Samstag, 25. November 2017

Teil 3 - Dämonen, Wächter, Astralreisen

Du sagt jetzt vielleicht, aber ich erlebe regelmäßig, dass ich von beängstigten Kreaturen angegriffen werde. Ich möchte dass das aufhört. Auch dafür habe ich eine Lösung. Dazu müssen wir unser Weltbild wieder wechseln. Springen wir nun zur grünen Bewusstseinsstufe innerhalb Spiral Dynamics. Wir Bewegung uns weiterhin auf der wissenschaftlichen Ebene, doch während die orange Stufe den Schlaf eher auf physisch-materieller Ebene untersucht (Biologie, Neurologie), konzentriert sich die Wissenschaftlichkeit der grünen Stufe mehr auf die geisteswissenschaftlichen Disziplinen wie die Psychologie. Deshalb wenden wir uns jetzt der Psychologie, genauer gesagt, der Tiefenpsychologie zu, die uns eine Lösung für unser Dämonenproblem aufzeigt.

Die Tiefenpsychologie geht davon aus, dass es einen bewussten und einen unbewussten Teil in uns gibt. Bewusst ist das, was wir wissen. Unbewusst ist das was wir alles nicht wissen. Manchmal müssen wir Themen aus Selbstschutz ins Unbewusste verschieben. Doch manchmal wenn unbewusste Themen gelöst werden wollen, drängen diese wieder ans Licht, um endlich von uns gesehen zu werden. Das passiert genau dann, wenn wir wieder in der Lage sind, uns diesem Thema zu stellen, weil wir genug Kraft besitzen das Thema zu verarbeiten.

Im Traumzustand und auch in der Hypnagogie, befinden wir uns meist in einem sehr intuitiven, emotionalen und traum-logischen Zustand. Traum-logisch meint, die Gedanken sind nicht mehr rational geordnet. Der Traum ist ein Zustand der Unordnung und so driften wir im Traumzustand oft in den Bewusstseinszustand der magischen Phase (siehe Teil 1). Dämonen und Monster, entstammen also der magischen Phase. Aber jetzt haben wir, indem wir uns das psychologische Weltbild zur Hilfe nehmen, die Chance den Dämonen auf der Verstandes Ebenen zu begegnen.

Dazu müssen wir uns einen weiteren wichtigen Begriff ansehen, der der Tiefenpsychologie entstammt. Es handelt sich um den Begriff Projektion. Das Phänomen der Projektion bezeichnet den Vorgang, dass wir ein unbewusstes Thema auf ein Objekt im Außen projizieren und es in Form einer Spiegelung sehen. Also nehmen wir mal an, du wärest neidisch auf Menschen die erfolgreich sind, aber dieser Umstand ist dir noch nicht bewusst. Dein Neid ist dir noch unbewusst. Dann wäre es sehr wahrscheinlich, dass du den unbewussten Neid auf eine Person im Außen projizieren, die erfolgreich ist. Du lehnst dann zb. die Person im Außen ab und kritisierst sie evtl. stark. Deinen Neid siehst du aber nicht bewusst. Denn wir haben ja gelernt, man soll nicht neidisch sein. Deshalb verstecken wir den Neid vor uns selbst. Das können wir so gut, dass uns ein Thema wirklich nicht bewusst ist. Würde uns jemand sagen wir seien neidisch, würden wir uns auch noch verteidigen. So stark ist in der Regel der Abwehr- Mechanismus, der dafür sorgt, das Unbewusstes, unbewusst bleiben soll. Dennoch hat der Mechanismus, der erfolgreiche Menschen ablehnt, immer mit Projektion und unbewussten Neid zu tun. Dieser Abwehrmechanismus ist jedoch kein Fehler. Abwehr ist ein Schutzmechanismus, der den Sinn hat, unserer System vor Überforderungen zu schützen.

Projektion findet permanent in unserem Leben statt, und zwar so lange, bis uns all unsere unbewussten Themen bewusst geworden sind. Man kann das Wort Projektion auch mit einem Spiegel beschreiben, der uns eigene Themen im Außen spiegelt. Im Wachbewusstsein projizieren wir auf vorhandene Menschen. Im Traumzustand projizieren wir unsere unbewussten Themen nicht auf eine vorhandene Person, sondern wir erschaffen die Person, die unsere unbewussten Themen im Außen darstellen soll. Wenn dir also im Traum einem Dämon, oder eine anderen feindlich gesinnten Traumfigur begegnet, dann ist das deine eigenen Projektion. Du sieht dich selbst.

Ja ich weiß das ist kaum zu glauben, aber so funktioniert unser Bewusstsein und das nicht nur im Traum. Und alleine diese Information, dass du selbst es bist, der dir diese Angst einjagt, könnte dich, wenn du es zulässt jetzt bereits beruhigen, denn warum sollte man Angst vor etwas haben, was man selbst erschafft?

Nun du wirst dich jetzt vielleicht fragen, warum erschaffe ich mir Monster die mich zu Tode ängstigen? Du tust das, weil du dir selbst einen Hinweis geben möchtest. Dein Unbewusstes möchte dir einen Hinweis geben, dem du nachgehen kannst. Du möchtest dich selbst hinweisen, dass das es da ein unbewusstes Thema in dir gibt, welches ins Bewusstsein treten möchte. Versuche den Dämon erstmal nicht mehr als einen Feind zu betrachten, denn du hast ihn dir ja selbst erschaffen, also ist er dein Freund. Ihr müsst euch eben erstmal kennen lernen. Vielleicht spricht er eine andere Sprache und das hat dich bisher irritiert. Frage deinen neuen Freund, warum er dich besucht. Fragen ihn was er von dir möchte. Bitte ihn ins licht zu treten und sich zu zeigen.

Wenn du es schaffst während des Traumzustandes bewusst zu werden (Klartraum), kannst du bei der nächsten Begegnung mit dem Dämon direkt nachfragen, warum er dich besucht und was er dir zeigen möchte. Falls du weiterhin in der Schlafparalyse bewegungslos bist, brauchst du noch mehr Informationen und Wissen über die Schlafparalyse. Am Ende dieses Textest findest du einen Link, indem Klarträumer lernen können, über die WILD Technik eine bewusste Schlafparalyse auszulösen. Darin habe ich alle mir bekannten Schritte über den Vorgang aufgeschrieben und zeige Möglichkeiten auf, die Lähmung sowohl herbeizuführen als auch aufzulösen. Um das zu lernen braucht es ein wenig Übung. Das kann aber jeder schaffen. Aber nun zu anderen Möglichkeiten mit den Dämonen klar zu kommen.

Falls dir das Klarträumen noch nicht so schnell gelingt, kannst du dich auch in einem ruhigen und wachen Moment mit dem Dämon an einen Tisch setzten und in der Phantasie ein Gespräch beginnen. Frage ihn, was er von dir möchte und sei offen für die Antwort. Wie das aussehen könnte erfährst du etwas weiter unten. Seine Antwort kann auf den unterschiedlichsten Wegen zu dir kommen.

Nun möchte ich noch kurz etwas zu den Leuten sagen, die gerne Astralreisen möchten, oder ungewollte Astralreisen erleben. Oft höre ich von einer Beschreibung einer Person, die sich Wächter der Schwelle nennt. Viele Internetseiten stellen diesen Wächter mit diesem Bild dar. 

Diese Person ist die Projektion deiner eigenen Angst vor dem Astralreisen. Es ist eine Personifikation der eigenen Angst. Du hast dir diesen Wächter selbst erschaffen, um dich evtl. von einer Astralreise abzuhalten. Das Wort Personifikation bedeutet, dass innere Themen nach außen auf eine selbst erschaffene Person projiziert werden.

