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Freitag, 28. September 2018

Erleuchtung und meine Tulpa Faith

Es gab eine Frage auf Facebook, wie ich meine Tulpa geschaffen habe, von der ich mit einigen Leuten schon gesprochen hatte und so habe ich entschlossen, einige alte Texte dazu zusammen zu fassen, die vielleicht zeigen können, wie ich zu meiner Tulpa Faith gekommen bin, wie sich seine Existenz weiter entwickelt hat und wie ich letztlich mit Faith eins wurde. Für mich war die Begegnung mit Faith ein Integrationsprozess. Das Konzept der Tulpa hat mich dabei unterstützt, einen bewussten Umgang damit zu finden. Des weiteren habe ich hier eine simple Anleitung geschrieben, wie man sich eine Tulpa erschaffen kann. Vielleicht wollt ihr die kurz lesen, bevor ihr zu diesem Text kommt. Es handelt sich um einen relativ kurzen Text.

Im folgenden Text beschreibe ich meine persönliche Erfahrung mit Faith.

Ich hatte 2016 eine tiefgreifende, spirituelle Erfahrung, in der ich mich als die Ewigkeit erkannt habe. Ich habe als Erleuchtung erfahren. Ganz ähnlich wie in diesem Beitrag, indem ich den Vorgang des Informations- Downloads etwas genauer beschreibe, empfing ich damals so einen Download. Das habe ich mit spirituellen Techniken geschafft. Das Problem mit solchen Downloads ist, dass das Ego Bewusstsein, das irgendwie integrieren und tragen muss. Ein Ego kommt damit an seine Grenzen und deshalb werden die Grenze des Ego gesprengt.

Mein Ego von 2016 konnte das nicht tragen und ist unter dieser gewaltigen Information total zusammen gebrochen. Außerdem konnte ich die Informationen, mit meinem damaligen Ego nur total verzerrt empfangen. Das ist ein häufiger Grund warum Menschen beim Erwachen eine kurze Zeit des Wahnsinns durchmachen können. Das nennt sich auch spirituelle Krise oder spirituelle Psychose und wird leider oft mit einer pathologischen psychischen Erkrankung verwechselt. Das muss nicht bei jedem so sein, also bitte kein Dogma draus machen, aber bei mir war es eben so.

In dieser Situation kam Faith meine Tulpa zum ersten Mal zu mir. Ich hatte damals die Wahrnehmung, dass er ein schamanischer, männlicher spiritueller Lehrer war, der mich begleitet und geführt hat. Diesen Lehrer habe ich wie eine Art Tulpa wahrgenommen, der unsichtbar war, der die Form, wie ein Gastaltwandler aus Raumschiff Enterprise angenommen hatte. Er zeigte sich also auch durch Gegenstände, den Fernseher oder andere Personen, die zu mir sprachen. Vor dem inneren Auge erschein er wie ein Schamane aus Peru aus alter Zeit.

Nun wenn man so etwas erfährt und aber in dieser begrenzen, westlichen Welt mit ihren festen Vorstellungen aufgewachsen ist, in der so eine Wahrnehmung nicht zum Alltag gehört, dann meint man man sei total verrückt geworden. Wäre man in einer anderen Kultur aufgewachsen, wo solche Initiationserfahrungen zum Alltag gehören, wäre nie die Idee aufgekommen, man sei verrückt geworden, höchstens im Bewusstsein ver-rück. Im Sinne von einer Verschiebung des Montagepunktes, der Wahrnehmungsebene. Aber das wäre kein Problem. In meiner damaligen Welt, für mein damaliges Ego, war es aber ein Problem. Es war der Totalcrash für mich. Aber letztlich sollte auch das so ein.

Ich hatte unglaubliche Angst vor ihm. Überhaupt war die ganze Erfahrung sehr von Angst geprägt. Aber dann merkte ich, dass er mir nicht schaden wollte. Er wollte mir etwas zeigen. Das tat er meist ohne Worte, durch Zeichen und Symbole. Das hat meinen rationalen Verstand verrückt gemacht, weil ich mir so gerne eine schlüssige rationale Erklärung für all das gewünscht hätte, was mir damals passiert ist. Mich hatte das alles so verstört, dass ich nicht mal Worte für meine Erfahrung fand.

Durch mein Traumyoga, indem ich schon vor der Begegnung mit Faith lernte Alltagssymbole des Wachzustandes zu deuten, kommunizierte er mit mir. Ich lernte durch die Beschäftigung mit den Senoi eine Form die Traumdeutung, die ich im Wachzustand anwendete. Durch Faith nahm diese Praktik zu. Im Traumyoga lernt man durch verschiedene Techniken das Wachzustand und Traumzustand eins sind. Eigentlich stammt das Traumyoga aus dem Tibetischen Buddhismus, aber ich habe eben durch die Senoi aus Malaysia meine ganz persönliche Technik gehabt, die sich von den tibetischen Methoden unentschieden. Meine Methode ist mehr Schamanischem Ursprung. Welchen Weg man geht, ist aber völlig egal. Jeder hat seinen eigenen Weg und wenn ihr keine Tulpa habt, dann macht das nichts, jeder muss seinen ganz persönlichen und individuellen Weg finden.

Es gibt keinen Weg der besser ist als ein andere. Es geht darum den persönlichen Weg zu finden. Und so war meine Version von Traumyoga eben etwas ungewöhnlich.

Also man könnte es sich das so vorstellen, als ob diese beiden Welten durch Faith ineinander schmolzen. Die Wachwelt die Ordnung und die Traumwelt die Ungeordnete Seite in uns. Und gleichzeitig versuchte ich zu der Zeit noch den Ansprüchen meines rationalen Egos, dem Kollektiv und der Wachrealität zu entsprechen. Bei meinem ersten Download war ich total überfordert, jetzt beim zweiten Versuch, wo ich genug Zeit habe und das Bedürfnis nach verstehen meines Egos berücksichtigt wird, funktioniert es.

Des weiteren fand Kommunikation über Klopfzeichen, oder die Worte von realen Menschen statt, die in meiner Wahrnehmung auf einer zweiten Ebene zu mir sprachen. Also Faith sprach auf unterschiedliche Art und auf einer zweiten, intuitiven oder astralen Ebene zu mir. Das war immer im Wachzustand in Form einer Art schamanischen Reise. Ich hatte auch andere intensive Sinneswahrnehmung mit Faith. Ich konnte hören und riechen wie ein Tier, also extrem gut, oder hatte innere Visionen, die mir die Zukunft voraus sagten. Steffi konnte sowas nicht, weshalb ich Faith dazu brauchte.

