Donnerstag, 4. Mai 2017

Lucid Living

Ich habe kürzlich einen Traumfänger aufgehängt und er scheint sehr gut zu funktionieren. Natürlich funktionieren Rituale nur über Glaubenssätze, doch sie verstärken den Glauben an etwas, weil sie uns Sicherheit geben. Wir beziehen die Sicherheit über das Objekt. Und das klappt, obwohl man das weiß. Nachdem ich jetzt über sehr lange Zeit keine Klarträume mehr herstellen konnte, weil mir eine echte Motivation und der Glaube an mich gefehlt hat, habe ich meinen Fokus jetzt wieder daraus ausgerichtet. 

WACH: 

Ich bin heute früh wach, weil ich gestern so müde und früh im Bett war. Ich hatte gar keine Traumerinnerung. Ich hatte gestern wieder starke Hypnagogien vor dem Einschlafen, die mir Angst gemacht haben. Angstvolle Gedanken über die Realität, gepaart mit dem Drang Wissen zu wollen, haben dazu geführt. Ich sehe hypnagoge gruselige Figuren im Hausflur stehen und entscheide, dass ich das nicht möchte. Ich habe mir gewünscht schnell und trüb zu schlafen. Ich am Morgen wache immer noch müde auf. Ich frühstücke, trinke Kaffee und habe ein WBTB von ca. 3 Stunden. Ich denke über Weltbilder, Dogmen und Offenheit nach. 

Wer sich mit dem Klartraumabkürzungsjungle nicht auskennt, kann sichmal das Klartraum-Wiki anschauen. 

Ich denke inspiriert von einer NLP Technik darüber nach, Robert Monroe zu channeln. Die Idee des channelns gibt mir Sicherheit, dass ich interessante Antworten finden könnte und nicht an meinem inneren Wissen zweifeln muss. Ich denke über Klarträume nach, denn ich hoffe einen Weg zu finden, wie man mühelos Klarträumen kann. Lucid Living wie Traumbewusstseinsagen würde, beschreibt müheloses Klarträumen. Etwas was mir bisher nie gelungen ist, welches ich aber gerne erreichen möchte.

Mir fällt ein, dass man den Einschlafprozess beim WILDen vielleicht einmal komplett dekonstruieren und entkoppeln muss, um jeden Parameter genau einstellen zu können.

Mir fällt ein, dass man zumindest den „Regler“ für Wach-Müde und den Bewusst-Unbewusst von einander abkoppeln sollte, denn der ist üblicherweise bei jedem Menschen fest verknüpft.

Es ist also eine Konditionierung, die man nur entschlüsseln muss. Die Idee mit Reglern habe ich auch aus den NLP. Um die Regler einstellen zu können, benötigt man eine Freiheit, zwischen beiden Polaritäten. Falls man da irgendwo eine Blockade hat, ist die Freiheit noch eingeschränkt, dann kann man schauen, ob man seine Blockade entschlüsselt bekommt, weil man ansonsten den Regler nicht frei schieben kann.

Vielleicht gibt es auch noch mehr Parameter? Ich überlege im Forum etwas dazu zu posten und hoffe auf eine Diskussion, die fehlende Aspekte benennt. Ich bin müde und kann trotzdem nicht schlafen. Ich wälze mich lange herum und ich denke darüber nach, ob meine Geistesaktivität wieder zu intensiv ist und ich deshalb nicht einschlafen kann. Ich dimme den „Regler“ etwas herunter und Fokussiere mich auf das Gefühl der Müdigkeit.

HYPNAGOGE GEDANKEN: 

Ich kann wahrnehmen, wie sich mein Bewusstsein spaltet. Ein Teil liegt im Bett und ein Teil ist in der Phantasie im Raum unterwegs. Ich werde nochmal kurz wacher und denke, ob das S.s Frage bezüglich Tom Campbells Technik war. Ich versuche mir zu merken mit S. zu sprechen. 

Ich glaube man muss der Phantasie einfach mehr Macht erlauben und aufhören, sie als Phantasie zu betrachten, dann könnte das klappen mit dem gespaltenen Bewusstsein im Wachzustand. Und so könnte man während der Meditation Astralreisen, wenn man daran glauben würde.

Es geht eigentlich nur um den „Regler“ für Zweifel und Glaube. Man muss das was man in der Phantasie erlebt, als genauso real betrachten wie das Wachleben. Hier könnte die „Tue so als ob Technik“ als dem NLP wieder helfen, falls das nicht sofort klappt. 

 

Vermutlich braucht man dann Sicherheitsvorkehrungen, denn man möchte ja vielleicht auch, dass eine Phantasie eine Phantasie bleiben darf. Dass wir Traum, Astral und Wach zb trennen, sind Sicherheitssysteme. Wenn wir die Grenzen zwischen den Segmenten aufheben wollen, brauchen wir neue bewusst gesetzte Grenzen, damit wir und sicher fühlen. Man kann die Grenzen vielleicht bewusst verschieben, wenn wir eine Grenze so versetzt, dass es uns gut damit geht. Wer viel Freiheit möchte, braucht auch einen Weg wie er die Freiheit integriert, da sonst Orientierungslosigkeit entsteht, die pathologisch werden kann.

Weiter im Traum: Dann befinde ich mich in einer Zwischenwelt, die ich wahrnehme aber nicht benennen kann. Vielleicht ist es eine Art kinästhetische (also fühlbare) hypnagoge Phase. Näheres zu Hypnagogen Phasen im Wiki. Dort schwindet das Denken dann. Dann folgt ein Szenenwechsel mit kurzem Blackout. Ich habe bei Tom Campbell - My Big Toe, gelesen, dass manche Menschen Blackouts haben und andere die Schwingungen wahrnehmen.

TRÜBTRAUM: In einem Trübtraum bricht mein Fahrrad an der Gabel in zwei Teile, als ich mit M. spreche. Das schockt mich etwas. (M. nimmt alles mit Humor) Ich dachte wohl es geht nie kaputt. (Das Fahrrad ist ein Traumzeichen und steht für Flexibilität. Dogmatische Flexibilität. Dieses Traumzeichen ist durch häufige Trauminterpretation entstanden und ist individuell.)

Ich gehe zum Kindergarten in demich arbeite, indem ich Cocktails von Eltern gereicht bekomme. Ich entschuldige mich für zu spät kommen und sage, ich muss noch die andere Hälfte meines Fahrrades holen. Jemand sagt zu mir, das wäre nicht so schlimm, man könnte es reparieren.

(Ich denke es geht darum, dass mir bewusst geworden ist, dass zur Flexibilität nicht nur ein Freiheitsstreben, sondern auch eine gesunde Abgrenzung gehört, weil einem sonst die Sicherheit fehlt. Diesen Einfall hatte ich gestern.)