Hier geht es darum, sich mit den eigenen Ängsten auseinander zu setzten. Der Wächter beschützt dich. Warum und wovor er dich beschützt, das kann sehr unterschiedlich sein. Du kannst verschiedene Techniken bemühen, dir Antworten einfallen zu lassen, die Gründe für deine Angst zu finden.

Sehr häufig wird der Wächter aber auch erträumt, nachdem man von ihm gehört oder gelesen hat. In dem Fall ist das eine selbst erfüllte Prophezeiung oder selektive Wahrnehmung. Dh. Du hast die diese Person wieder durch deinen eigenen Geist geschaffen. 

Wenn du kurz nachdem du meinen Text gelesen hast, vom Wächter träumst, dann kannst du davon ausgehen, dass das daran liegt dass du meinen Text gelesen hast. Ähnlich verhält es sich mit dem Mythos der Silberschnur. Du erschaffst dir Erfahrung mit deinem Bewusstsein. Der Inhalt deiner Erfahrungen wird aus deinen Gedanken bebildet, die bewussten und auch die unbewussten!

Ich bin der personifizierten Form des Wächters einmalig begegnet, und zwar nachdem ich vor vielen Jahren das Buch Out of Body von William Buhlmann, gelesen hatte. In diesem Buch kamen ständig Begegnungen mit gruseligen Astralwesen vor. Und prompt hatte ich das Erlebnis, wie ein Mann in meiner Zimmer kommt und mir den Mund zuhält. Daraus habe ich gelernt, das Buhlmann für mich wohl nicht so geeignet ist. Ich hab dann Robert Monroe als Quelle gefunden, der mir ein positives Bild der Astralwelt vermittelt hat. Also füttert euren Geist bitte möglichst mit positiven Informationen. Bitte lest auch Klarträumbücher aus dem wissenschaftlichen Bereich. 

Ich habe selbst Kontakt zu personifizierten Figuren, die in meiner Phantasie leben. Manche sind einfach so zu mir gekommen, andere habe ich mir bewusst erschaffen. Je nach dem, ob ich das magische Weltbild oder das psychologische Weltbild anwähle, bekommen die Figuren eine andere Erscheinungsform. Befinde ich mich im magischen Weltbild, sind sie autonome Figuren. Zb mein Freund Faith der im magischen Weltbild einen Schamanen darstellt, der mir gelegentlich hilft. Faith ist dann eine unsichtbare Person im Außen. Wechsel ich ins psychologische Weltbild, kann ich Faith als eine Projektion sehen. Dann ist Faith ein Teil von mir. Ob eine Realität Substanz hat, entscheiden wir mit unserem Bewusstsein.

Einen ganz einfachen Weg, mit einem Dämon oder einem Wächter in Kontakt zu treten, kann ein schriftlicher Dialog im Wachbewusstsein sein. Dafür wechseln wir wieder ins magische Weltbild.

Das kann jeder unabhängig von den Traumfähigkeiten. Man muss wenn man selbst den Wächter spielt ein wenig loslassen, damit einem auch Antworten einfallen können. Evtl muss man das ein wenig üben. Ich gebe euch mal ein Beispiel. Bei mir ist es so, dass ich keinen personifizierten Wächter habe. Mein Wächter kontrolliert meine Astralreisen über körperliche Symptome, die seit einigen Jahren oft dann auftreten, wenn ich eine Bewusstseinsreise unternehmen möchte. Bei mir kratzt dann der Hals so stark, dass ich die Meditation abbrechen muss.

Da ich früher regelmäßig Klarträume und Astralreisen hatte, gehe ich davon aus, dass es ganz spezifische Gründe gibt, warum ich momentan von dieser Erfahrung abgehalten werde. Um diese Frage genauer zu klären, frage ich einfach mal nach. Damit ich eine Person habe, mit der ich reden kann, stelle ich mir einen Wächter vor. Interessanterweise sehe ich ihn vor dem inneren Auge direkt in einer Farbe blau. Das hilft mir, mich auf diese Phantasie einzulassen.

Steffi> Hallo Wächter der Schwelle. Warum lässt du mich nicht durch?

Wächter> Ich beschütze dich. (Das sagt er so, dass ich mich geliebt fühle.)

Steffi> Wovor beschützt du mich?

Wächter> Ich beschütze dich, weil du im Wachleben noch nicht genug geerdet bist. Du würdest vor Alltagsproblemen fliehen, die du erstmal in der Wachwelt lösen sollst. Du hast eine sehr tiefe Bewusstseinserweiterung erlebt und diese muss erst vollständig integriert sein, bevor du dich weiter hinaus wagst. Erst wenn du dich genügend in der Wachwelt verwurzelt hast, mache ich dir den Weg wieder frei. Das alles dient deinem Schutz. Du möchtest Astralreisen, aber du möchtest vieles was nicht gut für dich wäre. Es könnte sein, dass du zu sehr den Boden unter den Füßen verlierst.

Steffi> Es ist schwierig für mich das zu akzeptieren,   Ich war mal sehr gut im Klarträumen und jetzt klappt es nicht mehr so wie Früher. (Ich fühle meine Enttäuschung. Ich weine kurz.) Ich versuche es zu akzeptieren. Danke das du mich vor mir selbst beschützt. Kannst du mir ein Zeichen geben, was ich vorher lösen muss?

Wächter> Du bist schon dabei. (Ich weiß er meint meine aktuellen Symptome. Diese lösen meine Blockaden)

Am Ende des Gespräches verabschiede ich mich. Wenn es dir gelingt ins Gespräch zu kommen, ist ein kleines Abschiedsritual sinnvoll, damit du dich wieder stärker in die rationale, vernünftige Welt bewegst. Wenn man solche Ausflüge in die magische Welt gemacht hat, sollte man immer darauf achten, auch wieder zurück zu kommen. Du kannst zb. Drei Mal in die Hände klatschen und zu einer alltäglichen Handlung zurück kehren. 

Sollte es dir noch nicht gelingen, dass der Wächter zu dir spricht, gib ihm etwas mehr Zeit und schreibe jeden Gedanken auf der dir einfällt, egal wie seltsam er dir erscheint. Mit etwas Übung kann man so immer schneller vom rationalen zum intuitiven Verstehen wechseln.

Jeder Dämon mit dem ich bisher gesprochen habe, war ähnlich freundlich. Jeder Dämon ist ein Teil meines Selbst. Es ist ein Teil von mir, der noch abgespalten ist. Steffi das ist mein Ego. Der Wächter ist aber auch ein Teil von mir. Ich sehe ihn noch als eine Person im Außen. Dies ist ein Beispiel, wie so eine Kommunikation mit einem Dämon oder einem Wächter aussehen kann. Ich lasse mir die Antworten des Wächters einfach einfallen. Ich schreibe einfach das auf, was mir in den Sinn kommt und nehme es ernst, auch wenn der rationale Verstand zweifelt. Es könnte sein dass das sehr rationalen Menschen schwer fällt, weil ihr Bedürfnis alles anzuzweifel ausgesprochen stark ist. An der Stelle kann man sich erstmal mit seinem Hang zum Zweifeln beschäftigen.

Diese Gespräch ist also ein Gespräch mit mir selbst. Ich bin Steffi und der Wächter in einem. Es gibt also keinen Grund Angst zu haben.

Ich hoffe ich konnte euch hilfreiche Antworten für die Probleme liefern, die ihr mit Schlafparalysen, Dämonen, Außerirdischen, Astralreisen und Wächtern habt. Ob ihr nun ganz unerwartet eine Schlafparalyse erlebt oder euch bewusst mit Klarträumen und Astralreisen beschäftigt. Wie ihr seht mussten wir mehrfach unser Weltbild dh. das Erklärungsmodell wechseln, um dieses Problem zu analysieren. 