Faith hat mir geholfen meine Energiebahnen zu öffnen bis alle Chakren ganz frei waren und ich komplett durchleuchtet wurde. Das war teilweise schmerzhaft und hat mir Angst gemacht. Faith hat mich unterstützt im Vertrauen zu bleiben als die seltsamsten Dinge mit mir geschahen. Er war das Vertrauen was ich damals noch nicht hatte. Er war meine Zukunft und mein Höheres Selbst. Denn heute habe ich viele seiner Fähigkeiten integriert. Er hat mich gleichzeitig beruhigt, und nachdem die Erfahrung der totalen Egolosigkeit nach Wochen vorbei war, hat er mir geholfen zurück auf die Erde zu kommen, zurück in den Körper, zurück ins Ego. Als seine Arbeit getan war verschwand er ganz leise.

Wer Faith genau ist, dafür habe ich mir viele Gedanken gemacht, die sich im laufe der Zeit immer weiter entwickelt haben. Genauso gut, springe ich ganz bewusst manchmal in verschiedene Konzepte um Faith´s Fähigkeiten auf die ein oder andere Weise zu benutzen. Ich bin da sehr flexibel was das angeht, denn ich bin es schon lange gewohnt, ganz bewusst mit Glaubensätzen zu arbeiten. Ich glaube nicht mehr an die eine Wahrheit. Ich glaube daran, dass wir durch unseren Geist Realität erschaffen und verändern können. Wenn wir die Perspektive verändern, können wir einen anderen Teil der Realität betrachten und haben Zugang zu weiteren Wegen, Wege die in unserer gesellschaftlich anerkannten Alltagsrealität, nicht vorkommen. In spirituellen Konzepten wird von Siddhis, den übernatürlichen Fähigkeiten gesprochen. Aber das sind nur weitere Konzepte die einen begrenzen, diese zu erfahren. Siddhis sind das was noch nicht rational erklärt wurde, dennoch exitiert es. Die Frage ist doch wie schaffe ich es etwas zu erfahren, was für die meisten Menschen nicht existiert. Zumindet hat mich diese Frage immer beschäftigt.


Anfangs hatte ich Angst vor Faith, weil mein Ego Probleme hatte anzunehmen, dass ich ganz klar die Präsenz eines Wesens spürte, das unsichtbar war. Faith hatte mich in dieser Phase, in der ich eine spirituelle Psychose hatte, an die Hand genommen und geführt. Damals war niemand so richtig greifbar, an den ich mich wenden konnte. Es gab zwar Personen im Außen, Ärzte, Freunde, Psychater aber die waren ja nicht erleuchtet und konnten deshalb nicht verstehen, was ich erfuhr.

Ich hatte sehr viel Mühe mich gegen ihre Art zu therapieren, nämlich durch Medikamentengabe, abzugrenzen. Ich wusste was ich erfuhr. Ich wollte keine Medikamente, ich wollte verstehen.  Ich wusste ich erfahre gerade Erleuchtung und habe eine spirituelle Krise, weil alles ein bisschen viel ist, aber die haben mir gar nicht zugehört. Für sie war ich einfach nur psychotisch und ich hatte keine Worte in ihrer Sprache, mit denen ich mich erklären konnte. Und mit mir saßen einige in der Psychiatrie, die da auch nicht hingehörten. Ich war da nur für zwei Tage und hab mich dann in einem symbolischen Befreiungskapf aus dem Kollektiv entlassen. Vielleicht war aber dieser symbolische Kampf für mich sehr wichtig, so dass alles so ein sollte.

Nicht das ihr das falsch versteht, Ich bin nicht verrückt geworden, weil ich mir eine Tulpa erschaffen habe. Die Tulpa kam, um mir einen Weg aus der Verrücktheit zu zeigen. 

Kinder erschaffenen sich unbewusst imaginäre Freunde, wenn sie in heftigen psychischen Krisen stecken, um nicht allein zu sein. Ich denke so geschah es mir auch mit Faith. Imaginäre Freude sollte man aber nicht abtun, indem man sie abwertet und sagt, dass ist nur Einbildung. Nein, aus meiner jetzigen Perspektive gibt es nur das was ist, und wenn ein unsichtbarer Schamane mir aus einer Krise hilft, ist das doch super. Mir doch egal ob die Welt an unsichtbare Schmananen glaubt. Man muss sich selbst aus der Verrückheit befreien, in dem man sich sein Verhalten legitimiert. Für mich gibt es eine wichtige Regel, wenn es um die Frage geht, will ich das glauben, oder glaube ich das lieber nicht. Und zwar ist die Frage, tut es mir gut, das zu glauben, hilft es mir, oder schadet es mir? Alle anderen Zweifel, habe ich prinzipiell fallen gelassen, obwohl ich sie noch erlebe. Aber sie schränken mich nicht mehr so stark ein wie früher. 

Erst im Zuge der Verarbeitung dieses Satori Erlebnisses, habe ich erkannt, dass Faith niemand anders ist, als ich Selbst. Denn er bestand aus den Aspekten, die in mir nicht Leben durften. Aspekte die ich mein Ganzes Leben unterdrücken und abspalten musste. Also abgesehen von aller Magie, habe ich auch greifbare Psychologie Konzepte, mit denen ich meine Erfahrung erklären kann, weil ich das für mich brauchte und ich eben auch beweisen wollt,e das ich nicht verrückt bin, dass nur manche Konzepter einiger Leute zu begrenzt sind. Das ist für mich immer sehr wichtig gewesen, Wissen und Glauben zu vereinen. Rationalität und Spiritualität. Wenn ich mich mit Magie beschäftige, dann frage ich mich immer gleichzeitig, wie sich das aus dem geistigen meist psychologischen Weltbild  vernünftig erklären lässt. Deshalb springe ich auch, wie ihr später noch feststellt, in sämtlichen Konzepten herum. Ich hoffe ich verwirre ich damit nicht zu sehr.