Ich schaue in den einen Gruppenraum und merke wie wohl und sicher ich mich dort fühle, weil dort eine bestimmte Kollegin arbeitet. In meinem Bereich herrscht mehr Unsicherheit.

SZENENWECHSEL:

Ich gehe durch einen Raum, der sich wie einen langen Gang zieht. Eine Arte Scheune. Hinter einer Trennwand stehen Pflanzen auf einem Plateau. Man kann nicht richtig hineinschauen. Erst sehe ich Nutzpflanzen wei Tomaten und denke mir nichts weiter. Ich gehe ein zweites Mal durch diese Scheune. Auf dem Boden befinden sich so was wie Wolldecken, manchmal ist es auch hingeschüttetes Stroh. Es ist irgendwie im Weg und ich muss hindurch kriechen. (Ich glaube ich spüre die Bettdecke und konstruiere mir damit die Idee mit dem Stroh. Das könnten noch Eindrücke der Schlafparalyse sein, die mit in den Traum gerutscht sind.)

Ich krieche über den Boden, wie ich es oft bei Astralreisen mache, warum auch immer. Ich sehe wieder zu der mit einer Plane abgedeckten Hochebene und frage mich, warum da oben einer Pflanzen versteckt. Als ich zum dritten mal durch den Raum gehe, entdecke ich plötzlich einen Aufgang und schaue mir die Pflanzen etwas genauer an. Sie wechseln zwischen kleinen Tannenbäumen und Hanfpfanzen. Ich kann es nicht richtig erkennen. Ich erschrecke mich, weil ich auf einmal Angst bekomme, dass der Besitzer der Pflanzen mich bemerkt und falls es Hanfpflanzen sind, dass vielleicht problematisch werden könnte. Darf ich mich hier überhaupt aufhalten? Ich fühle so einen leichten Verfolgungswahn und krieche durch braune Decken und Stroh etwas hektisch zurück durch den Raum.

PRÄLUZID: Das Gekrieche kommt mir seltsam vor und erinnert mich an das Gefühl beim WILDen, deshalb mache ich einen Nasen RC. Juhu ich träume! Was nun?

Ich vertiefe meine Klarheit durch Stabilitäts- Techniken, während mir die Diskussion über Stabis im Forum einfällt. Ich denke mir, ich nutze es jetzt trotzdem erst mal, weil es Sicherheit gibt. Ich hatte ja schon lange keinen Klartraum mehr. Wenn diese Sicherheit nicht mehr nötig ist, kann ich sie ja verwerfen.

Und es klappt, das Bild wird etwas klarer und meine Klarheit wird etwas stabiler.

Ich bin plötzlich ein meiner Wohnung. Ich krieche auf dem Flur Boden. (Haha vermutlich ist der lange Gang mein Flur gewesen und die Hochebene, die Holsbank die dort steht. Die Plane meine Jacke, die dort liegt. Und von dort aus kann man an der Tür zum Büro die Pflanzen auf der Fensterbank sehen. An der Stelle frage ich mich Klartraum oder Astral? Vielleicht ist der Flur Astral und der nächste Raum Klartraum? Kann man Räume in Realitätszonen einteilen? Welchem Zweck dient das?)

KLARTRAUM:

Ich gehe vom Flur ins Büro und schaue voller erstaunen auf meine Pflanzen, die auf dem Fensterbrett stehen. (Letztens als ich geputzt hatte, hatte ich sie mal an andere Orte gestellt und mir vorgestellt, als seinen sie Lebewesen, die eher lieb gewonnenen Haustieren Tieren ähneln, als Pflanzen und ich empfand Liebe und Fürsorge für sie. Im Traum war das auch so, nur dass sie sehr prächtig, gesund und viel größer gewirkt haben, als im Wachleben. Irgendwie magisch. Ich habe vor dem Einschlafen noch daran gedacht, dass ich die Blumen gießen muss.)

Ich schaue auf eine silberne Metal Plakette, die an der Fensterbank angebracht ist und lese die Schrift, mit der Idee, dort ein Geheimnis zu finden. Ich bin also Offen was mir der gegenstand sagen will. Ich kann sie nur mühsam entziffern, weil sie andere Elemente als unsere Sprache enthält und lese schließlich heraus, dass ich irgendetwas mit Klarträumen mache oder erfinde. Ich denke daran, dass ich mal gechannelt hatte, dass Klarträume dazu da sein sollten, das Ego zu dekonstruieren und nicht um sich damit ein neues Ego aufzubauen oder daran festzuhalten.

Ich freue mich und gehe durch den Raum. Ich bin etwas hektisch, weil ich im Klarträumen immer hektisch bin, weil ich denke, der Traum ist gleich vorbei und ich möchte noch so viel ausprobieren. Da darf ich noch mehr innere Ruhe finden und mir dazu etwas überlegen. Vielleicht ein Ruheritual?

Ich hatte mit H. über Shared Dreams gesprochen. Ich versuche H. zu treffen, bin aber unsicher, wie das gehen soll. Im Raum befinden sich viele kreative Sachen. Eine Staffelei mit Farbe, die ich gar nicht besitze. (Allerdings hatte ich in diesem Raum einmal mit Acrylfarbe gemalt. Vielleicht sollte ich das nochmal in Angriff nehmen?) Es ist außerdem sehr unordentlich, was schon eher zutrifft und mir ist Unordnung immer unangenehm, wenn Besuch kommt.

Ich setze mich im Flur auf den Fußboden und male mit Farbe H. auf die Staffelei und versuche ihn so herzuzaubern. Es klappt nicht, ich beginne zu zweifeln. Ich denke, er ist bestimmt schon wach, denn es ist ja schon Vormittag. Ich versuche T. herzuholen, aber auch das klappt nicht. Er ist bestimmt auf der Arbeit. (Ich habe leider vergessen, dass ich ja gar nicht an eine feste Zeit glaube.)

Ok was könnte ich sonst anstellen? Ich merke, dass es mir schwer fällt spontan zu guten Iden zu kommen. (Ich sollte mir meine KT Ziele im Wachen nochmal abstecken und evtl mit der Baumliste einüben, damit diese im nächsten im Klartraum parat sind. Das hatte ich ja schon erfolgreich getestet. Oder es ist nur ein Glaubenssatz, dass man sich im Traum so schlecht erinnert?)

Dass ich im Traum meditieren wollte, um das Klare Licht (Traumyoga) zu finden, fiel mir nicht mehr ein. Ich konnte mich nur an den visuellen Gegenständen orientieren. Überhaupt war mein Büro total überfrachtet mit irgendwelchen Dingen und bunt farbig, freundlich, mit Farbe bemalt. Farblich gelblich, bunt Pastellton. (Real gelb/grün) Ich schaute auf einen kleinen Handspiegel, den ich vom Schreibtisch nahm. (Genau an der Stelle steht ein Glas.)