Versucht doch immer wenn ihr merkt, dass ihr innerhalb eines Erklärungsmodells nicht weiter kommt, eine anderes Erklärungsmodell zur Hilfe zu holen. In diesem Fall haben wir ein magisches Erklärungsmodell durch ein Vernunftbasiertes Modell ergänzt. Ich persönlich denke zb. hauptsächlich im psychologisch. Das ist meine Basis. Dennoch kann ich die Psychologie auch wieder verlassen und Platz machen für andere Wahrnehmungs- Brillen. Umgekehrt, kann es manchmal ebenso hilfreich sein, zb. ein naturwissenschaftliches Konzept durch ein schamanisches oder ein geisteswissenschaftliches Konzept zu ergänzen.

Vielleicht wirst du jetzt fragen: Aber welches Weltbild ist denn dann wahr? Alle Weltbilder sind gleichzeitig wahr.

Wenn du das akzeptieren kannst, erlangst du eine unglaubliche Freiheit. Außerdem fallen dann viele Konflikte weg, die man mit anderen Weltbildern und anderen Menschen hat. Viele Konflikte in unserer Welt sind Weltbildkonflikte. Kannst du alle Weltbilder tolerieren, nimmt der Frieden den du erleben kannst zu. Viele Menschen identifizieren sich jedoch mit einem bestimmten Weltbild, ob sie jetzt Schamanen oder Wissenschaftler sind. Dieses dient dazu, sich sicher zu fühlen. Es ist also nicht ungewöhnlich, dass dir bei dem Gedanken, dass alle Weltbilder gleichzeitig wahr sind, ein wenig der Boden unter den Füßen weg bröckelt. Vielleicht gerätst du jetzt auch in eine Verteidigungshaltung gegen meine Aussage. An der Stelle wird dann das Abwehrprogramm aktiv und das ist auch in Ordnung.

Das ist ganz normal und mir erging das auch so. Das Weltbild erweitert sich Schritt für Schritt. Aber erstens gewöhnt man sich an die Freiheit und zweitens heißt das auch noch nicht, dass man total Konzept- und Orientierungslos sein muss. Ich wähle zb. immer das Konzept, welches mir am besten hilft, welches mir die grösstmögliche Entwicklung verspricht oder aber auch mein Bedürfnis nach Schutz erfüllt.

Nun kommen wir zu weiterführenden Texten und Literaturempfehlungen:

Wer lernen möchte die Schlafparalyse bewusst zu erfahren, und mehr über die einzelnen Empfindungen der Schlafparalyse wissen mag, kann in folgendem Artikel nachlesen wie ich die Schlafparalyse empfinde. Das Wissen über diese Empfindungen ermöglicht ebenfalls sich willentlich aus der Schlafparalyse zu befreien. Achtung der Text ist für Klartraum Interessierte geschrieben. http://istdaseintraum.blogspot.de/2014/11/wild.html

Ebenso ist das Klartraumforum, eine umfangreiche Informationsquelle für Menschen die sich für Schlaf,  Traum und Bewusstein interssieren.

Dann möchte ich noch einen weiteren lesenswerten Blogtext über Schlafparalysen von Pygar empfehlen.

Des weiteren empfehle ich ein gutes wissenschaftliches Klartraum Buch für Einsteiger, Stephen LaBerge - Träume was du träumen willst. Oder eher aus dem esoterischen Bereich die Trilogie von Robert Monroe, die mit dem Titel: Der Mann mit den zwei Leben beginnt und zwei lesenswerte Fortsetzungen hat.

Ein Buch welches mich im Bezug auf die Relativierung der Weltbilder sehr inspiriert hat, ist das Buch Gott 9.0 von Marion Küstenmacher. Dieses Buch bietet einen sehr leichten Einstieg in das Spiral Dynamics Modell, welches jedem Bewusstseinsforscher bekannt sein sollte. Hier gelangt ihr zur Website. Dort gibt es auch nochmal eine kurze Zusammenfassung über die erwähnten Stufen. Desweitern findet ihr bei Google unter dem Begriff Spiral Dynamics diverse Internetseiten, die das Modell beschreiben.

Wer weitere Hilfe benötigt kann sich gerne bei mir melden. Ihr könnt mich über die oben links verlinkte Discord Chat Server erreichen. Dort finden regelmässige Gespräche über Klarträume und veränderte Bewussteinzustände statt, so dass ihr dort auch Fragen stellen könnt. Auch Anfänger und Interessierte sind herzlich eingeladen, zu unseren regelmässigen Klartraumtreffen zu kommen. Die Treffen sind immer am 10. und 20. des Monats, ab 20h und finden im Voice Chat, also in Form einer Telefonkonferenz statt. Ansonsten könnt ihr mir dort auch eine schriftliche Nachricht hinterlassen.

Teil 2 - Schlafparalyse, Hypnagogie und falsches Erwachen



Um die Schlafparalyse zur erklären, müssen wir das Weltbild wechseln. Tun wir das nicht, fühlen wir uns vermutlich mit unserer Erfahrung gefährdet. Die Erklärungen des magischen Weltbildes, kann die Schlafparalyse nur auf magische Weise erklären. Das endet dann wie auf vielen Internetseiten nachzulesen, meist bei der Erklärung, dass uns ein Dämon festhält, oder wir besessen sind. Das ist aber wenig hilfreich unsere Angst aufzulösen. Denn so können wir nicht zu einem möglichst objektiven Verständnis unserer Erfahrung kommen. Die höchste Objektivität erlangen wir, wenn wir möglichst viele Perspektiven berücksichtigen und diejenige Perspektive wählen, die uns aus einer festgefahrenen Situation heraus hilft. Wir müssen also das magische Weltbild zumindest temporär verlassen. Wechseln wir stattdessen ins wissenschaftliche Weltbild, innerhalb Spiral Dynamics, die orange Stufe.

Die meisten Menschen die von den bereits genannten Phänomenen betroffen sind, erleben dieses während des Schlafes. Deshalb beziehe ich mich in meiner Erläuterung auf den Schlaf. Diese Phänomene können aber ebenfalls bei vollem Wachbewusstsein, während einer Psychose, durch Substanzkonsum oder durch andere Verschiebungen des Bewusstseins auftreten. Der Umgang mit dem Phänomen ist jedoch überall gleich. Es geht darum zu verstehen was einem da passiert.

Die moderne Schlafforschung, kann uns erklären, was es mit der Schlafparalyse auf sich hat. Unser Schlaf unterteilt sich grob gesprochen in Leichtschlaf, Tiefschlaf und REM-Schlaf, wie auf dem Hypnogramm dargestellt. Ein Hypnogramm ist ein Abbild unserer Schlafphasen, mittels einem bildgebenen Verfahren, wie es zb. durch ein EEG gemessen werden kann. Auf der wissenschaftlichen (orangen) Stufe, kommen wir durch messen zu Erkenntnissen, die uns helfen können, Erklärungsmodelle für unser Erleben zu finden.Die Wissenschaft glaubt nicht blind, sie prüft und misst nach.

Der REM-Schlaf ist die Schlafphase in der wir hauptsächlich träumen. Die Schlafparalyse ist ein wichtiger Schutzmechanismus des Körpers, damit wir uns während des Traumschlafes nicht verletzten. 

Stell dir vor du träumst, dass du eine Straße entlang rennst. Würde die Schlafparalyse (Schlaflähmung) nicht verhindern, das der physische Körper Traumbewegung umsetzt, würden wir uns im Schlaf vermutlich durch reale Bewegungen verletzten. Die Schlafparalyse dient also unserem Schutz und ist keine Krankheit und auch keine dämonische Besetzung, wie sie fälschlicherweise auf diversen Internetseiten dargestellt wird. Der Grund warum die Schlafparalyse dämonisiert wird, ist ganz einfach mangelndes Wissen. Erinnert euch, dass das was wir uns noch nicht erklären können, magisch ist. Finden wir einen Erklärung können wir die Magie auflösen.Keinesfalls bin ich dafür die Magie in jedem Fall zu zerstören, denn auch die Magie hat ihre Berechtigung. Wenn wir aber unter einer Situation leiden, weil sie uns bedroht, sollten wir unsere Sichtweise in Frage stellen.