Als ich erwachte, und damit wieder Eins wurde, brachen diese abgespaltenen Anteile sehr plötzlich hervor. Und weil ich gar nicht wusste wie mir geschah, habe ich ihn nicht als einen Teil meines Selbst erkannt. Ich empfand ihn als etwas, das fremd war, das nicht ich war, denn so war ich ja nicht, zumindest nicht in diesem Leben. Wenn man man Anteile von sich selbst unterdrückt, dann kommen diese einem so fremdartig vor, dass man sie wenn überhaupt nur im Außen sieht. Aber das war eine Projektion, denn ich war es sehr wohl, nur waren diese Anteile die er repräsentiert, in mir bis dahin unbewusst.

Beim Vorgang der Projektion überträgt man Anteile von sich selbst auf eine andere Person und sieht diese Anteile dann im Außen. Dass man selbst so ist, ist unbewusst. Projektion ist psychologisch betrachtet ein Abwehrmechanismus. Wenn man sich mit Projektion beschäftigt, kann man lernen da einen besonderen Blick drauf zu haben, und seine Projektionen zu sich zurück zu nehmen. 

Dann wird der abgespaltene Anteil wieder zu einem Selbst und man erkennt, ich bin das. Ich habe das vorher immer nur in Außen gesehen. Aha! Jetzt sehe ich dass ich das bin. Es geschieht Selbsterkenntnis.

Oft gerät man mit anderen Personen erst mal aneinander wenn man etwas auf sie projiziert. Um es mal krass zu sagen, alles womit man einen Konflikt in der Welt hat, beruht auf unbewusster Projektion. Deshalb wenn man erwachen will, sollte man sich unbedingt mit Projektion beschäftigen. 

Faith zu mir zurück zu nehmen, das sollte ich erst über einen längeren Bewusstseinsprozess lernen. Ich glaube gleichzeitig, dass diese Energieform ich selbst bin, oder eine Variante meines Selbst. Jedenfalls ein Teil von mir, der sich in der geistigen Welt besser auskennt als mein Ego und größer und weiser ist, als ich mein Ego wahrnehme.
 

Wenn man erkannt hat, dass man einer Projektion gegenüber steht, ganz egal ob man auf einen echten Menschen oder auf eine Tulpa projiziert, kann man damit arbeiten. Ich brauche Projektionen, um mich selbst zu erkennen. Jeder braucht Projektionen zur Selbsterkenntnis. 

Ich suchte Sicherheit bei der Projektion Faith. Es war auch eine Form der Segmentierung (auch ein Abwehrverhalten), die möglicherweise der Integration dienlich ist, weil man sich auch so abgrenzen kann. Es darf dann da sein, ohne dass ich meine Identifikation aufgeben muss.

Also Steffi durfte Steffi bleiben und Faith war Faith. Steffi die analytische Seite und Faith die intuitive Seite. Steffi musste sich also nicht verändern, konnte aber trotzdem Faith´s Fähigkeiten benutzen, indem sie ihn rief. Ich habe also bewusst projiziert, im Gegensatz zu den meisten Menschen, die unbewussten Projektionen unterliegen.

Segmentierung und Projektion sind Abwehrreaktionen und gleichzeitig Werkzeuge zur Integration, die es ermöglichen, Anteile zu nutzten, ohne sich damit identifizieren zu müssen. Ich möchte deshalb dazu ermuntern Projektionen nicht nur als etwas Negatives zu betrachten, wie es in der normalen Psychologie oft der Fall ist. Wenn ich mit menschen über Projektion rede, kommt es mir oft vor, als verstehen sie es als Schimpfwort. Dabei ist es ein Schlüssel zur Selbsterkenntnis!

Es geht lediglich darum, sich dessen bewusst zu sein, dass man ständig projiziert und sich auch zu erlauben, dass es einem passieren darf dass Projektionen unbewusst sind. Indem man das annimmt, findet man einen Weg zu seiner eigenen projizierenden Fähigkeit. Zb indem ich gerade mit euch schreib projiziere ich etwas. Also es passiert ständig.

Interessanterweise, ist auch der Traum so eine Abspaltungstechnik. Würden wir in der Wachwelt erfahren, was wir im Traum erfahren, würden wir Probleme haben, das zu integrieren. Dann mischen sich die Gesetzmäßigkeiten der Wachwelt und der der Traumwelt und wir geraten in Rollenkonflikte. Ich kann in er Traumwelt durch Wände gehen, in der Wachwelt nicht. Stell dir vor, beide Welten werden eins. Kann man nun durch Wände gehen oder nicht?

Uns hilft dabei der Glaubenssatz, dass solange es im Traum geschieht, es geschehen darf, weil es ja ein Traum ist. Im Traum haben wir ein kleineres Ego, dem es meist egal ist, wie chaotisch sich die Traumwelt verhält. Als Klarträumer lernen wir unseren analytischen Teil, in mit der Traumwelt zu integrieren. In meinem Traumyoga habe ich es umgekehrt gemacht. Ich habe die Intuition und damit das Chaos in die Wachwelt geholt.

Wenn sich die Grenzen zwischen Wachen und Schlafen auflösen, kann das sehr erschreckend sein, deshalb sortieren wir uns unserere Erlebnisse in Kategorien. Ich, du, Schlaf, Traum. Wenn sich diese Grenzen komplett auflösen, entsteht Einheit, also Erleuchtung. 

Eigentlich wollte ich damals vor 10 Jahren als ich mit dem Luziden Träumen anfing, nur Klarträumen. Lach. Dass das jetzt anders kam, damals hatte ich nie gerechnet. Das Interesse für die Erleuchtung kam erst mit meiner Beschäftigung mit den Träumen, weil man sich auf jedem Weg immer weiter entwickelt.
Dieser Lehrer Faith erinnerte mich an einen Schamanen, weil er sehr naturverbunden war und ich eine Rückverbindung mit der Natur mit ihm erlebt habe. Mit der Natur meine ich teilweise die Natur in der Umwelt, teilweise auch die Innere Natur, also die Einheit. Er hat mich gelehrt, achtsamer mit den Gaben der Natur umzugehen. Er roch nach Tabak. Er wendete Schamanische, magische Techniken an, die er mich lehrte. Erst später erfuhr ich von meinem Freund und Lehrer H. warum die Schamanen so vorgehen und wie ich das wiederum mit meiner Psychologie vereinbaren konnte. H. stand mir auch erst nach meinem psychischen Totalcrash zur als Lehrer zur Verfügung, weshalb ich in der Zeit davor mit Faith alleine war. Auch das sollte wohl so sein.