Ich überlege mein Gesicht im Spiegel zu betrachten und bin erstaunt, dass ich ganz normal aussehe. Dann frage ich mich, was ich noch im Spiegel sehen kann? Ich frage nach unbewussten Schattenanteilen. Denn das beschäftigt mich momentan. Ich habe ein bisschen Angst. Meine Gesichtszüge verschwimmen ein bisschen, aber es ist nicht gruselig, wie ich befürchtet hatte. Es entsteht eine Szene im Raum.

Meine Mutter sitzt auf dem Fußboden und faltet DinA4 Blätter Ecke auf Ecke (Perfektion). Ich frage sie, ob ich ihr helfen kann. Sie antwortet forsch, dass sie keine Hilfe braucht, ohne mich anzuschauen. (Ich lehne Hilfe aus Stolz ab). Ich helfe ihr trotzdem sie wird wütend und beginnt zu weinen und will den Platz und die Kommunikation verlassen. (Es fällt mir schwer Emotionen zu zeigen)

Ich halte sie fest und sage ihr Mama es tut mir leid. Sie verwandelt sich in meinen Freund F.

F. weint in meinem Arm. Ich halte ihn fest, falle jedoch nicht auf die Verwandlung rein. (In der Person von F. ist die Traumfigur viel weicher, weshalb ich Mitgefühl empfinde.) Ich sage Mama es tut mir leid. Er schaut weg. Ich sage Mama ich spreche nicht zu dir als Person, sondern zu dir als Seele. Es tut mir leid. 

Ich wache auf.


Mittwoch, 26. April 2017

Crowdfunding Projekt Klartraum Forschung

Bitte teilen!

"Hallo liebe Klarträumer,
 
wir sind Psychologen und arbeiten momentan an einem neuen Ansatz zur Klartrauminduktion über die Stimulation verschiedener Sinnesmodalitäten gekoppelt mit Neurofeedback. Wir arbeiten bereits seit ca. zwei Jahren an diesem Projekt (neben der Masterthesis und unserer jetzigen Berufstätigkeit) und es ist ziemlich schwer einen Fuß in diesen Forschungsbereich zu setzen, insbesondere in Deutschland. Deshalb haben wir uns nach unzähligen Versuchen dazu entschieden unser eigenes Projekt aufziehen. Dazu haben wir vor kurzem ein Crowdfundingprojekt auf einer amerikanischen Plattform gestartet, welche speziell für Projekte dieser Art ausgelegt ist. Unser Ziel ist über die iterative Analyse verschiedenster Klartraumtechniken die neuronale Signatur erfolgreicher Klartrauminduktion herauszukristallisieren und diese im Nachhinein durch einen Stimulationsansatz gezielt zu induzieren. Neben dem fragwürdigen tACS Gamma Hype (von dem einige von euch vielleicht schon was gehört haben) sind wir besonders daran interessiert, ob es auch einfachere andere Formen der Stimulation gibt und ob ein individueller Stimulationsansatz bessere Erfolge erzielt. Weiterhin halten wir es für wichtig den sehr marginalen Datenpool physiologischer Aufzeichnungen erfolgreicher Klartrauminduktion zu erweitern und bisherige Hypothesen bzw. Studienergebnisse erneut zu testen und auf ihre Stabilität hin zu überprüfen. Die Resultate dieser Untersuchungen werden in freien Journals publiziert und fließen Teilweise mit in meine Doktorarbeit ein.

Wir freuen uns über jede Form der Unterstützung und sind sehr gespannt auf euer Feedback! Falls solche Kampagnen nicht erwünscht sind, bitte ich darum diesen Thread wieder zu löschen.

Hier der Link zu unserem Projekt, viel Spaß beim Lesen bigwink https://experiment.com/openlucidity

Liebe Grüße
Peter"


Samstag, 25. Februar 2017

träume-bewusstsein-netzwerk.de




Wir haben nun auch eine Webpräzens ausserhalb von Facebook: http://www.träume-bewusstsein-netzwerk.de/

Diese Seite dient als Informationsplattform für die Online Community Träume-Bewusstsein-Netzwerk. Hier treffen sich Menschen, die sich für den Themenbereich Bewusstsein auf verschiedenen Ebenen angesprochen fühlen. Wir verfügen über einen Voice Chat Server auf dem du dich mit anderen leuten unterhaltenkannst.  Auf dieser Website kannst du dich mit uns verbinden und dich über Termine und Veranstaltungen, die auf unserem Server stattfinden, informieren.

Wir sind ein Netzwerk für Klarträumer, Spirituelle, Grenzforscher, Philosophen und viele mehr! An einem Ort wo man sich mit Anderen sowohl auf Text-, als auch auf Sprachbasis austauschen kann. Wir bieten Dir regelmäßigen Austausch über viele Themen, mit Fokus auf geistige Entwicklung und zwischenmenschliches Wachstum. Der Austausch zwischen Weltbildern und die Entwicklung eines dynamischen Geistes befürworten wir. Dabei kann es auch mal ganz ungezwungen über Nicht-Bewusstseinsthemen gehen, z.B. wurde im Kanal "Wohnzimmer" auch schon öfter einfach zusammen abgehangen, Spiele gespielt und Musik gehört. 

Etliche Foren und andere Plattformen sind zu diesen Themen im Netz zu finden, jedoch möchten wir hier eine zentrale Schnittstelle ins Leben rufen, die geschlossene, abgeschottene oder stark fixierte Communitys zusammenbringen soll. Wir möchten eine gemeinsame Kommunikationsebene auf Basis gemeinsamer Werte wie Toleranz, Akzeptanz, Diskussionswille und dem Drang Neues zu entdecken schaffen und würden Dich gerne bei uns begrüßen. Respektvoller Umgang miteinander wird durch unser Moderatoren- und Admin-Team - für Dich - garantiert.

Schau doch mal vorbei: http://www.träume-bewusstsein-netzwerk.de/

Hier kannst du unsere Facebookseite abonnieren:
https://www.facebook.com/Tr%C3%A4ume-Bewusstsein-Netzwerk-199147740549774/?ref=aymt_homepage_panel

Freitag, 17. Februar 2017

Holotropes Atmen1




Ich habe gestern ein Mal Holotropes Atmen ausprobiert. Manche werden jetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, weil ich das alleine mit einer CD gemacht habe. Mir ist durchaus bewusst, dass das in die Hose gehen kann. Vielleicht muss man sich aber fragen, wie für einen persönlich Set und Setting auszusehen hat. Und ich glaube ich persönlich kann alleine an meinem gewöhnten Meditationsplatz viel besser loslassen, als in einer Therapie- oder Seminar Situation, in der ich von einem fremden Menschen gesittet werde. Zweitens war da gestern eine innere Haltung, von ich will es jetzt wissen. Außerdem bin ich ja ein Audiofreak. Ich hatte ja eine Führung durch die CD.

