bewusstein einverstanden ist, mit der Auflösung der Identifikation. Deshalb kann Dissoziation von Problemen, auch nicht zur Erlösung führen. Lenny müsste wohl seine Rachegefühle betrachten, um den darunterligenden Schmerz zu finden. Emotionen schieben sich wie Schichten übereinander. Um sich dem Urschmerz zu widmen, müsste Lenny sich also alle Schichten aus Emotionen bewusst zuwenden. Er agiert diese aber aus. Leider kann er so keine Heilung finden. 

Lenny vernichtet die Akte um seine Tat (als Gott) zu vergessen und seinen Wahn (Lebenssinn) aufrecht zu halten. Die Story (Ich muss den Mörder meiner Frau finden) verleiht dem Leben einen Sinn, deshalb hält Lenny an der Story fest. Was passiert wenn wir die Vergangenheit und denn Sinn loslassen? Das Ego löst sich auf.

Es ist also alles genau Richtig wie es läuft, nur tut mir das ganze für Lenny leid, denn ich wünschte ihm dass er sich erkennt und sein leiden somit beenden kann. Ich habe Mitgefühl mit Lenny, obwohl ich weiß, dass alles richtig läuft.

Samy und seine Frau dienen Lenny als Projektionsfläche, obwohl man im laufe des Films nicht mehr verstehen kann, ob es Samy und die Frau, je wirklich gab. Es scheint, dass Lenny an einer Psychose leidet und Realität und Fiktion verwechselt, bzw. lösen sich bei der Selbsterkenntnis feste Vorstellungen der Realität auf. Unter diesem Aspekt gibt es auch keine Psychose oder falsche Wahrnehmungen. Es gibt nur das was ist, auch wenn es nicht mehr in unsere Weltbild passt. Spirituellen Psychosen sind häufig Begleiterscheinungen, wenn sich der Film des Lebens auflöst. 

Abspaltung und Projektion der eigenen Persönlichkeit, (im Film als Amnesie dargestellt), sind Ausdruck der Unbewusstheit und der Abwehrmachnismen der eigenen Täterschaft. Wenn bereit ist die eigenen Täterschaft anzuerkennen, kann die Projektion vom der Umwelt heruntergenommen werden. Das heisst, man muss erkennen, dass man sich sein Leid im Ich-Bewusstein selbst (als Gott) zufügt. Auch wenn einem andere Menschen innerhalb des Films leid zu fügen, so ist dies der eigene Wille. ERkennt man diese möglichkeit an, beginnt man das Festhalten am Selbstbild loszulassen. 

Dann kann man sich dem eigenen Schmerzen stellen. Lenny müsste seine Täterschaft anerkennen und sich dem eigenen Schmerz stellen, um sich selbst zu erlösen. Lenny wird dies vermutlich tun, wenn er dazu bereit ist. Vielleicht schafft er das aber auch nie. Lenny hatte nie eine Wahl dieses zu tun oder auch nicht. Gott entscheidet wann Lenny erlöst wird.  Ende meiner Interpretation.

Ich möchte darauf hinweisen, dass meine Interpretation nur eine Perspektive ist, die entsteht wenn ich durch meine Brille der Erfahrung und Wahrnehmung auf den Film schaue.  

Dazu ein Einwurf eines bekannten Linguisten zur Determiniertheit des Wortes IST

Alfred Korzybski hat herausgefunden, dass Du mit dem Wort IST Deine Realitätswahrnehmung markierst, als wäre sie die tatsächliche Wahrheit. Zwei Menschen, zwei Welten, zwei Wahrnehmungen – und jeder hält die seine für wahr. 

Eine gute Basis für Auseinandersetzungen. Korzybsk schlägt deshalb vor, an Stelle des Wortes “ist” einen Ausdruck wie “in meiner Welt”, „Meiner Meinung“ „Ich glaube“ zu verwenden und damit die Relativität Deiner und der Wahrnehmung Anderer zu markieren. Das hat allerdings einen Nachteil: 

Du kannst Dich dann nicht mehr mit Anderen streiten, weil jeder “nur” eben seine Weltsicht darstellen und vertreten kann.

Was aber wenn der Streit zum Selbstbild gehört?

Wenn mir jemand sagt, ich interpretiere meine Umwelt auf Grund meines Weltbildes, dann kann ich nur sagen Natürlich. Das tut jeder von uns! 

Das Selbstbild, welches sich aus Angst vor dem Ego Tod, selbst aufrecht erhält, sieht die Welt durch die Brille des Selbstbildes. 

Selbst die Objektivität der Rationalität und der empirischen Wissenschaft gehört zu den Weltbildern, welches sich durch das eigene Selbstbild aufrecht erhält. 

In meiner Welt gibt es keine absolute Objektivität, außer das Absolute selbst, welches sich widerum kein Urteil über die Welt erlaubt. Das Urteil teilt das UR-Teil in Gott und Ich-Bewusstsein. Und so ist der gansche Schlammassel entstanden. Und selbst das ist nicht sicher, sondern nur eine Perspeketive. 

Ich wünsche euch viel Spaß dabei, diesen Gedanken und seine nachfolgenden Konsequenzen weiter zu führen.

Sonntag, 28. Januar 2018

Das Innere Kind

Die Tiefenpsychologie geht davon aus, dass unsere Probleme auf Erfahrungen beruhen die in frühster Kindheit ausgelöst wurden. Laut Theorie, lösen sich Probleme auf, wenn man sich an die Kindheit erinnert und möglicherweise verdrängten Themen und Gefühlen zuwendet, die abgespalten wurden. Verschiedene Psychologische Richtungen, berichten davon dass während der Kindheit ein Zeitfenster besteht, indem grundlegende Verhaltensweisen erlernt werden und es schwer ist, diese später zu verändern. Vielleicht kennt ihr das im Bezug auf das Sprachen lernen. Was aber wenn das „Kind“ schon in den Brunnen gefallen ist und die Kindheit sub-optimal gelaufen ist? Ist dann alles zu spät? Nein auf keinen Fall. Allerdings benötigt man dann Mühe, um dem inneren Kind auf die Beine zu helfen. Diese ist ein Weg der sich allemal lohnt.

Das innere Kind ist ein Gedankenmodell mit dem man sich selbst helfen kann, wenn man in der Kindheit etwas nicht erhalten hat. Man holt sein inneres Kind von damals ab. Bei mir saß mein Kind noch in Gedanken im Kinderzimmer. Es war einsam. Ich habe erst mal sein Vertrauen gewonnen, indem ich es öfters in Gedanken besucht habe. Und dann habe ich angefangen, mich für seine Belange einzusetzen. Etwas was meine Eltern nicht getan haben. Leider habe ich meine Eltern viele Jahre unbewusst imitiert. Man spricht psychologisch von Internalisierung. Dh. ich habe mein inneres Kind leider genau so unempatisch behandelt, wie ich das bei meinen Eltern erlebt und kritisiert habe. Ich habe es einfach nicht bemerkt.