Warum empfinden manche Menschen die Schlafparalyse dann als unangenehm? Normalerweise bekommt ein Mensch vom Einsetzten der Schlafparalyse nichts mit. Die Schlaflähmung setzt typischerweise erst ein, wenn unser Bewusstsein bereits schläft. Genauso löst sich die Palayse (Lähmung) bevor unser Bewusstsein erwacht.

Wenn Menschen aber Phasen von Wachbewusstheit während des Traumschlafes erleben, kann es sein, dass eine wachbewusste Schlafparalyse erlebt wird. Ich habe mit meinem EEG zufälligerweise eine solche Situation aufgezeichnet. Hier nochmal das Hypnogramm. 

 

Der grüne Balken zeigt den Traumschlaf (REM Schlaf) an. Inmitten des Traumschlafes bin ich jedoch einmal kurz aufgewacht (roter Balken). So mischen sich Wachbewusstsein und Traumbewusstsein und dies kann zu der Empfindung führen, dass man eine bewusste Schlafparayse erlebt, weil der Körper ja auf Grund des Traumschlafes durch die Schlafparayse geschützt ist.

Erlebst du eine bewusste Schlafparalyse befindet sich dein physischer Körper sicher im Bett und schläft, unabhängig was du gerade subjektiv erlebst. 

Im Traumbewusstsein können Empfindung von Lähmung, Atemnot, Panik, körperliche Schmerzen auftreten. Ebenso kann es sein, dass man von diversen Gestalten, Dämonen, anderen visuellen Szenarien oder lauten Geräuschen erschreckt wird. Was es mit den Dämonen auf sich hat, dazu komme ich im dritten Teil. Bleiben wir erst mal bei der Schlafparalyse.

Ich gehöre zu den Menschen, die den bewussten Zugang zur Schlafparalyse willentlich trainiert haben. Ich beschäftige mich schon seit Jahren mit dem Klarträumen. Ein Klartraum ist ein Traum, in dem der Träumer erkennt, dass er träumt und ab diesem Zeitpunkt seinen Traum bewusst steuern kann. Eine Möglichkeit einen Klartraum auszulösen, ist der Weg über die bewusste Schlafparalyse. Das heißt ich habe gelernt mein Bewusstsein beim Einschlafen so lange wach zu halten, dass ich die Symptome der Schlafparalyse bewusst erleben kann, während mein physischer Körper zunehmend einschläft.

Ab einer bestimmten Schlaftiefe, kann ich vom Wachbewusstsein in den bewussten Traumzustand wechseln und somit einen Klartraum erleben. Ich bin zwar aktuell nicht so gut trainiert, aber ich habe früher Jahre damit zugebracht, in einer Art Meditation über die bewusste Schlafparalyse in den Klartraum zu gelangen. Deshalb kenne ich die Symptome, die während einer Schlafparalyse auftreten sehr genau. Ich nehme Betroffene mit ihren Symptomen durchaus ernst, denn ich habe diese genauso erlebt. Nur interpretiere ich die Ursachen für die Symptome eben wissenschaftlich.

Ich habe das Erleben der Schlafparalyse lange Zeit erforscht und detailliert aufgeschrieben was ich wahrnehme. Im Gegensatz zu Menschen die unvorbereitet eine Schlafparalyse erleben, habe ich ganz bewusst diesen Zustand trainiert. Und ich habe keine Angst, weil ich genau weiß, was ich erlebe. An der Stelle kann der erwachsene Verstand das Kind beruhigen und ihm erklären, das die Schlafparalyse ein völlig natürliches Phänomen ist, welches unseren Körper vor unkontrollierten Bewegungen während des Schlafes beschützt.

Evtl. wirst du sagen, aber ich habe Atemnot, Schmerzen oder sehe Monster, die mich erschrecken. Wie kann das natürlich sein? Ich will keine Schlafparalyse. Leider muss ich dir sagen, dass man die Schlafparalyse nicht abstellen kann, denn es ist eine natürliche Körperfunktion wie das Atmen. Ich kann dir aber erklären, was du erlebst und dich mit dem Phänomen vertraut machen. Dann werden die Ängste einfach abfallen. Du musst also noch mehr über das verstehen, was du da erlebt. Wir bewegen uns weltbildmässig immer noch im wissenschaftlichen Bereich und alles was sich hier beschreibe, kannst in Büchern über Schlaf und Traumforschung nachlesen.

Es gibt zwischen dem Wachzustand und dem Traumzustand noch eine weitere Phase, in der sich beide Bewusstseinszustände miteinander vermischen. Dieser Zustand nennt sich die hypnagoge Phase. beim Einschlafen und hypnopompe Phase beim aufwachen. Der Einfachheit halber, spreche ich von der hypnagogen Phase, in der man Wahrnehmungen, die sich zwischen Wach- und Traumzustand befinden, erleben kann. Diese Wahrnehmungen nennen sich Hypnagogien.

Visuelle Hypnagogien werden häufig als 2D Bilder wahrgenommen, die sich im Zuge des Einschlafens immer mehr zu einer 3D Umgebung entwickeln. Ihr kennt es bestimmt, dass wenn ihr euch im Geiste etwas vorstellt, ihr das Objekt dann subtil vor dem inneren Auge sehen könnt. Je nachdem wie stark eure visuelle Begabung ist, ist diese Wahrnehmung unterschiedlich stark. Das kannst du jetzt einmal ausprobieren, indem du einmal an eine gelbe Banane denkst. Vermutlich wirst du dir jetzt ganz subtil im Hintergrund deines Bewusstseins ein Bild von einer gelben Banane vorstellen und vielleicht sogar sehen können. Bei geschlossenen Augen kannst du dich wahrscheinlich noch besser auf das Bild der Banane konzentrieren. Dieses subtile innere Bild, ist im Grunde genommen bereits eine Hypnagogie.Man spricht vor allem im Zusammenhang mit dem Schlaf von Hypnagogien. Ich glaube allerdings, dass auch im Wachzustand je nach Talent, Hypnagogien wahrgenommen werden können.

Im Einschlafprozess werden diese hypnagogen Bilder stärker wahrgenommen, weil die äußeren Reize ausgeblendet werden. Hypnagogien sind aber nicht immer visuell, denn auch Geräusche, die während des Einschlafprozesses plötzlich auftreten, sind auf die Hypnagoge Phase zurück zu führen. So hören manche Menschen zb. Stimmen. Schreie, Musik oder ein Knallen, die jedoch keine physische Ebene besitzen, sondern wie das vorgestellte Bild der Banane, lediglich auf geistiger Ebene Substanz haben. Im Grunde könne Hypnagogien in jeglicher sinnlicher Form (Sehen, Hören, Fühlen, Riechen, Schmecken) auftreten.

Gefühlte Hypnagogien sind oft die Ursachen für die Wahrnehmung von Schmerz, die aber keine physische (körperliche) Ursache haben. Es ist möglich dass Schmerzen auf der nicht körperlichen Ebene, eine emotionale Ursache haben und sich zeigen, weil du im Schlaf meist eine bessere Verbindung zu deinem Unbewussten hast. Dazu mehr in Teil 3. Bleiben wir erst einmal bei der Unterscheidung zwischen körperlichen und hypnagogen Wahrnehmungen.