Eigentlich soll mal Holotropes Atmen niemals alleine machen. Ich möchte auch niemanden dazu verleiten. Auf der anderen Seite muss man so etwas eben für sich selbst entscheiden. Falls das jemand gegen den allgemeinen Rat ausprobieren will, kann ich folgende CD sehr empfehlen. Jeru Kabbal - Quantum Light Breath 1. Es gibt noch weitere Teile, die ich bei Gelegenheit mal testen werde. 

Holotropes Atmen ist eine Form der rperarbeit, die von Stanislav Grof entwickelt wurde. Dieser hatte zuvor gute Therapie Erfolge mit LSD gehabt. Als LSD Therapie dann verboten wurde, hatte er entdeckt, dass das Hyperventilieren, welches beim Holotropen Atmen entsteht, ähnliche Zustände auslöst. Beim Holotropen Atmen atmet man ganz tief und vollständig ein. Dieses geschieht zu einer begleitenden Musik, die im Laufe der Sitzung das Tempo erhöht. Das Atmen orientiert sich an der Musik und wird zeitweise sehr schnell. Dabei entsteht sehr viel Energie im Körper und psychisch-emotionale Blockaden, die durch das Unbewusste gehalten werden, lösen sich. Normalerweise macht man das mit einem Atem Therapeuten, der aufkommende Themen und körperliche Symptome anschliessend integriert. 

Ich bin froh, dass ich das gemacht habe. Ich hatte vor allem Angst davor meinen Atmen künstlich zu regulieren, da ich eine Zeit mit Atemnot zu tun hatte, und ich Sorge hatte, dass so eine Regulation zu einer Atemnot führen könnte. Es hatte sich auch kurzzeitig ein beengendes Gefühl eingestellt. Ein Gefühl, als atme ich relativ oberflächlich und als sei ein komplettes Ausatmen nicht möglich. Genau so wie man Asthma Symptome beschreibt. 

Aber Asthma ist für mich vor allem ein psychosomatisches Symptom. Ich habe ein Jahr lang täglich damit gekämpft. Ich habe mich aber wie in der Anleitung einfach daran gehalten weiter zu atmen und Angst, Angst sein lassen. Man kann an einer Stelle entscheiden, ob man in die Panik geht oder nicht. Eigentlich ist Panik eine Angst vor der Angst. Wenn man die eigentliche Angst bereit ist zu fühlen, dann erkennt man, dass Angst nicht das schreckliche Ungeheuer ist, als welches sie sich darstellt. Diese Angst zu ersticken, hatte ich schon während der Auflösung meiner Krankheit mehrfach bewusst gefühlt. Und nachdem auch bei dem schnellen Atemteil nichts dramatisches passiert ist, hat dieses Gefühl nachgelassen. Ich glaube sogar, dass ich meine Restangst bezüglich meines ehemals diagnostizierten Asthmas, welches ich heute einfach als unterdrückte Emotionen betrachte, damit geheilt habe. Denn so einen ganz subtilen Impuls habe ich manchmal noch, wenn ich eine Emotion übergehe oder wenn ich die Raumluft unangenehm empfinde.

Zweitens hatte ich immer Angst vor den Spasmen, die das Holotrope Atmen auslösen kann. Diese hatte ich im Zusammenhang mit erweiterten Bewusstseinzuständen vor einem halben Jahr ausgiebig erlebt. Zittern, Muskelkrämpfe, unwillkürliche Körperbewegungen. Diese Zuckung, mögen sie doch so erschreckend erscheinen, sind im Grunde genommen psychisch/emotionale Blockaden, die sich energetisch lösen. Elektrische Entladungen. Wenn sich an einer Stelle etwas löst, passiert es dass es an einer anderen Stelle kurzzeitig einen neuen Stau gibt. Man sollte diese zulassen und sich einfach denken, dass einen irgendwas verlässt, was einen blockiert. Diese Energiestaus lösen sich von selbst auf. 

Derart ist gestern aber nichts spektakuläres passiert. Ich hatte einen schwachen emotionalen Ausbruch und leichte Schmerzen am Solar Plexus Chakra. Vielleicht war auch zu viel Energie im Beobachter, der die Wirkung der Methode erst einmal betrachtet hat, und somit mich davon abgehalten hat, direkt sehr tief zu gehen. 

Ich saß im Dunkeln, indem ich das Zimmer nur Schemenhaft wahrnehmen konnte. Ich kann deshalb nicht genau sagen, ob es optische Halluzinationen gab. Ich hatte das Gefühl, als würde ich etwas verschwommen sehen. Ich hatte keine hypnagogen Wahrnehmungen. 

Des weiteren habe ich meinen Energiekörper sehr stark wahrnehmen können, als das Atmen sehr schnell wurde. Es hat einfach alles energetisch gekribbelt. Ich habe gesehen/gefühlt, dass am Kronenchakra noch eine Art Energieschicht ist, die verschlossen ist. In der langsamen Phase am Schluss, war eine Gedankenstille da und ein Wärme, die sich im Körper ausgebreitet hat.

Ich habe in letzter Zeit wieder viele emotionale Baustellen angeschaut, bei denen ich das Gefühl hatte jetzt nicht weiter zu kommen. Ich hatte gehofft, mit der Methode an tiefere Emotionen heran zu kommen, die ich irgendwie noch in mir vermute und Identifikation mit kreisenden Emotionen zu unterbrechen. 

Ich denke, ich werde das noch mehrmals versuchen, merke aber dass mein Körper, meine Lunge, das Ganze sehr angestrengt hat. Die Sitzung hat eine Stunde gedauert und ich denke fürs Erste recht das auch. Mein Körper sagt, er braucht jetzt mal ein paar Tage Pause. Ich fühle einen Art Muskelkater an der Lunge. Ich habe gelesenen, dass so eine Sitzung oft 3 Std. und länger dauert kann. Emotional hätte ich gerne weiter gemacht. Ich hatte schon sehr viel tiefere Erfahrungen alleine dadurch, dass ich eine Körperempfindung oder einer Emotion nachgespürt habe. Aber mein Körper hatte erstmal genug. Ich bin gespannt, was diese Methode langfristig bringt. 