 

Ich versuche mir selbst heute der Erwachsene zu sein, der das Kind damals nicht hatte. Dazu horche ich immer wieder in mich hinein und suche Kontakt zum inneren Kind und seinen Bedürfnissen. Das ist für mich gar nicht so einfach gewesen weil mein inneres Kind seine Bedürfnisse nicht mehr geäußert hat, weil sie in der Kindheit nicht gehört wurden. Ich versuche wenn möglich dem Kind die Bedürfnisse zu erfüllen oder zumindest Verständnis zu haben, denn man kann nicht alle Bedürfnisse eines Kindes erfüllen. Man kann aber Mitgefühl mit sich selbst haben, dass man sich etwas wünscht. Man kann sich selbst trösten, dass man es jetzt nicht haben kann. Oft hilft das schon. Wenn ich Angst habe, versuche ich bei mir zu sein und mir zu helfen durch diese Situation zu gehen. Da wo ich mich früher selbst verurteilt habe, gehe ich jetzt wohlwollender mit mir um, auch wenn ich nicht perfekt bin. Ich habe festgestellt, dass diese innere Kind Arbeit mit zunehmend hilft mehr Selbstliebe zu entwickeln. Natürlich gibt es immer auch schwierige Zeiten und Rückschritte. Meistens geht man 3 Schritte vor und zwei zurück. Diese Zeit sollte man sich geben.

Des weiteren sehe ich das Innere Kind auch als spirituellen Lehrer, welches dem erwachsenen Anteil seine Welt zeigen kann. Das Kind ist ja ursprünglich phantasievoll, kreativ, lebendig, neugierig, offen, im positiven Sinne naiv, gewesen. Das Kind kann also dem Erwachsenen Anteil der manchmal etwas unflexible im Denken, Fühlen und Handeln geworden ist, helfen diese Ursprüngliche Freiheit und Offenheit wieder zu gewinnen, indem es den Erwachsenen anregt zu Spielen und sich wieder auf die Welt einzulassen. Tue so als ob die Welt magisch wäre, ist ein Impuls der vom Kind ausgehen kann und der den Erwachsenen ergreifen kann, wenn dieser sich auf das kindliche Spiel einlässt. So sehe ich das innere Kind auch als Inspirationsquelle für die spirituelle Entwicklung. Denn da geht es darum eben diese freie Sicht auf die Welt in sich wieder zu finden. Idealerweise ergibt sich so aus Kind und Erwachsenen ein Zusammenspiel, welches beide Seiten beflügeln kann. So ist die Innere Kind Arbeit nicht ausschließlich dazu da emotionale Themen zu heilen, sondern auch ein Weg seine spirituelle Dimension zu erweitern. 

 


Dienstag, 26. Dezember 2017

Wie finde ich einen Traumhelfer?

Im folgenden Artikel erfährst du wie du einen Traumhelfer findest. Du arbeitest bei dieser Übung mit einer personifizierten Form deines Unbewussten oder einem weiseren Teil deines Selbst. Da das Unbewusste sowohl im Wachzustand als auch im Traumzustand existiert, kannst du auch im Wachzustand Kontakt mit ihm aufnehmen. Für die folgende Übung benötigst du zwei Stühle oder zwei anderweitig voneinander getrennte Sitzplätze. Das können auch zwei Kissen sein. Der erste Platz ist für dich bestimmt. Der zweite Platz für deinen Traumhelfer.

Setze dich bitte auf deinen Platz und schaue auf den zweiten Platz. Stelle dir vor, dass dort dein Traumhelfer sitzt. Imaginiere dir sein Erscheinungsbild, bis sich ein inneres Bild bei dir entwickelt. Sollte dir noch kein visuelles Bild einfallen, darf diese auch erst später folgen. Dieses innere Bild darf anfangs auch vage sein. Wenn du unsicher bist, weil du kein festes Bild siehst, verstricke dich nicht in deine Gefühle der Unsicherheit über diese Übung, sondern führe die Übung weiter fort, notfalls ohne Bild.

Vielleicht magst du ihm ein passendes äußeres Erscheinungsbild geben, welches sich für dich stimmig anfühlt und eine Person repräsentiert, die die Rolle des Traumhelfers für dich erfüllen kann. Bei mir hat es längere Zeit gedauert, bis ich meine inneren Helfer deutlicher sehen konnte. Jeder Kontakt zu deinen inneren Helfern, verfestigt eure Beziehung, die Erscheinungsform und die Möglichkeit seinen Rat einzuholen. Nehme dir nun etwas Zeit, um dir einen Traumhelfer vorzustellen, der auf dem zweiten Platz sitzt.

Nun fragst du deinen Traumhelfer, wie er oder sie heißt und wechselst auf den zweiten Platz. Dort fühlst du dich in deinen Traumhelfer ein, und hörst seinen Namen. Wenn du seinen Namen gehört, gesehen oder gefühlt hast, sprich ihn aus, oder merke ihn dir. Dann kannst du den Platz erneut wechseln, diese erste Begegnung nachspüren und dir den Namen evtl. notieren. Wenn du einen Namen oder Botschaften empfängst die du lächerlich oder absurd findest, dann lasse deine Bewertung durch den rationalen Verstand los. Das Unbewusste spricht symbolisch und irrational zu dir und es kann sein, dass äußerst prägnante Namen für dich ausgesprochen sinnvoll erscheinen. Vielleicht wirst du erst später erkennen, warum das so ist. Der Traumhelfer ist ein Stellvertreter für deine eigenen Fähigkeiten, die in dir schlummern.

Frage nun deinen Traumhelfer, welchen Ratschlag er dir, bezüglich deiner Traumfähigkeiten geben kann. Wechsel erneut den Platz und empfange die Nachricht auf dem zweiten Platz. Du kannst dir nun selbst mitteilen, welchen weisen Ratschlag dir der Traumhelfer gegeben hat, den Platz erneut wechseln und die Botschaft gegebenenfalls notieren, um über sie zu reflektieren. 

Vielleicht geht es dir wie mir, dass dir mit Hilfe des Traumhelfers Hinweise einfallen, auf die du mit deinem rationalen Verstand nicht gekommen wärest. Es kann auch sein, dass dein Traumhelfer dir Dinge sagen wird, die du nicht wahr haben möchtest. Betrachte seine Meinung dennoch als einen Hinweis, dem du nachgehen solltest. Manchmal erscheinen die Einfälle traumlogisch, dh. sie sind schwer in Worte zu fassen. Das ist so ein Gefühl wie wenn man einen Traum erzählen möchte, der schwer in Worte zu fassen ist. Es kann sein, das du anfangs erst die Sprache deines Traumhelfers lernen musst. Versuche ein wenig offen für das Irrationale zu sein. Um so offener du bist, um so einfacher ist es für deinen Traumhelfer dir Botschaften zu senden.

Wenn du etwas Sicherheit in der Kommunikation mit dem Traumhelfer gefunden hast, dann kannst du auch ohne die Trennung über die Sitzplätze mit ihm sprechen. Manche inneren Helfer erscheinen visuell vor dem inneren Auge, sprechen durch Zeichen und Symbolik, oder du hörst einfach seine Worte als vorgestellte Stimme. 

Wenn es dir ab und zu  schwer fällt, seine Stimme zu hören, verwende einfach wieder die Methode mit den beiden Sitzplätzen, um wieder zu mehr Sicherheit zu gelangen. Die Existenz des Traumhelfers, hat sehr viel mit den beiden Standpunkten Skepsis und Vertrauen zu tun. Wenn es dir schwer fällt den Kontakt zu finden, dann stärke das Vertrauen, indem du auf Rituale (Zwei Sitzplätze, oder andere) zurückgreifst. Wenn es dir zu viel wird, verstärke die Skepsis und das rationale Denken und mache dir klar, dass der Traumhelfer nur eine Imagination ist. Lerne zwischen diesen beiden Sichtweise flexibel hin und her zu wechseln. Traumhelfer wirken in einem Bereich denen du ihnen zusprichst, sollten Traumhelfer störend in dein Leben eingreifen, erinnere dich, dass du ihn geschaffen hast. Du kannst das Spiel an der Stelle jederzeit beenden.