Im Zustand zwischen Wach und Traum verschwimmen die Wahrnehmungen des physischen Körpers und die des Traumkörpers, so dass das Gefühl entstehen kann, man könnte nicht atmen. Diese Atemnot ist aber eine geistige Atemnot. Natürlich gibt es auch Atemnot auf physischer Ebene, zb. den Apnoe-Schlaf. Das ist jedoch einer Erkrankung, die du beim Arzt bzw. im Schlaflabor abchecken kannst.

Ein Gefühl von Atemnot während der Schlafparalyse ist ein häufiges Symptom, welches entsteht, da der Traumkörper als nicht atmend empfunden wird, und der Geist irritiert ist, weil man doch atmen müsste. Diese Phänomen kann auch bei einer sehr tiefen Meditation auftreten. Der physische Körper atmet aber, er atmet im Schlaf oft nur so zart, dass man meint, wann würde nicht atmen. Zusätzlich ist das Gefühl für den eigenen Atmen durch die Schlafparalyse beeinträchtigt, bis hin total abhanden gekommen. Während des Traumes, nimmt man seinen physischen Körper oft gar nicht mehr wahr. Es gibt auch die Möglichkeit, dass ein Teil deines physischen Körpers bereits wach ist und ein Teil noch schläft. So können ebenfalls starke Irritationen auftreten, vor allem weil man kurz nach dem erwachen geistig manchmal noch im Traumbewusstsein ist.

Dazu ein kurzes Beispiel: Ich wache nachts auf, weil ich das Gefühl habe, als wäre eine kleines Tier, in der Größe einer Katze auf die Bettdecke gesprungen, an der Stelle wo meine Beine liegen. Ich war wach und hatte mich erschreckt. Da ich gerade erst aufgewacht war, war mein Geist noch halb im Traumbewusstsein. Deshalb war ich recht emotional und es kam etwas Angst auf. Diese Emotionalität des Traumbewusstsein führt dazu, dass man sich so sicher ist, etwas tatsächlich erlebt zu haben. Ich überlegte, wie es sein kann, dass mir in meiner Wohnung eine Katze auf die Beine springt, da ich ja gar keine Katze besitze. Vorsichtig schaue ich zu meinen Beinen. Da war nichts. Ich hatte es jedoch genau gespürt. Dann bemühte ich mich vom emotional geprägten Traumbewusstsein in den wachen Verstand zu gelangen. Plötzlich spürte ich, dass meine Beine anscheinent noch in der Schlafparalyse waren, während mein Oberkörper und der Verstand frei von Paralyse waren. So konnte ich mir dann erklären, dass meine Beine quasi noch geträumt haben. Die Empfindung, dass mich Nachts ein Wesen bespringt, war wissenschaftlich betrachtet eine Mischung aus Wachbewusstsein und Traumbewusstsein. Natürlich kann man sich das Ganze auch magisch erklären, nur wird man dann Schwierigkeiten haben, aus seinem Angstgefühl heraus zu kommen. Also wähle ich das Weltbild, welches mir hilft.

Neben den Hypnagogien, kann das Phänomen des falschen Erwachens eine weitere Ursache für beängstigende Traumerfahrungen sein. Wer während des Schlafes bewusst wird, neigt zum Phänomen des falschen Erwachens. Ein falsches Erwachen bezeichnet, das Phänomen, dass der Träumer glaubt aufzuwachen, weil der Traum so realistisch ist, doch in Wirklichkeit befindet man sich noch im Traum. 

Für Klarträumer ist das eine gute Gelegenheit, um aus einem unbewussten Traum Trüb- Traum (trüb = unbewusst) genannt, einen Klartraum zu machen. Dazu prüfen wir Klarträumer regelmässig, ob wir uns im Wachzustand oder im Traum befinden. 

Das machen wir mit dem sogenannten Reality Check (kurz RC oder Realitätstest). Dazu kannst du versuchen eine Hand durch die Wand zu stecken, deine Finger zu zählen und ein ungewöhnliches Ergebnis zu erwarten (zb 6 Finger, Hand geht durch die Wand) oder mit geschlossene Nase atmen. Sollten einer dieser Test ein ungewöhnliches Ergebnis aufweisen, befindest du dich im Traum. Wenn du das erkennst, hast du einen Klartraum. Herzlichen Glückwunsch.

Also weißt du, dass alles was du gerade erlebst ein Traum und nicht real ist. Mehr Informationen über Klarträume und RealityChecks folgen am Ende des letzten Teils.

Wenn du im Traum bewusst wirst, kannst du deinen Traum steuern und dir im Falle von unliebsamen Gestalten helfen. Wie man im Traumzustand oder im Wachzustand mit deratigen Gestalten umgeht, erfährst du im letzten Teil.

Dieser folgt in Kürze…

Freitag, 24. November 2017

Schlafparalyse, Dämonen, Astralreisen - Teil 1 - Magie



Teil 1 - Die magische Wahrnehmung, psychologisch erklärt.

Immer wieder begegnen mir Texte über die Gefahr von Astralreisen und Schlafparalysen und Berichte von Menschen, die von Dämonen heimgesucht werden. Heute möchte ich diesen Mythos aufklären und erklären, wie es zu solchen Wahrnehmungen kommt. Ich richte meinen Text deshalb vorwiegend an Betroffene. Ich als Klarträumer, kenne diese Phänomen sehr gut und bin immer wieder erschüttert, wie viele Menschen unter diesen Phänomenen leiden und anstatt Aufklärung und Hilfe, oftmals haarsträubende Horrorgeschichten oder Krankheitsdiagnosen zu hören bekommen, die ihre Angst weiter verstärkt. Dieser Text widmet sich an Menschen, die Schwierigkeiten mit der Schlafparalyse haben, die nachts oder Tags von gruseligen Gestalten gequält werden, oder die gerne Astralreisen möchten, doch vom Wächter der Schwelle bedroht werden. Der Text teilt sich in drei Teile auf. Der erste Teil handelt vom magischen Weltbild, der zweite von der Schlafparalyse und der letzte vom Umgang mit den Dämonen.

Als erstes musst du verstehen, dass es verschiedene Weltbilder gibt. Die meisten Menschen sind sich dessen nicht bewusst, dass sie ständig von einem Weltbild zum nächsten springen und alles in einen Topf werfen, ohne zu differenzieren. Ein sehr gutes Konzept, um sich mit den unterschiedlichen Weltbildern und deren Sichtweisen auf Bewusstseinsphänomene vertraut zu machen, ist ein Model des Psychologen Clare Graves, namens Spiral Dynamics. Weiterführende Links findet ihr am Ende des letzten Teils. Ich werde mich an dieser Stelle an diesem Modell bedienen, um den Umstand, dass uns Dämonen im Schlaf aufsuchen zu entzerren und zu entmystifizieren. 

Spiral Dynamics umfasst 9 Stufen. Für unser Problem mit den Dämonen sind allerdings nicht alle Stufen wichtig. In Spiral Dynamics nennt sich die erste Stufe die für uns von belang ist, Purpur. Diese nennen wir der Einfachheit halber, die magische Stufe.

Wer sich auf der magischen Stufe befindet, glaubt an Geister, Dämonen und Magie. Der Schamanismus befindet sich zb. auf der magischen Stufe. Ebenfalls ein Kind auf der Stufe der magischen Phase. Wir alle haben diese magische Phase in der Kindheit durchlebt, als wir an den Weihnachtsmann geglaubt haben, mit Tieren und Kuscheltieren sprachen, Monster unter unserem Bett sahen oder evtl. einen unsichtbaren Phantasie Freund hatten. Unsere Eltern, die der magischen Phase entwachsen waren, konnten weder die Monster noch unseren magischen Freund sehen. Für uns waren diese aber echt. Die Emotionen, die wir dabei erlebten, waren echt. Wir fühlten uns möglicherweise nicht verstanden.