Sonntag, 22. Januar 2017

Leere


Mai 2016: Ich sitze am Wochende am PC. Ich glaube ich hatte gerade eine Senoi Stunde hinter mir und drehte mich zu meinem Freund um, der am Computer neben mir saß und erzählte ihm irgendetwas. Ich glaube es ging um einen Traum, als ich mitten im Satz einen Art Blackout bemerkte. Ich versuchte mich zu sammeln, aber ich stellte fest, die Gedanken sind weg. Ich wusste nicht mehr was ich erzählen wollte. Das ganze Denken ist plötzlich einfach so weggefallen. Da wo sonst Denken war, war Leere, indem ein Gefühl von Frieden und Freude auftauchte. Ich erklärte ihm, dass ich nicht weitersprechen konnte und dass mein Denken weg ist. Ich war aber beruhigt, dass ich zumindest noch so weit Denken konnte, dieses feststellen und erklären zu können.

Ich hatte eine Zeit viel mit den Gateway Audios trainiert und bei dem Übergang von F11 zu F12, das Denken zeitweise abschalten können. Aber das hier war ganz anders. Beim meditieren, war das nicht Denken, eher ein Trance artiger, schlafnaher Zustand, bei dem das Denken zeitweise ins Abseits gerdrängt wurde. Das empfand ich zwar immer sehr entspannend, aber das war ein ganz anderes Gefühl, als das hier.

Ich war total wach und trotzdem war da kein Denken. An der Stelle, an der sonst Denken war, war ein Nichts, eine Leere. Und in der Leere war ein Gefühl von Frieden und Freude. Ich brach das Gespräch ab und sagte, ich muss das jetzt fühlen. Ich setzte mich auf meinen Klappstuhl auf dem Balkon in die Sonne und fühlte. Ich fühle Frieden. Ein Frieden der keine Ursache hat. Dieser Frieden schmeckt wie Vanille. Ich nehme das Gefühl von Frieden besonders stark beim Atmen wahr, wenn ich Luft durch die Nase einsauge. Der Frieden verbindet sich mit einem Gefühl von Liebe und Sattheit, dass ich am Herzchakra wahrnehme und das Ganze verschmilzt zu einem ich bin sicher Gefühl, welches mir jegliche Lebensangt nimmt. Das Herzchakra nehme ich mehr beim ausatmen wahr. Es einsteht ein Gefühl von nichts mehr wollen. Ich nehme bedingungslose Freude wahr. Und das alles war begleitet von einem Gefühl von Leere. Diese Leere hatte ich schon länger gespürt, aber sehr viel subtiler. Ich spüre wie meine Energie freier zu fließen beginnt. Ich war sehr entspannt und die Kombination von innerem Gefühl und der äußeren Schönheit, der Sonne, der Wärme, dem Wissen um Freizeit, war sehr schön. Ich sitze eine Zeit in der Sonne und genieße das einfach, sauge mich mit dem Gefühl voll und fühle immer tiefer hinein. Ich bin high von diesem Gefühl.

Dann gehe ich nochmal an den PC und lese im Klartraumforum einen Thread von thewolf, indem er von einer Idee spricht. Life Dreaming. Es geht um ein soziales Netzwerk für Klarträumer, welches eine vernetzte Traumtagebuch Schnittstelle besitzen soll. Ich denke wie geil, so etwas wollte ich auch schon immer haben. Ich dachte an die Möglichkeit von Voice Chat Räumen, in denen man sich mit dem Mikrofon mit anderen Menschen unterhalten kann, so wie in Teamspeak. Da ich unsere Teamspeak Treffen vom Klartraumforum immer sehr genieße und mir eigentlich mehr Austausch auf verbale Art mit Menschen wünsche, kommt mir die Idee entgegen. Es entstehen für mein Empfinden, ganz andere soziale Verbindungen, indem man mit Menschen redet. Man hört die feinen Nuancen der Emotionen in der Stimme, die viel mehr von der Person preis gibt, als wenn man sich nur schreibt. Zumindest für mich, weil ich einen sensiblem auditiven Sinn besitze. Meist einsteht auch viel mehr Offenheit, als beim Schreiben, mit dem ich mich selbst auch viel stärker abgrenzen kann.

In mir ploppten Ideen auf. Ich merkte, dass ich doch noch Denken konnte. Ich war sehr freudig und euphorisch. Ich dachte das Programm soll aber nicht nur für Träumer sein. Es gibt ja auch noch andere Formen der Bewusstseinsforschung und ich stellte mir vor, wie schön es wäre, wenn sich verschiedene Menschen dort begegnen und austauschen würden. Wieder überfiel mich meine geliebte Idee alle Menschen vereinen zu wollen. Und da ich mich für die Erforschung von Shared Dreams (gemeinsame Träume) interessiere, dachte ich, braucht man nur noch eine Traumtagebuch-Software, die vernetzt arbeitet. So etwas gibt es ja schon. Dieses Programm soll wie ein soziales Netzwerk funktionieren und die Traumzeichen der befreundeten Träumer automatisiert, untereinander abgleichen, um Hinweise auf Shared Dreams zu finden. Genial. Eigentlich müsste das technisch alles machbar sein. Irgendwie war ich von dieser Idee total begeistert und schrieb einen Text im Forum und in meinem Blog und machte sogar noch eine Facebookgruppe dazu auf Life Dreaming, in die ich alle möglichen Leute hineinzog, die sich für das Klarträumen interessierten.

Das war untypisch für mich, denn normalerweise bin ich eher ein unsicherer Mensch. Und unter normalen Umständen, hätte ich die Idee vielleicht gut gefunden, aber dann hätten mich Selbstzweifel überfallen und jeglichen Aktionismus durch Unsicherheit, Zweifel, Angst vor Versagen und Ablehnung, negative Reaktionen und Kritik Anderer, im Keim erstickt. Eigentlich habe ich oft solche Ideen, wie man irgendetwas erschaffen oder in meinem Sinne reformieren könnte, aber es scheitert dann immer an der Handlung, weil mein innerer Kritiker alles zerstört. Doch in diesem Zustand gab es keinen Zweifel und so lies ich es zu, mich total in diese Idee zu verlieben und handelte einfach, indem ich nun versuchte, die Idee ins Rollen zu bekommen.