Nun hast du eine Methode kennen gelernt, mit dem du in eine Kommunikation mit dem Unbewussten treten kannst. Wenn du täglich mit deinem Traumhelfer in Kommunikation trittst, wird sich eure Beziehung zueinander nach und nach vertiefen. Du wirst einen tiefen Zugang zu deinem Unbewussten finden und dessen Botschaften nach und nach deuten können. Er/Sie kann zu einem regelrechten Freund werden, wenn du dieses zulassen möchtest. Wenn sich eure Beziehung vertieft hat, kannst du ihn einladen sich auch im Traum zu zeigen. Du kannst ihn bitten dir bei verschiedensten Traumvorhaben helfend zur Seite zu stehen.

Samstag, 16. Dezember 2017

Spirituelle Krisen vor und nach der Erkennnis.

Was passiert mit dem Verstand, wenn das Verstehen an den endlichen Punkt kommt? Finden wir dort die Wahrheit oder den Wahnsinn? Im folgenden Text möchte ich auf verschiedene Problematiken eingehen, die uns im Moment der Erkenntnis und in der Zeit danach widerfahren können (nicht müssen). Ich hoffe damit den denjenigen helfen zu können, die an einem Punkt feststecken und nicht weiter wissen. Ich schreibe über mein Erlebnis, weil ich selbst große Schwierigkeiten hatte und Lösungen gefunden habe, die ich teilen möchte.

Ein bedeutender Crash meines Denkens, war die Erkenntnis, dass es keine Wahrheit gibt. Es ist nicht einfach das zu akzeptieren, wenn man ein Leben lang nach der Wahrheit gesucht hat. Ich habe mir immer ausgemalt, ein mal etwas ganz besonders zu finden, oder jemand besonderes zu sein, weil ich es gefunden habe. Es gibt den Spruch, wir kommen mit leeren Händen und gehen mit leeren Händen. Um so mehr man findet, um so mehr stirbt der Sinn, davon zu berichten. Wenn man es dann doch tut, dann nur noch weil man weiß, dass es ein Spiel ist, indem ich  irgendeine Rollen spielen muss. Es ist aber im Grunde egal was man dann tut.

Ich glaube dass wir mit unserem wahren Selbst Beobachter, dessen was geschieht, sind. Indem Moment in dem wir das Geschehene bewerten, kommen wir wieder zur subjektiven Meinungen unseres falschen Selbst (unseres Egos). Jede Wertung und jeder Glaube, dass wir etwas mit Gewissheit wüssten, ist eine subjektive Festlegung, die uns von der Wahrheit, wer wir sind, trennt.

An dem Punkt kann man nur weiter kommen, wenn man akzeptiert, dass der Verstand begrenzt ist. Ein Versteher der sich etwas auf seinen Verstand einbildet, muss an der Stelle Demut beweisen, und seinen geliebten Verstand zumindest kurz loslassen. 

Ich konnte den Verstand danach wieder aufheben. Also man wird nicht Blöd. Haha. Einige berichten, dass ihr Verstand ganz weggefallen sei. Das meint allerdings nicht, dass man dann nicht mehr Denken kann, sondern mehr dass unnötige Gedanken nachlassen. Unnötige Gedanken sind zb. Was ziehe ich morgen an? Soll ich nun zum Geburtstag gehen oder nicht? Was denken die Leute über mich, wenn ich mich schlecht benehme? Diese Gedanken können entweder in einem phänomenalen Crash wegfallen, oder aber langsam einschlafen. Bei mir geht alles langsam. Ich denke immer noch gerne, kann das Denken aber auch mal loslassen, bzw es lässt los.

Was ich dort hinter den Gedanken gefunden habe, war die Erkenntnis, dass es eine objektive Wirklichkeit nicht gibt. Es gibt letztlich auch nichts das kausal wäre, und mit irgendeinem Konzept zu belegen wäre. Religion als auch Wissenschaft kann nicht zu diesem Punkt führen. Man kann diese Wege dennoch gehen um dahin zu kommen, denn man braucht einen Weg, um zu begreifen, dass es keinen Weg gibt. Es gibt nur Perspektiven, aber keine Wahrheit. Ob man das als Freiheit, als Ernüchterung, als beginnenden Wahnsinn, als Bullshit, als schlechten Witz empfindet, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und wieder abhängig vom Ego und dessen Glaubenssätzen.

Dieser Moment kann nur selbst erfahren werden und vor allem sollte er selbst geprüft werden. Vorher weiß man es nicht. Glaube mir nicht, prüfe es. Prüfe es nicht nur mit deinem Denken, sondern auch mit deinem Herzen.

Theoretisch könnte eine statistische Wahrscheinlichkeit der Wahrheit geben, wenn man die unendliche Perspektive betrachtet. Aber ist das möglich? Man kann natürlich immer weiter Denken, doch wird man da zu keinem messbaren Ergebnis, zu keine Gewissheit kommen. Wahrheit gibt es immer nur im Bezug auf etwas Bestimmtes. Wahrheit kann zwischen zwei Punkten bestehen, aber im endlosen Raum, kann Wahrheit nicht gefasst werden.

Was macht man, wenn man zu so einem Schluss kommt? Mein Verstand ist mein Leben lang wie ein Hamster in einem Rad gelaufen, in der Hoffnung eines Tages irgendwo an zu kommen. Doch nun weiß ich, dass es kein Ankommen gibt. Alle Denkkonzepte fallen langsam ab. Nun ist der Hamster irritiert. Immerhin war es sein Lebenszweck nach der Wahrheit zu suchen. Was soll er nun tun? Aus lauter Verzweiflung rennt er weiter oder gerät in Sinnkrisen. Er sagt sich vielleicht, dass das Unsinn ist. Er geht vielleicht erstmal in sein altes Leben zurück und denkt nach. Vielleicht ahnt er aber schon, dass das auch irgendwie keinen Sinn mehr macht. Manchmal kann es auch gut sein, sich mit dem alten Leben ausszusöhnen.

Man muss mit der Ernüchterung irgendwie umgehen, die sich einstellen kann. Nur wie? So wie die Erkenntnis einige Jahre intensiven Forschens brauchen kann, kann der Umgang mit der Erkenntnis ebenfalls einige Zeit benötigen. Das ist ganz normal. Wenn man am endlichen Punkt des Verstehens, auf Schwierigkeiten stößt, kann man auch nochmal zurück gehen und noch eine Weile andere Dinge bedenken. Man kann das Thema manchmal einfach ruhen lassen und Leben.

Wenn man sich bereit fühlt, kann man erneut an der Grenze forschen und diesmal vielleicht einen Schritt weiter gehen. Manchmal fehlen einem Lösungen für Probleme, an der Schwelle, um wieder weiter zu gehen. Manchmal geht man zwei Schritte vor und wieder einen zurück. Bei mir hat das von der ersten intensiven Erkenntnis der Freiheit, ca. 3 Jahre gebraucht, bis ich es geschafft habe, mich mit dem Gedanken anzufreunden, dass es nichts gibt, was man finden oder erreichen kann. Und es passiert mir immer noch, dass ich es vergesse. Zum Glück aber immer wieder neu entdecke. Haha.