Als wir erwachsen wurden, wich diese magische Sichtweise zunehmend der Vernunft. In der Regel befinden sich Kinder häufig in der magischen Phase, während Erwachsene diese Anteile meist ins Unbewusste verdrängen. Erwachsen zu sein, bedeutet vernünftig zu sein. Wir wollten nicht mehr an den Weihnachtsmann glauben, um uns erwachsen und sicher zu fühlen. Irgendwann ist es für uns nur noch absurd an den Weihnachtmann oder an Monster zu glauben, die unter unserem Bett lauern könnten.

Der fatale Irrtum ist aber zu denken, dass wir diese magische Sichtweise gänzlich verloren haben. Man überwächst die Stufen des Bewusstseins nicht und verlässt sie, man integriert sie. Leider sind wir geneigt, Stufen entwachsen zu wollen und verdrängen sie deshalb, nicht vollständig bewältigt, ins Unbewusste. Dort lauern sie dann, bis wir die Tür zu unserem Unbewussten wieder öffnen. Es fehlt uns eigentlich jemand, der unsere Entwicklungsschritte bewusst begleitet und benennt, so wie wir das evtl. von der Pubertät kennen. Wir können uns im nach hinein Gedanken über den Verlauf unserer Pubertät machen, weil diese Phase in unserer Kultur sprachliche Beachtung findet. So können wir aufarbeiten und integrieren, was noch Bearbeitung benötigt. Leider kennen wir uns mit unserer eigenen Entwicklung meist nicht genügend aus, um andere Entwicklungsphasen auf ihre Vollständigkeit zu überprüfen und gegebenenfalls noch etwas aufzuklären.

Die magische Phase ist im Zuge des Erwachsen werdens nicht verloren, sie ist nur ins Unbewusste verdrängt, weil sie in unserer Kultur nicht erwünscht ist. Sie ist und soll aber keinesfalls verloren sein. Verstehe die Abkehr der magischen Phase eher als eine temporäre Abkehr, die nötig ist, um in der Entwicklung weiter fortzuschreiten. 

In anderen Kulturen zb. im Schamanismus, ist es üblich, dass die Erwachsenen sich den Zugang zu dieser magischen Welt bewahren und im Alltag mit ihr interagieren. Schamanen rufen Geister um Krankheiten zu heilen oder um für Regen zu bitten. Bei uns in West Europa ist es jedoch kulturell gefordert ein möglichst vernunftgeleitetes Weltbild zu entwickeln, welches sich an religiöse (blaue Stufe) naturwissenschaftliche (orange Stufe) oder geisteswissenschaftliche (grüne Stufe) Konzepte orientiert. Ein Erwachsener mit einem magischen Weltbild, würde bei uns nicht akzeptiert werden. Wer sich nicht an diese Regel hält oder halten kann, gilt bei uns als Spinner oder als psychisch kranker Mensch. 

Erleben wir nun unerwartet als Erwachsene, dass wir einen Zugang zur magischen Phase erleben, können sich daraus Irritationen ergeben. In den Bewusstseinszuständen, die uns die Tür zum Unbewussten öffnen, zb. Träumen, Klarträumen, Astralreisen, Hypnagogien, mystischen Erlebnisse, Psychosen, während Substanzkonsum oder magisch/schamanischer Praktiken, regridieren wir zurück in unsere kindliche magische Phase. Dh. der Zugang zur magischen Phase und zu den abgespaltenen unbewussten Anteilen, wird reaktiviert. 

Dann kann es sein, dass wir in eine kindliche Wahrnehmung zurück rutschen, in der Phänomene wie Monster und Dämonen auftauchen können. Das Tor zum Unbewussten steht wieder offen, indem sich das Unbewusste meist symbolisch oder in Form von personifizierten Projektionen darstellt. (Begriffserklärung siehe Teil 3 - Dämonen, Wächter, Astralreisen)

Wie kommt das? Das Wachbewusstsein ist in unserer Kultur sehr stark Verstandes- und Vernunft- geprägt. Streben wir andere Bewusstseinszustände an, oder erfahren wir sie unvorbereitet, verschiebt sich der Fokus unserer Wahrnehmung von Vernunft geprägtem Denken, zu emotionaler/intuitiver Wahrnehmung. In diesem Zustand erleben auch Erwachsene, die der magischen Phase entwachsen sind, magisch anmutenden Wahrnehmungen.

Das Problem welches an der Stelle auftritt, ist die mangelnde Vorbereitung. Viele Menschen empfinden Angst, weil sie nicht verstehen, was die da erleben. Also braucht es quasi einen Erwachsenen, der dem Kind seinen Zustand erklärt und erklärt was es da erlebt. Das Kind steht symbolisch für den Teil der Intuition und Emotion. Der Teil der Erlebnisse hat, sich aber nicht Bewusst ist, war es da erlebt. Der Erwachsene steht symbolisch für das Wissen und die Vernunft. Der Teil der seinem inneren Kind erklären kann, was gerade passiert. Wer solche Zustände erlebt, sollte das Zusammenspiel von Intuition (Kind) und Verstand (Erwachsener) anstreben.

Wenn man Dämonen wahrnimmt, befindet man sich sehr stark in der kindlichen magischen Wahrnehmung. Dann sollte man den Verstand (Erwachsenen) einschalten, um dieses Phänomen durch Verstehen in einen Ausgleich zu bringen. Wenn diese Erlebnisse verstanden und integriert werden können, brauchen wir keine Angst vor ihnen haben. Wir können lernen, die symbolische Sprache unseres Unbewussten zu verstehen (grüne Stufe) oder mit dem Dämon auf seiner Ebene angstfrei zu kommunizieren (Purpur/Grüne Stufe).

Wir haben immer nur Angst vor Dingen die wir nicht verstehen. Aus der wissenschaftlichen Perspektive betrachtet, gibt es keine Magie. Aus der magischen Sichtweise gibt es Magie. 

Also welches Weltbild hilft dir nun weiter? Wenn ein Weltbild zu eng wird und keine Lösung bietet, sollten wir schauen, ob wir nicht durch eine andere Perspektive Hilfe erhalten können. Es ist also Flexibilität in der Wahl des Weltbildes gefragt. Probleme entstehen dann, wenn man starr an einem Weltbild festhält.

Mit Magie bezeichnen wir Phänomene, die wir uns nicht erklären können. Findet man eine Erklärung, löst sich die Magie auf. Wer diese interessanten Erlebnisse der Bewusstseinserweiterung versteht, muss keine nächtlichen Horrorszenarios mehr erleben. Wer seine Dämonen behalten möchte, sollte also besser nicht weiter lesen. :D

Also was erleben wir wirklich, wenn wir die Wahrnehmung haben Dämonen zu begegnen oder in der Schlafparalyse gefangen zu sein. Widmen wir uns im folgenden Abschnitt erst einmal der Schlafparalyse. 

Teil 2 folgt in Kürze...

Donnerstag, 16. November 2017

Eine kurze These über die Vereinbarkeit von Klartraum und Astralreise


Glaubt man an Klarträume im wissenschaftlichen Sinne, muss man sich weniger Ängsten stellen, als wenn man die Erfahrungen im Kontext einer Astralreise erfährt. Klarträume sind für mich trainingsaufwendig, aber überhaupt nicht angstbesetzt. Astralreisen, haben für mich mehr mit dem Sterbeprozess des Egos zu tun, denn sie stellen in der Regel das vorhandene Weltbild oder die eigene Existenz in Frage.

Bei einer bewussten Astralreise durchläuft man den Sterbeprozess, den man auch erfährt, wenn eines Tages der physische Körper stirbt. Es handelt sich also um existentielle Ängste (Todesangst).

Dennoch beschreibe ich mit den beiden Worten, Klartraum und Astralreise das gleiche Phänomen, jedoch in unterschiedlicher Intensität und Ausrichtung. Diese Ausrichtung steuere ich mit meinem Fokus an.