Es gab eine innere Haltung von, alles ist möglich, aus der ich einfach handelte. Freiheit entsteht wenn Angst, Zweifel und einengende, selbst beschränkende Glaubenssätze wegfallen. Skeptizismus ist sicherlich eine wichtige Eigenschaft, aber sie trennt uns auch, unsere Talente einzusetzen und den intuitiven Impulsen zu folgen. Im Enneagramm gibt es die Anteile Kopf, Herz, Bauch. Der Bauch ist der Anteil, der dafür verantwortlich ist, ins Handeln zu kommen und dieser Anteil ist bei mir noch nicht angemessen entwickelt. Mir fehlt die selbst Ermächtigung. Deshalb sind solche Erfahrungen besonders interessant für mich. Ein Teil dieser Idee verwirklicht sich gerade mit dem Discord Server, denn lustigerweise, tauchte das Thema kürzlich nochmal auf, als mir einer aus dem Forum das Programm Discord empfahl. Und da ich in dem Moment relativ angstfrei war, kam ich ins handeln. Wieder entstand ein Zustand von Flow, Unterstützung auf allen Ebenen, Euphorie und Abwesenheit von Zweifel, aus dem dann etwas entstanden ist. Hier gibt’smehr Infos zu dem Projekt. Sei dabei :D

Aber zurück zum Thema Leere. Ich saß dann wieder euphorisiert und beflügelt von der gemeinsamen Idee, auf meinem Klappstuhl in der Sonne und fühlte in mein Herz. Ich nahm ein inneres Bild einer hellen Kugel wahr, ähnlich der Reball-Technik, die ich mir während der Gateway Übung visualisiert hatte. Diese breitete sich um mich und von meinem Herzchakra ausgehend, aus. Die Kugel befand sich etwa einen halben Meter um mich herum. Dann hatte ich eine visuelle Wahrnehmung, außerhalb meines Körpers zu sein und mich von Außen zu beobachten. Ich hatte ein Gefühl von Dissoziation, mit dem ich mich gut fühlte. Oft machen mir erweiterte Bewusstseinszustände Angst, aber in alldem war diesmal keine Angst, nur Frieden, Freude, Liebe, Euphorie, Entspannung,Verbundenheit mit der ganzen Welt und ein seltsames intensives Gefühl von Leere.

Diese Haltung, frei von Zweifeln zu sein, hielt nur diesen einen Tag an. Am nächsten Tag, lies ich mich von der aufkommenden Kritik gegenüber meiner Euphorie für das Projekt, wieder treffen und verunsichern. Ich versuchte krampfhaft an der Idee festzuhalten und sie mit biegen und brechen umzusetzen, aber irgendwie verlief dann wieder alles im Sand, weil niemand bereit war, in Aktion zu treten und ich das alleine nicht schaffte. Ich kann Ideen entwickeln und Menschen vernetzten, aber ich bräuchte jemanden, der eine entsprechendes Programm schreibt.

Das war ein emotionales auf und ab für mich. Dann stritt ich mich noch mit meinem Freund T. am Handy. Und am nächsten Tag verrenkte ich mir sehr schmerzhaft den Nacken, so dass ich mich krank schreiben lassen musste. Ich bin ein ungeduldiger Dickkopf, welches mir mein Körper spiegelte. Ich hatte mich schon eine ganze Weile damit beschäftigt, in Konfliktsituationen den Konflikt annehmen zu wollen und nicht mehr darauf einzusteigen und auf meinen Willen zu bestehen. Das konnte ich immer wieder mit T. üben, weil er es wie ein Spiegel Themen in mir hochbringt. Das versuchte ich dann, indem ich den Frust über die Reaktion der anderen Menschen, über den Streit mit T. und meinen verrenkten Nacken da sein lies und ich mich in Annahme übte. Ich bin dem verrenkten Nacken sehr dankbar, denn durch ihn habe meine Dickköpfigkeit überhaupt erst erkannt. Aber das ist wieder ein anders Thema.

Das Gefühl von Leere und innerem Frieden, kam dann wieder und ich war damit beschäftigt, nach innen zu fühlen, die aufkommen Gefühle zu benennen, denn ergründen konnte ich sie nicht. Es war ein Gefühl, als ob es keine Ursache hatte und da ich mich mit diversen spirituellen Schriften beschäftigt habe, die diese Wahrnehmungen auch als bedingungslose Emotionen etc. beschreiben, wusste ich auch, dass ich nicht nach eine Ursache suchen brauche. Das Gefühl ist weder mit einer gewöhnlichen Emotion, noch mit einem Körpergefühl zu vergleichen, weil ich es nicht ausschließlich in meinem Körper fühle, sondern überall wahrnehme. Ich bin vermutlich alles, doch diese Wahrnehmung hatte ich bisher nur einmal im Schlaf. Ich nehme das was ich wahrnehme, bisher immer aus meiner Ego Perspektive wahr. Diese Gefühle empfinde ich als Wahrnehmungen, die über meine eigenen Konzepte und Vorstellungen von Körper und auch von Energiekörper hinausgehen. Ich kann mich zwar durch die Konzentration auf meinen Atmen mit dem Gefühl verbinden, aber das ist nur ein Hilfsmittel. Ebenso gibt es andere Übergänge, vom Körpergefühl zu diesem Gefühl der Leere. Diese Leere sorgte dafür, dass ich meine Schmerzen zwar wahrnahm, aber ich fühlte mich von ihnen nicht bedroht. Ich fühlte immer tiefer in die Leere und genoß den Frieden der keinen Grund hatte.

Als ich das nächste Mal wieder zur Arbeit ging, fuhr ich nicht wie sonst mit dem Rad, weil mein Nacken das immer noch nicht aushielt. Ich hatte einen Fußmarsch von 3 km vor mir. Es war ein schöner Sommermorgen und ich fühlte während des Laufens, in die Leere. Weil mein Nacken schmerzt, lenke ich meine Aufmerksamkeit auf das Laufen. Dann passiert etwas merkwürdiges. Ich habe ein Gefühl, als ob ich laufe und gleichzeitig nicht laufe. Als gäbe es eine Stille und eine nicht Bewegung, eine glatte Oberfläche, in der ich nicht laufe und ein grauenvoll intensives Gefühl von Leere und Sterben, obwohl mein Körper läuft. Von dieser Leere habe ich auch eine visuelle Wahrnehmung. Sie ist grün. Ich erkläre mir dass indem ich das Herzchakra in irgendeinem Kundalni Tantra Buch mal zugehörig zur Farbe grün wahrgenommen habe und seitdem auch die Herzenergie als grün wahrnehme, wenn ich diese visualisiere. Die Empfindung von Leere scheint irgendwie mit dem Herzzentrum verbunden zu sein und so ist da eine Wahrnehmung von einer grünen Leere. Ich laufe in der grünen Leere, und empfinde nicht laufen und mich überkommt ein Gefühl, als ob ich mich gleich auflöse. Ich habe eine zweite subtile visuelle Wahrnehmung, in der ich mich von Außen betrachte. Ich habe das Gefühl, als werde ich aufgefordert, in die Leere zu springen. Aber ich muss zur Arbeit. Das geht jetzt nicht.

Ich werde mit meiner Angst vor Kontrollverlust und der sozialen Angst, ich könnte irgendwie unangenehm auffallen, konfrontiert. Ich überlege was passiert, wenn ich mich in der Leere auflöse. In der Mediation in der ich es anstrebe, passiert es nicht, aber jetzt hier mitten an der Straße, wo ich doch gleich arbeiten muss. Na danke. Ich weiß nicht was mit meinem Körper passiert. Ist die phänomenale Welt dann ganz weg? Läuft mein Körper einfach weiter? Kippt er um und kracht auf den Bordstein oder renne ich vor ein Auto? Letztens habe ich von Außen beobachtet, wie mein Körper einen kurzen Moment, über den Parkplatz eines Supermarktes ging, während ich völlig losgelassen hatte und irgendwas auf mich aufgepasst hat, so dass der Körper um ein fahrendes Auto gelenkt wurde.