Naja so nachhaltig wirken eben die alten Konditionierungen, Glaubenssätze und Emotionalen verstrickungen. Die müssen dann erstmal alle durchschaut und auch gefühlt werden, falls man es sich zum Ziel gesetzt hat, sich noch weiter zu entwickeln. Das muss man nicht. Vermutlich ist man erst so Richtig da, wenn man sich selbst, die anderen Menschen und die ganze Welt komplett so lassen kann, wie sie sind und sie dafür liebt, dass sie so sind wie sie sind. Aber auch dass ist wieder ein perfektes Ideal. Das Streben nach Idealen fällt ja im Idealfall auch weg.

Eigentlich ist es eher ein sich auswickeln aus falschen Vorstellungen, um das zu werden was man schon immer war. Wenn man erkannt hat, dass Entwicklung nur ein Gedanke ist, muss man sich dann entwickeln? Man ist die Ewigkeit, die einfach ist, egal wie sie gerade ist. Kann sich die Ewigkeit nich entwickeln? Gibt es Raum und Zeit oder sind das nur Gedanken? Da kann man nur Paradoxe Antworten darauf geben. Ja und Nein. Man kommt zu nondualen Erkennnissen, die immer schwerer auszudrücken und nachvollziehen sind. Man denkt zunehmend auf verschiednene Ebenen.

Wer sein Denken kultiviert und das Mitgefühl vernachlässig, kommt manchmal zu Verstandeserleuchtungen, die bestimmte Aspekte des Selbst nicht erkennt. Viele Menschen dissoziieren sich von ihren Gefühlen, weil sie ja wissen, dass es sie selbst nicht gibt. Das ist die spirituelle Form der Verdrängung und erklärt wie Leute einerseits erwacht sein können und Idioten sind. Es gibt es tolles Lied von Käptn Peng, der Meister und der Idiot. Ich denke, es geht darum Meister und Idiot zu vereinen und ein mitfühlendes Wesen zu werden. Aber das ist nur meine ganz persönliche Auslegung und eine Bewertung aus dem Ego. Letztlich kann man auch genauso bleiben wie man ist. 

Manche bleiben nach der phänomenalen Erkenntnis die Alten. Für mich war das aber klar, dass ich endlich verwirklichen möchte, was ich mein ganzes Leben angestrebt habe, Freiheit von einschränkenden Konditionierungen zu erlangen und mein Mitgefühl weiter zu kultivieren. Ich war oft sehr unglücklich in meinem Leben und deshalb gibt es noch ein Streben nach Glück in mir.   Und da ich das aus tiefstem Herzen tue, ist das für mich auch richtig so. Genauso wie es für Andere richtig sein mag, die Alten zu bleiben.

Man gerät an dem Punkt hinter den Gedanken in eine Orientierungslosigkeit, denn wie soll man sich selbst noch organisieren, wenn es nichts mehr gibt an dem man sich festhalten kann. Man erlebt Haltlosigkeit, evtl. gepaart mit Sinnlosigkeit und Leere.

Wenn es keine Wahrheit, kein richtig und kein falsch mehr gibt, verliert sich der Sinn in Allem. Mein Beruf zb. hat eine Zeit lang keinen Sinn mehr gemacht. Ich bin Erzieherin und wollte Kindern immer ermöglichen, eine bessere Kindheit zu erleben als ich sie erlebt habe. Doch dann habe ich erkannt, dass ich mir das selbst angetan habe, um genau so eine Kindheit zu erfahren. Ich habe mir diese Eltern ausgesucht. Jetzt sehe ich, es ist mein Job Kindern ein Ego zu verpassen. Das ist echt irre. Wie kann denn dann meine Arbeit, meine humanistische Ethik, die mich lange begleitet hat, noch einen Sinn machen? Gut und Böse haben sich aufgelöst. Es gibt nichts mehr zu verurteilen, es sei denn, es ist mir noch unbewusst.

Alte Werte sterben. Möglicherweise in einem Augenblick. Möglicherweise in einem längeren Prozess. Manchmal wird einem der ganze Lebensinhalt, der ganze Lebenssinn genommen und das kann zu einer Krise führen. Doch diese Krise kann man bewältigen. Man kann Gefühle auf ihren Ursprung analysieren und das neue Weltbild integrieren. Vielleicht nicht von heute auf morgen, aber man kann aus der Krise wieder herausfinden.

Wie findet man dann einen neuen Sinn? Wenn der Lebensinn verloren ist, kann man in der Freiheit einen neuen Sinn finden. Der neue Sinn orientiert sich dann nicht mehr an alten Konditionierungen. Der alte Sinn muss einmal sterben, damit er frei ist von alten Konditionierungen. Der neue Sinn orientiert sich am Herzen. Der neue Sinn orientiert sich am Mitgefühl mit dir selbst. Er orientiert sich daran was dich persönlich glücklich macht. Er orientiert sich an der Freiheit. 

Er orientiert sich nicht mehr daran, was man von dir erwartet wird oder was gesellschaftlich angemessen ist. Wenn dein bisheriger Lebenssinn wie bei mir daraus bestand, die Eltern zu widerlegen, kann es sein dass dieser Sinn nicht mehr passend erscheint. Das war nicht leicht, das zu akzeptieren und die Schuld von meinen Eltern zu nehmen. 

Der alte Sinn stütze sich ja auf die alten Konditionierungen, auch wenn man diese ablehnte. Der neue Sinn soll dir Geborgenheit und Freude zurück geben. Was könnte das für dich sein? Vergebe einen Sinn, der dir diese Ansprüche erfüllt und du wirst sehen, dass Sinnkrisen und depressive Zustände verschwinden. Was wünschst du dir. Erfülle dir selbst diesen Wunsch. Es gibt kleinere und größere Sinnkrisen.

Wenn wir an den Rande des Verstehens kommen, kommen wir oft auch an den Rande des Wahnsinns. Doch dieser Wahnsinn und das fehlen jeder Orientierung kann wieder geordnet werden.

Diese Ordnung kann durch das Herz und die Liebe zu sich selbst entstehen. In dem Moment der Haltlosigkeit, kann man sich selbst einen neuen Lebenssinn geben. Entscheidend dafür ist, bis zu dem Punkt vorzudringen, wo man sich selbst helfen möchte, einen neuen Weg zu finden.

Ich vermeide mal das Wort Selbstliebe, denn dass ist ein großes Wort, welches nicht jeder in einem Ausmaß, welches dem Wort angemessen ist, sofort erreichen kann. Ich habe mich immer sehr überfordert gefühlt, so etwas großes wie Selbstliebe zu empfinden, denn wer als Mensch in seinem Leben nicht überall mit Liebe vollgepumpt wurde, der wird es schwer haben, Selbstliebe aufzubringen. Es hat mich sogar frustriert, wie andere Spirituelle das Wort wie eine Selbstverständlichkeit benutzt haben. Ich hab immer gedacht, dann hatten sie nicht so eine Kindheit gehabt, wie ich sie erlebt habe. So führte auch bei mir die Öffnung des Bewusstseins zu kurzzeitigem Wahnsinn. Ich hatte eine spirituelle Psychose.

Nennen wir diesen Punkt deshalb, lieber Selbsthilfe. Denn oft müssen wir erst Mitgefühl mit uns selbst entwickeln, um uns aus so einer Krise herauszuhelfen. Eine einfache Frage, die man sich selbst stellen kann, könnte sein: Was würde dir jetzt helfen? Beantworte dir die Frage und versuche dir diesen Wunsch selbst zu erfüllen. Das ist am Anfang nicht einfach, vor allem wenn man keine führsorglichen Vorbilder hatte. Aber es ist wirklich nur eine Frage der Übung.