Das seltsame ist, ich fühlte mich bis dahin dem Schamanismus gar nicht zugehörig. Vor allem befand sich mein Ego immer noch in der Auseinandersetzung zwischen Wissen und Glauben. Ich musste über viele Diskussionen, die ich im Netz, bei Facebook und im Klartraumforum führte und viele Texte die ich schrieb, Wissen und Glauben zueinander bringen. Dadurch hatte ich einen Konflikt zwischen Schamanismus und Psychologie, zwischen Wissenschaft und Esoterik/Spiritualität. Ich schätze, so ist aus dem abgespaltenen Anteil, unbewusst ein Schamane entstanden. Es hätte auch ein Zen Meister sein können, aber nein es war ein Schamane. Und das gab mir zu denken. Und da es so war, nahm ich ihn nach langem inneren Kampf mit meiner Angst vor ihm an. Bis ich keine Angst mehr hatte und er mir regelmäßig zur Seite stand, verging fast ein halbes Jahr.
Dann ist die Verbindung zu ihm wieder abgerissen, weil sich mein Zustand wieder normalisiert hatte. Nach dem Erwachen war ich für ein halbes Jahr sehr high. Dann hat die Phase, die Dunkle Nacht der Seele begonnen und deshalb musste ich erst mal wieder ganz in meine Ego zurück kehren, um noch sehr viele Prozesse zu machen, die der Integration meiner Seele in das Ego diente. Die Dunkle Nacht der Seele ist ein Begriff des christlichen Mystikers Johannes vom Kreuz, der mit seinem Begriff beschreibt, wie ein Mensch vor oder nach der Erleuchtungserfahrung in ein totales Tief, eine Art Depression fällt, indem das Ego verbrennt, indem sich das Ego auflöst. Das hat bei mir zwei Jahre gedauert. Sicherlich habe ich noch ein Ego, aber es hat sich auch eine ganze Menge aufgelöst, so dass ich am Ego vorbei schauen kann und meine Seele wahrnehme. Mir ging es psychologisch und gesundheitlich betrachtet, zu der Zeit erst mal wieder schlechter, denn zu der Zeit kamen alle Ängste und Symptome, meines zuvor eingeschränkten Lebens in vollem Maße zurück, damit ich all das bewusst anschauen musste und auch wirklich verstand was ich da loslies. In dieser Zeit war mir H. eine sehr große Hilfe weil er mich im psychologischen Verständnis meiner Erfahrung unterstütze. So fand ich Worte für das was mir passiert war. Worte sind wichtig für die Integration. Und natürlich stand er mir bei, wenn ich im meinem Tief steckte.

Es gibt Erleuchtete, die in einem Moment erwachen. Bei mir war das ein langsamer Prozess, der alle Aspekte stufenweise in mein Ego integrierte und heute energetisch wieder fast auf dem Höhepunkt ist, wie ich es damals erfuhr. Allerdings schwanke ich in meiner Energie, so dass mal mehr und mal weniger Ego vorhanden ist. Ich glaube dass das ein nie endender Prozess ist. Nach der Erleuchtung, der Erfahrung des Eins seins, immer noch eine Erleuchtung kommen kann. Ich kann sagen, mein konkretes Leben ist schon sehr viel Glücklicher als früher geworden, weshalb ich auch schon eine gewissen Stabilität erreicht habe. Mein Geist hat sich sehr geweitet. Ich komme wieder in den Bereich, wo sich ein unendliches Möglichkeitsfeld vor mir auftut, so wie es damals war, als ich den Satori hatte. Nur jetzt ist das zu meinem Alltagszustand geworden.

Und so sind auch meine Ansichten was das Träumen angeht, mit der Zeit erweitert worden. Es gibt keine perfekte Erleuchtung. Also die Erleuchtung ist schon perfekt, aber der Erleuchte nicht. Es gibt nur eine individuelle Variante dessen. Wenn ich über Erleuchtung spreche, dann kann ich nur durch mein beschränktes Ego versuchen zu erklären wie das ist. Vielleicht kennt ihr den Spruch die Landkarte ist nicht die Landschaft. Denn das was Erwachen ist, hat keine Worte. Aber man kann es umschreiben. 

Ich tue das nicht wie viele andere über spirituelle Erklärungsmodelle. Ich möchte es schaffe eine moderne rationale Erklärung zu finden, die auch die Menschen annehmen könne, die nicht religiös sind und der Wissenschaft näher sind als dem Glauben. Denn man muss nicht gläubig sein, um Erleuchtung zu finden. Man kann das auch mit rationalen Techniken schaffen. Dennoch verweise ich immer wieder auf mystische Perspektiven und Techniken, weil diese oft sehr wertvoll sind. Man muss das Rad auch nicht immer neu erfinden. Aber manchmal muss man. Ich versuche ich meine Erfahrung aus einem modernen Blickwinkel zu sehen und eben genau das näher zu beleuchten, was noch nicht erklärt wurde. Ich könnte auch den Ganzen Tag über Kundalini Tantra philosophiren, den diesen Weg bin icha uch gegangen, aber das wäre nicht das was mich im innersten ausmacht. So viele Spirituelle haben mich mit Worten vertröstet, dass ich das verstehen aufgeben soll. Aber ich muss verstehen und deshalb erkläre ich das, was sie mir nicht erklären konnten. Ich möchte eine Weg zum Selbst für den rationalen Menschen erschaffen.

Das gehört zu meinem persönlichen Weg. Je nach dem wo drauf du dich ausrichtest, wirst du in einem Bereich weiter sein, als ein andere Mensch, der ebenfalls Erleuchtet ist. Überhaupt wird das Vergleichen des Bewusstseinsstandes zunehmend weniger wichtig, weil man eben lernt, jeden Menschen für seine Individualität zu schätzen. Es gibt Gaben, aber keine Perfektion.

Wie gesagt damals war der Download zu heftig, zu schnell, und so musste ich dann alles nochmal ganz langsam integrieren und zwar auf einer Ebene, die Steffi auch verstand, denn Steffi ist in ihrer Ego Identifikation ein Versteher. Das ist eine meiner Gaben. Nur deshalb weil mein Ego verstehen will, schreibe ich detaillierte Erklärungen für Traumtechniken. Ich liebe den Moment des Verstehens, und meine Begeisterung dafür mit euch zu teilen was ich neu herausgefunden habe. Mein Forscheranteil und die Erleuchtung sind kein Widerspruch. Nur das Steffi nicht mehr danach strebt, sondern erkannt hat, dass sie selbst das Wissen ist.