Aus höherer Sicht sind, Wachwelt, Traumwelt und Astralwelt, alles Phänomene, die in dem einen Bewusstsein auftauchen. Das Bewusstsein träumt alle "Welten". Wir sind an die Erscheinung der materiellen Alltagswelt und die Identifikation mit unserem Ego Bewusstsein gewöhnt, dass alle anderen Wahrnehmungen uns besonders  erscheinen. In diesen Sinne - Klare Träume.

Donnerstag, 4. Mai 2017

Lucid Living

Ich habe kürzlich einen Traumfänger aufgehängt und er scheint sehr gut zu funktionieren. Natürlich funktionieren Rituale nur über Glaubenssätze, doch sie verstärken den Glauben an etwas, weil sie uns Sicherheit geben. Wir beziehen die Sicherheit über das Objekt. Und das klappt, obwohl man das weiß. Nachdem ich jetzt über sehr lange Zeit keine Klarträume mehr herstellen konnte, weil mir eine echte Motivation und der Glaube an mich gefehlt hat, habe ich meinen Fokus jetzt wieder daraus ausgerichtet. 

WACH: 

Ich bin heute früh wach, weil ich gestern so müde und früh im Bett war. Ich hatte gar keine Traumerinnerung. Ich hatte gestern wieder starke Hypnagogien vor dem Einschlafen, die mir Angst gemacht haben. Angstvolle Gedanken über die Realität, gepaart mit dem Drang Wissen zu wollen, haben dazu geführt. Ich sehe hypnagoge gruselige Figuren im Hausflur stehen und entscheide, dass ich das nicht möchte. Ich habe mir gewünscht schnell und trüb zu schlafen. Ich am Morgen wache immer noch müde auf. Ich frühstücke, trinke Kaffee und habe ein WBTB von ca. 3 Stunden. Ich denke über Weltbilder, Dogmen und Offenheit nach. 

Wer sich mit dem Klartraumabkürzungsjungle nicht auskennt, kann sichmal das Klartraum-Wiki anschauen. 

Ich denke inspiriert von einer NLP Technik darüber nach, Robert Monroe zu channeln. Die Idee des channelns gibt mir Sicherheit, dass ich interessante Antworten finden könnte und nicht an meinem inneren Wissen zweifeln muss. Ich denke über Klarträume nach, denn ich hoffe einen Weg zu finden, wie man mühelos Klarträumen kann. Lucid Living wie Traumbewusstseinsagen würde, beschreibt müheloses Klarträumen. Etwas was mir bisher nie gelungen ist, welches ich aber gerne erreichen möchte.

Mir fällt ein, dass man den Einschlafprozess beim WILDen vielleicht einmal komplett dekonstruieren und entkoppeln muss, um jeden Parameter genau einstellen zu können.

Mir fällt ein, dass man zumindest den „Regler“ für Wach-Müde und den Bewusst-Unbewusst von einander abkoppeln sollte, denn der ist üblicherweise bei jedem Menschen fest verknüpft.

Es ist also eine Konditionierung, die man nur entschlüsseln muss. Die Idee mit Reglern habe ich auch aus den NLP. Um die Regler einstellen zu können, benötigt man eine Freiheit, zwischen beiden Polaritäten. Falls man da irgendwo eine Blockade hat, ist die Freiheit noch eingeschränkt, dann kann man schauen, ob man seine Blockade entschlüsselt bekommt, weil man ansonsten den Regler nicht frei schieben kann.

Vielleicht gibt es auch noch mehr Parameter? Ich überlege im Forum etwas dazu zu posten und hoffe auf eine Diskussion, die fehlende Aspekte benennt. Ich bin müde und kann trotzdem nicht schlafen. Ich wälze mich lange herum und ich denke darüber nach, ob meine Geistesaktivität wieder zu intensiv ist und ich deshalb nicht einschlafen kann. Ich dimme den „Regler“ etwas herunter und Fokussiere mich auf das Gefühl der Müdigkeit.

HYPNAGOGE GEDANKEN: 

Ich kann wahrnehmen, wie sich mein Bewusstsein spaltet. Ein Teil liegt im Bett und ein Teil ist in der Phantasie im Raum unterwegs. Ich werde nochmal kurz wacher und denke, ob das S.s Frage bezüglich Tom Campbells Technik war. Ich versuche mir zu merken mit S. zu sprechen. 

Ich glaube man muss der Phantasie einfach mehr Macht erlauben und aufhören, sie als Phantasie zu betrachten, dann könnte das klappen mit dem gespaltenen Bewusstsein im Wachzustand. Und so könnte man während der Meditation Astralreisen, wenn man daran glauben würde.

Es geht eigentlich nur um den „Regler“ für Zweifel und Glaube. Man muss das was man in der Phantasie erlebt, als genauso real betrachten wie das Wachleben. Hier könnte die „Tue so als ob Technik“ als dem NLP wieder helfen, falls das nicht sofort klappt. 

 

Vermutlich braucht man dann Sicherheitsvorkehrungen, denn man möchte ja vielleicht auch, dass eine Phantasie eine Phantasie bleiben darf. Dass wir Traum, Astral und Wach zb trennen, sind Sicherheitssysteme. Wenn wir die Grenzen zwischen den Segmenten aufheben wollen, brauchen wir neue bewusst gesetzte Grenzen, damit wir und sicher fühlen. Man kann die Grenzen vielleicht bewusst verschieben, wenn wir eine Grenze so versetzt, dass es uns gut damit geht. Wer viel Freiheit möchte, braucht auch einen Weg wie er die Freiheit integriert, da sonst Orientierungslosigkeit entsteht, die pathologisch werden kann.

Weiter im Traum: Dann befinde ich mich in einer Zwischenwelt, die ich wahrnehme aber nicht benennen kann. Vielleicht ist es eine Art kinästhetische (also fühlbare) hypnagoge Phase. Näheres zu Hypnagogen Phasen im Wiki. Dort schwindet das Denken dann. Dann folgt ein Szenenwechsel mit kurzem Blackout. Ich habe bei Tom Campbell - My Big Toe, gelesen, dass manche Menschen Blackouts haben und andere die Schwingungen wahrnehmen.

TRÜBTRAUM: In einem Trübtraum bricht mein Fahrrad an der Gabel in zwei Teile, als ich mit M. spreche. Das schockt mich etwas. (M. nimmt alles mit Humor) Ich dachte wohl es geht nie kaputt. (Das Fahrrad ist ein Traumzeichen und steht für Flexibilität. Dogmatische Flexibilität. Dieses Traumzeichen ist durch häufige Trauminterpretation entstanden und ist individuell.)

Ich gehe zum Kindergarten in demich arbeite, indem ich Cocktails von Eltern gereicht bekomme. Ich entschuldige mich für zu spät kommen und sage, ich muss noch die andere Hälfte meines Fahrrades holen. Jemand sagt zu mir, das wäre nicht so schlimm, man könnte es reparieren.

(Ich denke es geht darum, dass mir bewusst geworden ist, dass zur Flexibilität nicht nur ein Freiheitsstreben, sondern auch eine gesunde Abgrenzung gehört, weil einem sonst die Sicherheit fehlt. Diesen Einfall hatte ich gestern.)

Ich schaue in den einen Gruppenraum und merke wie wohl und sicher ich mich dort fühle, weil dort eine bestimmte Kollegin arbeitet. In meinem Bereich herrscht mehr Unsicherheit.