Ich hatte erkannt, dass mich meine Glaubenssätze in meiner Wahrnehmung der Wirklichkeit eingeschränkt hatten und nun wahr ich wie ein Kind, das mit offenem Mund vor der neuen Realität stand, weil ich erkannte, dass alles möglich war. Gleichzeitig war da ein Gefühl von, ich bin die Ewigkeit. Ein Gefühl von Sicherheit, ganz unabhängig von der Situation im Außen. Ich war schon immer ein Realitätsforscher, der die Traumebenen, in Form von Klarträumen, Traumdeutung in sein Leben integrieren wollte, doch am Rande des Wahnsinns, öffnete sich diese Ebene in neuem Ausmaß. Es gab nichts Festes mehr. Das war nicht innerhalb des geistigen Weltbildes so, sondern auch in der konkreten Wahrnehmung der Realität. Alles schwamm in einander.

So gerieten sowohl die Realitätsebenen durcheinander als auch mein übliches Verhalten, weil meine soziale Anpassung plötzlich total wegbrach. Meine alten Konditionierungen, insbesondere die sozialen Ängste, die ich immer hatte, wirkten nicht mehr. Mein unterdrückter Rebell kam zum Vorschein. Ich identifizierte mich kurzzeitig mit einer Art Jesus Figur und wirkte wie er, in einer Mischung aus Rebellion und Friedensbringer. Das war echt schräg. Diese Identifikation ging zum Glück vorüber. Gleichzeitig wurde ich ständig mit Todesangst oder aber auch mit meiner Bodhisattvahaltung konfrontiert. Es war sehr verrückt. Nun jede Verrücktheit kann man wieder ordnen.

Weil mein Leben vorher sehr kontrolliert war, gab es einen Teil, der aus dem Konventionellen ausbrechen wollte. Ein Teil in mir, ist unglaublich offen, neugierig, kindlich verspielt und den hatte ich in meinem Alltagsleben immer weggesperrt, denn in der Kindheit war dieser nicht erwünscht. Mein falsches Selbst bestand zumindest in der Öffentlichkeit aus Scham, Anpassung und Kontrolle. Deshalb brach in dem Moment, dieser andere verspielte Teil aus meinem Unbewussten hervor, um endlich leben zu dürfen. Es war ein regelrechter Ausbruch aus der Kontrolle.

Und so geriet ich in diverse Verschiebungen der Realität, weil ich so neugierig war und jedem Hinweis hinterher rannte. Ich erlebte im Wachzustand Verschiebungen auf die Astralebene, denn es gab keine Trennwände mehr, die den Wachzustand vom Traumzustand unterteilten. Ich erlebte eine Reaktivierung von kindlichem magischen Denken und religiösen Vorstellungen, obwohl ich in diesem Leben schon immer Agnostiker oder Atheist war. Es brach einfach alles mögliche, auf mich ein. Vergessene Erinnerungen der frühen Kindheit, mischten sich mit Zukunftsvisionen, in symbolischer Form auf allen Realitätsebenen, denn mein Stirnchakra war weit auf. Außerdem kamen alle möglichen unbewussten Ängste aus meinem Unterbewussten hoch und bedrängten mich sehr dominant. Ständig musste ich mit allen dazugehörigen Emotionen sterben. 

Nachträglich war ich froh, dass ich mich mit der Psychologie und der Traumdeutung auskannte, denn so konnte ich die Symbolik letztlich in sinnvolle Botschaften verwandeln.

Ich hatte früher sehr aufwendig das luzide Träumen trainiert, plötzlich kamen unerwartet die ganze Nacht Klarträume. An dem Punkt war ich so unglaublich froh Klarträumer zu sein. Durch das WILDEN (eine Klartraumtechnik) und das Trainieren der bewussten Schlafparalyse, durch meine Erfahrung mit Astralreisen, war zumindest dieser Part keine Überraschung für mich. Ich höre öfters davon, dass Erwachenden Schwierigkeiten mit plötzlichen Klarträumen haben. Es ist daher hilfreich sich über das Phänomen zu informieren.

Das Ganze geriet wochenlang ziemlich außer Kontrolle, bis ich mich langsam wieder erden konnte. So richtig auf der Erde zurück war ich ca. nach 6 Monaten. Dann kam die Dunkle Nacht und mein Ego mit all seinen Begrenzungen war wieder da.

Glücklicherweise fand ich jemanden der mir helfen konnte, das Chaos in mir zu sortieren. Im Falle meiner ver-rückt-en Wahrnehmung, half es die beiden Lager (Neugierde, Offenheit, Verspieltheit) vs. (Scham, Anpassung und Kontrolle) in ein Gleichgewicht zu bringen. An dieser Stelle wacht der Verstand, die Vernunft, der Erwachsene nun über das Kind, das manchmal kreuz und quer, phantastisch, verspielt durch alle Realitäten springen will und Grenzen nicht akzeptieren mag.

Hinter dieser Vereinbarung steht, das Mitgefühl mit mir selbst. Das war zum Zeitpunkt des Erwachens noch nicht ausreichend ausgebildet. Es musste also nachgenährt werden. Es braucht letztlich den Verstand und das Herz, um so eine Schieflage wieder auszugleichen. Denn ich begrenze mich nun aus Mitgefühl. Aus Mitgefühl, bin ich vernünftig. Ich möchte, dass es mir gut geht und deshalb, hört mein inneres Kind auf den inneren Erwachsenen.

Überhaupt sehe ich es jetzt so, dass man die Siddhis (die übersinnlichen Fähigkeiten) erstmal nur gezeigt bekommt. Man muss sie nicht nehmen. Ich dachte, ich müsste sie alle nehmen und verstehen und beherrschen. Das war mein Ego Wahn. Anfangs konnte ich der Verlockung nicht widerstehen, mittlerweile überlege ich genau, welche Konsequenz das Einlassen auf so ein Angebot hat und ob ich die Erfahrung auch integrieren kann.

Mir war immer wichtig, dass ich im Leben als Mensch noch normal funktionieren kann. Heute sehe ich das mit den Siddhis so, dass ich mir denke: Danke dass du mir das gezeigt hast. Das ist wirklich krass das das geht. Aber im Moment ist das noch nichts für mich. Ich werde drauf zurück kommen, wenn ich soweit bin. So ist das ein ganz guter Kompromiss, um die Einladung nicht ausschlagen zu müssen.

Ein sehr gutes Konzept, um das Mitgefühl für sich selbst zu entwickeln, ist die Innere Kind Arbeit. Besonders dann, wenn man selbst als Kind auf Mitgefühl verzichten musste. Manchmal braucht man auch Unterstützung von anderen Menschen, damit man Mitgefühl von ihnen lernen kann. Man braucht manchmal einfach Vorbilder, die gut mit einem umgehen, wenn man das als Kind nicht hatte. Man braucht Menschen die einem beibringen sich selbst nicht zu verurteilen und die einem beibringen sich selbst so anzunehmen wie man ist. Es gibt wirklich Menschen, von denen man sich etwas abgucken kann. Menschen die gut mit sich selbst umgehen und sich nicht verurteilen. Menschen die gut mit anderen umgehen, ohne deren Eigenarten zu bewerten. Es ist toll wenn man das Glück hat so jemanden an seiner Seite zu haben. Freunde, Partner oder Lehrer können diese Funktion erfüllen.