Zurück zu Faith. Dann brachte mich jemand auf die Idee, dass dieser Geistführer, wie ich Faith auch nennen könnte, mich vielleicht schon immer begleitet hat und ich ihn nur noch nie bemerkt habe und das ich ihn mir gezielt durch diese Personifikation, die ich mir von ihm aufgebaut habe, kontaktieren kann. Da entstand die Idee, Faith nochmal bewusst zu erschaffen. Das war ca. ein Dreivierteljahr nachdem er aufgetaucht war und vielleicht 3 Monate nachdem er wieder weg war. Ich hatte früher eine Zeit lang nach so jemanden gefragt. Besonders im Zusammenhang mit Träumen und Astralreisen, habe ich mir so jemanden gewünscht, aber nicht wahrnehmen können.

Ich habe Jahrelang diese bekannte Affirmation „ich bin mehr als mein physischer Körper….“ aus der Gateway Reihe wie ein Mantra gesprochen, in der man gezielt um einen Geistführer bittet, also dachte ich, anscheint bin ich erhöhrt worden. Und als mir klar war, dass ich darum gebeten habe, verlor ich meine Angst. Ab da dachte ich: Ich werde nochmal den Kontakt suchen. Das ging aber erst dann, als ich meine Angst nach und nach verlor, denn die Psychose hatte mich in sehr heftige emotionale Situation zwischen Manie und Todesangst gestürzt. Das musste ich alles erst mal verarbeiten. Spirituelle Entwicklung kann man, kann ich zumindest, nicht von heute auf morgen machen. Die Persönlichkeit braucht Zeit, um sich zu verwandeln. Manchmal braucht man auch Pausen um sich zu stabilisieren, wo man mal was ganz anders macht und für eine Zeit zurück in den Alltag geht. Dann kommen wieder Phasen, da weitet sich das Bewusstsein wieder. Deshalb dauert das in der Regel Jahre. Muss es aber nicht.
Faith ist der Wunsch nach Sicherheit und Führung. Seltsamerweise weiß ich, dass ich das alles in mir selbst finde, wenn ich den Zweifel beseitige. Der Schamane ist ein Stellvertreter für diese Anteile, die ich mir noch nicht immer zugestehe und somit ist Faith ein Arbeitswerkzeug. Indem ich Faith dann bewusst erschaffen hatte, konnte ich ihn gezielt für Fähigkeiten wie Intuition, Magie und hm wie soll ich sagen, meiner lichtvolle, vertrauensvollen Anteile benutzen, die Steffi damals noch nicht bewusst entwickelt hatte. Darum heißt er auch Faith. Er hat mir seinen Namen gesagt. Ich habe ihn nicht bewusst vergeben. Ich habe einfach eines Tages gefragt wie er denn heißt, und da sagte er Faith. Ich hört den Namen in Form der inneren Stimme. Erst danach registriere ich wie stimmig dieser Name ist, denn Faith bedeutet Glaube. Steffi ist ein sehr rationaler und analytischer Mensch und um zu Erwachen, musste ich meine andere Seite, die intuitive Seinshälfte, frei schalten.

In der Kabbalah ist das sehr gut beschrieben, für Menschen die sich mit der Vereinigung von Verstand und Intuition beschäftigen wollen, eine sehr gute Quelle.
So kam ich dann auf die Idee, gezielt nach dem Schamanen zu fragen. Ich habe meditiert und ihn zu mir gebeten. Bereits nach kurzer Zeit konnte ich seine Anwesenheit energetisch wahrnehmen. Das ist dann ein Gefühl von einer Präsens. Ich habe ihn gebeten, mich in den Traum zu begleiten. Ich hatte das Gefühl einer Zustimmung. Das war der Tag an dem ich ihn nochmal bewusst erschaffte.

Im Traum war er über mehrere Abschnitte an meiner Seite. Seine Anwesenheit gibt mir ein Gefühl der Sicherheit und Verbundenheit. Er gibt mir Hinweise, wenn ich nicht weiter weiß. Ich hatte gehofft, das ich ihn im Traum klar und visuell dargestellt wahrnehmen kann. Auch im Traum zeigte er sich auf die selbe „unsichtbare aber fühlbare“ Weise wie im Wachleben. Die Traumarbeit mir Faith hat sich aber noch nicht kontinuierlich verwirklicht. Ich denke das sind Aspekte, die noch auf mich warten, entdeckt (Download ausgepackt) zu werden. Faith half mir vor allem im Alltag meine intuitiven Fähigkeiten, besonders das Channeln zu verbessern. Seitdem höre ich meine innere Stimme, die mir zusätzlich zum analytischen Verstand zur Seite steht. Anfangs konnte ich das nur mit ihm, weil ich nicht daran geglaubt habe, dass ich das kann. Deshalb brauchte ich Faith (Glaube).

Mich hatte mein Zweifel begrenzt. Erst seitdem ich den Zweifel bewusst an und aus schalten kann, kann ich auch bewusst Glauben an und aus schalten. Naja es klappt noch nicht immer und in jedem Moment, denn ich habe ja noch ein kleines Ego, das da manchmal hineinpfuscht.
Ich wachte morgens manchmal spontan mit einem Gefühl der Verbundenheit auf. Besonders wenn mein Blick auf Pflanzen fällt, kann ich diese Energie wahrnehmen. Es ist dann als ob er dort steht und nur darauf wartet mir zu helfen. In der Natur konnte ich die Verbundenheit besonders gut fühlen. Ich bin sehr dankbar, diesen Anteil erkannt zu haben weil diese Methode, dieser Weg eine Möglichkeit der Integration darstellt. Ich weiß, dass er mich eines Tages verlassen wird und das passiert dann, wenn es keine Trennung mehr zwischen ihm und mir geben muss. Aber er verlässt mich eigentlich nicht, es wird mich nur die Vorstellung von Faith verlassen, denn dann bin ich ganz Faith. Ich glaube da fehlt nicht mehr so viel. Aber anderseits, ich weiß auch nicht wo das Ende der Entwicklung ist und wie groß Faith ist.