Das war mir aber einfach spontan passiert. Da gab es keine Entscheidung, die von mir gefordert wurde, loslassen zu müssen. Vielleicht hat da sogar etwas auf mich aufgepasst, weil ich sonst gegen das Auto gerannt wäre? In meinen Träumen wechsle ich in schwierigen Situationen, oft in die Beobachter Perspektive, aber hier kann ich das nicht zulassen. 

Ich denke an ein Buch über Astralreisen, indem der Autor Außerkörperlichkeit im Alltag erfährt und ebensolche Kontrollängste, wie ich sie habe, beschreibt. Bei ihm fuhr der Körper zb einfach auf dem Fahrrad weiter, obwohl er mit seinem Bewusstsein einen anderen Ort bereiste und später kehrte er in den Fahrrad fahrenden Körper zurück. Der Gedanke beschäftigte mich damals schon beim Lesen, weil ich mir nicht vorstellen konnte, loszulassen. Ich bekam Panik und versuchte mich in der Phänomenalen Welt zu erden. Normalerweise macht man dass ja zb. durch Fokus auf Körperlichkeit, aber die Konzentration auf das Gehen und die Umgebung verstärkte auch gleichzeitig das Gefühl von Leere und Illusion der phänomenalen Welt. Mir ging es also nicht so gut damit, weil ich ja zur Arbeit musste, falls es die gab. Dort kam ich dann auch irgendwann an.

Dort war es sobald ich das Haus betrat total hektisch, weil es einen Ausflug in die Schule mit den Vorschulkindern gab. Derjenige der verantwortlich für die Organisation war, hatte es vergessen und jetzt mussten zwei Erzieher mit auf den Ausflug und wer mitging, wusste dass es eigentlich schon gar nicht mehr möglich war, noch pünktlich zum Termin in der Schule, anzukommen. Ich ging dann mit, weil sich alle anderen weigerten und es immer später wurde. Wir mussten sofort losgehen, was mir schon mal gar nicht passte, weil ich es hasste, wenn man die Kids so drängen muss, sich zu beeilen. Der erste Eindruck von Schule, wird direkt mit Druck verknüpft. Ich ärgere mich. Ich versuchte nicht auf meinen empfundenen Ärger über die schlechte Organisation und den Stress für meinen Nacken anzuspringen und ging mit auf den Ausflug. Dieser lenkte mich dann etwas von dem Gefühl, gleich in die Leere zu fallen ab. Und die Leere half mir mich nicht in den Ärger zu verwickeln, weil ich mich von meinem Gefühlen, die ich zwar wahrnahm distanzieren konnte. Ich versuchte es zu fühlen, um es nicht zu verdrängen, mich aber nicht mit dem Ärger zu identifizieren. Wir schafften es gerade noch rechtzeitig, aber nur weil wir zwischenzeitlich fast rannten. In der Schule begann dann ein sensibler Junge aus Angst zu weinen und konnte sich gar nicht mehr beruhigen, also ging ich mit ihm raus und wir setzten uns auf die Treppenstufen vor der Schule und warteten bis die Stunde zu Ende war. Ich erkannte, dass es hier doch viel friedlicher und anstrengungsloser war, als es in der Kita, alleine mit der ganzen Gruppe gewesen wäre.

Es war Sommer, warm, friedliche morgendliche Stille, die durch Kinderstimmen, die von den Klassenräumen zu uns drangen, begleitet war und wieder überkam mich das Gefühl von Leere. Und ich hatte einen Konflikt, denn ich war für den 6jährigen Jungen verantwortlich, der neben mir saß.

Es war so dass ich nun, dadurch dass ich hier saß und mehr innere Ruhe und vertrauen hatte, als auf dem Weg zur Arbeit, in der ich durch die Bewegung und den Gedanken nicht loslassen konnte. Jetzt war etwas in mir was loslassen wollte, aber nicht konnte, weil ich ja für den Jungen verantwortlich war. Er wollte nicht mit mir reden, also saßen wir einfach da und schwiegen. Mein visueller Blick verschwamm und es entstand ein sehr schönes Gefühl von Verbundenheit und Frieden und wieder eine innere visuelle oder gefühlte Wahrnehmung einer Rundung. Gerne hätte ich mich da reinfallen lassen, aber ich ging zurück, denn das war nicht vereinbar, mit meinem Verantwortungsgefühl.

Am Nachmittag hatte ich bei der Betrachtung des Sandkastens, das Gefühl als sehe ich ein Bild, indem ich alles war und doch der Betrachter. Auf dem Rückweg zu Fuß, bemerke ich wieder die Wahrnehmung von gehen und nicht gehen. Diesmal konnte ich besser damit sein, weil ich ja auf dem nach Hause Weg war und keinen Termindruck hatte. So fühlte sich die Leere auch nicht mehr so bedrohlich an. Ich hatte auch wieder eindrückliche Träume, die sich mit dem Tod und erweiterten Perspektiven beschäftigten. Im Traum verschmolz ich zu einem grauen runden Kreis. Ich erwachte, erinnerte mich an den Traum und schmolz im Wachen wieder zu dem Kreis und war dann unbewusst.

Am nächsten Tag ging das Spiel wieder vorn vorne los, als ich zu Fuß zur Arbeit ging. Diesmal wollte ich mich nicht auf das Laufen fokussieren, sondern wählte den Atem. Das war aber noch unangenehmer, denn es entstand ein Gefühl von Atmen und nicht Atmen. Das Gefühl von nicht Atmen, kannte ich schon aus der Schlafparalyse und ich hatte auch so ein Audio von Christian Meyer gehört, indem er die Wahrnehmung von nicht Atmen beschreibt. Aber es ist für mich etwas völlig anderes, eine Wahrnehmung im Rückzug, in der Meditation zu empfinden oder in der Hektik des Alltags, wenn man den Anspruch an sich hat im Alltag, funktionieren zu müssen. Zweitens habe ich ein Jahr lang die Idee gehabt, ich hätte Bronchial Asthma. D.h. es wurde mir diagnostiziert und ich habe den Quatsch geglaubt. In der Zeit, hatte ich fast täglich Atemnot, das Gefühl zu ersticken und Todesangst. Im Nachhinein, war das eine Angst- und Wut Reaktion, die ich unterdrückt und somit somatisiert hatte. Und auch obwohl ich das jetzt wusste, dass es mehr eine Angststörung als eine echte Atemnot, die eine körperliche Ursache hatte, reagiere ich immer noch mit unangenehmen Empfindungen auf manche alte Auslöser. Bei der Empfing von nicht Atmen kam sofort die alte Panik hoch, die ich mit meinem Astma verband. Ich versuchte die Aufmerksamkeit vom Atmen weg zu lenken. Die Arbeit lenkte mich wieder ab.