Zur Leere kommt man sowohl durch Annahme als auch durch die Zerstückelung des Egos. Da ich mich selbst schon immer zersägt hatte, weil ich einen starken Kritiker Anteil in mir habe, fehlte mir also die Annahme. Man kann also nicht pauschal sagen, was einem Menschen fehlt. Vielleicht ist beides notwendig.

Sich selbst Mitgefühl geben oder temporär das Mitgefühl eines anderen Menschen anzunehmen, funktioniert, nur wenn man sich als erstes seine Bedürftigkeit evtl. auch die eigene Hilflosigkeit und Ohnmacht eingestehen kann. Denn nur dann ist man in der Lage Hilfe anzunehmen. Für manche Menschen ist das eine große Hürde, weil sie dann mit ihren Gefühlen der Minderwertigkeit konfrontiert werden. Man kommt aber nur weiter wenn man wirklich alles fühlt, was aufkommt. 

Für das bewusste Fühlen von Emotionen helfen Techniken des Fühlens, denn auch das musste ich erstmal lernen. Ein gutes Buch ist da Brandon Bays – The Journey und wenn man Probleme mit körperlichen Symptomen bekommt, Hartmut Lohmann – Selbstheilung Intensiv. Die beiden Bücher in Kombination sind genial, denn man kann ja nur annehmen was ist, wenn man in der Lage ist auch unangenehme Gefühle und Körperempfindungen zu fühlen. Man muss da bleiben können, egal was passiert.

Das Mitgefühl hat mich dann unterstützt, das Chaos in mir durch psychologische Analyse wieder in ein Gleichgewicht zu bringen. Ich weiß nicht wie man das ohne Psychologie schaffen soll? Vielleicht mit Gottvertrauen? Ich war froh dass ich die Psychologie hatte.

Es ist wirklich gut sich Hilfe zu holen, denn oft braucht man ein Gegenüber, damit man sich nicht ständig im selben Kreis dreht. Im Idealfall jemand der das selbst hinter sich hat. Jemand kann dich immer nur so weit begleiten, wie er selbst den Weg gegangen ist. Viele meinen es gut, sind aber die falschen für dich. Und zudem gibt es viele unterschiedliche Wege und Ansichten. Es gab viele die mir helfen wollten, doch sie hätten mich nicht verstanden oder haben meinen Weg nicht akzeptiert. Du erkennts sie an ihren Taten.

Viele potentielle Helfer und Lehrer haben meine Liebe für das Denken und Verstehen wollen oder die nicht physischen Zustände, wie das Träumen nicht akzeptiert. Sie sagten geh aus dem Denken, man muss das nicht verstehen,  oder komm auf die Erde. Ich musste aber verstehen, weil das mein Weg ist. Das hatten sie nicht verstanden.

Andere waren mit der Psychose überfordert. Mein Herz sagte, mir das sind dann die falschen für mich. Immer dann wenn ich mein Herz nicht hören konnte, sorgte mein höheres Selbst dafür, dass mit der Begegnung irgendwas nicht stimmte oder ganz schief lief. So suchte ich lange nach Hilfe. Dann geschah ein Wunder. Einer hat mich so akzeptiert wie ich bin. Das war der richtige.

Wenn du eine spirituelle Psychose hast, brauchst du jemanden der selbst eine spirituelle Psychose hatte und sich selbst geheilt hat oder zumindest diesen Zustand anderweitig selbst erfahren hat. Manche Erfahrungen kann man übertragen, andere muss man selbst erleben. 

Über das Denken und das Träumen und die Bedeutung für mich, haben ich kürzlich ausführlich geschrieben. Vielleicht werde ich noch mal einen umfangreicheren Text über die Psychose schreiben. Manchmal ist es schwer den passenden Menschen zu finden, manchmal taucht er aber wie ein Wunder genau dann auf. Genauso kann ein guter Therapeut helfen, der die transpersonalen Zustände selbst erlebt hat.

Nach dem Erwachen geschieht es zudem vielen Menschen, dass sie dann erst recht in ein Art Loch fallen. Es gibt den Begriff die dunkle Nacht der Seele, den der christliche Mystiker Johannes vom Kreuz geprägt hat. Es beschreibt eine Phase, in der man mit alten Lebensthemen konfrontiert wird. Das Ego kehrt zurück. Man durchlebt diese Themen erneut, um sich mit Verdrängtem zu versöhnen. So kann man sich nachhaltig mit Themen konfrontieren, welches dieses auf und ab und das festhalten an den High Zuständen beendet. 

Die Dunkle Nacht kann unterschiedlich lang, und unterschiedlich intensiv sein, kann phasenweise auftreten oder eine länger Zeit andauern. Ich stecke selbst immernoch in diesem Prozess und kann dazu sagen, dass es keinen Spaß macht, aber dass unglaublich viel alter Mist transformiert wird. Bei mir findet eine Auflösung von Blockaden, Heilung von chronischen Krankheiten und eine Neukonditionierung statt. 

Zwei umfangreiche Texte über die Dunkle Nacht, kann ich sehr von der Bloggerin Tanja Braid empfehlen.

Zurück zur Orientierungslosigkeit und zu der Frage  wie sortiert man das Chaos, welches entsteht, wenn es keinen Halt mehr gibt? 

Zuvor hatte man ein festes Weltbild, oder zumindest einige Eckpfeiler, welche dafür gesorgt haben, dass man nicht aus der Bahn kippt. Bei mir war das nicht so, dass das eine einzige Erkenntnis war. Es war eine ganze Batterie aus Erkenntnissen, die tagelang durch meinen Geist blitzten und schon vor Jahren anfingen. Plötzlich ist nichts mehr da was dich noch halten kann. Man kann sich sehr schnell an neue Weltbilder gewöhnen, manchmal kamen jeden Tag neue Varianten in meinen Sinn.

Mir hat es geholfen, mir eine neue Orientierung zu schaffen, die sich an meinem Herzen orientiert. Dabei geht es darum, dass man sich sicher fühlt, falls das Gefühl von Sicherheit gerade nicht da ist. Irgendwann wird man in der Freiheit Sicherheit finden. Bei mir hat das lange gedauert. Bis man diese Sicherheit erfährt, kann man daran arbeiten sich Sicherheiten zu schaffen.

Dazu kann man sich selbst eine Struktur geben. Wähle eine Struktur mit der du dich sicher fühlst. Als erstes könnte das eine Tagesstruktur sein, so dass du als Mensch wieder in dieser Realität leben kannst, denn dein Ego kann sich durch die Erkenntnis tatsächlich so weit auflösen, dass du nicht mehr funktionsfähig bist.

Bei mir traten auch Zustände auf, wo ich nicht Essen und Trinken musste/wollte. Und ich esse sonst echt gerne. Regelmäßiges Essen und Trinken, Sport,  sowie kreative Beschäftigungen wie malen oder musizieren, können dir helfen wieder zurück auf die Erde zu kommen. Dabei kannst du darauf achten, dass du dich von Reizen die dich stressen möglichst abschirmst. Körperliche Aktivitäten und sich wiederholende Tagesstrukturen können erstmal eine grundsätzliche Sicherheit verschaffen. Physisch habe ich viel versucht um mich zu erden, doch zu dem Zeitpunkt fehlte mir noch die Vernunft, die mich geistig begrenzte. Manchen hilft Meditation, mich hätte das nur noch weiter weggebeamt. Probiere aus, was dir persönlich hilft. Mein Freund hat mir Sicherheit gegeben.