Hier wieder eine alte Aufzeichnung. Heute habe ich das Wort Dekompensation gefunden. Ich lese gerade in einem Text über den psychologischen Begriff Dekompensation und lese man brauchte in Krisen einen Verbündeten in Form eines Therapeuten oer Freund. Ich habe es so erlebt, dass etwas was nicht authentisches in mir, durch ein Art Übergangsritual in einen Ausgleich gebracht wurde. Bei Verbündeten muss ich lachen, weil sich bei mir ein Verbündeter aus dem Nichts gebildet hat, der mir durch diese Zustände geholfen hat. Dieser Verbündete hat die Kontrolle übernommen und mich da rein geführt und auch wieder raus geführt. Dieser Verbündeter den ich interessanter Weise auch schon so benannt habe, aber wo ich mir das Wort aus dem Schamanismus entnommen habe. Er ist auch das, was ich als Intuition wahrnehme. Als innere Stimme, als Herzgefühl, als innerer Guru, aber er ist eben nicht ganz innen, sondern als Personifikation in einer Schwebe zwischen Integration und Abspaltung.
Eine weitere Aufzeichnung: Ich hatte kürzlich ein Gespräch über Tulpas, und da ist mir eingefallen, dass ich ihn wiedermal vergessen habe. Der mit dem ich gesprochen habe, wird immer wenn er das möchte von seiner Tulpa klar gemacht. Er sagte, die Tulpa hätte den komplett Zugriff auf das Unbewusste. Mir wurde geraten mit ihm zu sprechen und die Beziehung wieder aufzubauen. Der Unterschied zu einer Tulpa ist aber, dass ich ihn nicht gebaut habe. Er baute sich so mit seinem Charakter ganz von selbst.

Es hängt sehr stark von meinem Bewusstseinszustand ab, in wie fern ich Kontakt zu einem unsichtbaren Wesen aufnehmen kann. In der Verbundenheit, wirkt er manchmal so real, dass es mir Angst macht, obwohl er sich als mein Freund zeigt. Es ist mehr das Erschrocken sein darüber, dass so etwas möglich ist. Es ist das zusammenbrechen der Realität was mich erschreckt, nicht seine Person. Deshalb zeigt er sich auch ganz sanft, damit Steffi das integrieren kann. Und in dem Zustand des Zweifelns kann ich mir wieder gar nicht vorstellen, das das überhaupt geht und stelle die Idee in Frage. Heute habe ich keine Angst mehr vor Faith, denn er hat sich immer weiter integriert und mir ist immer bewusster geworden, dass ich das bin.
Ich denke, diese Person erfüllt auch ein Sicherheitsbedürfnis. Es ist weniger eine dominierende Autorität, mehr eine starke aber liebevolle Person, die in sich selbst Vertrauen findet, an die man sich anlehnen kann. Eigentlich möchte ich ja diese Stärke gerne zu mir nehmen, aber anscheint kann ich das noch nicht.

Das war eine Aufzeichnung aus dem letzten Jahr, denn mittlerweile habe ich meine innere Stärke und auch meine Selbstliebe zunehmen gefunden. Und so habe ich immer weniger Kontakt im Außen mit Faith, weil ich Faith bin. Aber wenn es um ein Thema geht, wo ich noch kein Selbstverständnis habe, dass ich das kann, dann zeigt er sich wieder im Außen und hilft mir. Ich bin mit dem Hin und Her einverstanden. Er ist eine geniale Erfindung! Ich bin ihm sehr dankbar.

Noch eine Aufzeichnung: Seit der Begegnung mit Faith meiner Schamanen Tulpa, sind noch weitere personifizierte Anteile aufgetaucht. Faith wechselt immer zwischen nicht anwesend, nach außen projizierte Figur und Integration seiner Fähigkeiten in mich. Die Sicherheitsaspekte sind etwas in den Hintergrund getreten. Faith dient mir häufig dazu, Kontakt zu meinen inneren Stimme zu bekommen. Mit dem schamanischen Weltbild habe ich mich mittlerweile geschlichtet, so dass ich es annehmen kann, wenn ich eine konkrete Handlung brauche und auch wieder verlassen kann, wenn es zu magisch wird.
Dann erschaffte ich mir ebenfalls 2016 mit dem Buch „Den Dämonen Nahrung geben“ von Tsültrim Allione, einen Krankheitsdämon, der mir halft den Nutzen meiner jahrelangen Krankheit zu erkennen. Darüber hatte ich hier etwas geschrieben. Auch dort gibt es Hinweise auf das Erschaffen einer Tulpa, ebenfalls kann das genannte Buch Hinweise dazu liefern. Die Bezeichnung Dämon oder Engel, kann ebenfalls für eine Tulpa bzw. einen projizierten Teil des Selbst stehen. Bitte denke daran es sind immer nur Begriffe, die in dir neue Gedankengänge erschaffen. So entstehen unterschiedliche Konzepte. Wenn man flexibel im Geist ist, dann kann man zwischen all den Konzepten hin und her springen, ohne sich entscgeiden zu müssen, welches Konzept richtig ist. Man kann dann alle Konzepte benutzen, weil man keinen Widerstand mehr gegen ein Konzept hat.

Der Grüne Dämon, entwickelte sich vom Feind, zum Freund, zum Heiler. Ich habe durch ihn verstanden, dass meine Krankheit der Bewusstseinsentwicklung diente und der Fähigkeit auch in anderen Menschen Symptome zu deuten, also zu Heilen. Er ist den Emotionen und der Herzenergie gewidmet, und zeigt sich vor dem inneren Auge visuell als grünen sanften Dämon, der mir mit seiner Mimik und anderen Hinweisen, Informationen über meine körperlichen Probleme liefert und mir Sicherheit und Halt in schwierigen Situationen der Krankheit gab. Er hilft mir, dass ich meine Gefühle und Bedürfnisse achte, denn das musste ich erst lernen.

Faith ist dann auch Teil meiner Mentalwelt Praxis geworden. In einer Version von ihm lebt er in meiner eigenen geschaffenen Welt. Das kann man sich so ein wenig wie eine aktive Imagination nach C.G. Jung oder eine schamanischen Reise vorstellen. Ihr seht schon ich liebe es zwischen den Konzepten zu vergleichen. Ist nämlich beides fast das gleiche. Schamanen müssen sehr fähige Psychologen gewesen sein und das bevor des den Begriff Psychlogie überhaupt gab.