SZENENWECHSEL:

Ich gehe durch einen Raum, der sich wie einen langen Gang zieht. Eine Arte Scheune. Hinter einer Trennwand stehen Pflanzen auf einem Plateau. Man kann nicht richtig hineinschauen. Erst sehe ich Nutzpflanzen wei Tomaten und denke mir nichts weiter. Ich gehe ein zweites Mal durch diese Scheune. Auf dem Boden befinden sich so was wie Wolldecken, manchmal ist es auch hingeschüttetes Stroh. Es ist irgendwie im Weg und ich muss hindurch kriechen. (Ich glaube ich spüre die Bettdecke und konstruiere mir damit die Idee mit dem Stroh. Das könnten noch Eindrücke der Schlafparalyse sein, die mit in den Traum gerutscht sind.)

Ich krieche über den Boden, wie ich es oft bei Astralreisen mache, warum auch immer. Ich sehe wieder zu der mit einer Plane abgedeckten Hochebene und frage mich, warum da oben einer Pflanzen versteckt. Als ich zum dritten mal durch den Raum gehe, entdecke ich plötzlich einen Aufgang und schaue mir die Pflanzen etwas genauer an. Sie wechseln zwischen kleinen Tannenbäumen und Hanfpfanzen. Ich kann es nicht richtig erkennen. Ich erschrecke mich, weil ich auf einmal Angst bekomme, dass der Besitzer der Pflanzen mich bemerkt und falls es Hanfpflanzen sind, dass vielleicht problematisch werden könnte. Darf ich mich hier überhaupt aufhalten? Ich fühle so einen leichten Verfolgungswahn und krieche durch braune Decken und Stroh etwas hektisch zurück durch den Raum.

PRÄLUZID: Das Gekrieche kommt mir seltsam vor und erinnert mich an das Gefühl beim WILDen, deshalb mache ich einen Nasen RC. Juhu ich träume! Was nun?

Ich vertiefe meine Klarheit durch Stabilitäts- Techniken, während mir die Diskussion über Stabis im Forum einfällt. Ich denke mir, ich nutze es jetzt trotzdem erst mal, weil es Sicherheit gibt. Ich hatte ja schon lange keinen Klartraum mehr. Wenn diese Sicherheit nicht mehr nötig ist, kann ich sie ja verwerfen.

Und es klappt, das Bild wird etwas klarer und meine Klarheit wird etwas stabiler.

Ich bin plötzlich ein meiner Wohnung. Ich krieche auf dem Flur Boden. (Haha vermutlich ist der lange Gang mein Flur gewesen und die Hochebene, die Holsbank die dort steht. Die Plane meine Jacke, die dort liegt. Und von dort aus kann man an der Tür zum Büro die Pflanzen auf der Fensterbank sehen. An der Stelle frage ich mich Klartraum oder Astral? Vielleicht ist der Flur Astral und der nächste Raum Klartraum? Kann man Räume in Realitätszonen einteilen? Welchem Zweck dient das?)

KLARTRAUM:

Ich gehe vom Flur ins Büro und schaue voller erstaunen auf meine Pflanzen, die auf dem Fensterbrett stehen. (Letztens als ich geputzt hatte, hatte ich sie mal an andere Orte gestellt und mir vorgestellt, als seinen sie Lebewesen, die eher lieb gewonnenen Haustieren Tieren ähneln, als Pflanzen und ich empfand Liebe und Fürsorge für sie. Im Traum war das auch so, nur dass sie sehr prächtig, gesund und viel größer gewirkt haben, als im Wachleben. Irgendwie magisch. Ich habe vor dem Einschlafen noch daran gedacht, dass ich die Blumen gießen muss.)

Ich schaue auf eine silberne Metal Plakette, die an der Fensterbank angebracht ist und lese die Schrift, mit der Idee, dort ein Geheimnis zu finden. Ich bin also Offen was mir der gegenstand sagen will. Ich kann sie nur mühsam entziffern, weil sie andere Elemente als unsere Sprache enthält und lese schließlich heraus, dass ich irgendetwas mit Klarträumen mache oder erfinde. Ich denke daran, dass ich mal gechannelt hatte, dass Klarträume dazu da sein sollten, das Ego zu dekonstruieren und nicht um sich damit ein neues Ego aufzubauen oder daran festzuhalten.

Ich freue mich und gehe durch den Raum. Ich bin etwas hektisch, weil ich im Klarträumen immer hektisch bin, weil ich denke, der Traum ist gleich vorbei und ich möchte noch so viel ausprobieren. Da darf ich noch mehr innere Ruhe finden und mir dazu etwas überlegen. Vielleicht ein Ruheritual?

Ich hatte mit H. über Shared Dreams gesprochen. Ich versuche H. zu treffen, bin aber unsicher, wie das gehen soll. Im Raum befinden sich viele kreative Sachen. Eine Staffelei mit Farbe, die ich gar nicht besitze. (Allerdings hatte ich in diesem Raum einmal mit Acrylfarbe gemalt. Vielleicht sollte ich das nochmal in Angriff nehmen?) Es ist außerdem sehr unordentlich, was schon eher zutrifft und mir ist Unordnung immer unangenehm, wenn Besuch kommt.

Ich setze mich im Flur auf den Fußboden und male mit Farbe H. auf die Staffelei und versuche ihn so herzuzaubern. Es klappt nicht, ich beginne zu zweifeln. Ich denke, er ist bestimmt schon wach, denn es ist ja schon Vormittag. Ich versuche T. herzuholen, aber auch das klappt nicht. Er ist bestimmt auf der Arbeit. (Ich habe leider vergessen, dass ich ja gar nicht an eine feste Zeit glaube.)

Ok was könnte ich sonst anstellen? Ich merke, dass es mir schwer fällt spontan zu guten Iden zu kommen. (Ich sollte mir meine KT Ziele im Wachen nochmal abstecken und evtl mit der Baumliste einüben, damit diese im nächsten im Klartraum parat sind. Das hatte ich ja schon erfolgreich getestet. Oder es ist nur ein Glaubenssatz, dass man sich im Traum so schlecht erinnert?)

Dass ich im Traum meditieren wollte, um das Klare Licht (Traumyoga) zu finden, fiel mir nicht mehr ein. Ich konnte mich nur an den visuellen Gegenständen orientieren. Überhaupt war mein Büro total überfrachtet mit irgendwelchen Dingen und bunt farbig, freundlich, mit Farbe bemalt. Farblich gelblich, bunt Pastellton. (Real gelb/grün) Ich schaute auf einen kleinen Handspiegel, den ich vom Schreibtisch nahm. (Genau an der Stelle steht ein Glas.)

Ich überlege mein Gesicht im Spiegel zu betrachten und bin erstaunt, dass ich ganz normal aussehe. Dann frage ich mich, was ich noch im Spiegel sehen kann? Ich frage nach unbewussten Schattenanteilen. Denn das beschäftigt mich momentan. Ich habe ein bisschen Angst. Meine Gesichtszüge verschwimmen ein bisschen, aber es ist nicht gruselig, wie ich befürchtet hatte. Es entsteht eine Szene im Raum.

Meine Mutter sitzt auf dem Fußboden und faltet DinA4 Blätter Ecke auf Ecke (Perfektion). Ich frage sie, ob ich ihr helfen kann. Sie antwortet forsch, dass sie keine Hilfe braucht, ohne mich anzuschauen. (Ich lehne Hilfe aus Stolz ab). Ich helfe ihr trotzdem sie wird wütend und beginnt zu weinen und will den Platz und die Kommunikation verlassen. (Es fällt mir schwer Emotionen zu zeigen)

Ich halte sie fest und sage ihr Mama es tut mir leid. Sie verwandelt sich in meinen Freund F.

F. weint in meinem Arm. Ich halte ihn fest, falle jedoch nicht auf die Verwandlung rein. (In der Person von F. ist die Traumfigur viel weicher, weshalb ich Mitgefühl empfinde.) Ich sage Mama es tut mir leid. Er schaut weg. Ich sage Mama ich spreche nicht zu dir als Person, sondern zu dir als Seele. Es tut mir leid. 

Ich wache auf.