Wenn du Schlafen kannst, schlafe. Der Schlaf ist ein Reset, beruhigt die Gedanken und hilft dir dich zu stabilisieren. Schlafen musste ich zu dem Zeitpunkt auch nicht mehr. Es konnte sich einfach keine Müdigkeit einstellen. Es gab nur noch absolute Wachheit. Bin ich mit viel Mühe doch eingeschlafen, war ich Luzid oder Astral. Das war das erste mal in meinem Leben, wo ich nicht luzid sein wollte, denn es war mir alles zu viel. Ich habe mich sehr bemüht mich zu erden und mir in jeglicher Form Stabilität und Sicherheit zu verschaffen. Aus lauter Verzweifelung war ich dann sogar mit der Disziplin einverstanden. Das hat dann langsam geholfen.

Zudem hat man vielleicht die Erkenntnis, dass es die Realität nur auf einer Art Traumebene gibt und dass die Materie, keine Substanz mehr hat. Es entsteht ein Gefühl von Leere. Wie man die Leere wahrnimmt, das kann unterschiedlich sein. Ich fühle sie und wird sie sehr stark zeigt sich gelegentlich Angst. Das ist die Angst des Egos vor nicht der Existenz. Wenn die Welt zu verrückt wird, zb. wenn sich Wachebene mit Astralebene mischen, bekommt mein Ego angst, weil seine Funktion gefärdet ist.

Manchmal hatte ich früher diese Leere in allem sehr bedrohlich wahrgenommen. Es kamen unglaublich bedrohliche Angst Gefühle aus der Leere. Diese haben sich mit der Erkennnis gepaart, das die Welt nicht echt ist. Diese Kombination war ein Alptraumgefühl ohne gleichen, aus der mir niemand helfen konnte, weil es die Welt ja nicht gab. Wenn man Mitgefühl mit sich selbst hat, kann man aber wiederum entscheiden, dass es die Welt doch gibt.

Alle Angstgefühle, die aus der Leere kamen, hatten  ganz normale psychologische Ursachen und können deshalb auch psychologisch aufgearbeitet werden. Sie waren nur unglaublich aufgebauscht und deshalb so intensiv. Bei mir war das zb. Angst vor Kontrollverlust und Angst vor körperlicher Verletzung und Scham. Nachdem ich die Gefühle bewusst gefühlt hatte, kamen sie nicht mehr in dieser Intensität. Seitdem ist die Leere zunehmend leer und unproblematisch. Und es gibt die Welt ja auch. Es gibt sie und gibt sie nicht. Entscheide dich bei Angst doch einfach für das was dir gut tut. Alternativ fühle die Angst und erkenne, dass es nur ein aufgebauschtes Gefühl ist, welches ein ganz irdische Ursache hat. 

Spirituelles Sterben meint das Sterben der einschränkenden Glaubenssätze und der unbewussten Eitelkeiten. Um so mehr du stirbst um so demütiger und dankbarer wirst du dem Leben gegenüber. Manchmal muss man aus lauter Dankbarkeit weinen, weil man jetzt erst den ganzen Zusammenhang seines Lebens versteht.

Manche erleben auch sogenannte Nahtoderfahrungen, bei denen sie erkennen, dass es das Sterben so wie wir uns das in unserer Kultur vorstellen, nicht gibt. Wenn man erwacht, stirbt man früher oder später. Das Sterben ist nicht nur ein Gedanke, wie huch mein Ego ist jetzt gestorben, das vollständige Sterben beinhaltet auch, dass man die Emotionen und Ängste des Sterbens vollständig bewusst erlebt. Man stirbt nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit dem Herzen, denn man erlebt das Leid des festhaltens am Leben.

Diese Erkenntnis das es letztlich keinen Tod gibt, kann je nach Intensität sehr erleichternd sein, weil so eine ganze Menge Ängste abfallen können. 

Letztlich ist das Sterben innerhalb der Matrix Simulation jedoch auch nur ein Film, denn wenn sich das Ego bis zu einem gewissen Punkt durchdrungen hat, erkennst du dass es dich nie gab. Du wurdest nicht geboren und kannst auch nicht sterben.

Du bist die Wahrnehmung in der immer etwas geschieht. Die Wahrnehmung erkennt sich selbst. Alles was du je erlebt hast, waren nur Gedanken, die in der Vergangenheit oder in der Zukunft existierten. An der Stelle weiß man gar nicht mehr ob es einen noch gibt, oder je gab. Bin ich nur eine Idee? Zu sagen es gibt mich nicht, ist auch wieder eine Festlegung. Denn wenn man in seinen Avatar wechselt, gibt es einen sehr wohl. Dieses Durcheinander kann der Geist nur noch schwer fassen. Überhaupt sind Worte zu begrenzt, um es so zu beschreiben mit all den Gefühlen, mit denen man es erfährt.

Man kommt vielleicht zu der Erkenntnis, dass es die anderen Menschen nicht gibt. Doch gleichzeitig gibt es sie. Man kann vielleicht wahrnehmen, dass man mit allen Menschen und Lebewesen verbunden ist. Oder aber auch das man mit allem Eins ist. Man kann die Erfahrung machen, dass es keine Getrenntheit mehr gibt. Man kann die Erfahrung machen mit sich selbst zu sprechen, obwohl man phänomenal mit einem anderen Menschen redet. Manchmal erlebt man starke Synchronizitäten, zwischen den Gedanken und der Umwelt. Andere erleben dass die Zeit still steht.

Erkenntnisse können auch öfters als kleinen oder großen Schockzustand erfahren werden. Ich mag die Schocks, die bei mir häufig in einer Mischung aus heulen und lachen enden, weil ich die Erkenntnisse,  das Verstehen und die anschliessende Freiheit so liebe. Manchmal ist es aber auch, als ob ein Loch in einen gerissen wird. Bei mir ist es meistens direkt positiv, inden anderen Fällen, mit Verzögerung. System-Updates müssen manchmal erst integriert werden.

Manche Menschen besonders die sensiblen, nehmen auch die energetischen Veränderungen, die mit dem Erwachen einhergehen sehr stark war. Kundalini ist da das Schlagwort und auch ein spiritueller Weg (Kundalini Tantra). Einige und auch die, die nichts mit Kundalini zu tun hatten, erleben starke Symptome von Energie oder Lichterfahrungen, die leider manchmal als Krankheit fehlinterpretiert werden. Auch ich hatte und habe diverse energetische und körperliche Erscheinungen, die man möglichst nicht so stark aufbauscht. Ich lese manchmal in Internetforen, wo sich Leute über ihre Kundalini Symptome unterhalten und jeder die schlimmeren Symptome haben möchte. Dieser Krankheitsgewinn, sollte durchschaut werden. Spielt doch lieber das Spiel, wer die schönsten Kundalini Phänomene hatte.

Menschen erleben Erwachen unterschiedlich. Manche erleben in einem Moment einen sehr krassen Schock. Sie wissen dann direkt, dass sie unendliches Bewusstsein sind das träumt. Andere so wie ich, erleben eher ein stufenweises langsames Erwachen. Wenn man langsam geht, hat man mehr Zeit sich umzuschauen. Letztenlich kommen beide an.

Wenn ich den bisherigen Text jetzt nochmal lese könnte der Gedanke aufkommen, dass Erwachen eine schreckliche psychische Krankheit zu sein scheint. Ich wollte jedoch gezielt auf die problematischen Dinge eingehen, weil ich selbst mit meinem Erleben  oft sehr hilflos wahr und hoffe Menschen helfen zu können, Wegweiser durch das Chaos zu finden.