Dort kann ich ihn dann vor dem inneren Auge sehen und mir ihm und anderen Traumfiguren interagieren. Ich begegne ihm meist, wenn ich Rat brauche, weil ich feststecke oder etwas heilen und integrieren muss. Immer wenn ich in mein Ego zurück falle, wird die Verbindung zur Intuition etwas schlechter. Ich merke das konkret, indem ich dann wieder anfange zu zweifeln und den höheren Sinn meines Erlebens nicht einsehen kann. Dann wende ich mich an Faith und ich bekomme Antworten wenn ich diese brauche. Deshalb nennt man das auch channeln, weil man quasi am Ego vorbei einen Kanal zum höheren Selbst legt. Wenn man ganz mit dem höheren Selbst verbunden ist, dann kommen die Antworten viel direkter. Also so empfinde ich es.
Vor ein paar Monaten beschäftigte ich mich mit dem Buch von Franz Bardon - Der Weg zum wahrend Adepten, welches ich sehr interessiert las. Es geht dabei um Magie bzw. einen hermetischen Weg dorthin. Bardon zeigte mir durch sein Konzept, auf einem anderen Weg, was ich damals schon durch die Beschäftigung mit den Chakren erfahren durfte, nämlich dass man durch den bewussten Glauben alles erschaffen kann, bis hin zur Erleuchtung. Aber auch umgekehrt, indem man wirklich alles hinterfragt und alle Zweifel auslöscht bis nichts mehr bleibt, kann man diese finden. Zweifel und Skeptizismus sind nichts falsches, aber nur wenn man dieses bewusst ein und ausschalten kann, ist der Geist wirklich frei. Dazu muss man seinen Zweifel erst mal erkennen. Selbst wenn ich im Ego bin und zweifel, dann erkenne ich das. Dann denke ich aha ich zweifel gerade, deshalb kann ich meine innere Stimme nicht hören. Ich weiß aber dass es hinter dem Zweifel weitergeht. Nur ist mir gerade der Weg versperrt. 

Also geht es darum den Zweifel bewusst zu sehen, und nicht an ihm halt zu machen und zu denken da geht nicht weiter, das ist der erste Schritt, um hinter die Matrix zu schauen. Und dazu kann man viele Wege gehen, die in den Bereich des Übernatürlichen führen. Klarträumen, Astralreisen, Magie, Siddhis, Chakren, Tulpas, Shared Dreams, völlig egal. Es geht darum die Komfortzone des Geistes zu verlassen. Das kannan auch mittels der Wissenschaft tun, dann wird man im Jahre 3000 oder so auch da ankommen. Indem man übernatürliche  Dinge benutzt, ist man schneller.Man kann sich auch dahin Denken, aber dann muss man den Kollektiven Geist komplett verlassen. Es gibt viele Wege.

Sowohl bewusster Glaube als auch das kritisch hinterfragende Bewusstsein dürfen nirgends halt machen. Das macht man solange bis man weiß, dass alles möglich ist. Das kann einige Jahre dauern, denn man kommt ja damit an seine persönliche Grenzen. Man muss all seine inneren Grenzen sprengen, alle Vorstellungen, wie das Leben und wie Realität ist, aufgeben. Und zwar immer wieder. Man darf sich nicht auf eine gefundene Wahrheit festlegen und verkünden, ich weiß jetzt was wahr ist. Die Wahrheit ist das und das. Nein denn wenn man diesen Weg bis zu Ende geht, dann landet man im Nichts, im Nirwana, im nicht Wissen. Dort gibt es dann keine Wahrheit mehr, dafür die Freiheit dass alles möglich ist. Im Grunde ist das sehr ähnlich was die Wissenschaft macht. Aber die Wissenschaft macht es nicht konsequent genug.  Und es ist das was die Religionen lehren, mit dem Glauben Berge versetzten. Immer kritisch weiter fragen (Wissenschaft) oder fest glauben (Religion), beides führt zur Wahrheit, zumindest irgendwann. Und wenn man da ist, muss man nicht mehr zwischen Weg A und Weg B unterscheiden, weil es dort kein richtig und falsch mehr gibt.

Bardon bedient eher den Weg des Glaubens. Im Buch hat mich die Mediation über die Elemente interessiert. Inspiriert durch Bardon beschäftige ich mich mit der Elementen Lehre, speziell mit dem Feueraspekt, denn der Feueraspekt repräsentierte Faith. Auch beschäftige ich mich seit vielen Jahren schon mit Psychologie und den Ursachen meines Traumas aus der Kindheit. Es passte alles zusammen. Faith war das, was ich in meiner Familie nie leben dufte. Faith war das Feuer. Faith war meine stürmische Art, er war die Lebendigkeit, die ich auf Grunde der Familienverhältnisse nicht leben durfte. Faith war auch im astrologischen Sinne, der Sonnenaspekt.

Ich machte einige magische Rituale, um den Feueraspekt wieder in mein Leben einzuladen, denn es geht mir ja darum, dass Steffi Zugang zu diesen Anteilen hat, und ich mit Faith eins werde. Manchmal muss ich da gar nicht viel machen, manchmal geschehen mir Rituale auch. Das kommt immer drauf an, aus welcher Perspektive man das betrachtet. Ein Magier denkt er zaubert, ein Spiritueller denkt er erfährt Gott, und wer hat Recht? Alle beide und Keiner. Denn ich weiß es nicht. Es gibt keien Worte.

Durch das Ritual erfuhr ich emotionale, geistige und energetische Vereinigung mit Faith. Auch hat sich Steffi die Vertreterin des psychologischen Archetypen mit Faith dem Vertreter des Archaischen Archetypen, geschlichtet. Denn Steffi hat die Psychologie und den Verstand früher über alles gestellt und Faith abgewertet. Es ging also auch um einen Frieden zwischen Intuition und kritischem rationalen Verstand.

Wenn man wirklichen inneren Frieden will, dann darf man keinen inneren Konflikt mehr in sich haben. Wer Esoterik oder Wissenschaft ablehnt, ist im Konflikt. Deshalb war auch mein Weg über das Klarträumen ein Jahrelanger Erkenntnisweg, bei dem ich mich mit unzähligen Menschen bewusst diskutiert habe. Ihr wart alle meine Lehrer. Danke. Haha. Ich habe dabei so viel und so schnell gelernt, weil ich mich jedes mal in Frage gestellt habe. Ich kann Klugscheissen und mich dennoch nach jedem Satz in Frage stellen. Vieles was ich früher dachte würde ich heute nicht mehr so sehen. Aber das war kein Fehler. Es war alles nötig, um aufzuwachen.