Auf der Arbeit trafen wir uns in der Turnhalle zum gemeinsamen Singen. Wir waren so um die 80 Personen, die alle zusammen sangen. Das Lied welches ich mit meinen Kids geübt hatte, hatte einen Wohlklang, über den ich mich freute und während ich emotional auf den Wohlklang und die Freude über diese gemeinsame Musizieren reagierte, war da gleichzeitig eine Wahrnehmung von absoluter Illusion. Es war sehr widersprüchlich, weil die vielen Leute und die Harmonie, die das gemeinsame Singen in mir erzeugte, so eine Fülle bot und gleichzeitig war da die absolute Leere. Als wäre die phänomenale Welt eine leere Illusion. Das nahm ich wiederum nüchtern und interessiert wahr.

Die Welt kam mir Traumartig vor. In diesem Traum bekam ich eine Lektion zum Thema sich verantwortlich fühlen, Kontrolle auszuüben und loszulassen. Meine Kinder sind meine Lehrer und ich bin gleichzeitig die Erzieherin und der Schüler. Um so mehr ich versuche etwas zu kontrollieren, um so fordernder reagiert die Umgebung, um so mehr Unglück passiert, in welches ich durch meine Rolle bedingt, einschreiten muss. Um so mehr ich loslasse, um so mehr entspannen sich alle. Die Welt reagiert auf meine Gedanken. Mir fällt dieser Rollenkonflikt zwischen meiner Beruflichen Rolle und meinem Forscherdrang bezüglich des Bewusstseins, schwer. Die Leere legte sich über alles. Ich bin froh als ich nach Hause kann.

Auf dem nach Hause Weg, geschah wieder Atmen und Nicht atmen. Und ich prüfte kritisch, ob der Phänomenale Körper von Steffi atmete und da ich zum Schluss kam, dass er atmete konnte ich diese Panik zu ersticken, etwas loslassen. Mich erschöpfte das Ganze aber langsam. In der Nacht träumte ich wieder etwas anstrengendes. Normalerweise habe ich nur ganz selten Alpträume. Aber immer wenn ich in erweiterten Bewusstseinszuständen bin, ändert sich auch mein Traumschlaf. Oft habe ich ich dann spontane Klarträume, Astralreisen und Alpträume und intensive visuelle und auditive Hypnagogien. Ich wache nachts total verwirrt aus einem Alptraum auf und weiß nicht, ob ich wach bin oder träume. Das Gefühl von Leere ist unglaublich stark. Ich mache Reality Checks, um zu überprüfen ob ich wach bin oder träume. Es ist ein Gefühl von Alptraum und Unwirklichkeit. Die Realitäts Checks ergeben dass ich wahrscheinlich wach bin. Ich merke, dass mir das zu viel ist. Wieder ringe ich mit mir um eine Entscheidung. Durch das Erlebnis vor einem Jahr, habe ich gelernt, dass ich mich entscheiden muss, ob ich da weiter reingehe und den Zustand erforsche oder es wieder weg schicke. Ich schicke es weg und gehe wieder ins Bett und hoffe auf Unbewusstheit im Schlaf und Ausbleiben der Traumerinnerung. Als ich aufwache, ist es weg. Ich fühle ab und zu die Herzverbindung, aber dieses starke Gefühl von Leere bleibt erst Mal fern.

Nachdem ich mich von dieser Überflutung von Eindrücken etwas erholt hatte, habe ich wieder begonnen, die Leere bewusst wahrzunehmen. Ich verbinde mich mit ihr meist über den Atem und die Intention, bereit zu sein für spirituelle Erfahrungen. Mit der Leere kam auch wieder Angst. Diese Angst habe ich gefühlt und dann verschwand die Angst. Oft ist das Problem, dass man sich gegen Emotionen wehrt. Die Angst war dann, als ich sie angenommen hatte, gar nicht so schlimm, wie befürchtet.

Seitdem empfinde ich die Leere nicht mehr so bedrohlich. Es ist als ob die Leere ein Nullpunkt ist, indem alles erscheint und indem alles einsteht. In der Leere zeigen sich Emotionen und auch Lebensthemen, die angeschaut, gefühlt und bewältigt werden wollen. Manchmal kommt mit der Leere, Angst, Schmerz, Trauer, Wut, hoch. Ebenso Frieden, Freude, Liebe, Verbundenheit. Diesen Emotionen kann ich oft gar keine Ursache zu sprechen. Manchmal kommen auch körperliche Empfindungen von Krankheit, die sich meist nach kurzer Zeit auflösen, wenn ich was auch immer kommt, da sein lasse, es annehme und fühle. Manchmal zeigen sich auch energetische Empfindungen, Kundalini Symptome, so wie ich sie nenne. Zb. habe ich oft Empfindungen von Hitze, Brennen, Fieber, Kälte, Zittern, Vibrationen, köperlichen undefinierbaren Schmerzen, eine heiße Kugel aus Liebe, Trauer und Schmerz in meinem inneren, die etwas „verbrennt“. Oft kann ich keinen Sinn darin finden. Ich lasse es einfach zu und versuche den Prozess durch Annahme zu unterstützten. Die Leere ist seitdem nicht mehr so bedrohlich für mich. Im Gegenteil, in letzter Zeit zeigen sich vermehrt Gefühle von Frieden und Verbundenheit in ihr und ich steige weniger stark auf Provokationen durch das Außen ein.

Das Gefühl als würde alles was ist, aus dem Nullpunkt entstehen ist merkwürdig. Manchmal habe ich das Gefühl, als hätte ich alle Emotionen gleichzeitig in mir und als ob ich frei heraus, eine wählen könnte. Dabei empfinde ich das Gefühl mich nicht entscheiden zu können, weil auch gleichzeitig eine Sattheit und ein nicht wollen da ist. Oft ergibt sich die Wahl, der Emotion aber wieder aus meiner Unbewusstheit. Irgendwas triggert mein Ego und ich reagiere trüb. Manchmal wenn Ego Anteile weg brechen, entsteht an der Stelle, an der vorher ein Triggerpunkt war, Leere und Sinnlosigkeit. Das ist noch schwierig für mich. Ob ich die Leere wahrnehme oder nicht, wechselt ohne dass ich eine Kontrolle habe hin und her. Manchmal meine ich, ich könnte mich kontrolliert damit verbinden, aber ich glaube, dass es mir letztlich einfach geschieht, denn immer wenn ich meine etwas gefunden zu haben, werde ich eines besseren belehrt.