Gerade die Spirituellen neigen manchmal dazu nur von Licht und Liebe zu sprechen und die Problematik und auch ihren Schatten nicht da haben zu wollen. Achja die Schattenarbeit. Es ist meiner Meinung nach sehr wichtig ein Konzept zu haben, mit dem man seinen unbewussten Schatten transformieren kann und sein Ego versteht. Mir hat es das Enneagramm sehr angetan, es gibt aber auch andere Modelle. Ich höre immer wieder das die Psychologie C.G. Jungs vielen Menschen über die schwierige Zeit hinweggeholfen hat. Auch gibt es andere Bücher über die Integration von Spirituellen Krisen.

Nun aber zur schönen Seite. Ich gebe zu die muss ich erst noch ausgiebig erforschen. Das Verstehen hat sich mit der Freude verbunden.

Leere. Mit Leere kann Gedankenleere, oder aber auch ein Gefühl von Leerheit gemeint sein, welches unabhängig von allen Erscheinungen ist. Diese Leere ist ein Art Nullpunkt, indem Phänomene auftauchen. Typische Phänomene der Leere sind bedingungslose Gefühle. Ein bedingungsloses Gefühl ist ein Gefühl, welches keine kausale Ursache hat. Es ist grundlos da.

Und typischerweise zeigen sich Gefühle, von Sicherheit, Fülle, Sattheit, Liebe, Geborgenheit, Frieden, Freiheit, Freude, Glückseligkeit, etc. 

Diese Gefühle können intensive Ausmaße annehmen und den ganzen Körper ekstatisch überschwemmen oder aber auch sanft im Hintergrund schwingen.

Wir sterben oft nach irgendwelchen Dingen, um durch das Erreichen des Ziels eben diese Gefühle zu erlangen. Ganz gleich ob es sich um Liebe, Wissen, Klarträumen oder materielle Ziele handelt. 

Letztlich erleben wir häufig, dass uns unser Erfolg nicht ganz und gar erfüllt. Diese Erfüllung geschieht, jedoch ist sie nicht abhängig von dem Erreichen irdischer Ziele. In der Leere tauchen bei mir immer wieder diese Gefühle auf und das besondere ist, sie sind von nichts abhängig. Du kannst also gleichzeitig krank und obdachlos sein und innere Sicherheit und Freude empfinden. Das zu erfahren ist das Glück der Erfolglosen.

Wenn man das einmal erlebt hat, möchte man die Glückseeligkeit meist nicht loslassen. Doch sie lässt sich nicht festhalten. Der Versuch etwas festzuhalten oder zurück zu wollen, wenn es gerade nicht da ist, hindert dich daran es erneut zu erleben.

Stelle dich darauf ein, dass dich Glück und Unglück wie Ebbe und Flut erreicht. Extatische Gefühle werden dich auch wieder verlassen. Es bleibt deshalb nur, das dunkle Tal anzunehmen, wenn man auf der anderen Seite wieder daraus auftauchen möchte.

Erleuchtung ist nicht ewige Glückseeligkeit, sondern zu erkennen das man die Wahrnehmung ist in der ein Film abläuft. Es gibt schöne Filme und unschöne Filme. Sobald du den Film bewertest, bist du zurück im Ego.

Eine sehr gute Technik ist sich darin zu üben, dass was jetzt da ist anzunehmen. Das kann man üben. Auch und besonders vor dem Erwachen. Ist Wut da, dann nehme die Wut an. Ist Regen da nehme den regen an. Ist Widerstand gegen das was ist da, nehme den Widerstand an. usw.

Du wirst zunehmend Zufriedenheit erreichen, unabhängig von der äußeren Umgebung. Die Zufriedenheit wird sich vielleicht nicht von heute auf morgen einstellen, aber sie wird mit der Zeit zunehmen. Das ist dann aber eine bedingungslose Zufriedenheit, die nicht an äußere Umstände gekopplet ist. Ich muss an diesem Thema noch arbeiten, und mich immer wieder in der Annahme üben.

Oft überfluten einem nach der Erkenntnis sehr intensive Gefühle, die dann erstmal wieder verschwinden, damit du eben auch deine schwierigen Lebensthemen erneut durchfühlen und auflösen kannst. Dadurch erhält du eine zunehmende Sicherheit, die dir hilft, dass dich Lebensthemen nicht mehr erschüttern. Irgendwann hast du eine kritische Masse an Emotionen und Situationen angenommen. Was soll dich dann noch in dieser Welt verunsichern? Außerdem bist du die Ewigkeit, die unsterblich ist.

Vielleicht hast du plotzlich auch Lust zu einem sehr einfachen oder natürlichen Leben. Ich zb. nehme gerade die physische Welt an, die ich nie haben wollte. Es klingt vielleicht komisch, aber ich gehe aktuell spazieren. Körperliche Aktivität ohne Leistungsanspruch, dennoch regelmässig, dass habe ich mein ganzes Leben nicht geschafft. Ich konnte immer nur übertreiben oder im Widerstand sein. Jetzt geht es plötzlich. Und das spazieren gehen lehrt mich mich, mit meinem Körper und der physischen Ebene zu versöhnen.

Gleichzeitig öffen sich die Tore zu nicht physischen Bewussteinzustände.  Um so besser man sich erdet um so höher kann an hinaus. Es ist kein Widerspruch mehr. Beide Richtungen wollen in mir entwickelt werden.

In der Leere finden sich weitere Geschenke. Zum Beispiel findest du dort Wissen, dass du je nach Begabung oder Fähigkeit der Öffnung abrufen kannst. Ebenso findet man ein unerschöpfliches Potential an Genialität und Kreativität in diesem Raum, hinter den Gedanken. Dinge kommen plötzlich ins rollen, die ein Leben lang nicht funktioniert haben.

Vermutlich wirst du auch neue Wahrnehmungsarten und neue "Level" freischalten können. Das kann vom Luziden Träumen, Empathie, Telepathie, Hellsichtigkeit, Aura Sichtigkeit, Channeln, Heilung, Reisen in andere Dimensionen, bis hin zum Bewegen von Materie alle mögliche sein. Bei mir ist es die Empathie und Energiefühligkeit, die sich zunehmend entwickelt und mich sehr bereichert. 

Es hängt sehr stark von dir ab, was du selbst alles erforschen möchtest. Ein einfach gestrickter Menschen, wird sicherlich andere Qualitäten entwickeln wollen, wie ein vielseitig interessierter neugieriger Mensch. 

Deine Chakren werden sich vermutlich nach und nach öffnen, ausgleichen und dir die damit verbundenen Qualitäten freischalten. 

Du wirst die Realität nach und nach in größerem Umfang begreifen. Überhaupt wird dir die unglaubliche Freiheit klar. Du erkennst dass alles möglich ist. Irgendwann kannst du es dann aushalten, in der Freiheit zu schweben, ohne Angst zu haben. Zu erkennen das alles möglich ist, war ein unglaubliches Staunen für mich. Grenzen gibt es nur in unserem Denken, mit dem wir uns beschränken. 

Dieses Gefühl der Möglichkeiten, fühlt sich in etwa so an, wie das Hochgefühl in einem sehr bedeutendem Klartraum, es fühlt sich an als seist du wieder ein freies staunenden Kind, dass mit offenem Mund da steht und die Existenz betrachtet, allerdings mit mit dem entwickelten Verstand eines Erwachsenen. Jetzt bist du Erwachsen und wieder Kind geworden. Du hast Herz und Verstand in dir vereint.