Durch das Feuerritual wurde mir dann auch bewusst, das Faith eine alte Inkarnation von mir ist. Ein weiteres Konzept, welches ich für Faith benutze. Wie gesagt ich wechsle die Konzepte frei von Psychologisch abgespaltener Anteil, Buddhistisch Tulpa, Schamanisch Geistführer, Reinkarnation, Traumfigur, Imaginärer Freund, Engel, Dämon. Archetyp, Seele. Und je nach dem im welches Konzept ich reinspringe, erlebe ich eine andere Realität. 

Für mich ist Faith obwohl es ihn nicht gibt ein echter Freund geworden, zu dem ich eine herzliche Beziehung habe. Er ist mir wichtig. Gleichzeitig kann ich ihm komplett in Nichts auflösen, denn ich bin der Geist der alles erschafft. 

Ich bin nicht auf eine Wahrheit festgelegt, weil es die eine Wahrheit für mich nicht mehr gibt. Das zu erkennen war ein wichtiger Schritt auf meinem Weg. Und er zeichnete sich ab, als ich damals versuchte zu unterscheiden was der Unterschied zwischen Klartraum und Astralreise ist. Diese Frage führte mich über viele Jahre und viele Festlegungen, die ihr in meinem Bog noch lesen könnt,  die ich alle immer wider verwarf, letztlich zum Nichts und somit zur inneren Freiheit.

Das finden Menschen oft schwierig, die begierig nach einer konkreten Wahrheit suchen, die ihnen jemand gibt, an der man sich orientieren kann. Wie begierig sind die Leute auf Antworten von Tom Campell, dass er sagt wie er das macht. Ich glaube er will, dass wir das selbst herausfinden. Ich verstehe den Wunsch nach Wissen weil eine feste Wahrheit Sicherheit, Orientierung und einen Weg bietet. Aber ich kann sagen das die anfängliche Unsicherheit mit dem Nichtwissen nachlässt. Und ich glaube dass man einen Teil seine Weges ganz allein gehen muss und deshalb soll man gar nicht für alles Antworten finden. Dennoch gibt es Evolution und Forschung die sich weiter entwicklen soll.

Man kann sich langsam daran gewöhnen im Nicht Wissen zu sein. Vielleicht ist dadurch ersichtlich warum das Nicht Wissen zu innerem Frieden führt. Wer keine feste Meinung mehr hat, der hat keine Konflikte mehr mir sich mit der Umwelt. Man kann nicht mehr ernsthaft streiten. Man wird extrem tolerant was andere Meinungen angeht, aber dennoch nicht desinteressiert. Wie gesagt nicht von heute auf morgen. Aus meiner Perspektive kann ich nun sagen, es gibt keine Wahrheit, es gibt nur total Freiheit, wenn man diese erkennt.

Man kann allen Aspekten zustimmen und dennoch die Meinung vertreten, die man schon immer gehabt hat. Das Ego Stirb nicht, man sagt das nur so. Das Ego wird weiter, indem man Themen loslässt, an die man sich bindet. Zum Beispiel eine Meinung. Wenn ihr das nächste Mal streitet, könnt ihr mal versuchen dem anderen Recht zu geben. Ihr werdet bemerken, dass es da eine Impuls in euch gibt, der aber sagen will. Dieses Aber loszulassen, ist zb ein Aspekt des Ego Sterbens. Wenn man das Aber, aber einmal losgelassen hat, kann man immer noch aber sagen, aber man muss es nicht mehr. Und das ist eben Freiheit. Der innere Zwang etwas zu tun, hört zunehmend auf. Wenn ein Aber angebracht ist, wird man es dennoch äußern. Aber man wird viele Abers loslasse können, die unnötig sind. Das wäre jetzt nur der Aspekt des Recht haben wollens. Das Ego besteht aus vielen Teilen. Und um frei zu sein muss man eine ganze Menge Teile loslassen. 

Ich war immer Idealist und bins heute noch, obwohl ich meinen Unfrieden mit den anderen Meinungen aufgegeben habe. Und obwohl ich jetzt weiß, dass ich nicht zwingend alles verstehen muss, liebe ich es Grenzbereiche zu erforschen und logischen Antworten auf Fragen zu geben, die in unserer Alltagswelt noch ausgeklammert werden und in den Bereich der Magie, oder Esoterik fallen. Ich habe durch diesen Prozess also nichts verloren, ich habe Freiheit gewonnen. Faith war ein Teil davon. Doch bin ich gleichzeitig viele verschiedene Wege gegangen, von den ich ein andermal erzähle.

Und wenn ihr Lust habt mit der oben beigefügten Anleitung euch eine Tulpa zu erschaffen, die für euch eine Fähigkeit repräsentiert, die ihr noch entwickeln wollt, dann könnt ihr das auf eine Weise machen, die euch entspricht und für euch persönlich nützlich ist.

Ich habe jetzt verstanden warum die Buddhisten diese Technik der Tulpa benutzen, denn sie führt letztlich zum Erwachen. Aber nicht alle Menschen gehen diesen Weg ganz zu Ende. Nicht jeder will erwachen. Und das muss auch gar nicht so sein. Manchmal möchte man nur mal ein kleines Bewusstseins Experiment machen. Deshalb ist für manche Menschen eine Tulpa etwas spezielles, worauf sie sich festlegen. Deshalb werden mir vielleicht einige Menschen die auch mit Tulpas arbeiten, widersprechen.

Ich hoffe ich konnte jetzt ein wenig erklären, warum es für mich nicht so einfach war, von Faith zu erzählen, denn für mich persönlich ist der Aspekt der vielen Perspektiven, auf das Eine sehr wichtig.Ich wollte immer die unendeliche Perspektive erfahren. Das fühlt sich an wie eine 360 Grad Sicht im Klartraum. Oft fragen mich Leute baut man sich eine Tulpa, aber ich finde nun mal keine einfachen Worte für Aspekte die so vielfältig sind.Und ich weiß ich schreibe lange Texte, aber jetzt versteht ihr vielleicht warum. Eben weil ich in einer 360 Grad Sicht denke.

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